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Judentum und Israel
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Getränke der anti-Globals: Bionade in Heiligendamm und Muttermilch aus Kairo

Ich erinnere mich noch ziemlich genau, dass zu mir und einem daneben stehenden Polizisten so ein fetter, bayerischer Passant in München im Sommer 1992 sagte: „An die nächste Wand stellen und abknallen.“ Ein weiterer Polizist in Kampfuniform sagte zu mir wenig später: „Eß mal ein paar Knödel, dann reden wir weiter“, als ich ob der völlig unverhältnismäßigen Polizeigewalt protestierte, verbal. Das war zur Zeit des Weltwirtschaftsgipfels in München 1992...

Von Clemens Heni

Wenngleich ich meine anfängliche „Friedensbegeisterung“ von 1991 zu Zeiten des Golfkrieges abgelegt hatte, war ein Teilnehmen an den anti-WWG-Aktionen, unorganisiert und ohne ›Gruppenzusammenhang‹, selbstverständlich. Diese „Friedensbegeisterung“ hatte ich nach einer Veranstaltung mit Lea Fleischmann in Stuttgart Ende 1991 im damals legendären Theaterhaus Wangen abgelegt. Fleischmann hatte aus ihrem Buch „Gas“ gelesen und mir deutlich gemacht, wie unreflektiert, naiv, kaltherzig, einseitig, heuchlerisch, ahistorisch und antijüdisch diese deutsche, europäische und weltweite Hetze gegen den Krieg am Golf war.

Juden waren in Israel wieder vom Gastod bedroht gewesen, mussten mit Gasmasken hantieren lernen und ›wir Linken‹ in Deutschland ignorierten das heftig und sahen in Saddam Hussein nicht die Gefahr welche er darstellte. Es gab zwar vereinzelt Stimmen für diesen Krieg, aber die hatte ich damals noch nicht zur Kenntnis genommen. Das war nur konsequent. Wenngleich ich im Mai 1985 noch nicht politisch aktiv war, ist es doch bezeichnend, dass damals, beim Weltwirtschaftsgipfel, wie wild mobilisiert wurde und zeitgleich die antijüdische Erinnerungsabwehr durch Helmut Kohl, die Bundesregierung und den US-Präsidenten Ronald Reagan in Bitburg kaum eine Reaktion wert war. Antisemitismus war weder 1985 noch 1992 in irgendeiner Form substantiell Anlass als Linke dagegen zu demonstrieren und Kritik zu üben.

1988 beim IWF-Treffen in West-Berlin war es nicht anders, ja viel schlimmer noch: die Phalanx der Autonomen aus mit PLO-Tüchern vermummten Israelhassern war bemerkenswert. Ich hatte das Treffen in Berlin als Schüler zwar nur als isolierter Mitdemonstrant erlebt, ohne PLO-Tuch, aber schlimm genug. Kurz und knapp: wer vor 9/11 gegen die Treffen der Mächtigen demonstrierte zeigte fast immer Unverständnis für die wahren Gefahren der Welt (Antisemitismus unter Kohl, 1. Intifada der Palästinenser 1987, Husseins Vernichtungsdrohung gegen Israel 1991).

Wer jedoch noch nach dem 11. September 2001 gegen die G8 demonstriert zeigt noch viel mehr: es ist ein Zeichen für den Hass auf die westliche Zivilisation. Wer allerspätestens seit diesem Massenmord im WorldTradeCenter von New York nicht erkannt hat, dass der islamische Terrorismus, der heilige Krieg, der Djihad, mit seinem reaktionär-revoltierenden Ressentiment jede zivilisatorische Errungenschaft zerstören möchte und einen islamischen Gottesstaat nach dem anderen gern ausrufen würde, der oder die haben nix kapiert. Gar nichts. Ich erinnere mich auch noch an diese gut 1000 DemonstrantInnen in Bremen, die wenige Tage nach diesem Massenmord durch die Strassen dieser Hansestadt liefen und skandierten „USA – Völkermordzentrale“. Das war eines der unglaublichsten Erlebnisse meiner kurzen politischen Geschichte. Dies antizipierend hatte ich kleine Flugblätter gebastelt, auf denen sinngemäß stand „Friedenshetzer schützen die Islamisten“ oder „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“. Diese einige hundert Flugzettelchen habe ich dann über dieser Demonstration abgeworfen.

