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Juan Carlos zu Chávez: "Porqué no te callas!?"

Hugo Chávez, populistischer Präsident Venezuelas und treuer Freund des iranischen Diktators Achmadinedschad, ist immer wieder durch wütende Ausfälle und heftige Beleidigungen aufgefallen. Dabei scheut er sich auch nicht davor seinen plumpen Antisemitismus kundzutun...

Im Vorfeld des Lateinamerikagipfels, an dem auch Spanien teilnahm, hatte er José María Aznar, Vorgänger des jetzigen spanischen Regierungschefs, mehrfach als Faschisten beschimpft, nicht zuletzt wegen der spanischen Teilnahme an der Befreiung Bagdads von Saddam Hussein, mit dem Chávez ebenfalls das Band der Sympathie verband.

Als der jetzige spanische Regierungschef José Luis Zapatero zu einer Erklärung ansetzte und Chávez darauf hinwies, dass seine abfälligen Bemerkungen über Aznar nicht akzeptabel seien, unterbrach Chávez Zapatero mehrmals. Der im Allegemeinen eher ruhig und besonnen auftretende Juan Carlos, Rey de Espana, versuchte Chávez mittels Gesten zum Schweigen zu bringen. Als Chávez fortfuhr Zapatero zu unterbrechen, rief ihm der König zu: "Porqué no te callas!?" zu deutsch "Warum hälst du nicht endlich die Klappe?!" Als Chávez erneut das Wort erteilt wurde, verließ Juan Carlos aufgebracht den Saal.

In Spanien ist man allgemein begeistert von seiner Exzellenz. Das spanische Fernsehen brachte die Bilder immer wieder und wieder. Auf den Strassen wird getanzt zu Pasadoble-, Rap-, Techno- und Hip-Hop-Versionen des "Porqué no te callas!?". Überall hört man die Klingeltöne der Handies: "Porqué no te callas!?"

Die Originalpassage von der Konferenz in Chile



Die Zeitung "El Mundo" kommentierte: Der Zwischenruf des Königs "war überfällig." Kritischer sieht man die königliche Einmischung nicht nur in Venezuela, sondern in ganz Lateinamerika. "Darf ein Monarch so mit einem Staatschef sprechen?" fragt man sich nicht nur in Caracas. In Rom kommentierte "La Republicca": "Hugo Chávez wird im Streit mit Spanien nach dem Wortgefecht mit Juan Carlos lauter... Was in Spanien als mutige und patriotische Verteidigung der Nation durch Juan Carlos angesehen wird, ist in Lateinamerika mit großer Verwunderung aufgenommen worden, und das nicht nur von Leuten, die dem venezolanischen Präsidenten ideologisch nahe stehen"...

Chávez, der Achmadinedschads Atomaufrüstung unterstützt, hatte auch schon die Ziele des internationalen Terrorismus verteidigt, etwas, wofür man in Spanien nach den Attentaten von Madrid wenig Verständnis hat. Ob nun Teheran seine neuen Raketen nach Madrid ausrichten wird?

Im Comix



Applaus in der Talkshow, Javier Sardá kommentiert und parodiert



Pasadoble: Escrita y cantada por Oliver Urdaneta, esta es su version original:


Category: Spanien
Posted 11/26/07 by: admin



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Comments

wrote:
Das ist echt ein schwieriges Thema, ich komme gerade aus Südamerika (Argentinien) zurück. Natürlich ist Chavez dort nicht wirklich beliebt (bzw nur bei einem kleinen Teil der Bevölkerung beliebt). Die meisten Argentinier halten ihn aber für dumm, ignorant und finden es ziemlich daneben, dass es in seinem Land wahnsinnig viel Armut gibt und er um die Welt fährt und Geld rauswirft - aber und, dass ist der Punkt - er wurde von den Menschen in Venezula gewählt und ist nicht wie der spanische König - ein Staatsoberhaupt von Gottes Gnaden (oder besser von Francos Gnaden). Und auch wenn Chavez, bei vielen Menschen unbeliebt ist, passt es den meisten noch weniger, dass ein europäischer Monarch, noch dazu aus dem Land, dass Jahrhunderte lang Südamerika ausbeutete, einem gewählten Präsidenten den Mund verbietet, selbst wenn dieser Präsident ein Idiot ist.
11/28/07 23:55:40

wrote:
Chávez tut eben viel mit dem Geld für das Volk in Venezuela. Ja, seine Freundschaft zu Iran paßt mir überhaupt nicht. Allerdings wäre schön zu wissen, wo genau er sich antisemitisch geäußert hat.
VErgessen wir nicht daß Juan Carlos nur König wurde, weil Franco ihn dazu bestimmt hat. Und vergessen wir nicht, wer Franco war: ein mörderischer Diktator (der, allerdings... angebliche etlichen Juden das Leben gerettet hat).
11/29/07 19:03:01

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