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haGalil online

platzverweis

es ist nicht einfach zu entscheiden, ob man die zahlreichen offensichtlich menschenrechtswidrigen sites, auf die man täglich im internet stößt, einfach ignoriert. oder ob man doch besser mit dem finger auf deren produzenten zeigt – was ihnen eventuell mehr öffentlichkeit beschert, als ihnen zukommen sollte...

von katrin schuster, zweitens-magazin

zum glück hatte ich jemanden, den ich um rat fragen konnte, nämlich andrea livnat, die das tel aviver büro des online-magazins hagalil leitet und im herbst 2003 mit ihrem artikel “gerechtigkeit für deutschland” die hohmann-affäre ins rollen brachte. sie riet mir zu, “weil ja auch unbedarfte Leute so etwas lesen, und wenn es ihnen dann (hoffentlich) dämmert, dass da was komisch ist, dann suchen sie vielleicht nach Infos über diese Seite”. dass ich daran gar nicht gedacht habe, beschämt mich ein wenig - vermutlich wird sogar noch viel zu wenig darüber geredet und diesen abusers also ein menge unbesetzten raums gegenüber gestellt, der eigentlich zu füllen wäre mit informationen über sie und ihre anliegen (vor allem, da der idgr leider nicht mehr existiert, wobei sich redok wenigstens um eine art nachfolge bemüht). auf dass bei google bald kein widriger content mehr ganz oben in der liste zu finden ist, wird hier also ab sofort in loser aber steter folge ein platzverweis erteilt. und der erste geht gleich an das so genannte “münchener tagebuch“.

„wer nicht deutsch spricht, wird nicht eingeschult!“, fand ich in einem der artikel im münchener tagebuch, schreibt monika auf ihrer seite „webdesign-in“. dieses statement hat monika jedoch nicht stutzig gemacht, sondern offenbar für interessant befunden und den macher dieses blogs also zum interview gebeten. carsten schreibt selten die leichte kost für nebenbei. seine beiträge erfordern lesen und denken … das münchener tagebuch greift tagesaktuelles auf und carsten schreibt seine manchmal hoch philosphischen gedanken drumherum. wer lesen mag und nicht nur ‘überfliegen’ ist bei carsten richtig, lobt sie desweiteren. was es bei sätzen wie die verdrängung der deutschen in den städten ist im vollen gange oder behauptungen über die bedrohungslage durch zugewanderte gewalttäter, die selbst nach einschlägigen straftaten immer noch geduldet werden und angeblichen tatsachen wie es gibt inzwischen immer mehr deutsche, die die straßenseite wechseln um pöbeleien und belästigungen von zuwanderern aus dem weg zu gehen. jugendliche ausländer, in allen polizeistatistiken als gewalttäter überproportional vertreten, dominieren bestimmte straßen und plätzen (sic) der stadt (alles zitate aus dem münchener tagebuch) noch nachzudenken gibt, ist mir jedoch völlig schleierhaft. das kann man eben nur richtig verstehen.

dass carsten, der mit vollem namen carsten beck heißt, im münchener tagebuch auch auf seiten wie auslaenderkriminalitaet.info (die ohnehin bald einen platzverweis bekommen) und die junge freiheit verweist, verwundert da kaum mehr. doch beck betreibt nicht nur das münchner tagebuch, sondern ist zudem mitglied des so genannten kulturpolitischen arbeitskreises münchen, die so hübsche vorträge organisieren wie denjenigen von gert sudholt mit dem titel ungesühnt! – anglo-amerikanische kriegsverbrechen an der deutschen wehrmacht oder den von hans meiser namens verratene verräter – die schuld des widerstands an ausbruch und ausgang des krieges. bis vor kurzem war er zudem vorsitzender der so genannten bürgerinitiative pro münchen e.v., die 2008 bei der münchner kommunalwahl antreten will und sich förderung für regionale betriebe anstatt für transnationale konzerne, vorrang für einheimische anstatt für fremde, wiederherstellung münchner identität anstatt fortschreitende überfremdung, recht und ordnung anstatt kriminalität und werteverfall auf die fahnen geschrieben hat. so braucht es hier auch gar keine links, die becks rechte und rassistische gesinnung untermauern würden - denn die offenbart er selbst bereits zur genüge.