2003 dann, bei einer Demonstrationen gegen das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos, erklommen diese NoGlobals einen weiteren antijüdischen Höhepunkt, als sich Leute als Scharon oder Rumsfeld verkleideten, mit gelbem Stern, und um ein goldenes Kalb tanzten. Der Topos „Tanz um das goldene Kalb“ ist ein alter Bekannter antijüdischer Agitation, nicht nur in Deutschland, wo allerdings schon Anfang des 20. Jahrhunderts Steinkrüge mit diesem antisemitischen Bild produziert wurden, im Westerwald. Passend zu diesem Tanz in Davos formulierten 2003 der französische Philosoph Jacques Derrida und der deutsche Jürgen Habermas, warum sie die europäischen „Friedensdemonstrationen“ vom Februar 2003 als Gründungsmanifest eines geeinten Europa in explizitem Gegensatz zu den USA begreifen möchten. Philosophisch wurde damit Antiamerikanismus und Antisemitismus legitimiert, ja forciert.

Heute kehrt solch antiwestlich/pro-europäisch/poststrukturalistisch-diskursanalytisch/antizivili-
satorische Agitation auf wahnsinnige Weise wieder, wenn globalisierungs›kritische‹ KünstlerInnen Plakate entwerfen auf denen ein Balken in Art eines Galgen zu sehen ist, dessen Schlingen die bekannten G8-Staaten mit ihren Nationalfarben symbolisieren. Darunter steht: »We want to civilize you«. Damit soll gesagt werden, dass gerade die Zivilisation die Menschen ermorde. Diese ›künstlerische‹ Agitation ist an Absurdität und Perfidie nicht zu überbieten, wenn man bedenkt, dass die größte Gefahr für den Weltfrieden von antizivilisatorischen Regimes wie dem Mullah-Faschismus im Iran ausgeht oder wenn man reflektiert, dass Folter, Verschleppung, Mord, Genitalverstümmelung und Völkermord in Ländern wie Sudan, Iran, China oder Jemen auf der Tagesordnung stehen. Alles keine Staaten, die man zivilisiert nennen könnte. Insbesondere der völkisch-ethnisch motivierte Massen- bzw. Völkermord in der sudanesischen Provinz Darfur wäre neben dem Islamfaschismus aus Teheran ein Beispiel sowohl für das Versagen der Weltgemeinschaft, der Vereinten Nationen nicht zuletzt, und auch der sog. ›Linken‹, die eben gerade nicht solche antizivilisatorischen Regime kritisieren, vielmehr den Westen oder die Industriegesellschaft als solche in althergebrachter gegenaufklärerischer Diktion des Mordes anklagen. Auch Rechtsextreme sind in genau dieser Weise antizivilisatorisch, weil in deren kulturrelativistischen Weltbild jede universalistische Form der Einmischung gleichsam böse sei. Menschenrechte gibt es für diese Leute nicht. Nur regional verschiedene Rechte. Das ist auch ein Topos der Friedens- und Konfliktforschung bzw. der Politikwissenschaft. Das antidemokratische, stalinistische Gebaren des „Sozialisten“ Chavez in Venezuela, einem Intimus und wirtschaftlichen Kooperationspartner des Holocaustleugners Ahmadinedjad, das der jungen Welt oder den PDS-Theoretikern Freudentränen beschert , passt dazu.

Es ist jedoch ein Zeichen, wie noch zu Beginn, ja gerade zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht diktatorische Regime (wie der Irak Saddam Husseins oder das Afghanistan der Taliban) angegriffen werden von solchen anti-Globals oder Gutmenschen, vielmehr die Befreier von solchen Regimen, zuallererst natürlich die USA und sodann Großbritannien, welche die beiden größten Schlingen repräsentieren auf diesem Plakat, das paradigmatisch stehe für die weltweite anti-G8-Bewegung auf dem Weg nach Heiligendamm.

