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Klick nach Rechts: haGalil-Telegramm 1.05.2007

Erster Überblick über die NPD-Aufmärsche zum 1. Mai...

Erster Überblick über die NPD-Aufmärsche zum 1. Mai
Erfurt / Dortmund / Nürnberg. Mehr Neo-Nazis als erwartet haben an den beiden zentralen NPD-Demonstrationen zum 1. Mai in Dortmund und Erfurt teilgenommen. In Nürnberg hingegen kamen weniger Teilnehmer zur dortigen NPD-Zusammenrottung, als von den Nazis erwartet wurden. Die größte Demonstration der Nazipartei zum 1. Mai fand erwartungsgemäß in der Ruhrmetropole Dortmund in Nordrhein-Westfalen statt. Nach einer Meldung der Internetseite der Süddeutschen Zeitungen rechnete die Polizei in Dortmund bis zum Mittag mit etwa 1.500 Neonazis, ihnen standen etwa 1.800 Gegendemonstraten gegenüber. In der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt versammelten sich etwa 1.300 Neonazis, deren Demonstrationszug von etwa 1.000 Nazi-Gegnern blockiert wurde, insgesamt protestierten etwa 2.500 Menschen gegen Rechtsextremismus. Nach Medienberichten wurde die NPD-Demonstration von der Polizei vorzeitig aufgelöst, da Neonazis Polizisten mit Steinen und Flaschen bewarfen. Die größte Demonstration gegen die Nazi-Aufmärsche zum 1. Mai fand in der fränkischen Metropole Nürnberg statt. Hier demonstrierten mehr als 5.000 Menschen, darunter etwa 3.000 Personen aus dem linken und autonomen Spektrum, gegen einen zeitglichen NPD-Aufzug mit etwa 200 Teilnehmern. An mehreren kleineren Nazi-Demonstrationen zum 1. Mai in Norddeutschland und Hessen nahmen nach ersten Schätzungen insgesamt etwa 400 Neonazis teil. Insgesamt haben diesem Stand zufolge heute etwa 3.400 Neonazis an den NPD-Aufzügen teilgenommen.

[JöFi]

Category: Kurzmeldungen
Posted 05/01/07 by: admin



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Comments

wrote:
05/02/07 13:32:40

wrote:
In Dortmund,einer Stadt, die immer als Hochburg antifaschistischen Widerstandes gilt, bei den letzten freien Wahlen erhielt die KPD hier über 54% der Wählerstimmen, kam es erstmals zu massiven Behinderungen und sogar Bedrohungen von Mitgliedern der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.Jungen Mitgliedern , die seit Jahren im Bündnis gegen Rechts zusammenarbeiten und Informationen über die Struktur der Nazi`s sammeln, wurde der Weg zum Versammlungsort der Neo-Nazi`s , die übrigens in Dortmund an 2 aufeinanderfolgenden Tagen ihre Aufmärsche durchführen konnten, auch am 30.4.07 am Hauptbahnhof und am 01.Mai 07 in dortmund-Wambel, von Ordnungskräften versperrt. Interessant und leider allzuoft bezeichnend für das Denken der Polizei , die immer argumentiert, sie müsse die Aufmärsche der Rechten schützen (wer schützte eigentlich die über 6 Millionen ermordeten Juden?) ist die Sprache der Polizei. Einer der Polizeileiter (Name bekannt) teilte den jungen Gegendemonstranten auf die Frage , mit welchem Recht er den Zutritt zur Beobachtunmg verwehrte, wörtlich mit: "Ich führe hier eine Selektion durch" Daraufhin wurde er sofort aufgefordert, diesen Satz noch einmal zu wiederholen und gefragt, ob ihm klar wäre, was er da gesagt hätte. Der Beamten wiederholte noch einmal "Ich führe hier eine Selektion durch ". Daraufhin riefen die Mitglieder der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit der Dortmunder Staatsschutz und die oberste Leitung der Dortmunder Polizei zur Hilfe. Ausserdem machten sie den Beamten deutlich darauf aufmerksam, das kein Beamter (vor allem kein Vertreter der Polizei und des deutschen Staates)= irgendwo sich das Recht heruasnehmen darf, Selektionen welcher Art auch immer durchzuführen.Es bleibt zu hoffen, das es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handelte , der die Zusammenarbeit demokratisch denkender Menschen in Deutschland , die solches Denken klar als menschenverachtend und rassistisch erkennen, nicht behindert.
Übrigens ist der 01.Mai nicht der Tag der Arbeit , sondern der Tag des Arbeiters. Die deutschen Nazi`s versuchten 1933, diesen Tag als Feiertag für ihre Zwecke umzufunktionieren aber nicht ohne vorher 100derte von Arbeitern und Gewerkschaftern in KZ`S einzuweisen und zu ermorden. In der Weimarer Republik versuchten rechte Kräfte, die Arbeiterbewegung zu schwächen, indem sie zwar das Feiern des 01.Mai`s den Arbeitern erlaubten, Ihnen aber den freien Tag vom Lohn abzogen. Die geplünderten Kassen der Gewerkschaften wurden dann wiederum zur Finanzierung der Aufrüstung verwendet. Die Neo-Nazi`s versuchen nun wiederum, in Geschichtsverfälschnung diesen Tag für sich zu vereinnahmen, sind aber bisher immer in Dortmund auf einen starken Widerstand getroffen. Möge es so bleiben.
05/02/07 22:51:43

wrote:
ach ja, die jugendlichen Mitglieder der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit merken plötzlich, dass "Deutsche Polizisten schützen die Faschisten" kein leeres Wort, sondern Ausdruck des vom BGH abgesegneten Auftrages an die 3.Gewalt ist, "mißliebige Meinungen" auch in Demonstrationen zu Wort kommen zu lassen.

"Selektieren" ist übrigens kein mißliebiges Wort, sondern für sich genommen wertfrei: natürlich hatte der betreffende Polizist ihm erkennbare GegnerInnen der Neonazis diesen vom Leibe zu halten.

btw.: Die "Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit" ist ein Gegenentwurf der Verwaltung der (ehemaligen) US-Zone gegen die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes... es war den Amis ein Dorn im Auge, dass sehr viele der aus den KZs lebend Herausgekommenen, darunter auch Jüdinnen/Juden, Roma und Sinti und politisch Verfolgte usw., sich in der VVN zusammenschlossen, um zuallerst materielle Ansprüche gegen den sich neu etablierenden deutschen Staat durchzusetzen.

Genau aber dieser Organisation (nun VVN-BdA) wurde jetzt in Dortmund eine Demonstrationsroute von der Polizei verboten, während die Neonazis nahe daran marschieren durften. Das ist den "Jungen Mitgliedern" der Gesellschaft, in der übrigens wenig jüdische Menschen zu finden sind, natürlich unwichtig oder entgangen, wohl genauso wie die Tatsache, dass die Polizei nicht nur sie, sondern mindestens 1.500 gegen die Braunen Protestierenden genauso wie sie mit wechselndem Erfolg von dem Neonaziumzug fernzuhalten versuchte (wobei auch ca. 300 "Glatzen" kurzerhand gekesselt wurden). Sich hier als besonders Betroffene darzustellen, ist etwas kurzsichtig.
05/03/07 04:59:50

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