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Klick nach Rechts: haGalil-Telegramm 13.2.2007

Neonazis stören Theateraufführung / Einstellung der Ermittlungen gegen Nazi-Gegner gefordert / Nazis planen "Heß-Zentrum"...

Neonazis stören Theateraufführung
Freital. Am Samstag hatte im sächsischen Freital das Bühnenstück "Hass im Herzen" Premiere. Die Vorführung zog auch eine Gruppe jugendlicher Neo-Nazis an, die die Aufführung störten. Die etwa 25 Neonazis entrollten ein Transparent mit der Aufschrift "Ihr Heuchler". Insgesamt waren 70 Besucher gekommen um das Stück zu sehen, das die Geschichte eines 16jährigen erzählt, der sich einer rechtsextremen Gruppe anschließt, später aber aussteigen will. Laut Zeitungsbericht sah die herbeigeholte Polizei keinen Grund zum Handeln. Die "Sächische Zeitung" meldet noch: "Auch Freitals Oberbürgermeister Klaus Mättig (CDU), der zur Premiere eingeladen war, hatte sich entschuldigt. Einen Vertreter entsandte das Rathaus laut Spielbühnenleitung aber nicht. Die Theaterleute sind nun enttäuscht. Man wünsche sich mehr Unterstützung von der Stadt bei diesem wichtigen Thema, hieß es."


Einstellung der Ermittlungen gegen Nazi-Gegner gefordert
Dresden. Im Zusammenhang mit den geplanten Protestaktionen gegen den Nazi-Aufmarsch in Dresden am 13. Februar erklärt Kerstin Köditz, Sprecherin der Linksfraktion.PDS für antifaschistische Politik: "Ich bedauere es zutiefst, dass sich die Staatsanwaltschaft Dresden scheinbar als Hilfsorgan der Neonazis versteht und in einer Art vorauseilendem Gehorsam auf den Antrag eines bekannten Neonazis ein Ermittlungsverfahren wegen Aufforderung zu einer Straftat (§111 StGB) gegen die Unterzeichner des Aufrufs "Zusammen blockieren - den Nazis keinen Zentimeter!"" eingeleitet hat. Ich selbst als Unterzeichnerin des Aufrufs habe von dem Ermittlungsverfahren erst aus der Presse erfahren. Ich werde mich durch diese Drohgebärde der Staatsanwaltschaft allerdings nicht einschüchtern lassen und hoffe, dass möglichst viele Menschen am 13. Februar den Nazis konsequent und gewaltlos entgegentreten werden. … Ich erwarte von der Staatsanwaltschaft Dresden eine unverzügliche Einstellung des Ermittlungsverfahrens und von der Polizei eine Konzentration auf ihre eigentliche Aufgabe am 13. Februar."


Nazis planen "Heß-Zentrum"
Wunsiedel. Die nordbayerische Stadt Wunsiedel droht auch weiterhin, ein "Wallfahrtsort" für Alt- und Neo-Nazis zu bleiben. Jahrelang fanden in der Gemeinde die sogenannten "Gedenkmärsche" für den ehemaligen Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß statt, der 1987 im Spandauer Kriegsverbrechergefängnis Selbstmord begangen hatte und dann in Wunsiedel beerigt wurde. Zwar konnten in den letzten Jahren die Nazi-Aufmärsche, an denen bis zu 4.000 Rechtsextremisten aus dem In- und Ausland teilnahmen, juristisch verhindert werden, allerdings bestätigte nun der bayerische Verfassungsschutz, das sich Neonazis um den Kauf einer größeren Immobilie bemühen. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete in seiner Ausgabe vom 10.2.: "Auf der Internetseite des Kameradschaftsbundes Hochfranken liest man, dass der bekannte Neonazi Thomas Wulff bei einem Treffen der Rechtsradikalen berichtete, dass "Jürgen Rieger ein konkretes Kaufangebot für ein Objekt in unmittelbarer Nähe der Wunsiedler Luisenburg" vorliege. Der Anwalt Rieger, der der rechten Szene verbunden ist, hat bereits in anderen Kommunen Gebäude und Grundstücke erworben oder Versuche dazu gestartet. In Wunsiedel ist offenbar geplant, die miteinander verbundenen Lokalitäten "Waldlust" und "Jägerstüberl" als Gedächtnis- und Dokumentationszentrum für Rudolf Heß zu nutzen, aber auch eine nationale Schulungsstätte sowie eine Wahlkampfzentrale für die Landtagswahl in Bayern 2008 dort unterzubringen. Auch ein durchgängiger Gastronomiebetrieb sei vorgesehen."

[jöfi]

Category: Kurzmeldungen
Posted 02/13/07 by: admin



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