Es ist ein Zeichen von Zivilisation, dass sich Frauen und Männer begegnen können, wie sie wollen. Nun tobt in Ägypten eine Debatte darum, ob es erlaubt werden kann, aus islamischer Sicht, dass eine Frau dann einen Mann unverschleiert und gar im selben Raum treffen darf, wenn sie ihn zuvor gestillt hat. Das ist kein Witz. Wenn eine islamische Frau einen islamischen Mann, sagen wir einen 47jährigen Typen aus Kairo, an die Brust nimmt, darf sie ihm fürderhin ohne Schleier oder andere Einschränkungen begegnen, er ist nach islamischem Recht ein Verwandter von ihr. Wer nun die nächsten Tage in Heiligendamm gegen die Zivilisation demonstriert – und diese Plakatreihe der „holy-damn-it.org“ sind offenbar symptomatischer Ausdruck weitester Teile der Antiglobalisierungsbewegung – demonstriert damit ganz klammheimlich und subkutan für Kulturrelativismus und solche Stillpraktiken. Da mögen überschätzte Medien wie Konkret oder die Jungle World noch so sehr zu den ›Protesten‹ gegen das G8-Treffen auf- und hinterherrufen „Keine Gewalt“ – der Ansatz dieser „Linken“ ist Gewalt a priori.

Das müsste sich nach 9/11 auch in Redaktionsstuben in Hamburg oder Berlin-Kreuzberg herumgesprochen haben. Was anderes als Gewalt ist es, Djihadisten gewähren zu lassen und gegen die Befreier von ihnen wie die USA oder Großbritannien zu agitieren, heute? Bildung, Armut und Klima sind die Themen, prima. Es ist bezeichnend, dass weder von den anti-G8-Hunderttausenden noch von Angela Merkel als Gastgeberin der Islamfaschismus und seine deutschen oder österreichischen Freunde wie der CSU-Mann Wiesheu, der offenbar eine großen, ökonomischen Coup gelandet hat und jetzt Transrapid-Züglein zwecks Pilgerfahrt quer durch Iran nach Maschhdad fahren lassen möchte , oder der OMV, einer riesigen Mineralöl-AG aus Wien, auf der Tagesordnung stehen, und zwar ganz oben. Das wäre ein guter Grund, gegen das G8-Treffen zu mobilisieren. Andererseits: warum? Solche Wirtschaftsabkommen sind ja Zeichen von Wachstum, also absolut G-8-kompatibel.

Es ist furchterregend, dass 100 Jahre nach der Jugendbewegung mit ihren sehr häufig antimodernen, antisemitischen und national-sozialistischen Imperativen – Ludwig Klages’ Mensch und Erde oder Der Geist als Widersacher der Seele lässt grüßen – nun „Linke“ gegen die Zivilisation agitieren und die Moderne als mordbringend darstellen. Sie könnten für eine bessere Welt demonstrieren. Selbstverständlich. Gegen den Djihad zuallererst. Das wäre schon viel. Doch sie tun das Gegenteil. Gegen die USA, Großbritannien und alle anderen G8-Staaten kämpfen sie, wovon keiner ein islamischer Gottesstaat ist. Eine Demonstrationen gegen den Iran wird es von solchen anti-G8-Kreisen nicht geben. Die Antiglobals leben in einer Parallelwelt, ähnlich der islamischen, kaufen und verkaufen Produkte aber fühlen sich ganz unkapitalistisch. Dazu passt das zweite hippe Getränk dieser Kreise: „Bionade. Das offizielle Getränk einer besseren Welt.“ Bestimmt antikapitalistisch gebraut. Deutsche sind immer antikapitalistisch, wenn sie Waren produzieren. Ganz sicher. „Gegen Krieg und Imperialismus“, wie der schwarze Block hinzuruft.
Ich freue mich schon auf den Mc-Donalds-Drive-In in der Wrangelstrase in Berlin-Kreuzberg, da werde ich mit meinem Fahrrad hinfahren, etwas kaufen, eine Cola trinken, essen und schwups ist die Welt für mich wieder besser.

Category: General
Posted 06/03/07 by: admin



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Comments

wrote:
Ich muss mich also nicht wundern, wenn mich die Leut eigenartig anschauen, weil ich in Berlin-Kreuzberg lebe?
Nagut.
Der Tanz um das goldene Kalb kann garnicht antisemitisch sein, ...
es war ein aegyptisches Gottesersatzbild, welches natuerlich von "Gott-Adonai-Elohim-Zebaoth-Jahwe"
VERWORFEN werden musste! Die Israeliten hatten noch KEIN ausgepraegtes Gottesbild? Du sollst Dir kein Bildnis machen... empfingen sie gerade !
Leider hatte Israel waehrend der Sklaverei einiger Jahrhunderte Gott vergessen, den einzigen Gott wohlgemerkt und sich wohl Ersatzgoetter zumindest teilweise von den Aegyptern aufschwatzen lassen. Die Befreier (Moshe, Aaron und einige andere, unter Gottes Oberbefehl) hatten eine "direkte" Beziehung zu Gott.
Das braucht heute jeder Mensch, um zu ueberleben.
Wahrscheinlich werden leider
Linke Extreme oder Rechte Extreme
den Artikel welchen ich gerade las
kaum verstehen oder anwenden, weil
die Vokabeln doch sehr ideologisch aufgebaut sind und nicht in der Alltagspresse zu finden.

