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Antisemitismus – verwurzelt und virulent in Deutschland

Es ist keine sensationelle Neuigkeit, eher die Bestätigung einer bekannten, traurigen Tatsache: Auch über 60 Jahre nach der Shoa ist der Antisemitismus in der deutschen Bevölkerung verwurzelt und nach wie vor virulent...

Von Jörg Fischer

Dies wurde nunmehr auch durch eine dieser Tage der Öffentlichkeit vorgestellte Studie des Kommunikationspsychologen und Professor an der Universität Jena, Wolfgang Frindte, nochmals bestätigt.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte Frindte bezüglich antisemitischer Einstellungen in der bundesdeutschen Bevölkerung: "Sie sind latent in nahezu allen Schichten der Bevölkerung anzutreffen." Damit wird auf ein weiteres Mal bekräftigt, was bereits in vorhergehenden, ähnlichen Studien dokumentiert wird: Antisemitische Einstellungen sind unabhängig vom sozialen Status, von Geschlecht und Alter und auch unabhängig vom Bildungsstand anzutreffen – mal offener und ungeschminkter, mal subtiler und mehr oder minder verkleidet.

Professor Frindte und sein Team hatten repräsentativ ausgewählte 400 Personen eingehend befragt und ihnen dabei etwa 30 Eigenschaften vorgelegt und gefragt, inwieweit diese auf eine religiöse Gruppe zutreffen würden. Von den Befragten wurden die Juden im Vergleich zu den Christen dabei als erfolgreicher, ehrgeiziger, klüger, raffgieriger, geiziger und unversöhnlicher eingestuft. Der Antisemitismus sei "privater" geworden, da er als Ideologie in der Öffentlichkeit verpönt sei. Deshalb komme er auch oft in Anspielungen und Andeutungen daher, etwa wenn verschlüsselt den Juden eine "Mitschuld" an der Shoa zugeschrieben wird – wobei damit zugleich auch die Schuld der Täter und die Mitschuld derer, die zu- und weggeschaut haben, relativiert wird.

Wolfgang Frindtes Buchpublikation ist die Streitschrift "Inszenierter Antisemitismus" (haGalil berichtete), in der er sich ausführlich mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzt.

Zuletzt haben die Vorfälle in sachsen-anhaltinischen Gemeinden für großes Aufsehen gesorgt, die die praktischen Auswirkungen des real-existierenden Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft deutlich machten. In einem Ort wurde unter den Augen des Bürgermeisters während einer Feier Ausgaben des Tagebuchs der Anne Frank verbrannt, in einem anderen Ort wurde ein Schüler gezwungen mit einem Schild auf dem Pausenhof herumzulaufen, auf dem die im "Dritten Reich" verwendete Parole stand: "Ich bin am Ort das größte Schwein, ich lass´mich nur mit Juden ein!".

Category: Antisemitismus
Posted 11/28/06 by: admin



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Comments

wrote:
Juden werden für die meisten Deutschen niemals echte Deutsche sein, deswegen müssen wir immer zum Zionismus stehen und damit verbunden sein.
11/28/06 21:36:23

wrote:
Oh, was sind denn so ECHTE Deutsche?
11/28/06 22:13:28

wrote:
Nebbich, was ist ein echter Deutscher ?
Was soll überhaupt Deutschland sein ?
Ich lebe immer noch in der Bundesrepublik,
und in der ist die Religionsfreiheit in der Verfassung verankert.
Deutschland als solches hat es sowieso historisch nie gegeben, zwar drei deutsche Reich, aber kein Deutschland. Sollen doch die neuen Nazen nach Helgoland ziehen, so wie sie uns damals Madagaskar angeboten haben.
Wie wäre es also mit der Parole:
"Arier nach Helgoland, und der humane Rest kann Mensch unter Menschen bleiben !"
11/28/06 22:14:44

wrote:
Leider ist Antisemitismus weltweit in d Gesellschaft verankert. Und wenn man eine zeitlang in den USA oder Südamerika war, kann man ihn auch ganz offen hören, da er dort natürlich öffentlich nicht so verpönt ist wie in Deutschland. Und @Makkabi, Du sprichst mir aus der Seele :-) Es gibt keinen "echten Deutschen", genausowenig wie es keinen "echten Israeli" oder "echten Franzosen" gibt. Trotz der kulturellen Unterschiede in den einzelnen Ländern, waren solche Pauschalisierungen schon immer Unsinn und bleiben immer Unsinn. Es zählt immer der einzelne Mensch und das einzige was es gibt sind "echte Idioten" :-) Das ist allerdings eine sehr grosse Gruppe, die sich über alle Länder erstreckt. Dabei wäre es so einfach - Ich habe einen deutschen Pass, also bin ich Deutscher. Aus die Maus! Und vom Pass unabhängig, kann ich Jude/Katholik/Atheist sein. Ich weiß, wirklich nicht wo da manche Leute ein Problem sehen. Und wenn man einer Religion und einer (oder zwei :-) ) Nationen zugehörig ist, heißt dass nicht automatisch, dass man alle anderen hasst. Aber solche Dinge sollten inzwischen eigentlich Allgemeingut sein. Schon traurig, dass man das immer noch wiederholen muß. Tja zurück zum Antisemitismus. Glaube man kann ihn nur mit offnen jüdischen Gemeinden bekämpfen, die aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wenn man Leute kennt, greifen Vorurteile nicht mehr. Allerdings klappt dies natürlich wg der geringen Zahl, nur in grossen Städten - gerade auf dem Land, wird sich Antisemitismus wahrscheinlich noch lange halten. Ist einfach bequemer für alles einen Schuldigen zu haben. Man kann nur hoffen, dass sich Naziparteien in D bei 15% einpendeln werden (wie in den meisten Ländern) und bundesweit nicht mehr Stimmen gewinnen können.
11/29/06 10:18:16

wrote:
"...Was soll überhaupt Deutschland sein?
Ich lebe immer noch in der Bundesrepublik,...
...
Deutschland als solches hat es sowieso historisch nie gegeben, zwar drei deutsche Reich, aber kein Deutschland. ..."

Na gut, lassen wir das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und die Epoche der deutschen Kleinstaaterei mal beiseite, von 1871 bis 1945 muß man wohl von einem Deutschland mit dem Namen Deutsches (Kaiser-) Reich ausgehen.
Und nun existiert ein Deutschland mit dem Namen Bundesrepublik Deutschland, da es staatsrechtlich eben so organisiert ist.

- "..."Arier nach Helgoland, und der humane Rest kann Mensch unter Menschen bleiben !"..."

Was ein Glück das der Ariernachweis meiner Großeltern in einer Bombennacht verbrannte. Sonst müßte ich wegen meiner Vorväter auf einer Insel leben. Oder könnte ich mich retten, indem ich einen "Humanitätsnachweis" erbringen würde?

Wer ist ein "echter" Deutscher? Darauf kann es nur eine ebenso polemische Antwort geben, also lassen wir das mal.
Wir leben ja nicht mehr in Familien- oder Sippenverbänden.

Aber wer ist deutscher Staatsbürger? das kann man gut und leicht verständlich bei Wikipedia nachlesen:

http://de.wikipedia.org/wik...

@ Matthias:

Wollen wir nicht lieber hoffen, das der Spuk schnellstmöglich wieder aus der Realpolitik verschwindet (indem er sich z.B. endgültig blamiert) und sich NICHT bei 15% etabliert?
11/29/06 12:56:28

wrote:
Antisemitismus,dazu gehört aber auch der Möchtegern Deutsche,der alles haben will,und nichts dafür geben will.
11/29/06 14:17:16

wrote:
@ Dieter.

Und wer ist nun konkret gemeint?

* Und mal eine OT-Frage, ist irgendwo erklärt was das mit der Kennwort-/Ratespiel-Abfrage unterhalb der Emailadresse soll?
Danke.
11/29/06 15:35:40

wrote:
Shalom Dieterlejbn !
Tja, zwischen 1871 & 1918 Deutsches Kaiserreich,
von 1918 bis 1933 Deutsche Republik,
auch Weimarer Republik genannt,
danach drittes Reich, 1045 bis 1949 besetzte Zone, danach Bundesrepublik & DDR,
ab 1990 nur noch Bundesrepublik !
Wo bleibt da Platz für Deutschland,
das sich jetzt wieder alle auf die Fahnen schreiben ?
Und zu den Ariern: es geht nicht um den Ariernachweis, der ja sowieso absoluter Schmonzes ist, sondern um diejenigen, die sich heute immer noch oder schon wieder als Arier bezeichnen !
11/29/06 16:14:05

wrote:
Na danke, da muß ich ja nichts befürchten.

Zu Deiner Deutschland- (oder auch nicht) Definition - na da kommen wir eben nicht zueinander. Drauf ge........
So gesehen gibt es natürlich auch keine Deutschen, egal welcher Abstammung oder Religion. Nur Knallköppe die in einer Bundesrepublik Deutschland leben. Was für ein Quatsch.

