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Dresden lädt zum Februarfest

Was für München das Oktoberfest, ist für Dresden das Gedenkspektakel am 13. Fe­bruar. Auch in diesem Jahr wollen zivilgesellschaftliche Initiativen und Neonazis der Toten des Bombenangriffs der Alliierten aus dem Jahr 1945 gedenken. Die Gegenkampagne der Antifa meint: "Selber schuld!" Manche finden das wiederum zu antideutsch...

Von Andre Seitz
Jungle World 06 vom 07. Februar 2008


Ein Dienstagnachmittag in Dresden. An den Elbterrassen stehen Hunderte Menschen, deren Blick sich an die Kuppel der Frauenkirche heftet. Mit einem Kran wird die Turmhaube auf die Kuppel gesetzt. Zwei Frauen betrachten spöttisch vom Kirchenvorplatz aus das Spektakel, ein Feuerzeug klickt, Zigaretten werden angezündet. Ein paar Bürger sind empört. »Hören Sie auf, hier zu rauchen, das ist ein Gottesdienst!« schimpfen sie und versuchen, Polizisten zum Eingreifen zu bewegen. Diese haben allerdings keine Lust. Die Zigaretten können zu Ende geraucht werden.

Gefühlige Szenen wie diese aus dem Juni 2004 sind selten geworden, seitdem die Kirche wieder steht und vom Sender MDR und der Boulevardzeitung Super-Illu treffend als Symbol für »die Versöhnung, für die deutsche Einheit, für Engagement und Spendenbereitschaft unzähliger Menschen« gefeiert wurde.

»Seit der langjährige Schutthaufen verschwunden und vor allem ein touristisches Ziel geworden ist, eignete sich der Ort kaum noch für das kollektive abendliche Stelldichein«, resümiert der Antifa-Aufruf, der zu Aktivitäten gegen den jährlichen offiziellen Gedenkritus und den Dresdner Großaufmarsch von Neonazis am 13. Februar ermuntern will.

Im vorigen Jahr hatte der Zulauf zur Frauenkirche an dem Tag, an dem der Bombardierung der Stadt im Jahr 1945 gedacht wird, nachgelassen. Das soll sich dieses Jahr ändern. Unter dem Motto »Wahrhaftig erinnern – Versöhnt leben« kündigen die Stiftung Frauenkirche und die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche eine Veranstaltung auf dem Dresdner Neumarkt an. »Das Bild einer brennenden Kerze wird in einer Licht­installation an die Frauenkirche projiziert und soll anknüpfen an die Tradition des Gedenkens, zu dem schon in den achtziger Jahren Menschen an die damalige Ruine der Kirche Kerzen stellten und so ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzten«, heißt es in einer Ankündigung.

Jedes Jahr versucht der Vorbereitungskreis der Antifa den Widerspruch zu überwinden, gleichzeitig das bürgerliche Trauerritual zu kritisieren und den Naziaufmarsch verhindern zu wollen. Dieses Jahr lautet das Motto der Gegenaktivitäten: »Selber schuld!«

Am Morgen des 13. Februar ist eine Kund­ge­bung gegen das offizielle Ritual am Heidefriedhof und am Abend eine Antifakundgebung an der Synagoge geplant. Für den 16. Februar ist eine Demons­tration gegen Geschichtsrevisionismus und gegen den Naziaufmarsch angekündigt. Die Antifa ist zweimal da, denn in diesem Jahr planen Neonazis zwei Aufmärsche durch Dresden.

Zum »Fackelzug« am Abend des 13. Februar ruft ein rechtsextremes »Aktionsbündnis gegen das Vergessen« auf, am darauf folgenden Wochenende, am 16. Februar, will die »Junge Landsmannschaft Ostdeutschland«, ehemals »Junge Landsmannschaft Ostpreußen«, wie in den vergangenen Jahren durch Dresden ziehen.

Zum ersten Aufmarsch rufen hauptsächlich säch­sische und thüringische Neonazis auf. »Auch wenn dieser aller Wahrscheinlichkeit nach bescheidener als im letzten Jahr und naturgemäß auch kleiner als der Marsch am 16.Februar ausfallen dürfte«, schreiben die Kameradschaftler Maik Müller und Ronny Thomas, »wir vertreten den Standpunkt, dass bestimmte Daten wie beispielsweise der Volkstrauertag, der 8.Mai oder eben der 13.Februar für uns als Volk, also als bio­logisch gewachsene Schicksalsgemeinschaft, von elementarer Bedeutung sind.« Zum Aufmarsch am Wochenende wird sogar international aufgerufen.

Spätestens seit dem Jahr 2005 ist das Dresdner Februar-Spektakel in den Fokus der bundesweiten Antifa-Aktivitäten gerückt. Zum 60. Jahrestag der Bombenangriffe auf Dresden zogen 5 000 Nazis durch die Stadt. Am Vortag hatten gerade mal 500 Antifas gegen den Aufmarsch demons­triert.

Auf ihrem offiziellen Plakat zeigte die Stadt Dresden damals, wie sie die Bombardierung Dresdens bewertet: »Dresden 1945« stand neben anderen zerstörten oder angegriffenen Städten: von Bagdad, Coventry, Grosny bis New York, Sarajevo, Warschau. Eine Blockade des Aufmarschs wurde damals von einem Großaufgebot der Polizei verhindert.

