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haGalil TV-Radar: Fernsehtipps der Woche

Vom 12.12. bis 18.12.2008 ...

Freitag, 12.12.2008

06:30 Uhr, BR
Die Juden - Geschichte eines Volkes
(Doku - Deutschland)
1. Gelobtes Land
Die erste Folge schildert den historisch kaum belegten Weg aus Ägypten, damit aus ihrer ersten Unterdrückung, ins 'Gelobte Land' sowie die Regentschaft der Könige David und Salomon. Flucht, Vertreibung und die Suche nach einer Heimat prägten die Geschichte des jüdischen Volkes von der Antike bis in die Gegenwart. Aber auch blühender Handel und kulturelle Vielfalt, entstanden in friedlicher Koexistenz mit anderen Religionen und Völkern. Das 'Gelobte Land' war also nicht Ausgangspunkt, sondern ein Ziel auf das die Juden realistisch gesehen keine Besitzansprüche haben konnten und es deshalb den halbseidenen historischen Quellen nach militärisch besetzen mussten. Die Realität sah es wohl etwas weniger kriegerisch aus. Und die Mauern von Jericho sind wohl auch schon 150 Jahre früher in sich zusammengefallen ehe ein jüdischer Recke in seine Posaune, die wohl nur ein Ziegenhorn war, blies. Die Juden hatten sich offenbar mit den Ortsansässigen arrangiert, versippt und verschwägert. Und ohne dabei an die heute überprüfbare Reinheit ihrer DNS zu denken.

16:30 Uhr, 3sat
Unternehmen Barbarossa - Die Wende vor Moskau
(Doku - Deutschland)
5. Dezember 1941 - ein Datum, das in Geschichtsbüchern kaum eine Rolle spielt. Dennoch markiert es die entscheidende Wende des Zweiten Weltkriegs. Schon ein Jahr vor Stalingrad wurde klar, dass Hitlers Feldzug gegen die Sowjetunion zum Scheitern verurteilt war. Knapp sechs Monate nach dem Beginn des 'Unter-nehmens Barbarossa' konnten deutsche Truppen durch ihre Feldstecher die Türme des Kremls sehen, doch für weitere Angriffe fehlten die Kräfte.
Bei Temperaturen von bis zu 30 Grad unter Null gingen sowjetische Truppen zum Gegenangriff über. Zum Jahrestag der entscheidenden Wende schildert 'ZDF-History' die Hintergründe und den Verlauf eines beispiellosen Eroberungs- und Vernichtungskrieges, der am Ende bis zu 30 Millionen Opfer forderte. Anhand neuester Forschungsergebnisse werden zentrale Fragen und Mythen des Ostfeld-zugs thematisiert. Kam die Wehrmacht einem geplanten Angriff der Sowjetarmee nur zuvor? Weshalb gab es keine Winterausrüstung für die deutschen Truppen? Was wusste die Mehrzahl der deutschen Soldaten wirklich von den Massen-morden an der Front?
(auch 13.12. - 22:00 Uhr - Phoenix)

22:25 Uhr, 3sat
Lili Marleen
(Spielfilm - Deutschland)
Die deutsche Schlagersängerin Wilkie verliebt sich 1938 in Zürich in den jüdischen Komponisten Robert, der verfolgten Juden in Nazideutschland hilft. Robert zieht Wilkie ins Vertrauen und nimmt sie mit auf eine Reise nach München, doch Roberts Familie, insbesondere sein Vater David Mendelsson, macht ihren Einfluss geltend und verhindert Wilkies Rückkehr in die Schweiz. Als der Krieg ausbricht, wird das Lied "Lili Marleen", das von der Trennung der Soldaten von ihren Liebsten erzählt und das Wilkie einst erfolglos aufgenommen hat, durch eine zufällige Ausstrahlung in einem Radiosender urplötzlich zur Sehnsuchtsvision der Kämpfer auf allen Seiten. Wilkie, die immer mehr Menschen mit der Figur in ihrem Lied identifizieren, wird zum Star und vergisst doch Robert nicht. Dieser sucht sie in Berlin auf und bittet sie, für ihn Unterlagen über deutsche Konzentrationslager über die Grenze zu schmuggeln. Die Mission gelingt, doch dann wird Robert gefangen genommen. Bis zum Kriegsende wird Wilkie ihn nicht mehr sehen, und ihre Liebe wird nicht überleben.
Ende der 1970er Jahre trat der Filmproduzent Luggi Waldleitner an Rainer Werner Fassbinder heran und bot ihm eins der größten Spielfilmbudgets der Nachkriegszeit, um die gerade als Buch erschienene Geschichte der Sängerin Lale Andersen für zehn Millionen Mark zu verfilmen. Die Ängste waren groß, dass der Filmkünstler Fassbinder kommerziell werden würde. Stattdessen schuf er ein Werk zwischen Publikums- und Autorenfilm, das vor der Kulisse eines populären Mythos die Geschichte einer Liebe erzählt und dabei trotzdem Fassbinders ironische Perspektive auf den Faschismus und seine Ästhetik nicht ausspart. Hanna Schygulla, durch eine innige Hassliebe mit Fassbinder verbunden, führt im Film ein internationales Schauspielerensemble an, dass die epische Geschichte überzeugend zum Leben erweckt.