So einen verqueren Murks habe ich bislang nur von rechten oder linken Extrem-Spinnern vernommen. Aber die scheinen überall ihr Unwesen zu treiben.
11/29/06 16:36:48

wrote:
Pardon, Dieter, ich meinte natürlich Sven !
Warum leben in der Bundesrepublik nur Knallköppe!
Sind Repuplikaner, im eigentlichen Sinn des Wortes,
res publika, nicht die Partei, die diesen Begriff mißbraucht, Knallköppe ?
Aber Du hast recht, genaugenommen gibt es keine Deutsche, sondern nur schlicht und einfach Bürger der Bundesrepublik Deutschland, was aber ein feiner aber nicht minder signifikanter Unterschied ist, zum einen im Selbstverständnis, vorallem aber in der politischen Praxis, und damit meine ich nicht Parteipolitik.
Doch zurück zum eigentlichen Problem,
Antisemitismus.
Warum eigentlich das Fremdwort benutzen,
das die Realität nur verschleiert, und auch noch eine eigenartige "völkische" oder "volkstämmige"
Komponente mit in´s spiel bringt.
Warum reden wir nicht einfach von Judenhaß,
um die Sache auf den Punkt zu bringen ?
11/29/06 17:26:59

wrote:
Anstatt die Zeit und die eh schon fehlenden Staatsgelder für Pisastudien an den Schulen zu verschwenden, sollten sich die Verantwortlichen darum bemühen, ihre Kinder und Jugendlichen in sprachlicher Ausdrucksfähigkeit an den Schulen zu fördern. Und bitte nicht im Geschichts- und Religionsunterricht pauschalisierend von "den"Römern, "den"Juden, "den" Christen, "den"Moslems, "den"Deutschen, oder "den" Völkern reden! Unbewußt werden in der Regel solche erlernten Pauschalisierungen ohne kritisches Hinterfragen in die Erwachsenenwelt transportiert, wo sie dann ebenfalls meist unbewußt pauschalisierend verbal oder gewalttätig geäußert werden.

Daß solch ein o.g. kognitives Phänomen von Machthabern mißbraucht werden kann, ist wohl ein offenes Geheimnis und ein willkommenes Mittel, um durch Popaganda Krieg und soziale Zerstörung vorzubereiten. Ohne diese "geistige Vorbereitung" der Massen hätte die Machtergreifung Hitlers wohl keine Chance gehabt.

Ich halte Pauschalisierungen nicht nur für Unsinn, sondern für eine weltweit grosse Gefahr und ein willkommenes Mittel für Indoktrination und Volksverhetzung, Diskriminierungen, Verleumdungen, Hetzkampagnen, Schuldzuweisungen und letztendlich dient es so manch Einem der Befriedigung seiner eigenen menschenverachtenden Denkweisen, verbunden mit dem Wunsch der geistigen Infizierung Anderer.

Es zählt immer nur der einzelne Mensch. Sich um Differenzierung bei der Beurteilung von Menschen bemühen zu wollen, widerstrebt eigener Bequemlichkeit und dem gewohnheitsgemäßen Schubladendenken, und liegt allein in der Verantwortung eines jeden Einzelnen einer Gesellschaft.

Mögen doch auch endlich Diejenigen ihren verheerenden Irrtum erkennen, die pauschalisierend behaupten, "die" Juden seien(alle)selbst Schuld an der Shoah oder an der Hinrichtung von Jesus ! -

meint
ein "untypischer" Deutscher
11/29/06 17:43:08

wrote:
Jan, chawer, wenn die Juden Jeschua ben Josef hingerichtet hätten, der ja selber jüdischen Glaubens war, würde heute in den Kirchen kein Kreuz hängen, sondern ein Stein, weil sie ihn gesteingt hätten. Soviel dazu. Insgesamt finde ich Deinen Ansatz grundlegend richtig und richtungsweisend, aber die Konklusion nicht ganz stimmig, oder hat für mich zu sehr den Ruch des absoluten Individualismus. Es zählt zwar der einzelne Mensch, der aber trotzdem ein Hordentier ist, und sich gern mit anderen verbindet. Das ist ja auch legitim, Einigkeit macht stark und beruhigt, aber man darf dabei auf keine Fall vergessen, dass der, der nicht zur eigenen Horde gehört, trotzdem Mensch bleibt, dem genauso aller menschlicher Respekt gebührt, wie den eigenen Hordengenossen.
11/29/06 17:59:44

wrote:
Aber zurück zum eigentlichen Problem, dem Judenhaß! Das eigentliche Problem beim Judenhaß ist Awraham, oder vielmehr die Tatsache, dass er damals, als er diese wunderbare und wirklich visionäre Idee von einem unsichtbaren, gestaltlosen G´tt hatte, nicht die Chutzpe besaß, sich diese patentieren zu lassen oder das alleinige Copyright anzumelden. Das eigentliche Problem beim Judenhaß ist nämlich nicht die jüdische Religion,
die ohne missionarischen Anspruch ja eigentlich tolerant und offen für alle ist, sondern, und man verzeihe mir die Wortwahl, aber leider kann man es nicht anders auf den Punkt bringen, die beiden Elsterreligionen Christentum und Islam,
die den Menschen jüdischen Glaubens ihren G´tt gestohlen haben, um ihn für sich selbst zu vereinnahmen.
Ich will hier nicht näher auf den Islam eingehen, nicht weil ich islamophob wäre oder Angst davor hätte, irgendwelche Ultraradikalen Muslime auf meine Fährte zu locken, sondern es mir da schlicht und einfach an Fakten fehlt.
Also bleiben wir beim Christentum als Grundlage des abendländischen Judenhasses.
Historisch ist das jüdische Volk immer mal wieder okkupiert oder unterdrückt worden, Babylon, Ägypten, Rom, aber nicht aus Judenhaß, sondern aus rein imperialistischen Gründen.
Im sogenannten Abendland hat sich der Judenhaß erst mit dem Christentum verselbstständigt.
Warum ?
Na, wie schon getippt, Jeschua ben Josef, alias Jesus Christus, wenn es ihn denn wirklich historisch gegeben hat, denn dafür gibt es keine historischen Belege, war Jude, zwar nicht orthodox, aber Jude,
zumindest stellt es sich so dar, wenn man die authorisierten Evangelien als Grundlage nimmt.
Er wollte das damals sehr rigide klerikale tempelorientierte Judentum reformieren,
weil er eine ganz konkrete Endzeiterwartung hatte.
soweit so gut. In seinem Anfang war das Christentum nichts weiter als eine jüdische Sekte,
die sich dann aber vom Judentum losgelöst hat,
um der römischen Verfolgung zu entgehen.
Dadurch hat es sich dann zu einer "eigenständigen" Religion entwickelt, die sich aber gleichzeitig auf die jüdische Thora, hier denn Pentateuch, beruft,
und damit den G´tt der Juden für sich beansprucht.
Man könnte es auch schlicht und einfach als G´ttesklau bezeichnen. Sowas macht natürlich ein schlechtes Gewissen und schafft gleichtzeitig ein echtes Legitimationsproblem. Als Ausweg aus dieser Misere hat also die katholisch Kirche den Judenhaß erfunden.
Und jetzt kommen wir zurück, warumes in dieser Frage so wichtig ist, dass es historisch kein Deutschland gibt, und trotzdem der Judenhaß unter "Deutschen" besonders virulent ist.
Es hat historisch nie eine Deutsche Nation gegeben,
sondern lange lange Zeit, nämlich von 962 bis 1806, das heilige römische Reich, dessen Legitimation,
oder vielmehr die Legitimation des jeweiligen Kaiser, absolut von der katholischen Kirche abhing
und damit deren oben begründeten Judenhaß sher stark verinnerlicht hat. Die Reformation und damit teilweise Loslösung von der katholischen Kirche hat da leider auch keine echte Besserung gebracht, weil der Oberreformator Martin Luther bei allen Differenzen zum katholischen Klerus eingefleischter Judenhasser war.
Wie läßt sich diese Problematik jetzt aktuell aufgreifen und lösen ?
Entweder geben die Christen den Juden ihren G´tt zurück, werden zu Atheisten oder konvertieren zur eigentlichen Religion des Jeschua ben Josef,
oder alle drei, Judentum, Christentum und Islam einigen sich darauf, das 3. Gebot
( Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. (Ex 20,7 und Dtn 5,11) folgendermaßen zu erweitern:
Du sollst meinen Namen nicht mißbrauchen, Du sollst nicht in meinem Namen sprechen und Du sollst Dir auf keinen Fall in MEINEM NAMEN ein Urteil über andere erlauben.
11/29/06 18:52:32

