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haGalil TV-Radar: Fernsehtipps der Woche

Vom 08.08. bis 14.08.2008 ...

Freitag, 08.08.2008

00:55 Uhr, WDR
Die syrische Braut
Spielfilm Frankreich / Deutschland / Israel 2004
Monas Hochzeitstag wird der bewegendste Tag ihres Lebens sein: sie lebt mit ihrer Familie auf dem von Israel besetzten Teil der Golanhöhen und heiratet auf "die andere Seite der Grenze" nach Syrien. Ihr Bräutigam wird ein entfernter Verwandter, der syrische TV-Star Tallel, sein. Sobald Mona jedoch einmal nach Syrien eingereist ist, wird sie nie wieder israelisches Territorium betreten können. Das heißt, sie muss sich heute für immer von ihrer geliebten Familie verabschieden.


Samstag, 09.08.2008

20:15 Uhr, Phoenix
Trotzki - Aufstieg und Fall eines Revolutionärs
Sankt Petersburg, 7. November 1917 - ein Wendepunkt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Mit einem Streich erobert Leo Trotzki die Macht für die Kommunisten in Russland. Er ist neben Lenin der Manager der Oktoberrevolution. Doch aus dem Gefeierten wird ein Gejagter - sein erbitterter Gegenspieler: Stalin. Die Rolle Trotzkis ist bis heute umstritten. Was ist dran am Mythos?
Auf den Tag genau 38 Jahre vor der Oktoberrevolution geboren, gelingt dem jüdischen Bauernkind Lew Bronstein unter dem Pseudonym Trotzki ein kometenhafter Aufstieg. Es folgt der tiefe Fall in Verbannung und Exil. Fast seine gesamte Familie wird von Stalins Geheimdienst ermordet. Hunderttausende seiner Anhänger werden als Trotzkisten verfolgt. Am Ende wird der Held der Oktoberrevolution selbst brutal erschlagen - mit einem Eispickel.

21:00 Uhr, Phoenix
Eisgang - Deutsche im Gulag
Ursula Rumin war junge Drehbuchautorin, als sie 1952 in Ostberlin vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet wurde. Der völlig unbegründete Vorwurf: "Spionage und konspirative Zusammenarbeit mit dem Feind". Die Folge: Verurteilung zu 15 Jahren Straflager Workuta. Mit ihr zusammen erinnern sich Zeitzeugen, die wie sie in das Räderwerk des Kalten Krieges geraten waren.


Sonntag, 10.08.2008

14:00 Uhr, Phoenix
Historische Ereignisse:
August 1936 - Olympische Spiele in Berlin

u.a.: 15:30 Uhr:
Die Angst sprang mit - Die jüdische Hochspringerin Gretel Bergmann
Sie war eine der besten deutschen Hochspringerinnen ihrer Zeit. Die Olympischen Spiele von 1936 in Berlin hätten den Höhepunkt in der Karriere der Gretel Bergmann werden sollen. Doch es kam anders... Eine Woche, bevor die Spiele begannen, wurde die bereits nominierte Hochspringerin ausgeschlossen. Der Grund: Gretel Bergmann ist Jüdin. Noch im selben Jahr emigrierte sie in die USA, wo sie sich ein neues Leben aufbaute.
Heute lebt sie in New York. Sehr eindringlich erzählt Gretel Bergmann davon, wie sie als einzige Jüdin in die Olympiamannschaft des Deutschen Reiches gelangte und wie sie dann doch noch ausgeschlossen wurde. Ihr Schicksal beleuchtet ein dunkles Kapitel deutscher Sportgeschichte.

17:00 Uhr, Phoenix
57. Forum Pariser Platz
Medaillen, Mammon, Menschenrechte - China und Olympia
Schon die Vergabe der Olympischen Spiele an Chinas Hauptstadt Peking im Jahr 2001 hatte zu Protesten bei Menschenrechtsvertretern geführt. Massiv wurden die Demonstrationen aber erst seit dem Frühjahr 2008, als das brutale Vorgehen chinesischer Sicherheitskräfte in Tibet international für Bestürzung sorgte. Der weltweite olympische Fackellauf, eigentlich Symbol des Friedens und der Völkerverständigung, wurde plötzlich zum wahren Spießrutenlauf für die chinesischen Machthaber. In nahezu allen Ländern hagelte es Proteste.
In Deutschland sahen sich Politik, Funktionäre und Sportler plötzlich in Erklärungsnöten: Hätte man die Vergabe an ein autoritäres System nicht verhindern können? Und: Dürfen sich Sportler zum Handlanger der Politik machen? Die Proteste und Diskussionen gingen so weit, dass sich der Deutsche Olympische SportBund zu einer Erklärung genötigt sah, dass er die Olympischen Spiele in Peking nicht boykottieren werde.


