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60. Jahrestag: Die UN-Konvention gegen Völkermord

Am 09.12. ab 11:00 lädt die GfbV (Gesellschaft für bedrohte Völker) zu einer zentralen Veranstaltung: Im Dom zu Berlin wird an die UN-Konvention zur Verhinderung weiterer Genozide erinnert. Die Kette dieser furchtbaren Verbrechen ist bis heute nicht abgerissen. In Afrika, Asien, Europa, im Nahen Osten und Südamerika hat es seit 1948 Genozide gegeben, ohne dass die internationale Gemeinschaft den Opfern rechtzeitig zu Hilfe kam...

Die GfbV möchte an diesem Tag auch den jüdisch-polnischen Rechtsanwalt Raphael Lemkin, geb. am 24. Juni 1900 in Bezwodene/Weißrussland, gest. am 28. August 1959 in New York, der als Initiator der Konvention gilt, würdigen. Lemkin hatte bereits 1933 vergeblich versucht, eine derartige internationale Konvention durchzusetzen. Er verlor durch den Holocaust seine gesamte Familie und lebte schließlich als Flüchtling in New York. Mit unermüdlichem Lobbying setzte er seine
Lebensaufgabe in die Tat um. Und trotz des Leids, das aus Deutschland kam, fand er noch die Kraft, sich nach 1945 den deutschen Vertriebenen zuzuwenden und auch hier Unrecht anzuklagen.

Zeitzeugen werden über ihr Erlebtes berichten:
Verleihung des Victor-Gollancz-Preises an Halima Bashir und Jovan Divjak

Selten sprechen Frauen, die während eines Völkermordes vergewaltigt wurden, über dieses traumatische Erlebnis. Die Ärztin Halima Bashir, die im sudanesischen Darfur Vergewaltigungsopfer behandelte und selbst zum Opfer wurde, hat den Mut dazu: Seit Jahren schlägt sie weltweit und bei der UNO Alarm und fordert Hilfe für die vom Völkermord bedrohte Zivilbevölkerung Darfurs - zuletzt in ihrem neu erschienenen Buch "Mein Weg aus der Hölle von Darfur".

General a.D. Jovan Divjak ist serbisch-orthodoxer Bosnier und Verteidiger des von Radovan Karadzic eingeschlossenen Sarajevo (11.000 Tote). Der Menschenrechtler leitet heute ein Hilfswerk für die ärmsten Kinder Bosniens aller Nationalitäten.

Den Preis wird Lyvia Gollancz, London, Tochter von Victor Gollancz, eines jüdisch-britischen Humanisten, Verlegers und Schriftstellers, der während der NS-Zeit Anwalt der jüdischen Flüchtlinge aus Europa in England war. Später protestierte er gegen die Atomangriffe auf Hiroshima und Nagasaki und trat für die Aussöhnung mit Deutschland und Hilfen für die deutschen Vertriebenen ein.

Als Zeitzeugen sollen u.a. die tschetschenische Menschenrechtlerin Lipkan Basajewa, Hatidza Mehmedovic, eine Überlebende des Massenmordens in Srebrenica; Khder Kareem, der Bürgermeister der von Saddam Hussein mit Giftgas angegriffenen irakisch-kurdischen Stadt Halabja; die guatemaltekische Menschenrechtlerin Rosalina Tuyuc, der •Vorsitzende der assyrisch-chaldäischen Hilfsorganisation im Irak, Pater Emanuel Youkhana, Dr. Justin Akujieze aus Biafra und die Traumatherapeutin und Autorin Esther Mujawayoaus aus Ruanda zu Wort kommen.

Weiter:
http://www.fairplanet.net/2008/11/volkermordkonvention/
http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=1495

Category: General
Posted 12/01/08 by: admin



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