wrote:
Noch was vergessen !
Also in diesem Gebot müßte auch stehen:
" Wenn Du damit glücklich bist, das Du an mich glaubst, dann freut es mich, aber wenn andere mit ihrem Glauben an einen anderen G´tt genauso glücklich werden, dann interessiert es mich nicht
und Dich geht es einen feuchten Kerricht an, denn ich, Dein G´tt, habe Dich nach meinem Bilde geschaffen, ich bin also Humanist, vergiß das nicht !
11/29/06 19:14:00

wrote:
Ich finde es auch ganz furchtbar und nahezu unterträglich, dass es in Deutschland immer wieder Gewalt gegen Ausländer und Antisemitismus gibt. Doch statt immer und immer wieder darüber zu reden und negative Sachverhalte hervorzuheben, sollten wir uns mehr fragen, was wir dagegen tun können. Ich vermisse einfach konkrete Maßnahmen gegen die Rechten und Ewiggestrigen. Ich habe 2 gute Freunde in Israel und einen jüdischen Freund in Berlin. Viele meiner deutschen Freunde kennen sie auch und wir unternehmen was zusammen und es ist völlig egal, ob sie jüdischen Glaubens sind oder nicht. Sie gehören einfach dazu und fertig. Was ich damit sagen will ist, dass auf beiden Seiten ein Umdenken stattfinden muß. Das fäng auch damit an, dass man eben Verallgemeinerungen möglichst vermeidet. Es ist nicht jeder Deutsche Antisemit.
Und was dieses latent vorhandene Negativbild betrifft, so sollte man vielleicht einfach auch Möglichkeiten des gemeinsamen Begegnens finden, vielleicht auch mehr Gemeinsamkeiten, als Unterschiede betonen, versuchen vielleicht mal in eine gemeinsame Zukunft zu blicken. Ich weiß, dass das was geschehen ist, einfach furchtbares Verbrechen war und ich selbst schäme mich da auch für meine Vorfahren. Aber ich kann nichts dafür. Und ich weiß auch, dass viele meiner Freunde so denken.
11/29/06 19:44:11

wrote:
Shalom Jan !
Latent vorhandenes Negativbild ???
Nachdem, was unter den Nazis passiert ist,
und keiner kann heute mehr wie damals behaupten, er hätte nichts davon gewußt, dazu sind zu viele Fakten dokumentiert und öffentlich zugänglich,
handelt es sich nicht um ein latent vorhandenes Negativbild, sondern um ein unvorstellbares Bild des Grauens und der Unmenschlichkeit.
Das läßt sich nicht durch die freundliche Suche nach Gemeinsamkeiten ungeschehen machen.
Andererseits trägt keiner, der nach 1945 in diesem Land geboren wurde Schuld daran.
Aber, wenn er von diesem Grauen weiß, und trotzdem in diesem Land weiterleben will,
trägt er Verantwortung, dass sich dieses Grauen
niemals mehr auch nur in seiner geringsten Form jemals wiederholt!
Statt also dich Deiner Meschpoche zu schämen
wäre es vielleicht angebrachter, gegen die neuen
Judenhasser aktiv zu werden.
Es gibt genug Maßnahmen und Initiativen,
in denen man sich engagieren kann.
Masel und Broche dabei !
11/29/06 20:06:43

wrote:
Ergänzung:
Notfalls einfach mal im Netz unter
http://www.vvn-bda.de/bund/...
nachgucken, da findest Du wahrscheinlich auch was in Deiner Gegend, und dann von da aus weitersuchen !
11/29/06 20:34:17

wrote:
@ Makkabi:

Ich will mich nicht länger mit Dir streiten ob es eine deutsche Nation gibt oder nicht, das scheint mir sinnlos.

Knallköppe im Sinne von - wenn es keine Deutschen gibt, warum fühlen sich dann so viele Bürger der BRD als Deutsche? Die sind entweder alle blöd oder (von wem) indoktriniert?

Antisemitismus/Judenhass scheint mir auch das dringlichere Problem, bleiben wir dabei.
Zu dessen Ursachen, da kann ich Dir nur zustimmen. Religiös-verklärtes Machtgehabe.
Als Atheist geht mir in vielen damit zusammenhängenden Dingen einfach der Sinn ab, aber weshalb sollten Christen (und wohl auch Muslime) den Juden "ihren" Gott zurückgeben?
Kann man das am besten online, kurz und knapp, nachlesen? Ich habe offengesprochen keine Lust mir das nach Deinen Stichworten aus dem Netz zusammenzusuchen, oder sind die Wikipedia-Einträge dazu ausreichend?

Davon einmal abgesehen, wie sollte das denn praktisch aussehen, so eine Art De-Christianisierung? Interessante Idee, mit welchen Waffen?
11/29/06 21:09:42

wrote:
Sven, sei kein Schmock,
es geht nicht um De-Christianisierung,
sondern um die Ringparabel.
Kannst Du nachlesen unter:
http://de.wikipedia.org/wik...
Außerdem geht es hier nicht um Religiös verklärtes Machtgehabe,
sondern darum, das Religion, sobald sie zur Staatsreligion geworden ist, wird zu einem echtem nicht zu unterschätzendem Machtfaktor.
Da Atheismus auch eine Religion ist,
denn wer G´tt so offensiv leugnet, ist genauso gläubig wie ein Gläubiger, er glaubt eben nur an die Non-Existenz, kann aber diese ebensowenig beweisen wie die Existenz,
plädiere ich für den internationalen Laizismus!
http://de.wikipedia.org/wik...
Shalom
11/29/06 22:13:31

wrote:
Tölpel? Au Backe. Habe ich wohl etwas falsch verstanden.
- "...Entweder geben die Christen den Juden ihren G´tt zurück, werden zu Atheisten oder konvertieren zur eigentlichen Religion des Jeschua ben Josef,..."

Die Ringparabel, tolle Sache. Bekomme ich aber mit der Forderung "Gebt uns unseren Gott zurück" nicht unter einen Hut.

Mit dem Machtgehabe habe ich nur Deine Idee aufgegriffen. Die vom Papst ausgehende (imperiale) Macht die staatlich und religiös zugleich ist oder war.
Aber das bestätigst Du ja schon im nachfolgenden Satz. - Aneinandervorbeigeredet und das Selbe gemeint? Nicht ganz, es ist nicht nötig das Religion Staatsreligion ist, Religionen werden durch die Menschheitsgeschichte hinweg als Machtinstrument mißbraucht.

Konkret: wer politische und oder wirtschaftliche Macht ausüben will schiebt gerne religiöse Gründe für sein Handeln vor.

Über den Begriff wer oder was ein Atheist ist kann man auch trefflich streiten. Ich bezeichne mich als solchen weil ich an keinerlei Götter oder Geister glaube. Ich will die Nichtexistenz aber auch nicht beweisen, es interessiert mich schlicht nicht. Ebensowenig Laizismus.
Ich möchte weder jemanden davon überzeugen, noch von anderen überzeugt/bekehrt werden, so einfach.

Aber was hat das alles noch mit dem Thema "Antisemitismus – verwurzelt und virulent in Deutschland" zu tun? Anscheinend gar nichts, gibt es doch nach Deiner Auffassung weder Deutsche noch Deutschland. Ergo nichts und niemanden der hier gemäß der Analyse des Professor Frindte latent-virulent antisemitisch sein könnte. Was natürlich Blödsinn ist.
Ich fürchte Dummheit und Intoleranz sind nicht auszurotten.

Manche sind eben nur sturköpfig, andere zusätzlich auch brandgefährlich.

Gute Nacht.
11/29/06 23:50:25

wrote:
An Sven.@
Geben und nehmen heisst das Zauberwort,viel nehmen und nichts kluges damit tun,ist kein Zauberwort.
(Weißt du was schlechters)?
11/29/06 23:54:53

wrote:
Man kann auch alles zerreden, allerdings die Tatsache bleibt, dass es in D. tatsächlich jede Menge Antisemiten gibt, obwohl sie persönlich keine Juden kennen, haben mit Juden keinerlei erfahrungen und über die jüdische Religion nicht, aber gar nichts wissen. Das heisst für mich, dass es in D. jede Menge Deppen gibt, die gefährlich sind und die man unter Aufsicht haben sollte, denn diese Menschen würden wieder den Drang nach Osten verspühren.
Eins sollte sie allerdings wissen: Sollte vom deutschen Boden wieder ein Krieg angefangen werden, kann ich mir vorstellen, dass es das Ende des Volkes bedeuten könnte.
11/30/06 11:20:26

wrote:
@ Danubius:

Genau, hören wir mit dem Zerreden auf und bleiben mal gleich bei Deinem letzten Absatz.

Schon mal bemerkt das von deutschem Boden aus bereits mehr als ein Krieg in den letzten Jahren ausging? Sogar mit deutscher Beteiligung.

Deutsche, Verzeihung, bundesrepublikanische Tornados haben serbische Radar- und Raketenstellungen mit Raketen und elektronischen Abwehrmaßnahmen bekämpft und auch mit Bomben für unerträglichen Kollateralschaden (ein Ekelwort, so verharmlosend) gesorgt.