Montag, 11.08.2008

00:15 Uhr, hr
Die zwei Leben der Anja Lundholm
In einer kleinen Wohnung mitten in Frankfurt am Main lebte die fast neunzigjährige Schriftstellerin Anja Lundholm bis zu ihrem Tod am 4. August 2007. Durch eine schwere Krankheit war sie seit ein paar Jahren ans Bett gefesselt. Doch dies war nicht das erste Gefängnis, das Anja Lundholm durchleben musste. Aufgewachsen als Tochter eines Nazi-Sympathisanten und einer jüdischen Mutter, erlebte sie schon zu Beginn der dreißiger Jahre, was es heißt, nicht erwünscht zu sein. Mit achtzehn Jahren entfloh sie der immer bedrohlicher werdenden Kleinstadtenge und studierte in Berlin Musik. Doch auch in Berlin veränderten sich die Bedingungen immer mehr. Als so genannte Halbjüdin durfte sie weder ihre Karriere als Musikerin fortsetzen, noch weitere Kleinrollen beim Film annehmen. 1938, nach der Pogromnacht, beging die Mutter in Krefeld Selbstmord. Anja selbst setzte sich mit gefälschten Papieren nach Rom ab, wo sie sich einer kleinen Widerstandsgruppe anschloss. Anfang 1944 wurde sie verhaftet. Nach unzähligen Verhören in Gestapogefängnissen und einer Odyssee durch ganz Deutschland wurde sie ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert - was einer Todesstrafe gleichkam. Doch Anja Lundholm hatte Glück und erlebte den Tag der Befreiung. Nur langsam kam die junge Frau wieder auf die Beine. Erst nach dem Tod des Vaters begann Anja Lundholm ihre Geschichten aufzuschreiben.

01:45 Uhr, Phoenix
Bis zum letzten Tropfen: Israel - Blut für Wasser
Wasser ist im Nahostkonflikt zum politischen Faustpfand geworden. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 eroberten die Israelis nicht nur das Westjordanland, sondern auch die unterirdischen Wasservorräte und Flüsse. Während am Toten Meer und am Rande der Wüste Hoteltürme und Swimmingpools entstehen, warten Palästinenserinnen auf Zisternenwagen, die das tägliche Frischwasser verkaufen.
Israelische Wissenschaftler warnen vor den Folgen dieser verhängnisvollen Verteilungspolitik. Das Wasser müsse für alle zugänglich sein. Denn von den zwei Milliarden Kubikmetern Wasser, die Israel jährlich verbraucht, stammt nur ein gutes Drittel aus dem eigenen Territorium.

12:45 Uhr, Phoenix
"Da ist man lieber still"
Am rechten Rand der Republik
Der Film von Eilika Meinert begibt sich abseits von Sensationen in eine Region, wo rechtsradikales Gedankengut in vielen Wohnzimmern zuhause ist. Nazis präsentieren sich dort inzwischen ungeniert als die netten Jungs von nebenan - ohne Springerstiefel, Glatzen und Bomberjacken. Die NPD wird vielerorts nicht als verfassungsfeindlich und rassistisch, sondern als ganz normale Partei wahrgenommen.

13:30 Uhr, Phoenix
Ein Dorf zeigt Mut
Wie Rieseby gegen Rechtsradikale kämpft
Ein Schreckgespenst ist in Rieseby an der Schlei eingezogen. Es heißt Rechtsradikalismus. Auch wenn viele Bewohner des kleinen Ortes es lieber nicht wahrhaben wollen: Es haust dort schon seit längerem.
Lange Zeit klappte es mit dem "Augen zu und Stillschweigen-Prinzip". Aber vor gut einem Jahr konnte niemand mehr wegsehen: Während der beliebten Dorffestwoche zeigten sich unverhohlen Rechtsradikale von nah und fern im Bürgerpark. Parteiübergreifend trafen sich daraufhin Dorfbewohner, um ihrer Hilflosigkeit gegenüber den Neonazis Ausdruck zu geben und gründeten den Arbeitskreis "Wir gegen Rechtsradikale!". Zentrale Figur ist dabei der Schulleiter der örtlichen Grund- und Hauptschule, Bernd Jacobsen.