Samstag, 13.12.2008

22:00 Uhr, Phoenix
Unternehmen Barbarossa - Die Wende vor Moskau
(Doku - Deutschland)
5. Dezember 1941 - ein Datum, das in Geschichtsbüchern kaum eine Rolle spielt. Dennoch markiert es die entscheidende Wende des Zweiten Weltkriegs. Schon ein Jahr vor Stalingrad wurde klar, dass Hitlers Feldzug gegen die Sowjetunion zum Scheitern verurteilt war. Knapp sechs Monate nach dem Beginn des 'Unter-nehmens Barbarossa' konnten deutsche Truppen durch ihre Feldstecher die Türme des Kremls sehen, doch für weitere Angriffe fehlten die Kräfte.
Bei Temperaturen von bis zu 30 Grad unter Null gingen sowjetische Truppen zum Gegenangriff über. Zum Jahrestag der entscheidenden Wende schildert 'ZDF-History' die Hintergründe und den Verlauf eines beispiellosen Eroberungs- und Vernichtungskrieges, der am Ende bis zu 30 Millionen Opfer forderte. Anhand neuester Forschungsergebnisse werden zentrale Fragen und Mythen des Ostfeld-zugs thematisiert. Kam die Wehrmacht einem geplanten Angriff der Sowjetarmee nur zuvor? Weshalb gab es keine Winterausrüstung für die deutschen Truppen? Was wusste die Mehrzahl der deutschen Soldaten wirklich von den Massen-morden an der Front?



Sonntag, 14.12.2008

09:15 Uhr, 3sat
Deutsche Lebensläufe: Rosa Luxemburg
(Doku - Deutschland)
Am 31. Mai 1919 taucht im Berliner Landwehrkanal an einer Schleuse eine Tote auf. Aufgrund ihrer Handschuhe, eines Medaillons und einiger Kleiderfetzen identifiziert sie eine Freundin als Rosa Luxemburg, jene Journalistin und kommunistische Politikerin, die zweieinhalb Monate zuvor verschleppt, misshandelt und getötet worden war. Die Monarchisten sahen in ihr eine Vaterlandsverräterin, die Sozialdemokraten eine Anarchistin, den Spartakisten war sie nicht radikal genug. Eine Frau zwischen allen Stühlen, ein Leben lang. Wer war diese Frau, die Deutschland in die Revolution stürzen wollte? Eine Romantikerin, die in blumigen Worten von einer gerechten Gesellschaft schwärmte? Eine Rebellin, die sich mit allen anlegte und immer anders dachte als die Mehrheit? Eine einsame Frau, die sich nach Kindern sehnte, die bei ihren "Kämpfen für die Menschheit" das Sterben des Vaters nicht bemerkte und die ihre große Liebe vor ihrer eigenen Familie verbarg? War sie eine Märtyrerin, die das Leben liebte, oder eine Anarchistin, die kein Blut vergießen wollte?
Im Mittelpunkt des dokumentarischen Porträts steht das tragische Ende Rosa Luxemburgs, auf das ihr politisches Leben zulief. Der Film beantwortet die Frage, wer diese bedeutende Frau war, und gibt Einblicke in ihre Kindheit in Polen und ihre Jugend in Berlin und Zürich.

