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Stalinistische Methoden bei islamophobia.at

Wie kommt es, dass auf einer von Herrn Mag. Amir Zaidan (der als Amir Mag Zaidan im Domainregister steht) betriebene Webseite, www.islamophobie.at, ein so fragwürdiger Text stand, wie zum Beispiel ein Handzettel über die "Feinde des Islam"? Mag. Amir Zaidan ist Direktor des Islamischen Religionspädagogischen Instituts (IRPI) in der Neustiftgasse 117, Wien 7. Die Träger des IRPI ist die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ)...


Von Karl Pfeifer

Unlängst hat diese von Herrn Mag. Amir Zaidan betriebene www.islamophobie.at die Leser mit einem "Handzettel" [1] beglückt, auf dem "Feinde des Islams" säuberlich auf lediglich acht Seiten aufgezeichnet sind. Auf Seite 4 hatte der Verfasser – der sich als ein Meister des copy paste entpuppt – auch meinen Namen vermerkt, außerdem auch Heribert Schiedel vom DÖW und Thomas Schmidinger: "Diese drei gehören zum Freundeskreis von Gen. Walter Baier und sind durch ihre regelmäßigen Beiträge in der Zeitung "Volksstimme" immer wieder unangenehm
aufgefallen." [1]

Es ist schon erstaunlich, wenn auf der Website des Herrn Mag. Amir Zaidan, meine angebliche Islamfeindlichkeit durch folgende trübe Quelle belegt wurde:
http://www.kommunisten-online.de/Diversanten/nvs.htm

Diese Website wird betrieben von einer kleinen Gruppe von Alt- und Jungstalinisten, die sich mit Nationalbolschewisten verbündet haben. In ihrer Paranoia zählt sie mich wahrheitswidrig zum Freundeskreis von Walter Baier und prangert mich auch an als "Diversanten" (Saboteur, Störer im kommunistischen Sprachgebrauch), nur weil ihnen ein paar Artikel, die ich in der "Volksstimme" veröffentlichte, die allesamt nichts mit dem Islam zu tun hatten, nicht gefielen.

Wenn die Islamische Glaubensgemeinschaft oder Herr Mag. Amir Zaidan, mich und andere der Islamfeindlichkeit beschuldigt, dann sollten sie dies mit Zitaten oder Hinweisen auf meine Texte belegen.

Ohne jeglichen Beweis solche Gerüchte in die Welt zu setzen, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfüllen, passt nicht gut zu dem Image, den sich die IGGiÖ und IRPI geben wollen und diese waren gut beraten, als sie den von mir beanstandeten Text aus dem Web entfernten, denn solche Diffamierungen könnten fanatisierte Muslime – die es leider auch in Österreich gibt – dazu anleiten, Gewalt gegen die vermeintlichen Islamfeinde anzuwenden.

Herr Mag. Amir Zaidan hat schnell reagiert auf meine Veröffentlichung auf www.juedische.at und den ominösen Handzettel von seiner Homepage entfernt. Doch der Vorfall gibt doch zu denken.

Auszüge aus Pressestimmen über Hernn Mag. Amir Zaidan:
Stefan Beig berichtete am 2. 1.07 in der Wiener Zeitung: "Amir Zaidan lehrt ebenfalls an der IRPA und ist Leiter des Religionspädagogischen Instituts. Bis vor wenigen Jahren war Zaidan in Deutschland, das er aber wegen wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit für seine Person verließ. Er gab die so genannte "Kamel-Fatwa" heraus, wonach eine islamische Frau ohne Ehemann nur die Strecke eines eintägigen Kamelritts zurücklegen darf. Als Chefredakteur der neuen "Muslimischen Allgemeinen Zeitung" forderte er "echte" Islamschulen, die nicht mehr dem österreichischen Lehrplan folgen und keine österreichischen Lehrer haben." [2]

Die Wiener Wochenzeitung Falter (3.5.2006) berichtete: "Höflich gesagt ist Zaidan ein ultraorthodoxer Muslim", meint Herbert Müller, Leiter der Kompetenzgruppe Islamismus beim Verfassungsschutz in Baden-Württemberg. Und die deutsche Islamwissenschaftlerin Claudia Dantschke sagt: "Zaidan hat in Hessen faktisch versucht, für die Mitglieder seiner Organisation eine Art parallele Rechtsordnung durchzusetzen." In Deutschland ist Amir Zaidan, gelinde gesagt, umstritten. In Österreich ist er nun für die Fortbildung der islamischen Religionslehrer verantwortlich.

