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Neue Studie vorgestellt: Gewalt gegen Schwule – Alltag in Deutschland

Gewalt gegen schwule Männer geschieht in Deutschland wesentlich öfter, als bislang angenommen. Und: Obwohl nicht danach gefragt wurde, gaben 16 Prozent der Opfer an, dass die Täter einen Migrationshintergrund hatten, die tatsächliche Prozentzahl dürfte wesentlich höher sein. Von der Polizei fühlen sich die Opfer meist im Stich gelassen oder nicht Ernst genommen…

Von Jörg Fischer

Dies sind zwei Ergebnisse der ersten Auswertung einer Befragung von schwulen und bisexuellen Jugendlichen und Erwachsenen zu Gewalterfahrungen, die am Wochenende während einer internationalen Fachtagung in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie ergab weiter, dass ein Drittel der Befragten Opfer von homophoben Gewalttaten wurde, dreimal so viel wie bislang angenommen wurde. Etwa 24.000 Menschen aus der gesamten Bundesrepublik hatten an der Umfrage teilgenommen, was diese zur bislang größten Erhebung dieser Art macht. "Wir haben nun das Wissen, dass Gewalt gegen Schwule in großem Maße in Deutschland vorkommt", sagt Bastian Flinke, Leiter des Berliner schwulen Anti-Gewalt-Projekts "Maneo", das die Studie im Rahmen einer internationalen Tagung vorstellte.

Bodo Lippl vom Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin erklärte, er habe noch nie erlebt, dass Teilnehmer an einer sozialwissenschaftlichen Erhebung so dankbar waren, endlich erst genommen zu werden. Tatsächlich äußerten viele Opfer antischwuler Gewalt, sie würden sich von der Polizei nicht Ernst genommen und im Stich gelassen fühlen. War man bislang davon ausgegangen, dass zumindest 20 Prozent der von homophober Gewalt betroffenen Opfer den Mut haben, zur Polizei zu gehen, muß diese Schätzung nunmehr auf maximal 10 Prozent nach unten korrigiert werden. Das heißt: Etwa 90 Prozent der Betroffenen melden selbst bei körperlichen Verletzungen den Vorfall nicht bei der Polizei. "Aus Scham, die Niederlage einzugestehen, aus Angst, damit das herrschende Klischee fehlender Männlichkeit zu bedienen, scheuen viele den Weg zur Polizeiwache", sagte der Hamburger Soziologe und Kriminologe Rüdiger Lautmann. Die gesellschaftliche Randstellung der Homosexuellen sei einer der auslösenden Faktoren, weshalb Schwule zu Opfern werden. Hier offenbart sich ein Defizit, was ganz massiv bei der Polizei besteht.

Hasspropaganda zeigt Wirkung

Die Studie fördert jedoch weitere, bedenkliche Tatsachen zu Tage. Obwohl ganz bewußt nicht nach der Zugehörigkeit von Tätern zu Gruppen gefragt wurde, gaben 16 Prozent der Opfer an, dass es sich bei den Tätern um Personen mit einem Migrationshintergrund gehandelt hat. Alleine schon aufgrund der Fragestellung muß davon ausgegangen werden, dass dieser Anteil deutlich höher ist, als aus der Antwortenauswertung hervorgeht. Dies wäre dann auch eine Bestätigung der Erfahrungen zahlreicher Selbsthilfegruppen und schwuler Überfalltelefone im gesamten Bundesgebiet.

Frühere Befragungen, die nach Migrationshintergrund von Tätern fragten, hatten bereits ergeben, das vor allem Rußland-Deutsche und Personen mit einer islamistischen Sozialisation überdurchschnittlich stark in der Tätergruppe vertreten sind. Wie Beobachter und Experten bestätigen, wird gerade in der islamistischen Rap-Musik, die vor allem von Jugendlichen privat und in islamistischen Jugendzentren konsumiert wird, eine massive Hasspropaganda betrieben. Die Feindbilder sind hierbei hauptsächlich Juden und Schwule. Auch in den Fernsehsendern islamistischer Terroristen, die in arabischen Ländern produziert und ausgestrahlt, jedoch auch in der Bundesrepublik empfangen werden können, sind stets Schwule und Juden neben "dem dekadenten Westen" die Hauptfeindbilder. So werden etwa in den palästinensischen Autonomiegebieten Homosexuelle per se als "Spione Israels" denunziert und zum Lynchen freigegeben, auf der anderen Seite wird dem israelischen Staat unterstellt, die "Krankheit Homosexualität und Aids in der arabischen Welt systematisch zu verbreiten." Bekanntlich ist Israel der einzige Staat in der Region, in der Homosexualität vollkommen legal ist und die Gleichberechtigung der Homosexuellen ist in Israel wesentlich weiter vorangeschritten als beispielsweise selbst in der Bundesrepublik Deutschland. Dies hatte auch zur Folge, dass seit dem Machtantritt der terroristischen Hamas Hunderte schwule und lesbische Palästinenserinnen und Palästinenser aus den Autonomiegebieten nach Israel flohen und sich im jüdischen Staat in Sicherheit brachten vor Verfolgung, Terror und Mord.

Bislang erhoben angeblich "linke" Kreise, die sich stets in der "Solidarität" mit den islamofaschistischen Terroristenorganisationen wie Hamas und Hisbullah übten, gegen schwule Überfalltelefone und Selbsthilfegruppen den abstrusen Vorwurf des "Rassismus", weil sie auf dieses Problem aufmerksam machten. Zu diesem Vorwurf hieß es aus "Maneo"-Kreisen: "Wir stellen nicht in Frage, das Deutschland ein Einwanderungsland ist. Wir stellen nicht Frage, dass wir alle – ob Migrant oder Nicht-Migrant – gleichberechtigt zusammen leben sollen. Aber über das wie und über Probleme, die es gibt, muß man reden dürfen und muß man reden." Treffend sagte ein Migrant gegenüber haGalil-online: "Es ist Rassismus, wenn man ein Problem leugnet, nur weil Personen mit einem Migrationshintergrund als Täter beteiligt sind. Es ist kein Rassismus, wenn man Migranten und Nicht-Migranten gleich behandelt – und dazu gehört, die Probleme die es gibt sachlich beim Namen zu nennen. Nur so kann man gemeinsam an Lösungen arbeiten."

Links zum Thema:
Die Agenturmeldung zur Studie bei mut-gegen-rechte-gewalt.de
Maneo im Internet

Category: General
Posted 05/21/07 by: admin



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