11:00 Uhr, NDR
Andor Izsák - Ein Leben für die Synagogenmusik
(Doku - Deutschland)
Als Andor Izsák in Budapest als kleiner jüdischer Junge zum ersten Mal in einer katholischen Kirche eine Orgel hört, da weiß er: Das ist sein Instrument. Er lernt und studiert das Orgelspiel, das Komponieren, das Dirigieren.
Sein großes Ziel ist es, der Orgelmusik in der jüdischen Synagoge wieder eine Heimat zu geben. 1988 gründet Izsák das Europäische Zentrum für Jüdische Musik, bekommt die erste Professur für Synagogale Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Mit Chuzpe und Penetranz hängt er seiner Idee nach, ein ganz großes Zentrum aufzubauen, um die vergessene Synagogenmusik ausgerechnet in Deutschland zu pflegen, wo sie am 9. November 1933, der Reichspogromnacht, beinahe vernichtet worden wäre. Er sammelt alte Noten und Platten und restauriert alte Aufnahmen. Es gelingt ihm, die Mächtigen und Reichen zu begeistern, um sein Bravourstück zu leisten, eine millionenteure Jugendstilvilla zu erwerben. Nun droht der Traum doch noch zu platzen, weil Millionen fehlen. Aber wenn Begeisterung mit Besessenheit sich paart, dann passieren manchmal Wunder.

23:30 Uhr, Phoenix
Koran im Kopf II - Barinos Ausstieg
(Doku - Deutschland)
Barino gehörte zur wachsenden Zahl junger Muslime, die in Deutschland aufgewachsen sind und sich vom Koran Heimat und Orientierung erhoffen. Doch nach fünf Jahren entschließt er sich zum Ausstieg. Der Film dokumentiert seinen radikalen Wandel, der mit Problemen und Risiken belastet ist. Denn ein öffentlich bekundeter Bruch mit dem Islam ist nach den Gesetzen, so wie sie in Barions früherem Umfeld interpretiert werden, nicht erlaubt.
Mit 18 Jahren konvertierte der junge Kölner zum Islam und radikalisierte sich. Als Islamist glaubte er, im Besitz der einzigen, selig machenden Wahrheit zu sein: "Was wichtig ist: dass wir am Ende vor Allah stehen und sagen, wir haben alles getan, um dein Wort über alle anderen Wörter herrschen zu lassen, um dein Gesetz über alle anderen Gesetze herrschen zu lassen."
Doch dann entschließt sich Barino zum Ausstieg. "Ich empfinde das, woran ich damals geglaubt habe, heute als Katastrophe. Ich komme einfach mit manchen Aussagen im Koran und im Leben des Propheten nicht zurecht."
Barino, Kind einer katholischen deutschen Lehrerin und eines koptischen Christen aus Ägypten, war als junger Mann in das Milieu einer Kölner Moschee eingetaucht, hatte Arabisch gelernt, die islamischen Quellen studiert und sich einer fundamentalistischen Gruppe angeschlossen.


Dienstag, 16.12.2008

00:15 Uhr, WDR
Die Freiheit ist kein Geschenk des Himmels
(Doku - Deutschland)
Das Leben von Simon Wiesenthal, einem Überlebenden des Holocaust, war geprägt von seinem unermüdlichen Kampf um Gerechtigkeit. Am 31. Dezember 2008 wäre er 100 Jahre alt geworden - er starb vor drei Jahren, am 20. September 2005, in Wien.
Im Zentrum dieser Dokumentation steht weniger Wiesenthals Leidensweg im Dritten Reich als vielmehr seine Arbeit nach dem Ende des Krieges, als er weltweit Tätern aus der Zeit des Nationalsozialismus nachforschte, damit sie vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden konnten.
Gerade für die jüngere Generation, für die das Naziregime ferne Vergangenheit ist, die sich aber heute konfrontiert sieht mit neuem Rechtsextremismus in Deutschland, mit Nationalismus und Antisemitismus überall in Europa, konnte dieser Mann wichtige Denkanstöße geben: Was waren die Beweggründe für seine Arbeit? Auf welche Hindernisse ist er gestoßen? Wie gefährlich erschienen ihm die jüngsten Entwicklungen in Deutschland, in Europa? Und schließlich: Wie können wir "Nachgeborenen" uns dagegen wappnen, die Fehler und Schrecken der Vergangenheit zu wiederholen? Immer wieder hat Simon Wiesenthal aufrichtige Erinnerung eingefordert und mit jungen Menschen in Schulen und bei Veranstaltungen über diese Fragen diskutiert.
"Die Freiheit ist ein Geschenk des Himmels" richtet einen sowohl historisch-dokumentarischen als auch aktuellen Blick auf Simon Wiesenthal und sein Lebenswerk. Dabei kommt vor allem Wiesenthal selbst zu Wort, der für diesen Film in den 90er Jahren ausführlich interviewt.