Darüber hinaus tritt er als interreligiöse Integrationsfigur in Erscheinung, stets auf der Suche nach dem Dialog. Für Medien und Politik ist der Syrer begehrter Repräsentant der muslimischen Community. Unlängst stieg Zaidan auf der europäischen Imame-Konferenz in Wien kurz nach EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner aufs Podium und referierte über seine Vorstellung eines "Islams europäischer Prägung". Auf Ö1 spricht er gelegentlich die "Gedanken zum Tag", und auch bei Podiumsveranstaltungen ist Zaidan willkommener Gast, um über den "Dialog zwischen Christentum und Islam" oder den "Islam in einer pluralistischen Gesellschaft" zu diskutieren.[...] Seit der Gründung des Islamischen Religionspädagogischen Instituts (IRPI) im Jahr 2003 ist Zaidan dessen Leiter. Das IRPI ist in Österreich für die Fortbildung der rund 300 islamischen Religionslehrer zuständig, die jährlich zu mindestens 24 Stunden Schulung verpflichtet sind. Zaidans Institut wird vom Bund finanziert, er selbst gibt das jährliche Budget mit 20.000 Euro an. Ausgebildet werden die Religionslehrer seit 1997 an der Religionspädagogischen Akademie (IRPA), wo Zaidan auch unterrichtet. Davor gab es keine institutionalisierte Ausbildung. Die Organisation des Unterrichts obliegt der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ). Der Staat beschränkt sich darauf, die Gehälter der Lehrer zu bezahlen und den Lehrplan abzusegnen." [...]
"Ihre verfassungsfeindlichen Ziele werden von der IRH verschleiert", heißt es im aktuellen Hessischen Verfassungsschutzbericht. Außerdem richte sich die IRH "massiv gegen Freiheits- und Grundrechte von Frauen". Dieser Vorwurf hat einen speziellen Grund: Die von den deutschen Medien sogenannte Kamel-Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten, das im Jahr 1998 erstellt worden ist und die Unterschrift Zaidans trägt. Sie besagt, dass eine mehrtägige Reise für muslimische Frauen ohne die Begleitung eines männlichen Verwandten nicht erlaubt ist. Denn: Frauen dürfen sich laut Fatwa nicht weiter als 81 Kilometer von der elterlichen oder ehelichen Wohnung entfernen. "Dies entspricht der Strecke, die eine Kamelkarawane von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zurücklegen kann", stellt der Verfassungsschutz im Bericht fest." [3]

Anmerkungen:
1) http://www.islamophobia.at. Der von mir beanstandete Handzettel wurde nach Publikation meines Artikels entfernt.
2) http://www.wienerzeitung.at
3) http://www.falter.at

Category: Österrreich
Posted 10/07/07 by: admin



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Comments

wrote:
Das der Handzettel verschwunden ist, ist eher von Nachteil. Denn in islamistischen Kreisen wird der sicher weiter kreisen. Nur die Aufgelisteten wissen es (weiter) nicht.
10/08/07 00:18:18

wrote:
Die Behauptung über das Verschwinden des Handzettels ist falsch, genau so wie vieles, was in diesem primitiven Artikel steht:
http://www.islamophobia.at/...
10/08/07 23:30:10

wrote:
Es ist sehr interessant, wie man mit dreisten Lügen etwas dramatisiert, um sich zum Opfer zu machen. In diesem so genannten Handzettel kommt weder der Name des "Opfers" Pfeifer noch die Bezeichnung "Feinde des Islam" vor.
10/08/07 23:42:07

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