In Afghanistan ist neben den netten Jungs unserer ISAF-Truppe auch das KSK in geheimgehaltenen Missionen unterwegs. Was machen die da wohl? Friedenstauben züchten?

Der Golfkrieg wird zu einem großen Teil von hiesigen US-Basen geführt/unterstützt, wobei die Bundeswehr dem NATO-Partner gerne unter die Arme greift.
Das gerade letzteres Völkerrechtswidrig ist hat sogar eines unserer Gerichte festgestellt - ohne juristische oder politische Folgen.

Und augenblicklich prügeln unsere NATO-Partner auf uns ein, weil wir in Afghanistan "wieder das Töten lernen müßten". Pervers nicht war?
11/30/06 11:50:01

wrote:
Der Antisemitismus in Deutschland dürfte mit Sicherheit noch wesentlich ausgeprägter sein, als diese Zahlen es vermuten lassen.

Solche Umfragen haben nicht viel Aussagekraft und keine Verlässlichkeit, denn die meisten Deutschen sagen ja nicht offen, was sie tatsächlich über Juden denken. Alleine wenn sie das Wort "Jude" schon hören, schalten sie gedanklich schon um auf "politisch korrekt", und sprechen laut nur das aus, von dem sie glauben dass es von ihnen erwartet wird.

Denn jeder weiss, dass "Antisemitismus" gesellschaftlich geächtet ist, und so will natürlich keiner als "Antisemit" erscheinen. Und deswegen wird in solchen Umfragen gelogen dass sich die Balken biegen. Wer tiefen Abscheu empfindet vor den Juden, wird das in den allerseltensten Fällen in solchen Umfragen offen bekunden.

Erst wenn der Antisemitismus wieder gesellschaftsfähig und enttabuisiert ist, wird es einen Paradigmenwechsel geben, und quasi über Nacht wird die Anzahl der offen bekennenden Antisemiten explosionsartig zunehmen.

Und erst dann werden die Juden erfahren, wie beliebt oder unbeliebt sie tatsächlich sind bei den Deutschen.
11/30/06 13:19:28

wrote:
@ A. Hofstädter:

Ist Ihnen die Kraft des Gedankenlesens gegeben?
Na ja, Chuzpe haben Sie jedenfalls zur Genüge.

Aus einer Auswahl von 400 Personen auf Millionen von Menschen zu schließen halte ich schlicht für überzogen.
Es wäre schön gewesen, nicht nur die Tendenzen, die der Herr Professor erkannt haben will, aufzuzeigen, sondern auch mal ein paar Zahlen zu nennen.

Wenn ich mir die möglichen Kombinationen von Altersgruppe, Wohnort, Elternhaus, Schulbildung pp. so überlege, wie setzten sich denn die repräsentativ Befragten zusammen?
Ich würde mir da eine Studie mit zig-tausenden Probanden wünschen.

Wenn, wie Sie behaupten, in solchen "Umfragen" sowieso nur gelogen wird, wie kann das zu einer wissenschaftlichen Studie werden, oder sind die vermuteten Lügen gleich von den Untersuchenden mit in das Ergebnis eingebaut worden?
(Merke: der Artikel den wir hier diskutieren, der behandelt eine wissenschaftliche Studie, keine Umfrage. Da sollte es wohl einen großen qualitativen Unterschied geben.)

Und ich hoffe ich verstehe das nicht wieder tölpelhaft falsch, aber bin ich hier als nicht-jüdischer Deutscher quasi per se unglaubwürdig/verlogen?
Wie auch immer, ich ziehe mir diese Jacke nicht an.

Aber nun sollten wir gemeinsam hoffen und auch etwas tun, damit es nicht zu dem befürchteten Paradigmenwechsel kommt. Frage ist nur was können wir tun?
11/30/06 16:19:24

wrote:
Shalom Hofstädter !
Zu : " A. Hofstädter wrote:
Der Antisemitismus in Deutschland dürfte mit Sicherheit noch wesentlich ausgeprägter sein, als diese Zahlen es vermuten lassen. " - "Erst wenn der Antisemitismus wieder gesellschaftsfähig und enttabuisiert ist, wird es einen Paradigmenwechsel geben"
Umfrage hin, wissenschaftliche Studie her, ich gehe auch davon aus, ohne es "beweisen" zu können, das der reale Judenhaß wesentlich stärker verbreitet ist und nur in der Öffentlichkeit verdeckmäntelt wird.
Das hat aber meiner bescheidenen Meinung nach nichts mit einer Ächtung des Judenhasses zu tun,
sondern mit dem in der BRD sehr angepassten jüdischen Verhalten. Oder ganz direkt gefragt,
jenseits jeglicher halachischer Diskussion,
wo tragen Sie Ihre Kippa ?
Nur im Beit ha Knesset oder auch in der Öffentlichkeit ? Wo haben Sie Ihre Mesusa angebracht ? Außen am Türrahmen, wo sie jeder sehen kann oder doch lieber innen ?
Wenn Juden in der BRD "normaler" jüdisch leben würden, wäre der offensichtliche öffentlich wahrnehmbare Judenhaß garantiert stärker.
Bleibt aber immer noch die Frage, was dagegen tun ? Denn das hier ist keine Frage der Beliebheit oder Beliebigkeit. Und ich glaube kaum, dass man den Judenhaß dadurch vermindert, dass man ihn Enttabuisiert und gesellschaftsfähig macht.
11/30/06 17:14:15

wrote:
Shalom Sven, ich habe nicht gesagt, dass Du ein Schmock bist, sondern nur, dass Du keinen aus Dir machen sollst. Außerdem wird keiner in die tölpelhafte oder unglaubwürdig / verlogenen Ecke gestellt, denn bei Hagali befindest Du dich auf jüdischem Terrain, und die Juden sind äußerst tolerant und liberal, zumindest in der Diaspora und wenn es sich nicht um Fragen der Halacha handelt.
Man kann Schmock auch als eine Art nennen wir es mal Kosewort sehen.
11/30/06 17:39:29

wrote:
Aber nach den Tröstungen der Atheisten zurück zum Antisemitismus.
Meines Erachtens kann man den Judenhaß nur eindämmen, sofern einem daran überhaupt gelegen ist, denn Antisemitismusdiskussionen sind ja auch ein Ventil, die von gravierenderen gesellschaftlichen Problemen ablenken, wenn man über das Judentum aufklärt. Denn wenn man ein paar Einblicke in das Judentum, oder bleiben wir lieber beim jüdischen Glauben, gewonnen hat, bleibt da nichts Hassenswertes.
Bleibt nur die Frage, wer soll diese allgemeine "Volksaufklärung" übernehmen ?
Die jüdischen Bürger der BRD ? Warum ?
In dieser Republik ist die Religionsfreiheit in der Verfassung verankert, jeder kann glauben was er will, solange seine Glaubenssätze nicht der Verfassung oder den Menschenrechte widersprechen.
Meines Erachtens ist es, geht man nach dem Verursacherprinzip, die Aufgabe der beiden Christlichen Kirchen, die Öffentlichkeit über das Judentum oder vielmehr dessen Nichthassenswertigkeit aufzuklären.
Zum einen, weil sie sich sowieso die Nächstenliebe auf die Fahne geschrieben haben, zum anderen, wie ich ja schon oben dargelegt und nicht zerredet habe, weil der Judenhaß / Antisemitismus von der Katholischen Kirche und später dann auch von der evangelischen in die Welt gesetzt worden ist. Ohne diese Grundlage hätte es auch keine Shoah geben können! in jeder öffentlichen Schule, Grund- & weiterführende, gibt es ein Fach, das sich Religion nennt. De Fakto wird aber keine Religion oder Religionswissenschaft unterrichtet, sondern evangelische bzw. Theologie, in manchen Schulen sogar Katechese. Muß das so sein ß Muß das so bleiben ? Und wenn es so bleiben muß, sollten dann die evangelischen und katholischen Religionslehrer nicht verpflichtet sein, ihre Schüler über die Grundlage der christlichen Religion, quasi der Mutterreligion, zu unterrichten ? Denn das komplette alte Testament, auf dem das neue aufbaut, ist jüdisch, die Thora, nichts anderes.
Sie können meinetwegen gerne weiter an Jeschua ben Josef als Gottessohn glauben, zum Messias wird er dadurch noch lange nicht, aber sie müssen dazu stehen und ihre Gläubigen darüber aufklären,
das es die Christliche Religion ohne die Jüdische nicht geben würde.
Und nur als weiteres kleines Beispiel, die Öffentliche Rechtlichen Rundfunk Anstalten,
für die wir ja alle zahlen müssen, senden Sonntags abwechselnd evangelische und katholische G`ttesdienste. Warum können sie nicht mal Samstags, nicht jeden, aber sagen wir einmal im Monat, einen Shabbes G´ttesdienst übertragen ?
Meinetwegen auch mit Übersetzung im Untertext und danach einer kurzen Erklärung, was ja jetzt wie warum stattgefunden hat. Oder meinetwegen auch eine Kabbalat Shabbat am Freitagabend, die ist nicht so lang.
Also Aufklärung tut Not !!!
Und kommt mir jetzt nicht damit, das Judenhass kein reines religiöses Problem ist. Jude ist, wer sich zum Judentum bekennt und jüdisch glaubt, egal ob othodox, einheitsgemeindlich oder liberal. Die ganze Sache mit der jüdischen Abstammung ist für mich Schmonzes, was daraus wird hat man unter Schickelgruber gesehen.
Das Judentum ist keine Rasse, sondern eine Glaubensgemeinschaft, punktum. Außerdem gibt es Rassen nur bei Katzen, hunden und Karnickeln, nicht beim homo sapiens sapiens, wer was anderes behauptet, kann sich den sapiens sapiens streichen.
Shalom.
11/30/06 18:11:58