© zweitens-magazin

Category: General
Posted 05/16/07 by: admin



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Comments

wrote:
schade, dass ich nicht in muenchen wohne, ich wuerd es mir gern selbst ansehen und die namen/organisationen dazu. normalerweise ist kulturpolitik links? nun ist es rechts. ist ja auch egal.
ich kannte schulen, an denen sprachen auslaender so wenig deutsch, dass sie sich untereinander fremdsprachig verstaendigten und die lehrkraefte nicht wussten, wo welche vokabeln fehlten, um den unterrichtsstoff zu uebertragen.
deshalb empfehle ich niemals "rein" deutsch-sprachige schulen. die inhalte muessten durchweg in allen anwesenden muttersprachen gelehrt werden koennen!
dann haben auch deutsche kinder den zugewinn gleichzeitig mehrere sprachen zu lernen und den stoff angeeignet zu erhalten, gewiss ist dies nur eine kleine muehe im ziel vereint, aus vielen voelkern eine nation zu machen.
wer nicht miteinander kommunizieren kann, kann auch nicht miteinander leben oder zumindest nur sehr sehr eingeschraenkt.
natuerlich besteht die alternative darin, fremdsprachige schulen, privatschulen, spezialschulen, foerderschulen, internate, ganztagesschulen (die fangen spaeter am Vormittag an... und sind aufgelockerter), oder schulen mit besonderem anliegen (traegerbezogen auf glaube oder industrieschulen=wo arbeiten die eltern, welche technik wird bevorzugt gelehrt, ausbildungsvorlauf schaffend) anzubieten.
wenn ich eine juedische seite lese, wie diese, weiss ich, dass es gerechtigkeit fuer deutschland nicht geben wird.
das anliegen der muenchner besteht wohl darin, im gegenzug zur nicht zufriedenstellenden negativen vergangenheit des deutschen reiches unter hitler, selbst erfahrenes unrecht aus heutiger perspektive zu artikulieren, weil es frueher verboten war oder unerwuenscht. auch deutsche waren deplazierte menschen. leider.
das drama das fiasko der untergang kann nicht rueckgaengig gemacht werden, etwas neues muss geschaffen werden und dazu braucht es worte und strukturen, die deutsche nicht benachteiligen.
welches land auf der welt nimmt mehr auslaender zu welchen rechten (ist recht negativ oder positiv?) auf?
wie gesagt, ich wuensche mir nicht fremde arabische kulturen ... anstatt europaeischer, das ist nicht die loesung, aber eine mehrsprachige, am vorhandenen kinder-jugend-erwachsenen-alten-sprachen-potential ausgerichtete bildung, medien, incl. begleitender parallelitaet bringt alle voran.
da hat jeder genug zu geben und zu empfangen, an gutem potential.
05/17/07 10:26:37

wrote:
Leute, dieses RAF-Geschreibsel ist ja nicht auszuhalten!!!

Schon mal etwas von Groß- und Kleinschreibung gehört, ja? Dann könnt ihr euch ja mal die Mühe geben.

Mit sozialistischem Brudergruß
Bernie
05/18/07 22:49:38

wrote:
hallo bernd!

konsequente kleinschreibung= "RAF-Geschreibsel"?

ein bißchen verkürzt und irreführend diese gleichsetzung, oder nicht!?

und warum soll mensch sich mühe geben für die so genannte "GROß- und Kleinschreibung"?

und mal ganz nebenbei: was hat dein beitrag, bernd, mit dem artikel von katrin schuster zu tun?

mit feministischem schwester- und brudergruß

emma
05/20/07 20:08:50

wrote:
ich weiß spät doch manchmal findet man sich ja nicht gleich.

ich bin seit ewigst so links wie nur geht.

ich bin jedoch dennoch der Meinung, dass wenn Menschen 20 Jahre in Österreich leben, die Staatsbürgerschaft des Landes haben und dann beim Einkaufen den Satz: *Sie müssen die größere Packung nehmen* nicht verstehen, weil sie Deutsch einfach nicht sprechen, dann zeugt dies von Respektlosigkeit gegenüber der Staatsbürgerschaft , die man hat.

Wenn ich dies nicht mehr laut sagen darf, ohne sofort ins Rechte Eck gerückt zu werden, dann versteh ich die Welt nicht mehr.

Ich bin Österreicherin, kenne weder München noch deren Politik. Anstatt mir eine einfache Email zu senden: Du Monika der Carsten werde bei uns als Rechter gehandelt da gibt es diese und jene Beweise, werde ich einfach denunziert und hinter meiner schlecht gemacht.
Ich habe diese -von mir als Mobbing- erlebte und immer noch im Internet auffindende Sache satt.

Ich bin einfach nicht mehr bereit mich für Müncher Lokalpolitk verantwortlich machend zu lassen, wenn die, die es wissen zu einer Email nicht fähig sind.
Für mich ist die gesamte Politik in Bayern niemals Links gewesen. Wieso sollte mich dann *kann jemand nicht deutsch wird er nicht eingeschult* auf Rechtsradikalismus oder ähnliche politische Richtungen schließen lassen.

Ich kenne vieles aus Deutschland nicht anders.
Ich lebe aber nicht in Deutschland ich bin keine Deutsche, wie sollte ich da grundlegende Unterschiede wahrnehmen?
Schlicht und einfach eine Email, die war es niemand wert, aber nachher auf mich losgehen, schneiden und bloßstellen, dafür war Zeit.
Sollte dies ein generelles Zeichen der Linken oder was weiß ich in Deutschland sein, dann bin ich darüber genauso entsetzt wie über die Rechten.
Monika
von webdesign-in.de
01/07/08 21:02:01

wrote:
Existing timestamp: Juli 08, 2006 @ 22:19
an dem Tag veröffentlichte ich das Interview.

Folgende oben zitierten Textpassagen aus dem Blog von Carsten sind Monate und Jahre später geschrieben worden.

Dieses Zitat stammt vom Sa 12 Mai 2007.

10 ganze Monate NACH dem Interview

Zitat:<b>
was es bei sätzen wie die verdrängung der deutschen in den städten ist im vollen gange oder behauptungen über die bedrohungslage durch zugewanderte gewalttäter, die selbst nach einschlägigen straftaten immer noch geduldet werden und angeblichen tatsachen wie es gibt inzwischen immer mehr deutsche, die die straßenseite wechseln um pöbeleien und belästigungen von zuwanderern aus dem weg zu gehen. jugendliche ausländer, in allen polizeistatistiken als gewalttäter überproportional vertreten, dominieren bestimmte straßen und plätzen (sic) der stadt (alles zitate aus dem münchener tagebuch)</b>
ich erwarte eine Korrektur.

Monika
01/07/08 21:19:57

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