Ess mal ein paar Knoedeln mehr...
na gut, Knoedel sind doch koscher oder?
Und die betreffende Person war also fuer den Polizisten als Gegner von vornherein als zu schwach eingestuft worden, ist doch auch gut!
Faster... (nicht FastFood) gegen Polizei, dann gib es keine Gewalt!
Prima!
Wie aus einem (1) leeren angegriffenen zerstoerten Polizeiauto fast 1000 verletzte Personen werden, ist doch sehr merkwuerdig. Das Gewaltpotential muss also auf allen Seiten denn doch nicht so niedrig gewesen sein.
Also deshalb
Faster... (ohne Fleisch, ohne Drogen, ohne Rauchmittel) raus zum Marsch an der frischen Luft und schaut mal den Polzisten zu, wie diese so friedlich sind : ueberlebensgross und als Randfiguren zum Schutz der Demo!
Machen wirklich jeden Spass mit!

Frueher zu kalten Zeiten gab es mal gruene Bullen, die durfte man/frau nicht ansprechen, das ist heute nicht mehr so: Polizei Dein Freund und Helfer moegen sie zwar nicht hoeren, weil es eine sozialistische Phrase war, aber dann eben eine Steigerung ins Superlative! Polizisten als Bodybuilder oder als Aufbauer der Psyche ihrer vormaligen Gegner..., welche zu Anvertrauten Heiligen geworden sind.
06/03/07 11:53:33

wrote:
Ich bin gegen unkontrollierten Gen-Konsum in Deutschland und Europa, Tiere werden durch Genfutter gequaelt, es kommt zu vorzeitigen Schlachtungen usw..

eine systematische Umwelt-Landschaftspflege erhoeht das eigene Potential und Deutschland wird wieder bewohnbar, anstatt dass wie gegenwaertig der Fall, Deutsche lieber ins Ausland gehen, um mehr als 90% der Huerden ihres Lebens zu verlassen.

Natuerlich ist "man/frau/kind" in Deutschland fast alles, wenn "man/frau/kind" ueber genug Kapital verfuegt. Wer darueber keinen Einfluss hat, hat auch in Deutschland entweder nichts zu sagen oder nichts zu suchen. Leider ist es auf diese einfache Formel zu bringen.
Dadurch kommt es zu Pol-Bildungen, die vermieden werden sollten.

Es muss fuer jeden Menschen moeglich werden, aus "wenig" "viel" zu machen, ohne gleich ein Bonnke-Anhaenger zu sein.
Glaube sollte so interpretiert werden, dass ein Zugewinn sichtbar wird. Dabei sind natuerlich Unterschiede zu respektieren, weil darin die persoenliche Freiheit liegt, das eigene Profil zu entwickeln, ohne in falsche Abhaengigkeiten zu geraten.

Ich wuensche mir eine "glaeserne Politik", durchsichtig und ueberpruefbar in allen Strukturbereichen.
Das weckt das Interesse der Bevoelkerung und bekanntlich werden damit Mitdenker, Mit-Gestalter geschaffen, anstatt Gegner.
Grosse ueberdimensionale Machtbloecke sollten vermieden werden, denn Menschen sind keine austauschbaren Artikel, sondern einmalige "Unikate Gottes".
Darin liegt die Gleichheit aller Menschen begruendet, welche die Vielfalt zulaesst und eine Foerderung des Lebens auf dem gesamten Globus bedeutet.
06/03/07 13:56:12

wrote:
Muttermilch wird in Deutschland belassen!
Die Kairoer Maenner... spinnen,
wenn diese sich als Saeuglinge adoptieren oder be-ammen lassen.
Irgendwas kann am Detail dann nicht stimmen.
Ausserdem sind die Bekleidungsvorschriften des Islam nicht menschenwuerdig, zumindest Frauen sollten davon befreit werden.
Wo ist die Befreiungstheologie?
Das bringt jeder Laie zurecht!
Dazu brauchen wir keinen Papst!
06/03/07 14:09:50

GeFreTo wrote:
Vor dem Hintergrund, dass Tausende tagtäglich verhungern, halte ich die übertriebene Trauer um 9/11 für Heuchelei!