14:00 Uhr, Phoenix
Ich will mein Kind zurück
Eltern von Neonazis zwischen Kampf und Ohnmacht
Eines Morgens kam der Sohn - er war gerade 15 Jahre alt - aus seinem Zimmer.Mutter Elke saß am Frühstückstisch und erschrak über seine Begrüßung. "Er hat nicht guten Morgen gesagt, sondern er schrie 'Heil Hitler'." In diesem Moment wurde Elke B. endgültig klar: Ihr Sohn ist Neonazi. Das war vor acht Jahren, heute gehört der inzwischen 23-jährige zur Nazischläger-Szene und ist mehrfach vorbestraft. Elke B. hat ihren Sohn vor fünf Jahren das letzte Mal gesehen. Damals hat sie ihn mit Hilfe der Polizei aus der Wohnung geschmissen, nachdem er "Judensau", "Judendreck" an die Wände geschmiert unddie halbe Wohnung seiner Mutter zertrümmert hatte.
Wenn Kinder zu Neonazis werden, ist in den Familien nichts mehr wie vorher. Die Eltern bekommen in der Regel nicht mit, wenn die ersten Kontakte ihrer 12 bis 13-jährigen Kinder in die Naziszene hinein entstehen. Erst wenn sich das Outfit ändert, wenn Rechtsrock-Musik aus dem Kinderzimmer dröhnt und das erste Hakenkreuz an der Wand hängt, fallen die Eltern aus allen Wolken. Dann aber ist es oft schon zu spät. Die Kinder sind bereits in der Clique verankert und haben sich von ihren früheren Freunden getrennt.

14:30 Uhr, Phoenix
Ich lass' mich nicht verjagen!
Farbige Deutsche und ihre schwierige Heimat
Die 15-jährige Toni aus Pirna will einmal Ärztin werden. Sie hat einige wenige gute Freunde und ist eher ein stilles Mädchen. Tonis Vater stammt aus Mosambik, ihre Mutter Inge aus dem Erzgebirge. Von klein auf sind sie und ihre ältere Schwester Vici in der sächsischen Kleinstadt aufgefallen, sind angestarrt und auch beschimpft worden. Toni haben die Angriffe, sagt sie, stark gemacht. Ihre Erfahrungen verarbeitet sie in anrührenden Songs und engagiert sich zusammen mit Freunden und Mitschülern für die Aktion "Schule ohne Rassismus".
Ihre Schwester Vici fühlte sich den Anfeindungen nicht mehr gewachsen und reiste mit einem Schüleraustausch für ein Jahr in die USA. Dort erlebte sie sich zum ersten Mal als ganz normale Deutsche. Auch Tonis dunkelhäutige Freundin Clara, 16, und deren jüngerer Bruder Emilio, 10, bekommen zu spüren, dass sie anders aussehen. Emilio erzählt seinen Eltern lieber nicht, wenn er wieder bedroht oder beschimpft wurde.
Clara findet auf einem Dresdner Gymnasium Anerkennung und Rückhalt. Inge B. hat lange Jahre gegen die Diskriminierung ihrer Töchter gekämpft, hat sich an Behörden gewandt oder die Polizei um Hilfe gebeten. Früher wurde sie als "Nestbeschmutzerin" betrachtet. Heute gibt es bei den Kommunalpolitikern und Kirchengemeinden ein geschärftes Problembewusstsein. Auch wenn die rechtsextreme NPD bei Landtagswahlen zweistellige Ergebnisse erzielt, wollen viele Menschen in Pirna ihre Heimat nicht den Rechten überlassen.

