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Rote Karte für Homophobie im Fußball: Respect Gaymes im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

In den deutschen Profifußballligen, müsste es nach allen Regeln der Statistik etwa hundert Schwule geben. Bekannt davon ist keiner. Vermutlich sind die mehr oder weniger versteckten Drohungen der Trainer und die homophoben Zoten von den Sportskameraden der Grund dafür. Ein bekannter Ausspruch des deutschen Rekordnationalspielers Lothar Matthäus und weit verbreitetes Vorurteil lautet, Schwule könnten nicht Fußball spielen. Dies nahm der Lesben- und Schwulenverband Berlin Brandenburg (LSVD) zum Anlass endlich das Gegenteil zu beweisen...

Von Ralf Fischer/Agentur Ahron

Seit letztem Jahr organisieren sie in Berlin die “Respect Gaymes” unter dem Motto “Zeig Respekt gegenüber Schwul und Lesben”. Unterstützt wurden sie dabei von Sportvereinen und zahlreichen Prominenten, wie den Box-Champion Oktay Urkal und der Fußballnationalspielerin Navina Omilade, die die Schirmherrschaft übernahmen.

Klaus Wowereit (SPD) eröffnete die “Respect Gaymes” und sagte, dass gegenseitiger Respekt die Grundvoraussetzung für das Leben in einer toleranten und weltoffenen Stadt, wie Berlin ist. Diskriminierungen jeglicher Art haben hier keinen Platz. Doch was nun genau diskriminierend ist, und vor allem wen es diskriminiert, ist immer eine Frage des Standpunktes.

Die 500 Teilnehmer waren homo-, bi und heterosexuelle Jugendliche und junge Erwachsene, die gemeinsam für Respekt gegenüber Schwulen und Lesben antraten. Die Idee dahinter ist eigentlich ganz einfach: Wer dem anderen gegenüber im Sport mit Respekt begegnet, der wird dies auch im Alltag tun. Einige Teilnehmer wollten ein Zeichen setzten und andere, wie die späteren Turniersieger "Hohenschönhausen Süd" kamen um zu gewinnen. Ihnen Folgte das Team der “Freibeuter” und des Roten Stern Nordost Berlin´s.

Dem ebenfalls anwesenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Friedrich Pflügler, fielen besonders die zahlreichen Schwulen in Nonnentracht ins Auge. Seiner Meinung nach, würde der Aufzug dieser besonderen Ordensschwestern, christliche Gefühle verletzten und sei deshalb nicht zu akzeptieren. Doch mit dieser Meinung stand er allein auf weiter Flur. Beim V.I.P.-Fußballturnier gegen die Nonnen zeigten Prominente aus Politik, Sport und Kultur Gesicht. Neben dem SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Uwe Benneter, Volker Beck von den Grünen und dem FDPler Markus Löning, trat für die Linkspartei die Abgeordneten Evrim Baba gegen den Ball. Moderiert wurde die illustre Herrenpartie vom Urgestein der Lindenstraße, Georg Uecker.

Beendet wurde der Tag mit einer HipHop-Party. Die Mitorganisatoren vom Roten Stern Nordost Berlin hatten es geschafft den englischen Rapper und Mitbegründer des schwulen HipHop-Netzwerkes aus Großbritannien, Q-Boy, für einen Auftritt zu gewinnen. Für sie war die Veranstaltung ein gutes Zeichen, mahnen aber, dass “dennoch viel Engagement gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit gefordert” sei.

© Ralf Fischer und Agentur Ahron. Verlinkungen zum Text sind erwünscht, Volltextkopien aber durch das Copyright geschützt.

Category: General
Posted 06/11/07 by: admin



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Comments

wrote:
Was ist Homophobie?
Klaustrophobie kenne ich... wird immer staerker, je aelter ein Mensch wird.
Frueher... was ist frueher... jeder Mensch, welcher mit "frueher" argumentiert, ist alt. Nagut.
Frueher... trat eine deutsche Armeemannschaft gegen die andere deutsche Armeemannschaft an und Koerperberuehrungen waren verboten!
Da schaute ich noch Fussball...
danach, als die Leut anfingen, sich gegenseitig zu bedraengen, zu verletzen usw... schaute ich kein Fussball mehr, das ist Gegenwart!
Beschimpfungen hat es "frueher" auch nicht gegeben. Die Kleinen siegten ueber die Grossen... das war der Ehrgeiz der Nation.
Den haben wir als Nation inzwischen verloren.
Auf dem Jobcenter war heute ein Berater, den ich im Vorbeigehen sah,
der hatte ein knallrotesBlumenhemd an... und sein Mandant ging ganz einfach in schwarz! Also evtl. trage ich mal irgendwann roteBlumenBlusen...
mal sehn.... auf schwarzemGrund! Baumwolle, pflegeleicht, mercerisierte Faeden... und weder farbausbleichend nocht formveraendernd, sondern "fuer die naechsten 15 bis 20 Jahre" gleichbleibende Qualitaet.
Das war "frueher"... ich trug die Mangelware der Grosselterngeneration!
Andere Muster und Farben, manches taucht heute wieder zu "high"schweiz-Preisen wieder auf... aber was solls:
Ich will es umsonst!
Das war frueher!
06/12/07 16:06:36

wrote:
Schulz kommen Sie klar? Drogen im Blutkreislauf? Falls Sie ernsthaft wissen wollen was Homophobie ist: http://de.wikipedia.org/wik...

Der Rest Ihres Beitrags hat mit dem obigen Artikel jedenfalls wenig zu tun.
06/18/07 20:33:36

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