wrote:
P.S.: Meintewegen können Sie auch einmal im Monat einen Atheistischen G´ttesdienst ohne G´tt für solche wir Sven senden, das würde auch zur Allegemeinen Aufklärung beitragen.
11/30/06 18:21:02

wrote:
Vielleicht gibt es für das Problem aber auch eine ganz einfache Erklärung:
Wahrscheinlich wären im Moment die Bundesbürger in ihrem Innersten viel lieber so richtig anti-islamitisch, weil sie aber Angst vor den Moslems und den Dschihad Terroristen haben, trauen sie sich aber nicht und verfallen deshalb wieder in den Antisemitismus als Kompensation ?
Würde das im Umkerschluß bedeuten, dass sich der Antisemitismus durch semitischen Terrorismus eindämmen ließe ?
11/30/06 18:57:20

wrote:
Hallo!
Na dann danke ich mal für die Aufklärung. Ich bezeichne manchmal ja auch 'nen Kumpel freundschaftlich-scherzhaft als Blödmann wenn man sich im Gespräch befindet. Schwamm drüber.

Zum Religionsunterricht. Ich mußte in der Grundschule zweimal daran teilnehmen, weil eine Vertretungslehrerin nicht akzeptierte das ich davon freigestellt war.
Da haben meine Klassenkameraden mit Papierfiguren auf einer kleinen Landkarte den Weg ins gelobte Land nachvollzogen.
Scheint mir als Laien durchaus vorchristlich und damit dürften doch alle Zweifel ausgeräumt sein, das die Juden quasi die Vorgänger der (sich später abspaltenden) Christen waren. Allerdings habe ich keine Ahnung wie das damals vermittelt wurde, ist beinahe 40 Jahre her.
Aber lassen wir das mal beiseite, denn dazu kann ich mangels weiterer Erfahrung nichts beitragen; auch wenn ich uninteressiert bin im Sinne von nicht-religiös, ich habe mich schon immer für Geschichte interessiert. Und kenne Bruchstücke verschiedener Religionen und z.B. deren Schöpfungsmythen als (nach meinem Verständis) Geschichtsüberlieferungen.
Und so denke ich, das heutzutage jedermann genau wie ich in der Lage ist, sich über Sekundärliteratur oder TV/Onlinemedien ein Bild davon zu machen.
Ich werde mal meine Frau befragen, die ging auf eine katholische Schule (und hat da nach ihrer Aussage die unchristlichsten Menschen kennengelernt - in Ordenstracht... ).

Wer hat denn nicht die Entdeckung der Qumranrollen mitverfolgen können? Jugendliche, die als Kinder noch nicht die entsprechenden TV-Berichte mitverfolgen konnten als es noch ganz brandheiss war, bzw. völlig Desinteressierte an Allgemeinbildung auf eigene Faust.
Will sagen, diese von Dir angesprochenen Dinge sind doch offensichtlich, mangelt es wirklich an Informationen?

Warum werden keine nicht-christlichen Gottesdienste übertragen? Keine Ahnung. Bin ich der falsche Adressat, denn die christlichen interessieren mich ja auch nicht. Werden/wurden denn Gespräche zwischen den Indendanten und z.B. dem Zentralrat geführt?

Ach ja, homo sapiens, der weise Mensch oder auch der Vernunft begabte Mensch. Da bevorzuge ich auch letztere Übersetzung, denn Begabung führt nicht zwanghaft zur Meisterschaft ;)
11/30/06 19:21:34

wrote:
PS.: Zu Deinem PS.

Mir wäre es lieber, wenn hier in Berlin wieder die Space Night und Centauri Alpha zu empfangen wäre...

Oder Bild der Wissenschaft-/Spektrum-/Scientific American-TV. Nicht solcher Galileo-Humbug, wenn der wüßte wozu er da mißbraucht wird.
11/30/06 19:29:52

wrote:
PPS.:

"Anti-islamistisch"

Höre ich so jetzt erstmalig, wird doch in den Medien und der Politik eher als Ausländer-/Fremdenfeindlichkeit bezeichnet, egal welchen Pass die Muslime in der Tasche haben.

Davon abgesehen, mit meinen türkisch-/kurdisch-stämmigen Nachbarn komme ich gut aus. Nur eine Menge Jugendlicher macht in der näheren Umgebung einigen Stress. (Hier bleib z.B. keine Telefonzelle oder diese neuen T-COM-Säulen mehr als zwei Tage ganz.)
Die haben ihre gewissen Eigenheiten im Umgang mit Nachbarn, aber unterscheiden sich letztlich nicht von ihren christlichen, oder auch "urdeutschen", Altersgenossen.
Perspektivlosigkeit macht dröge in der Birne...
11/30/06 19:41:12

wrote:
Antisemitismus??? Ist es nicht in jeder Generation der kampf "Amaleik" gegen Israel. Dieses meine Freunde wird uns nie verlassen. Denn genauso ist uns der Kampf in jeder generation gegen Amaleik bzw die Amaleikidische Lebenseinstellung in die Wiege gelegt.
12/01/06 18:13:27

wrote:
@ Nathan:

Könntest Du mir den Begriff Amaleik bitte kurz erläutern, ich finde dazu bei Google nichts brauchbares.

Danke.
12/01/06 19:20:49

wrote:
Ich dachte immer, seit Lessing wäre Nathan das Synonym für "Weise" ?
Ich stimme dir zu, dass Antisemitismus zwar leider eine lange Tradition hat, aber wenn Du schreibst,
" in die Wiege" gelegt, dann würde das ja heißen,
der Antisemitismus und das Leiden darunter sei erblich ? Nebbich. Das halte ich für absoluten Schmonzes. Antisemitismus war und ist immer ein Mittel zum Zweck, es gibt immer jemanden, der davon profitiert, und wenn man sich diese Frage beantwortet, hat man eventuell auch einen Schlüssel, um gegen ihn anzugehen.
Und die Aufteilung in Volk Isreal und Amaleik in
Gut und Böse halte ich für wesentlich zu simpel.
Shalom !
12/01/06 19:27:30

wrote:
Shalom Sven:
hier bitte sehr:
http://de.wikipedia.org/wik...
12/01/06 19:30:52

wrote:
Das Üble am Antisemitismus ist, dass die Leute etwas auf das Judentum projizieren, was nichts mit der Realität zu tun hat.

Ich denke, der Antisemitismus kann nur dann überwunden werden, wenn über das Judentum aufgeklärt wird und wenn gezeigt wird, dass das Judentum eine durch und durch deutsche Religion ist.

Viele Jahrhunderte gab es eine ansehnliche Zahl jüdischer Menschen in Mitteleuropa. In dieser Zeit bekam die deutsche Sprache viele Einflüsse aus dem Judentum, die noch heute beobachtbar sind. Umgekehrt bildete sich das Jiddisch aus. Diese Sprache wird von Juden in aller Welt gesprochen, aber sie ist eine Art deutscher Dialekt.

Was fordert die deutsche Verfassung vom Bürger?
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" und "Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten..."

Jede Religion, die vom Herzen her diesen Sätzen zustimmen kann, kann man als deutsch bezeichnen. Das Judentum wie auch das Christentum sind vom göttlichen Ursprung her menschenfreundliche Religionen. Sie stehen, ganz wie ihr Gott, zur unveräußerlichen Würde des Menschen.
Das belegt der Satz, dass Gott den Menschen zu Seinem Bilde erschuf. Aber auch die jüdische Nächstenliebe und die jüdische Liebe zu Fremden sind tiefer Ausdruck göttlicher und jüdischer Menschenliebe. Das Zinsverbot hat seinen Anfang im Judentum und ist ein Ausdruck der Menschenliebe Gottes.

Die Ethik von Judentum und Christentum ist im Grund die gleiche. Was Jesus in der Bergpredigt brachte, war gute jüdische Lehre. Die Menschenliebe des jüdischen Gottes erblicken auch die Christen in ihrem Jesus.