19:00 Uhr, arte
Das West-Eastern Divan Orchestra live aus Ravello
Das West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim gibt am 11. August 2008 ein Konzert in Ravello, Italien. Das Spektakuläre bei diesem Konzert ist die konzertante Aufführung des ersten Aufzugs aus der "Walküre" von Richard Wagner. Seit Jahren setzt sich Barenboim - wie auch sein musikalischer Freund Zubin Mehta - dafür ein, dass Wagner auch in Israel gespielt wird. Immer wieder gab es Versuche, diese Musik, die für viele Israelis Erinnerungen an die Nazi-Zeit weckt, aufzuführen. Aber eine Interpretation der "Walküre" gerade mit diesem Orchester, in dem viele junge Israelis spielen, wird sicherlich einen ungewöhnlich starken Eindruck hinterlassen.

22:25 Uhr, 3sat
Kreuz & Quer: Bricha - die Flucht
1945 waren Krieg und Nazi-Terror zu Ende - doch die Flucht stand vielen erst bevor: In ganz Europa gab es Hunderttausende Flüchtlinge, vorwiegend Juden aus Osteuropa. Der größte Teil von ihnen wollte nach Palästina, um die Errichtung des Staats Israel zu unterstützen. Die Fluchthilfeorganisation "Bricha" organisierte den Exodus. - Film über die Geschichte der "Bricha".

22:30 Uhr, arte
Wir können nur den Hass verringern
Das im Jahr 1999 gemeinsam von dem Dirigenten Daniel Barenboim und dem Schriftsteller Edward Said gegründete West-Eastern Divan Orchestra hat sich zur Aufgabe gemacht, mittels der Musik für den Frieden im Nahen Osten zu werben. Die jungen Musiker stammen aus Israel und Palästina, aus Syrien, Jordanien, Ägypten und Europa. Sie treffen sich alljährlich zu Proben und Konzertreisen. Der Dokumentarfilm zeigt sie bei ihrer gemeinsamen Probenarbeit sowie in ihrer Freizeit.

23:10 Uhr, 3sat
Kreuz & Quer: Israel und der neue Antisemitismus
Seit seiner Gründung 1948 steht Israel im Spannungsfeld zwischen Solidarität und Kritik. Wo liegt die Grenze zwischen Antisemitismus und berechtigter Kritik an der Politik Israels im Nahostkonflikt? - Darüber diskutiert Michael Hofer in "Kreuz & Quer: Israel und der neue Antisemitismus" mit seinen Gästen.


Dienstag, 12.08.2008

ab 07:20 Uhr, WDR
Kriegsende an Rhein, Ruhr und Weser
7. März 1945. In Aachen ist die Nazizeit schon Vergangenheit, hat schon 5 Monate zuvor die amerikanische Besatzung begonnen, als US-Truppen das Zentrum Kölns erobern und zur Brücke von Remagen vorstoßen. Doch am gleichen Tag - 100 Kilometer nördlich - beginnt die Dortmunder Gestapo mit Massenhinrichtungen von Zwangsarbeitern. Parallele Welten, wie sie in den letzten Wochen und Monaten des Krieges überall in dem Gebiet zu finden sind, aus denen später Nordrhein-Westfalen hervorgehen wird.

07:20 Uhr
Teil 1 von 3: Bombenterror
Zwei Wochen später überqueren US-Truppen den Rhein auch bei Wesel, Anfang April ist das Ruhrgebiet von den Alliierten komplett eingekesselt. Mittendrin befinden sich noch 325.000 deutsche Soldaten der Heeresgruppe B, eingeschlossen. In diesen Wochen erleben die Menschen an Rhein, Ruhr und Weser noch schwerste Bombenangriffe, Essen, Dortmund, Hagen, Münster, Bielefeld, Paderborn und viele andere Städte werden zerstört. Erste Flüchtlinge sind westlich der Weser eingetroffen, suchen Unterschlupf oder Familienangehörige. Deutsche Soldaten warten in Kriegsgefangenenlagern der Alliierten auf ihr weiteres Schicksal, während Zwangsarbeiter und Häftlinge in den Lagern ihrer Befreiung entgegensehen.

07:50 Uhr
Teil 2 von 3: Ruhrkessel
Anfang April ist das Ruhrgebiet von den Alliierten komplett eingekesselt. Mitten drin noch 325.000 deutsche Soldaten der Heeresgruppe B, eingeschlossen. Außerdem 5 Millionen Zivilisten und zahllose Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. In diesen Wochen erlebt die Bevölkerung an Rhein, Ruhr und Weser noch schwerste Bombenangriffe, Essen, Dortmund, Hagen, Münster, Bielefeld, Paderborn und viele andere Städte werden zerstört.