Es wird über Gastfreundschaft geredet, aber ein Gast, der derartige Sicherheit verlangt, wie es der US-Prä fordert! ist nicht mein Gast.
06/03/07 14:31:26

wrote:
wer keine lust auf ntionalgeschwätz hat (GeFreTo, du bist cool) und gerade an dieser stelle nich damit rechnen konnte dem sei folgende seite wärmstens empfohlen: http://www.indymedia.org shalom, dave
06/03/07 20:33:19

wrote:
Wenn Clemens Heni so sehr für die Kriege der USA/Großbritanniens ist, warum geht er dann nicht mit gutem Beispiel voran und meldet sich freiwillig zum Dienst mit der Waffe? Das wäre ein bisschen konsequenter als sich im sicheren Berlin bei McDo die Wampe vollzuschlagen. Auf Solidarität a la Heni können die Amis/Briten sicher gut verzichten.
06/03/07 20:38:20

wrote:
"Wer jedoch noch nach dem 11. September 2001 gegen die G8 demonstriert zeigt noch viel mehr: es ist ein Zeichen für den Hass auf die westliche Zivilisation."

Ich denke, es ist verkehrt, die G8 mit der "westlichen Zivilisation" in eins zu setzen. Es handelt sich um eine Gruppe von Regierungen. Deren Politik ist nicht sakrosant und wenn jemand dagegen protestiert kann man daraus sicher nicht schließen er oder sie hasse die westliche Zivilisation. Ich halte das für eine unsinnige Auffassung. Abgesehen davon gehört zur "westlichen Zivilisation" nicht auch die Meinungsfreiheit und die Berechtigung zur Kritik an Wirtschafts- und Aussenpolitik ohne dafür gleich als "Zivilisationshasser" gebrandmarkt zu werden?

MfG Sven
06/03/07 23:18:34

GeFreTo wrote:
@dave

Was liest du woraus?

Du schreibst: Nationalgeschwätz

wer hat denn nach 45 alten Nazis in der BRD wieder den Weg zur Macht bereitet, wenn nicht die us-Regierungen?

Seit 9/11 wird bei jeder Gelegenheit um die Opfer des 9/11 getrauer, doch die tagtäglichen Opfer, auch unserer regierung, interessieren kaum.

ja dave, das ist echt cool!
06/04/07 00:31:10

wrote:
Leider erwähnen Sie nicht, daß der 9/11 ein "inside job" war, das heisst, er wurde zumindest teilweise von der Bush-Administration in "Auftrag gegeben" und verantwortet.
Immer mehr seriöse Professoren in den USA sind dieser Meinung, es spricht sehr viel dafür, daß die Gebäude der WTC systematisch gesprengt wurden.
Untersuchungsberichte wurden abgewehrt, bis heute gibt es keine richtige Untersuchung darüber.
Erwiesen ist, daß jüdische Firmen von den Anschlägen vorher wussten.

Bis heute ist Bush und sein Vize nicht zurückgetreten, obwohl sie als Verantwortliche dafür gerade zu stehen haben, daß die Sicherheit völlig "versagte".

Der Islamfaschismus muss anders bekämpft werden. Länder wie die USA, Deutschland, Großbritanien erlauben reihenweise Erbauen von Moscheen, dabei wird doch der Terror gefördert.

Im Islam ist wie im Judentum das Schächten von Tieren Alltag, wer Tiere auf so barbarische Weise tötet, geht mit Menschen genauso um. Das Judentum und der Islam haben in dieser Beziehung grausame und barbarische Gemeinsamkeiten.
06/04/07 01:59:17

wrote:
Ein Terroranschlag wie 9/11 kann unmöglich ohne technische US-Hilfe z. B. von Geheimdiensten passieren, das sagt jeder, der sich auskennt.

Für die knapp 3000 Toten hat die Bush-Administration Verantwortung, diese Menschen mussten mit diesen fingierten Terroranschlägen sterben, damit es endlich einen Grund gab, einen Angriffskrieg gegen Afghanistan und den Irak zu starten.

Zu glauben, ein Terroranschlag wie 9/11 könnte ohne US-Mithilfe passieren ist total naiv. Irgendwann wird die Wahrheit darüber ans Licht kommen, spätestens dann, wenn die Frist von 25 Jahren abgelaufen ist, die die Bush-Administration festgesetzt hat. Während dieser Frist sind viele Materialien nicht zugänglich.
06/04/07 02:05:53

wrote:
http://www.orf.at/070601-12...