Mittwoch, 17.12.2008

21:15 Uhr, 3sat
Feuchtwanger lebt!
(Doku - Deutschland)
Zu den Konstanten in Lion Feuchtwangers (1884 - 1958) Leben zählen seine Frau Marta, seine Bibliotheken und das Exil. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 kann der gesellschaftskritische Schriftsteller, der sich gerade auf einer Vortragsreise durch die USA befindet, nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Im französischen Sanary-sur-Mer findet er eine neue Heimstatt. Doch nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs muss er in ein französisches Internierungslager, aus dem er nur mit Mühe wieder entkommen kann. 1940 gelingt Lion und Marta Feuchtwanger die Flucht in die USA. Drei Jahre später bezieht das Ehepaar in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles, schließlich die Villa, die bis zu ihrem Lebensende ihr Zuhause sein wird. Das weitläufige Anwesen, später "Villa Aurora" genannt, wird bald zu einem Treffpunkt prominenter Exilanten, darunter Bertolt Brecht, Thomas und Heinrich Mann, Arnold Schönberg, Albert Einstein. Auch Aldous Huxley und Charlie Chaplin sind des Öfteren zu Gast. In Los Angeles kann Feuchtwanger auch endlich wieder Bücher sammeln. Zweimal schon hatte er sich eine wertvolle und umfangreiche Bibliothek zugelegt, sie jedoch durch Flucht, Enteignung und Krieg verloren. In der Villa Aurora entsteht seine dritte und letzte Bibliothek, die bis heute erhalten geblieben ist. Das Haus selbst ist nun ein Ort der Begegnung und des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs. Als Lion Feuchtwanger 1958 im Alter von 74 Jahren stirbt, gilt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache. Seine Romane wie "Jud Süß", "Die Geschwister Oppermann" und "Die Jüdin von Toledo" erreichten Millionenauflagen und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

22:25 Uhr, 3sat
Die Geschwister Oppermann
(Spielfilm - Deutschland)
1. Teil
Berlin, Anfang November 1932: Die Zeiten sind schlecht. Es gibt sechs Millionen Arbeitslose in Deutschland, und seit Adolf Hitler aus der letzten Reichstagswahl als der Führer der stärksten Partei hervorging, ist aus der Wirtschaftskrise endgültig auch eine Staatskrise geworden, der die Weimarer Republik vielleicht nicht mehr lange standhalten wird. So sind es vor allem politische Sorgen, die Martin Oppermann veranlassen, zum Schutz des von ihm geleiteten Familienunternehmens, des Möbelhauses Oppermann, einem früheren Partner, dem nichtjüdischen Möbelhersteller Wels, eine Fusion ihrer Firmen anzubieten. Auch Martins Bruder Edgar, Chefarzt der Station für Kehlkopfkrankheiten an einem städtischen Krankenhaus, hat Sorgen: Seit Wochen ist der Professordie Zielscheibe heftiger Angriffe der Nazipresse. Sie unterstellt ihm, Patienten der Arbeiterklasse für Experimente zu missbrauchen. Politisch begründet sind auch die Sorgen, die sich der jüngste Oppermann, Martins 17-jähriger Sohn Berthold, in letzter Zeit machen muss. Sein neuer Klassenlehrer, der Hitleranhänger Vogelsang, nötigt ihm einen Vortrag über Hermann den Cherusker auf. Der Lehrer unterbricht Berthold jedoch mitten im Satz, dreht ihm das Wort im Munde um, bezichtigt ihn fälschlich undeutscher Ansichten und verlangt dazu noch, dass Berthold sich entschuldigt. Das tut Berthold nicht. Er stellt sich der Auseinandersetzung und erwidert, er sei ein ebenso guter Deutscher wie Vogelsang. Entgegender Hoffnung vieler, darunter auch der Oppermanns, dass die Nazibewegung mit ihrer Wahlniederlage am 6. November 1932 ihren Höhepunkt überschritten habe, ernennt Reichspräsident von Hindenburg am 30. Januar 1933 Adolf Hitler dennoch zum Reichskanzler.

22:30 Uhr, SWR
Koscher, Küche und Kebab - Israel: Chefköche für den Frieden
(Doku - Deutschland)
"Wir sind christliche, muslimische und jüdische Köche und kommen mit scharfen Messern, bis an die Zähne bewaffnet in die Küche", meint Kevork Alemian, Maitre d´Hotel im legendären American Colony in Jerusalem. Und er fügt mit verschmitztem Lächeln hinzu: "Aber die scharfen Messer sind nicht dafür da, um uns gegenseitig abzustechen, sondern um zusammen für den Frieden zu kochen." Kevork Alemian ist Gründer der "Chefs for Peace", der Köche für den Frieden. Seit sieben Jahren kochen israelische und palästinensische Starköche zusammen Galadinner für Feinschmecker - egal ob jenseits ihrer Friedensoase Krieg herrscht oder die Politiker über Frieden verhandeln. Ins Leben gerufen wurde die Gruppe, als sich vier Chefköche - ein jüdischer Israeli, ein christlich-arabischer Israeli, ein Armenier und ein muslimischer Palästinenser - auf einem Slow Food Festival in Italien kennenlernten. Schnell begriffen sie, wie viel sie voneinander lernen konnten.


