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Gegen Hecht-Galinski: Zentralrat stellt sich hinter Broder

"Antisemitische und antizionistische Aussagen sind ihre Spezialität", hatte der Publizist und Spiegelautor Henryk M. Broder über Evelyn Hecht-Galinski, die Tochter Heinz Galinskis, des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, geschrieben. Vor einem Kölner Gericht hat Frau Hecht-Galinski nun eine einstweilige Verfügung erwirkt, die es Broder untersagt, derartiges zu wiederholen...

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem

Während ihr Anwalt einen Vergleich anstrebt, will Broder ein klärendes Gerichtsurteil, "weil sonst Antisemiten entscheiden dürften, was Antisemitismus ist, als ob Pädophile entscheiden könnten, was echte Kinderliebe sei". Nach Aussage von Broders Anwalt Natan Gelbart werde das Kölner Gericht am 3. September eine Entscheidung fällen.

In einem am Freitag in der israelischen Zeitung Jerusalem Post veröffentlichten Artikel unter dem Titel "Koscherer Antisemitismus" heißt es, dass sich der Zentralrat der Juden in Deutschland voll hinter Broder stelle. Stefan Kramer vom Zentralrat schrieb an den Journalisten Benjamin Weinthal: "Ich teile die Auffassung von Henryk M. Broder. Es ist ein seltenes Phänomen, dass sich selbst Juden antisemitisch und antizionistisch äußern und Frau Hecht-Galinski ist eine der führenden Vertreterinnen, die offensichtlich ihren Selbsthass in antisemitischen und antizionistischen Äußerungen zu bewältigen versucht. Der Zentralrat wird Henryk Broder einem Prozess unterstützen, sollte Frau Hecht-Galinski glauben, sie müsse dieses Problem juristisch lösen."

Wie Weinthal weiter schrieb, gebe es die Definition des Antisemitismus durch die Wiener Behörde EUMC, in der Vergleiche Israels mit den Nazis einwandfrei zum antisemitischen Repertoire gehören. Genau das habe Evelyn Hecht-Galinski getan, als sie die katholischen Bischöfe Gregor Maria Hanke and Walter Mixa dafür lobte während ihres Israelbesuches den jüdischen Staat mit Nazideutschland verglichen zu haben. In einem Rundfunkinterview bedauerte Hecht-Galinski, dass Kardinal Karl Lehmann sich für die Sprüche seiner Amtskollegen entschuldigte.

(c) uws / Jerusalem / haGalil.com

Category: Antisemitismus
Posted 08/17/08 by: admin



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