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"Meine Hauptidentität ist Mensch"

Lesung mit der engagierten Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi...

Von Juri Eber

Am 27. Februar war der Saal im Berliner Lichtburgforum bis auf den letzten Platz gefüllt als die beiden Autorinnen Mina Ahadi und Sina Voigt ihr gemeinsames Buch "Ich habe abgeschworen - Warum ich für die Freiheit und gegen den Islam kämpfe" dem interessierten Publikum vorstellten.

Weil immer wieder Interesse an ihrer ereignisreichen Lebensgeschichte bekundet wurde ist das autobiographische Buch der iranischen Autorin und Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi entstanden. Darin beschreibt sie ihre Kindheit im Iran, die Veränderungen ihres Lebens während der islamischen Revolution und ihr weltweites Engagement gegen islamische Erziehung und deren Ideologie, sowie gegen Steinigung und Todesstrafe.

Aufgewachsen in einer muslimischen Familie, hatte sie ein wenig Glück, da ihr Teheraner Großvater westliche Literatur mitbrachte, darunter bspw. Werke von Marx und Sartre. Später studierte sie Medizin an der Universität Täbriz, war Atheistin und machte als linke Oppositionelle gegen den Schah mobil, weshalb ihr das Studium verboten wurde und sie in einer Fabrik anfing zu arbeiten. Nach der islamischen Revolution des Ayatollah Khomeini organisierte sie Kundgebungen und Demonstrationen gegen den 1980 eingeführten Kopftuchzwang. Anfangs kamen noch hunderte Frauen und ein paar wenige Männer zu den Demonstrationen, "die Stimmung war optimistisch". Aber die Repression wuchs: Es kamen immer mehr Revolutionswächter, Männern mit langen Bärten, welche unverschleierten Frauen hinterher rannten, erst mit Messer, später mit Kalaschnikows.

Nachdem ihr Mann aus ihrer Wohnung verschleppt und hingerichtet wurde, versteckte sie sich zunächst in Teheran, floh 1981 in den Westen des Landes, 1990 ins Exil nach Wien und kam 1996 nach Deutschland. Anfang 2007 erregte sie und der von ihr Mitgegründete "Zentralrat der Ex-Muslime" erstmals großes Aufsehen in Deutschland: Auf einem Plakat lies sie sich mit weiteren 25 ehemaligen Muslimen ablichten.

Im folgenden dokumentieren wir Audiomitschnitte der Lesung:

Von der Vorstellung, dass Allah überall ist, hat sich Mina Ahadi zwischenzeitlich verabschiedet:



Mina Ahadi über die islamische Erziehung und das Verhältnis zur eigenen Sexualität:



Ein Diskussionsteilnehmer forderte "radikaler" zu sein, wollte das Kopftuch nicht verbieten, aber "diese Denkweise ausrotten". Sein äußert krudes Statement können sie hier nachhören:



© Tondokumente: Juri Eber / Agentur Ahron

Category: Islamismus
Posted 03/18/08 by: admin



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