Donnerstag, 18.12.2008

16:45 Uhr, ARD
Die Präsidentin
Charlotte Knobloch - ein Leben in Deutschland
(Doku - Deutschland)
Sechs Jahre alt war Charlotte Knobloch, als in Deutschland 1938 die Synagogen brannten. 70 Jahre später ist sie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass München eine neue Synagoge im Herzen der Stadt bekam.
Einige Tage vor dem jüdischen Lichterfest Chanukka, das eine Geschichte vom Überleben erzählt, stellt Sabine Rauh Charlotte Knobloch in einem Filmporträt vor.
Die Tochter eines jüdischen Münchner Rechtsanwalts überlebt die Nazizeit auf dem Land als vorgebliches uneheliches Kind einer ehemaligen Hausangestellten. Sie heiratet einen Holocaust-Überlebenden, wird Mutter von drei Kindern und bleibt, wie manche, zunächst gegen ihren Willen in München hängen.
Sie engagiert sich in der israelitischen Kultusgemeinde, die ihr Vater mitbegründete, und wird 1985 zur Präsidentin gewählt. Seit 1990 lässt die Zuwanderung russischer Juden die aussterbenden Gemeinden wieder wachsen, nicht nur in München. Als Zentralratspräsidentin hält Charlotte Knobloch die religiöse und soziale Integration der neuen Mitglieder für die größte Herausforderung.
Der Film porträtiert eine Frau mit anscheinend unerschöpflicher Energie, eine Repräsentantin, ohne deren persönliche Erlebnisse und Erfahrungen ihre politische Rolle nicht denkbar wäre.

22:25 Uhr, 3sat
Die Geschwister Oppermann
(Spielfilm - Deutschland)
2.Teil
Berlin, Anfang Februar 1933: Der Schriftsteller Dr. Gustav Oppermann protestiert gegen den Beschluss seiner Geschwister, nun möglichst rasch mit Wels zu verhandeln. Mit Mühe gelingt es seiner Schwester Klara, ihn zu einem Kompromiss zu bewegen. Aber Wels, von dem sich jetzt herausstellt, dass er schon seit Langem Mitglied der NSDAP ist, legt auf Verhandlungen keinen Wert mehr. Seine braune Uniform gibt ihm die Macht, dem jüdischen Partner die Bedingungen zu diktieren. Am Abend des 27. Februar brennt der Reichstag. Für die Nazis ein willkommener Anlass, ihre politischen Gegner zu beseitigen. Auf der Liste der zu Verhaftenden steht auch Dr. Gustav Oppermann, der ein Manifest demokratischer Schriftsteller gegen die Naziherrschaft mitunterzeichnet hat, und der nun aus Deutschland fliehen muss. Anfang März fordert Vogelsang den Direktor des vordem liberalen Gymnasiums auf, den jüdischen Schüler Oppermann vor die Wahl zu stellen: Er müsse sich entweder entschuldigen und widerrufen oder die Schuleverlassen. Berthold entschließt sich, nicht nachzugeben, sich dem Terror nicht zu beugen, und lieber nicht länger zu leben, als die Unwahrheit zu sagen. Am 1. April 1933, dem Tag des ersten organisierten Boykotts aller jüdischen Geschäfte, Rechtsanwälte und Ärzte, zwingt die SA Professor Edgar Oppermann, das Krankenhaus, für dessen Ansehen über Deutschlands Grenzen hinaus er gelebt und gearbeitet hat, binnen 20 Minuten zu verlassen. Die SA-Männer kommen auch zu Martin Oppermann ins Möbelhaus. Aber erst in der Nacht darauf holen sie ihn, um ihn in eine Kaserne zu verschleppen. Dort wird er gefangen gehalten und misshandelt, weil er einige von Wels hinausgeworfenen jüdischen Angestellten bei sich untergebracht hat. Wenig später nutzt Wels die ihm von den neuen Machthabern gebotene Gelegenheit und eignet sich die jüdische Firma Oppermann ganz an.



Zusammenstellung: Holger Raak

Category: Medien
Posted 12/12/08 by: admin



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