Mittwoch, 13.08.2008

07:20 Uhr, WDR
Kriegsende an Rhein, Ruhr und Weser
Teil 3 von 3: Zeitenwende
Erst als am 17. April 1945 in Düsseldorf die letzten deutsche Truppen kapitulieren, hat für die Menschen des späteren Nordrhein-Westfalens die Nachkriegszeit begonnen.

20:15 Uhr, 3sat
Ende eines Frühlings - Prag 1968
In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 besetzten Truppen des Warschauer Pakts die tschechische Hauptstadt Prag. Das war das Ende des Prager Frühlings, der Hoffnung, dem Kommunismus ein "menschliches Antlitz" zu verleihen. Der ORF übernahm sowohl während des "Prager Frühlings" als auch bei dessen Niederschlagung die Rolle eines Fensters in die Welt und Übermittlers von Nachrichten. Denn seit Beginn der frühen 1960er Jahre pflegten der ORF und die österreichische Regierung intensive Kontakte zu den tschechischen Intellektuellen, Künstlern und Bürgerrechtlern. Einige legendäre Fernsehsendungen wie "Stadtgespräch Prag - Wien" entstanden in dieser Zeit.

21:00 uhr, arte
Wird Paris vernichtet?
Die letzten 16 Tage der deutschen Besatzung in Paris
Der Film zeichnet die letzten 16 Tage der deutschen Besatzung in Paris nach. Er folgt General Dietrich von Choltitz (1894 - 1966) vom Führerhauptquartier, wo er am 7. August 1944 die Hitler-Befehle erhält, die das Schicksal der französischen Hauptstadt besiegeln sollten, bis nach Frankreich, wo er rund zwei Wochen lang als letzter Stadtkommandant von "Groß-Paris" die Ausführung des Zerstörungsbefehls verhindert. Am 25. August 1944 unterzeichnet er die Kapitulation und übergibt die Stadt weitestgehend unbeschädigt an die Alliierten.


Donnerstag, 14.08.2008

23:00 Uhr, SWR
Der Ulmer Prozess - SS-Einsatzgruppen vor Gericht
as als "Ulmer Einsatzgruppenprozess" bekannt gewordene Verfahren war ein Meilenstein in der juristischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Es war der erste Prozess vor einem deutschen Schwurgericht in dem NS-Massenmorde verhandelt wurden.
Sie waren 1941 - gleich zu Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion - von Einsatzgruppen (SS, Staatspolizei, SD und Ordnungspolizei) in Litauen begangen worden. Der Prozess sorgte für einen Wendepunkt in der öffentlichen Wahrnehmung deutscher Kriegsverbrechen, denn die lange verdrängte Vergangenheit ließ sich danach nicht mehr leugnen.
Dabei war das Verfahren nur durch einen Zufall in Gang gesetzt worden. Der Leiter des Ulmer Flüchtlingslagers Wilhelmsburg Bernhard Fischer-Schweder hatte auf Wiedereinstellung in den deutschen Staatsdienst geklagt. Und dabei war seine Vergangenheit als Polizeichef von Memel und seine Beteiligung an Erschießungen ans Licht gekommen. Er hatte, zwölf Jahre nach Kriegsende, die Atmosphäre des Vergessens und Verdrängens nutzen und einen persönlichen Schlussstrich unter seine NS-Vergangenheit ziehen wollen - wie auch die anderen neun Angeklagten. Nach langen, schwierigen und immer wieder behinderten Ermittlungen, wurde der Prozess am 28. April 1958 eröffnet. Es gelang dem Gericht in über 60 Verhandlungstagen Stück um Stück die Wahrheit aufzudecken und herauszufinden, was in den ersten Tagen des Krieges gegen die Sowjetunion jenseits der litauischen Grenze geschehen war. Am Ende des Prozesses wurde den zehn Angeklagten die Beteiligung an 5.502 Morden nachgewiesen und Haftstrafen von drei bis fünfzehn Jahren ausgesprochen.



Zusammenstellung: Holger Raak

Category: Medien
Posted 08/07/08 by: admin



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