Jeder Jude und Christ ist von Gott zum Einsatz für den Menschen aufgefordert. Deshalb können sie, wenn sie auf ihren Gott hören, die zentralen Grundrechte der deutschen Verfassung mit bestem Herzen unterschreiben.
Es ist im Interesse Deutschlands, dass die Religionen, die seine Grundsätze tragen, Unterstützung erhalten.
12/01/06 19:56:14

wrote:
Joi, joi joi Besucher !
Also diesmal juckt es mich in den Fingern,
Schmock zu schreiben, und es auch ganz ernsthaft so zu meinen, weil Schlemihl es nicht treffen würde.
"Das Judentum ist eine durch und durch Deutsche Religion"???
Davon hat man zwischen 1933 und 1945 aber herzlich wenig gemerkt.
12/01/06 20:24:13

wrote:
Außerdem, nur weil die Christen es sich so einfach machen, für ihren und den G´tt der Juden den gleichen Namen zu benutzen, heißt das noch lange nicht, dass der G´tt der Christen mit dem G´tt der Juden gleichzusetzen. Die Juden warten immer noch auf den Meschiach, und das ist nicht Jeschua ben Josef gewesen, denn sonst müßte es jetzt auf dieser Welt ganz anders aussehen.
Was Du da schreibst hat zwar ganz nette Ansätze, ist mir zu simpel und zu kirchentagsgeschwängert.
12/01/06 20:53:26

wrote:
Sven:

Es ist leider so einfach!!! Es ist der Kampf gut gegen böse. Rein gegen Unrein. Antisemitismus ist nicht erklärbar. Und ja es wird vererbt: Von Generation zu Generation oder glaubt jemand allen ernstes in 1000 Jahren wird es den "Hass" nicht mehr geben. Wir mässen dagegen ankämpfen aber wir müssen uns auch mit der Tatsache abfinden dass "sie" uns hassen... ohne Begründung, rationell unerklärlich, und ja wir kämpfen trotz allem. Es geht hier nicht um ein Spiel. Es geht ging und wird immer sein dass es um die Vernichtung des jüdischen Volkes geht! Seit euch dessen bewusst! Es ist eine Tatsache. Gefallen tut mir dies auch nicht aber ändern kann man nichts daran!

Es wird weiter gehen unser Kampf gegen Amaleik und der Versuch von Ihnen uns zu vernichten.

G`tt schütze uns alle und gebe uns Kraft.
12/01/06 20:57:10

wrote:
Ein Jude kommt in den Himmel und beklagt sich bei IHM:" Ach, Allmächtiger, mein Sohn, mein Sohn, joi.joi,joi !"
ER:"Ja was denn?"
"Ach mein , Sohn, mein sohn, joi,joi !"
ER:" Ja was ist denn mit deinem Sohn ?"
" Ach joi Allmächtiger,
wie hab ich mich von Kindesbeinen um ihn bemüht, und was hat er getan der Schlemihl ?"
ER: " Ja was hat er denn getan ?"
"Er hat sich taufen lassen!"
ER:" Na und, guck Dir meinen Sohn an!"
12/01/06 21:02:48

wrote:
Nathan, das ist mir einfach zu fatalistisch.
Beim Antisemitismus, zumindest beim nicht rein christlich motivierten, also ab 1889/1900
geht es doch zuallerst
um ein Sündenbockprinzip.
Und das ist heute ganz genauso.
Es geht also darum, die wirklichen Probleme aufzuzeigen, ihre wahre Ursache klar zu machen und dann eine Lösung zu finden.
Dann braucht man auch keinen Sündenbock mehr.
12/01/06 21:10:40

wrote:
Du sagst zu mier es sei zu einfach und argumentierst mit dem Sündenbockprinzip?? Sei nicht böse aber das wiederum ist mir zu einfach. Glaube mir auch ohne "Probleme" für die man einen "bock" braucht existiert er der Hass auf Am Israel.

Du glaubst mit aufklärung über das Judentum wird es besser

Du glaubst mit Assimilierung wird es besser

Du glaubst durch Ausgrenzung und verstecken wird es besser

Mit reden

Mit betteln......

Nein Chaver Scheli, es ist wie es ist. Niemals wird es sich ändern. Nimm den Kampf auf aber erwrte nicht zu gewinnen.
12/01/06 21:16:25

wrote:
Hallo zusammen!

Starker Tobak das mit dem Gut und Böse das der Nathan hier vertritt. Bei allem Respekt, aber da muß ich mich als Böser wegen meiner Geburt als Nich-Jude sehen? Interessante These, um es mal gelinde auszudrücken.
Da hoffe ich für künftige Generationen der unerwählten Völker mal auf rasante Fortschritte in der Gentechnologie, eventuell besteht ja Hoffnung das böse Gen unschädlich zu machen.

Welcher Splittergruppe des Judentums muß man denn angehören, um so etwas zu vertreten? Ich frage nur um wieder ein Stückchen dazuzulernen.

Übler Scherz beiseite.

Danke Makkabi für den Link zu Wiki, der hat mich dann dorthin weitergeführt:

http://www.hagalil.com/jude...

Erschreckend.

- "...Amalek und seine Nachkommen zu hassen, seine Missetaten ausdrücklich zu erwähnen. Wir sollen unseren Kindern erzählen, was uns Amalek gleich nach dem Auszug aus Ägypten angetan hat. Endgültig wird diese Mizwa erst erfüllt sein, wenn wir das Andenken an ihn vollkommen aus der Welt geschafft haben werden, so dass alles, was nur in irgendeiner Weise an Amaleks Name erinnern könnte, vom Erdboden vertilgt werden wird..."

Und irgendwie völlig unbefreiflich und paradox wie man durch ständige Erwähnung vergessen machen soll. Kann mir das bitte jemand erklären? Ich sehe keinerlei Logik darin.

Als letzte Frage; wenn Hitler als Wiedergeburt Amalegs angesehen wird, bin ich dann nach dem Gebot der Tora von jedem Juden zu hassen, auch wenn kein natürlicher Nachkomme bin? - Ich hoffe mal nein, sonst wäre jeder weiterer Dialog tatsätzlich fruchtlos.

PS.: Habe gerade mit meiner Frau über ihrer Erfahrungen aus dem Religionsunterricht gesprochen. In Grundschule wie auf der Realschule Sankt Marien in Berlin-Neuköln, wurde nach ihrer Erinnerung der Ursprung der Christenheit nicht besonders herausgearbeitet, eher übergangen, und das obwohl selbstverständlich auch das Alte Testament "abgearbeitet" wurde. Aber das ist auch schon mehr als dreissig Jahre her.

Gute Nacht.
12/02/06 00:25:35

wrote:
Shalom Sven !
Tja, das mit Amalek und der darausfolgenden Auslegung ist nicht ohne, und es gibt noch mehr Stellen zu anderen Nationen in der Thora, bzw. dem
Alten Testament. Man darf halt nicht vergessen, dass das Judentum vor der letzten Zerstörung des Tempels 70 n.Chr. eine Nationalreligion mit den entsprechenden fremdenfeindlichen Tendenzen war. Kommt halt darauf an, worauf man sich beruft
und wie man sein Judentum definiert.
Ich persönlich haben mit dem Amalekitergedanken nix am Hut, ich find die Stelle mit den Schwertern zu Pflugscharen wesentlich aussagekräftiger, die übrigens auch nicht, wie so oft angenommen,
christlich sondern jüdisch ist.
Allerdings darf man im "Kampf" gegen den Antisemitismus nicht vergessen, dass die "Juden", weil sie die Opfer der Nazis waren, per se gut und unschuldig sind. Es gibt auch hier rassistische Tendenzen, die aber dennoch nicht den Antisemitismus legitimieren.
Schönen Restshabbes noch,
shabbat shalom, Makkabi
12/02/06 15:07:28

wrote:
Übrigens, für die, die sich aktuell über
Antisemitismus und Anti-Antisemitismus
auf dem Laufenden halten wollen
oder sich eventuell sogar gegen den Antisemitismus engagieren möchten,
hier findet man immer spannende aktuelle
Informationen:
http://de.indymedia.org/ope...
Shalom!
12/02/06 19:06:08

wrote:
Wer sich darüberhinaus darüber informieren möchten, wie dreist, rassistisch und antisemitisch
die Neuen Rechten bzw. Neofaschisten im Internet
breit machen, der findet hier eine Übersicht:
http://www.nationale-verwei...
Die dort verlinkten Seiten sind allerdings
fast alle vollarisch, also nichts für zartbesaitete Seelen. Aus diesem Grunde möchte ich mich auch hier ganz offiziel von der Inhalten dieser Seiten distanzieren, empfehle aber trodzdem, sie sich zu Gemüte zu führen, damit man sich einen reelen Eindruck zum aktuellen Atnisemitismus verschaffen kann.
12/02/06 19:14:59

wrote:
@ Makabie

Makabie Zitat:"Man darf halt nicht vergessen, dass das Judentum vor der letzten Zerstörung des Tempels 70 n.Chr. eine Nationalreligion mit den entsprechenden fremdenfeindlichen Tendenzen war. Kommt halt darauf an, worauf man sich beruft
und wie man sein Judentum definiert."Allerdings darf man im "Kampf" gegen den Antisemitismus nicht vergessen, dass die "Juden", weil sie die Opfer der Nazis waren, per se gut und unschuldig sind. Es gibt auch hier rassistische Tendenzen, die aber dennoch nicht den Antisemitismus legitimieren."