Giftmuell - Globalisierungen !!!
06/04/07 09:04:28

wrote:
"Ein Terroranschlag wie 9/11 kann unmöglich ohne technische US-Hilfe z. B. von Geheimdiensten passieren, das sagt jeder, der sich auskennt."

Nein.
06/04/07 09:13:13

wrote:
Diese Nacht verfolgte ich wegen Mangel an Schlaf aus... sozialer Abstiegskrankheit ... die Diskussion / Veroeffentlichungen online ueber G8 Demo - Katastrophen - Einsaetze.
Vor dem Hintergrund haette der Gipfel nach Berlin gehoert: Amerikaner fliegen Tempelhof an, Franzosen kommen in Tegel an und der Rest der Welt ohne besondere Erlaubnis in Schoenefeld.
Die Berliner Innenstadt haette gejubelt wegen der Demo- Moeglichkeiten und unsere netten Polizeipferde waehren der DE - Ent - Eskalationsfaktor gewesen.
Wenn Mensch und Mensch aufeinanderlosgehen, gibt es etwas sensibleres: Pferde sind emotionaler und haben das Mitgefuehl der Massen!
Anstatt Hunde wuensch ich mir Pferde in Berlin! Natuerlich braucht es dann bezahlbaren oder kostenfreien Freizeit - Therapie - Reit - Sport! fuer alle!
06/04/07 09:17:13

wrote:
Artikel wie Kommentare entbehren nicht einer gewissen Komik:

Ersterer fürchtet in den G8-Protesten Zivilisationshass, während die Kommentare die (m.E. unbegründeten) Befürchtungen des Artikels bestätigen.

Beides sind Extreme - es gibt reichlich mehr Motive an den Gipfelprotesten teilzunehmen, als stupider Antiamerikanismus und Zivilisationshass.

Zum Beispiel ist es eine durchaus berechtigte Kritik, daß bei diesem Treffen wichtige politische Entscheidungen ohne weltweite demokratische Legitimation getroffen werden.
06/04/07 23:03:55

wrote:
Fatima:
Es gibt Beweise für alles!
Siehe
http://www.thebestpageinthe...

*i*
06/05/07 10:36:45

wrote:
Ich schaute mir gerade die Video und Textveroeffentlichungen von ZDF an,
natuerlich muss Politik geaendert werden, sonst waere es nicht Politik.
Das EINZIGE, was nicht geaendert werden muss, ist Gott allein!
Ansonsten waere ich wohl bei einem Teil der Gegen-Demo gern dabei gewesen, einen anderen Teil verstehe ich sowieso nicht, wenn kein Inhalt sondern nur Gegengewalt produziert wird.
Staaten, die Gewalt verbreiten, werden natuerlich auch Gewalt produzieren, die Menschen brauchen normalerweise aber doch ein gewaltfreies Leben? Das wird seit... 1990 gefordert oder erwartet: Opfer fuer andere zu sein!
Darum wird es immer Gegen-Argumente gegen die jetzigen Schwerpunkte in der Politik der G8 geben!
Also mein Leben ein einziger Opfergang!
Deshalb wuensche ich mir eine total andere Welt!
Wo ist Israel? Da hat ein Opfer noch Sinn!
06/05/07 19:24:37

wrote:
"Das Judentum und der Islam haben in dieser Beziehung grausame und barbarische Gemeinsamkeiten."

Tut dieser Rassismus eigentlich irgendwann mal weh? Ist deine Religion bararisch, wenn Tieren, die nicht mehr betäubt sind, die Beine abgeschnitten werden, wenn Tiere auf tagelangen Transporten halb tot ankommen und mit schlimmsten Verletzungen in den Schlachthof getrieben werden usw. usf. deswegen auch barabarisch und gehen Menschen, die dieser Religion angehören, dann auch so grausam mit Menschen um?

Warum denken hier die meisten nicht einmal wenigstens etwas nach, bevor sie ihren Rassismus, ihre Verschwörungstheorien alias "Die Weisen von Zion" loslassen. Was ist nur in einigen Köpfen in diesem Land los?

Es wird immer erschreckender dieser alltäglich Rassimus, der anscheinend mittlerweile völlig "normal" zu seien scheint und die Mehrheit schaut wieder einmal weg! Gruselig!
06/05/07 22:56:29

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