Makabie Ata Amchu?? Das ist ja ziemlicher Schwachsinn das statement oder.

Wie sieht es aus mit der Liebe zu deinem Nächsten im judentum?

Und der Holocoust als Jüdisches Gütesiegel.

Ich muss hier eine Rote Karte verteilen Ganz klar.

Se "bulshit-Gdolah" Po!!!! Lo Makabie?
12/02/06 21:28:55

wrote:
Hallo und guten Morgen...

@ Damiel:

Als Schiri scheinst Du nicht viel zu taugen. Makkabi setzt ganz einfach hammerhart auf Ironie (welch Wortspiel), ist wohl leider nicht für jeden zu verstehen wie er das meint.

@ Makkabi:

Indymedia, nunja, leider werden dort zu oft extremste Auffassungen vom linken Ende des politischen Spektrums vertreten, und deren Klientel ist ist auch nicht unbedingt der Gewalt abgeneigt. Selbst wenn der Gute Zeck vorgeschoben wird, das grenzt oftmals auch nur an Selbstjustiz.

Zu dem anderen Link, ich hab von da aus einmal wahllos weitergeklickt. Die Erläuterungen zum Hakenkreuz. Eklig wie offensichtlich historisch völlig korrekte Informationen durch den Text im ersten und im letzten Absatz relativiert, und dann benutzt werden um den Rechtsstaat abzuwatschen, sich geradezu über ihn lustig zu machen.

Das ist auch eines der Probleme der Antifa. Die haben (oder zumindest einige derer Gruppierungen) ihre Karriere als gewaltbereite Überzeugungstäter begonnen. Im Gegensatz dazu sind zumindest einige der rechten Kader so bauernschlau, das sie im Vorfeld Rechtsbrüche nicht erkennen lassen und somit ihre Aufzüge und Kundgebungen von den Kollegen mit den grünen Strampelanzügen in der Regel vor "den" Antifas geschützt werden.

Schönen Sonntag noch.
12/03/06 01:36:11

wrote:
Rav Daniel!
Für mich ist das Judentum nur als Religion von Interesse, wobei ich alle Paraschiten zum auserwählten Volk, Volk Gottes, oder die, die andere Menschen auf ihr Nichtjudentum reduzieren
allein von historischem Interesse, aber keinesfalls als Mitzwot/Richtschnur oder unter ethischen Aspekten. Für mich ist Israel Isreal und nicht Erez Israel, weil ER eben nicht greifbar und benennbar,
und damit auch an keinen Landstrich, kein Volk und keine Nation gebunden ist, denn ER ist der, der Sein wird.
Und wenn Du mir etwas zu sagen hast, schreib es doch für alle hier verständlich, toda raba !
Shalom, dein Makkabi
12/03/06 12:23:12

wrote:
Daniel !
Von daher finde ich, wie ja schon oben getippt,
den Begriff Antisemitismus komplett falsch,
da er Rasse und Abstammung impliziert.
http://de.wikipedia.org/wik...
Ich finde Judenhaß den treffenderen Begriff,
wobei für mich Jude zu sein eine reine Glaubensfrage ist.
Natürlich war "Allerdings darf man im "Kampf" gegen den Antisemitismus nicht vergessen, dass die "Juden", weil sie die Opfer der Nazis waren, per se gut und unschuldig sind." ironisch gemeint, denn als Jude wird man heute hier nicht einfach nur als Jude und gleichberechtigter Mitmensch wahrgenommen, sondern immer auch als Opfer der Shoah oder Nachkomme eines Shoah-Opfers,
was doppelter Quatsch ist, da eine reale Entnazifizierung oder Wiedergutmachung zu Gunsten des kalten Krieges nicht stattgefunden hat.
12/03/06 12:44:27

wrote:
Shalom Sven, danke für die "Verteidigung".
Das mit Indimedia stimmt schonin gewisser Weise,
aber wenn man sich die richtigen Informationen rausfiltert ist es immer noch die reichhaltigste Seite
zum Thema.

Das Problem bei der Antifa ist wirklich das,
das die wirklich fitten alten Damen und und Herren von der VVN duch die KPD Verfolgung in den Sechzigern nicht in der Lage waren, einen entsprechenden Nachwuchs heranzuziehen,
und viele Antifas das Grundprinzip nicht so ganz verstanden haben, wobei es beim antifaschismus
wirklich geht und das man nicht die Methoden
anwenden kann, die man eigentlich abschaffen will.
So, ich muß jetzt zur Arbeit, hab noch Vorstellung
heute, bis dahin
Makkabi
12/03/06 12:51:30

wrote:
"AM ISRAEL" das Volk Israel,
"ERETZ ISRAEL" Das land israel.

Untrennbar mit einander verflochten!

also ganz ehrlich Deine "Weltanschauung in aller Ehre", dise mag für Dich durchaus richtig sein.
Aber Wir sind nicht nur eine religion, da hängt noch etwas mehr dran. Nähmlich das Volk des Buches der Thora.
Und serwohlauserwählt.

Und da ich die deutsch Sprache nicht so fliessend kann, und noch etwasmehr zeit brauchen, bitte ich den sarkastischen unterton in deinem statement, den ich nicht erkannt habe, das nächste mal für mich klarer auszudrücken. Ebenso das ich es auch verstehe :-))

Shawua Tov
12/03/06 13:29:55

wrote:
Daniel !
Wer ist wir ?
Du bist Du, ich bin ich, aber wer ist wir!
Auserwählt passt meines Erachtens in Religionsfragen nur insofern,
dass man sich die Religion auserwählen sollte,
die zu einem passt und die einen glücklich macht.
Masel & Shalom
12/03/06 18:14:17

wrote:
Beseder, slachli!
achschaw anachnu lo Am echad????
ANACHNU AM ECHAD! We seu.

Se Anachnu: "wir!" Am Israel, Am Jehudi
Laila tow
12/03/06 19:09:00

wrote:
Schmonzes ! Jeder oder jede, die sich dazu entschließt und den entsprechenden Rabbi dafür findet, kann den Giur machen.
Man muß hebraisch können, der Lithurgie folgen können, die entsprechenden Text beherrschen,
und nach der Halacha leben, wie streng, hängt von der Gemeinde oder dem Rabbi ab. Gut, als Mann muß man noch die Brit über sich ergehen lassen,
aber damit ist man dann Jude oder Jüdin.
Was hat das also mit Volk zu tun ???
G´tt sitzt nicht in Isroels, sondern SEIN Geist schwebt über allen Wassern !
12/03/06 19:31:11

wrote:
Eiso Chutzpenik!

Oh Makkabi.

habe ich in irgendeinerweise behauptet das es keine giurim mehr geben sollte, oder diese nicht akzeptiert.

Ich erinnere dich an den ersten Giur.

Dein G`tt ist mein G`tt und Dein Volk ist mein Volk.

Bedeutet..... AM ISRAEL
Ob Du das willst oder auch nicht auch bei den Giurim wird man zu einem Teil des Volkes also zu am israel.

im übrigen ist deine argumentation die argumentation "UNSERER" (ja ich meine mit uns das Volk!!!!!! Israel), Feinde!!! Denn wenn kein volk dann auch kein anrecht auf den staat.

wenn du, wie ich annehme dich als jude ´betrachtest OK. Aber auch Du bist damit ein angehöriger des jüdischen Volkes. Du streubst dich ziemlich Dich mit diesem Gedanken anzufreunden, nicht war! Warum? Bist Du ein Übergetretener Jude der irgenwann mit seiner akzeptanz probleme hatte??

Für mich ist jeder der einen Giur gemacht hat ein 100%iger Jude denn sich freiwillig den Antisemitischen Anfeindungen auszusetzen zeugt von einer gewollten und gewünschten Wahl sich dem jüdischen Volk anzuschliessen.

Wobei ich nun sage zurück zum Thema Antisemitismus, also der Hass auf die angehörigen des jüdischen Volkes.

Erew Tov
12/03/06 21:19:48

wrote:
Daniel! Ich erachtete jede Idee eines Volkes oder auch einer Nation, sei es Deutscher Nationalismus,
Zionismus, oder die Idee des auserwählten Volkes als ungeheuer problematisch an. Für mich ist und bleibt die Nation/die Volksidee, einfach die Möhre,
die man vor der Schnauze des Esels baumeln läßt,
damit er die Karre aus dem Dreck zieht, auf dem die sitzen, die ihn hineingefahren haben.
Aber zurück zum Antisemitismus / Judenhaß.
Du hast recht, als Jude ist man ihm ausgeliefert,
aber das heißt nicht, dass man sich fatalistisch in dieses Schicksal ergeben muß.
Was also gegen den Antisemitismus unternehmen ?
12/04/06 06:55:46

wrote:
Hallo Sven, hallo Makkabi,
ich bin heute zum ersten Mal auf diese haGalil- Seite gestoßen und habe eure Mails total interessiert verfolgt.Ich bin seit kurzem in der VVN - BdA aktiv, engagiere mich aber schon wesentlich länger gegen Nazis und andere Judenhasser und Rassisten. Allerdings nicht gewalttätig. Ich lehne Gewalt grundsätzlich ab. Gewalt bringt grundsätzlich überhaupt nichts, höchstens als Abwehr eines gewalttätigen Angriffs. Ich oute mich hier als überzeugter, allerdings nicht "mit Tunnelblick versehener" Linker und Marxist, der niemanden bekehren will.
Ich finde es zu pauschal, Sven, wenn du bei indymedia von "extremsten Aufassungen aus der linken Ecke" spricht und davon, daß der aus deiner Sicht nur vorgeschobene "gute Zweck" der antifaschistischen Grundhaltung vieler "Linker"nur deren tatsächliche Gewaltbereitschaft bemänteln soll. Natürlich gibt es gewaltbereite "Antifas" - allerdings fast nur aus dem autonomen Spektrum - und das ist eine absolute Minderheit innerhalb eines sehr breitgefächerten linken Spektrums.
Zurück zur Ausgangsfrage: Was gegen Judenhass tun? Ich finde es eminent wichtig, sich dafür einzusetzen, in der Öffentlichkeit, also vor allem auch in den Medien, mehr über den jüdischen Glauben, Feste, Gebräuche etc. zu informieren. Als zwar christlich getaufter, auch noch konfirmierter, später aber bewußt aus der Kirche ausgetretener Mensch muß ich gestehen, daß mir viele vor allem von Makkabi verwendete Begriffe wie "Shabbes" etc. überhaupt nicht geläufig sind. Hängt natürlich auch damit zusammen, daß ich mich bisher mit jiddischen(?) Redewendungen oder dem jüdischen Glauben kaum beschäftigt habe und leider auch keine Jüdinnen oder Juden persönlich kenne. Ich glaube, daß nur über möglichst viele Infos, z.B. über jüdisches Leben in Deutschland und anderen Ländern zumindest bei einigen Vorurteile, Mißgunst und Unkenntnis abgebaut werden kann und kranke Verschwörungstheorien über den angeblich so großen politischen Einfluss "der Juden" "hinter den Kulissen" keinen so großen Nährboden mehr finden.
Spricht etwas dagegen, sich an ARD, ZDF etc. mit der Bitte oder auch konkreten Angeboten zu wenden, über jüdische Gottesdienste, Feiertage etc. - generell jüdisches Leben in diesem Land mehr zu berichten? Ansonsten finde ich es unendlich wichtig, politisch gegen die Nazis und ihren (wie u.a. bei den Landtagswahlen in Sachsen und Meck-Pomm zu sehen war) zunehmenden Einfluss in diesem Land zu kämpfen. Um ihnen den Nährboden zu entziehen, ist es meines Erachtens unabdingbar, sich für soziale Verbesserungen, die ja durchaus finanzierbar sind und der grassierenden Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit vieler Leute entgegentreten könnten, einzutreten und in gemeinsamen öffentlichen Aktionen und Veranstaltungen von Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen gegen Vorurteile, Unkenntnis zu arbeiten und - z.B. im Rahmen der VVN-BdA oder anderswo - die NPD und andere faschistische Organisationen als judenfeindliche, rassistische - letztendlich menschenfeindliche -Organisationen zu demaskieren und - ganz im Sinne des Potsdamer Abkommens von 1945 - für ihr Verbot einzutreten.Ich finde es beschämend und es macht mich rasend wütend, daß solchen Organisationen in diesem Land mit dieser Vergangenheit zig Millionen Euro an Wahlkampfkostenerstattung zugestanden wird, mit denen sie dann zunehmend flächendeckender arbeiten können.
Ich kann dir, Makkabi, übrigens nur zustimmen, daß die National - und Volksidee immer und überall nur die Möhre war und ist, die man vor der Schnauze des Esels baumeln läßt. Ich bin gespannt auf eure Mails. Einen schönen Tag wünscht euch Gerald
12/04/06 15:14:04

wrote:
Guten Morgen zusammen!
Hallo Gerald, vielleicht muß ich zu meiner Haltung gegenüber Indymedia etwas klarstellen. Mich wurmt es schlicht gesagt, wenn dort neben den tatsächlich überwiegend friedlich-vernünftigen Beiträgen und Berichten über ebensolche Veranstaltungen, mehr oder weniger unkommentierte Berichte über unfriedliche Aktionen der Antifa-Gruppierungen aus dem, wie Du sagst, autonomen Umfeld zu finden sind.

Persönliche, aktuelle Erfahrungen mit extremen Rechten wie Linken habe ich nicht, mir sind aber die Autonomen, die RZ und der Schwarze Block aus dem West-Berlin der achtziger Jahre noch sehr gut in Erinnerung.

Letztlich keinen Deut besser als die rechten Schläger um die es hier im Augenblick unter anderem geht.
Mir sind Extremisten jeglicher Richtung zuwider. Insbesondere wenn sie Gewalt anwenden, das ist außer in Notwehr, dem Staat vorbehalten.

Ich hoffe ich habe jetzt eindeutig die "guten" von den "bösen" Antifa abgegrenzt.

Ich selbst bin im übrigen parteipolitisch seit jeher ungebunden, denn das führt nach meiner Erfahrung nur in eine Sackgasse. Oder besser, man zieht sich selbst ein Korsett an.
Kurz gesagt, ich könnte mir mit Ausnahme einer Partei aus dem Parteiprogramm jeder Partei etwas für mich passendes herausgreifen.

Und nun mal Tacheles; meine Frage nach bisherigen Interventionen bei den Rundfunkanstalten ist ja noch unbeantwortet.
Die Idee an sich hat eine Menge für sich.
Stellen sich nur folgende Fragen:
- Wer ist Adressat?
-- Rundfunkanstalten, Rundfunkrat und Landesmedienanstalten, Landesregierungen, Parteien, Printmedien.
- Wer initiiert diese Anfragen?
-- Der Zentralrat, die jüdischen Gemeinden und sonstigen Vereine (mir fehlt da absolut der Überblick), oder z.B. wir hier?

Und jetzt erstmal, gute Nacht.
12/05/06 02:03:30

wrote:
PS.:

So etwas macht Mut, aus dem Tagesspiegel vom Sontag:

"Rechtsextremismus
Zivilcourage – Paar verhindert Nazi-Überfall in S-Bahn

Zwei Treptower haben am Sonntagmorgen einen Angriff von rechtsgerichteten Männern gegen zwei Ausländer verhindert. Ein 26-jähriger Mann wurde dabei leicht verletzt. (03.12.2006, 17:29 Uhr)
Berlin – Ein mutiges Paar hat am Sonntagmorgen Zivilcourage in der S-Bahn bewiesen. Am Bahnhof Ostkreuz pöbelten zehn Männer kurz nach 4 Uhr zwei Schwarze an, die in den Zug stiegen. Sie wurden rassistisch beleidigt; nahezu alle hätten nach Polizei-Angaben ein volksverhetzendes Lied gesungen. Daraufhin meldete sich das Paar energisch zu Wort: Der 26-Jährige verbat sich das Verhalten, woraufhin ein 20-jähriger ihn und die Frau beleidigten.

Zeugen sowie einer der Männer konnten den einschlägig durch Staatsschutzdelikte in Erscheinung getretenen Angreifer beruhigen. Am S-Bahnhof Treptower Park stiegen das Paar, aber auch die Männer aus. Dabei stießen gleich drei den 26-Jährigen zu Boden und beleidigten ihn. Der 20-Jährige trat gegen seinen Kopf. Ein Komplize versuchte, auf den am Boden Liegenden einzuschlagen, jedoch konnte dieser die Schläge abwehren.

Weitere Tätlichkeiten wurden von der 31-Jährigen, weiteren Zeugen und Begleitern des Angreifers verhindert. Die alarmierten Polizisten konnten den 20-Jährigen schnell festnehmen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Volksverhetzung, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung aufgenommen. Der 26-Jährige wurde leicht verletz - er trug eine Beule mit Abschürfungen am Kopf davon. (Tsp/tso)
12/05/06 02:34:25

wrote:
EINE MELDUNG UND IHRE GESCHICHTE
Himmlischer Lärm

Von Hauke Goos

Wie ein Pfarrer die NPD aus seiner Stadt vertrieb

Nachzulesen hier=>

http://www.spiegel.de/spieg...
12/06/06 14:16:57

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