Kritiker wie etwa die vom Antifaschistischen Infoblatt machten im Nachhinein nicht die verhältnismäßig geringe Zahl von Antifas und das Fehlen zivilgesellschaftlichen Protests in Dresden für den Erfolg des Naziaufmarsches verantwortlich, sondern meinten: »Zustände, dass Neonazis ungehindert in Großgruppen durch die Stadt ziehen, um Linke, Nichtdeutsche und die Dresdner Synagoge zu attackieren, sind Szenen, die mehr erfordern als Scheindebatten darüber, ob die bürgerliche ›Deutsche-als-Opfer‹-Inszenierung schlimmer zu bewerten sei als Tausende mar­schieren­de bekennende Neo-Nationalsozialisten.«

Damit steckte das Antifaschistische Infoblatt den Rahmen für die Kritik am Dresdner Vorbereitungsbündnis ab. Immer wieder wurden dessen vermeintliche Kompromissunfähigkeit, sein angebliches »Bürger-Bashing«, seine Slogans und das Auftreten mit Fahnen der Alliierten kritisiert.

»Mit der zunehmenden Relevanz des Themas gerade um den 60. Jahrestag gab es auch die Kritik, dass die Antifa zu antideutsch sei, die Opfer verhöhnen würde und menschenverachtend sei. Gleichwohl wurde dabei kaum die in den Aufrufen formulierte Kritik am Opfermythos und den Legenden aufgegriffen«, sagt Steve, ein Dresdner Antifa.

Eine offizielle Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Gruppen und der Antifa gab es in den vergangenen Jahren tatsächlich nicht. Die Antifademonstration aber wuchs im vorigen Jahr auf 1 500 Personen an. Die Frustration über die Vorherrschaft der Neonazis in der sächsischen Provinz ist der Grund, warum immer mehr Antifas zur Demonstration nach Dresden kommen.

Dass dabei zuletzt die Analyse des bürgerlichen Gedenkens vernachlässigt worden sei, kritisiert etwa auch die Zeitschrift Phase 2: »Mit diesem Beharren auf dem vermeintlichen Unterschied zwischen Zivilgesellschaft und Aktiv-Antifa, der Feinderklärung an eine Republik, die es nicht mehr gibt, und der Suggestion, dass die Neonazis das größte Problem des 13. Februars seien, betreibt die Antifa damit inzwischen ihren eigenen Dresden-Schwindel.« Mittlerweile sei Dresden im bundesdeutschen Geschichtsdiskurs angekommen, heißt es weiter.

»Die Kritik in der Phase 2 zeigt auch die Grenzen, in denen sich die Antifa am 13. Februar bewegt. Das heißt, sowohl Naziaufmarsch als auch deutsches Opfergedenken angemessen zu thematisieren«, meint Steve.

Als das neue Motto, »Selber schuld!«, bekannt geworden sei, habe es wieder Kritik gehagelt, dass alles zu antideutsch sei, erzählt Steve. »Aber nur die NPD, Holger Apfel und Co. zu thematisieren, war dem Vorbereitungkreis zu wenig, da das nur dazu reicht, zur Nazijagd aufzurufen. Gerade, dass die Antifa das Gedenken in seinen Formen, d.h. auch als Naziaufmarsch oder als Gottes­dienst kritisiert, unterscheidet die Antifa-Posi­tion von den Zivilgesellschaftern«, davon ist Steve überzeugt.

Category: General
Posted 02/11/08 by: admin



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Comments

wrote:
Was die Antifa da tut ist Jahr für Jahr ein neuer Grund dafür das sie niemals eine größere Bedeutung erreichen wird.
Eher erreichen sie damit das Gegenteil.

Einer ihrer vorherigen Wahlsprüche war: "Bomber Harris, mach's noch einmal"
Ich kann mich noch gut daran erinnern das viele meiner Bekannten von da an nichts mehr mit denen oder den Linken die das unterstützten zu tun haben wollten. Sie bekamen Pariahs praktisch über Nacht!

Die meisten normal empfindenden Deutschen haben nichts als Verachtung und Abscheu übrig für diese Typen.
Gott sei Dank das sie Jahr für Jahr es ganz Deutschland zeigen was für eine moralische Katastrophe diese linken Chaoten sind, dafür Danke Schön und Weiter so!
02/12/08 06:09:04

wrote:
Dresden sollte genauso wie London, Guernica, Cowentry, oder wie man es richtig schreibt, usw. eine Warnung sein, dass Kriege Wahnsinn sind und eine Beteiligung am Krieg eigentlich ein Verbrechen ist.Die Friedensarbeit und Erziehung zum Frieden ist ja nach diesen Erfahrungen eine Pflicht, nicht nur für die Deutschen, sondern für alle Menschen in Europa. Andererseits muss man vorbereitet sein, wenn jemand auf die Idee käme Europa anzugreifen. Dann muss die Antwort sehr deutlich ausfallen und die Politverbrecher müssen wissen, dass das Schicksal vom Saddam Hussein für jeden Kriegstreiber und Diktator die richtige Strafe mit sich bringen wird, nämlich den Galgen. Das sollte man dem Ahmadinedjad besonders deutlich machen.
02/12/08 11:30:08

wrote:
Alle meine Kinder sind in Dresden geboren.
Natuerlich waere woanders besser gewesen.
Aber wie auch sei,
das Gedenken zum 13. Februar wurde gerade in der DDR-Zeit von den Partei-Staatsorganen sehr intensiv betrieben.
Der einzige Gedenktag in Dresden.
Es gab also a. 13. Februar Leute, die ueberlebten in Holzbunkern und andere, die starben auf der Strasse im Feuersturm.
Oder eben Leute, die kamen und gingen mitten zwischen den Bombenangriffen hindurch.
Es wurde nicht nur am 13. Februar angegriffen, sondern planmaessig ein eigentilich als atomarer Angriff gedachter Vergeltungsschlag auf koventionelle Waffen abgeglichen, um scheinbar dieselben Auswirkungen zu erhalten.
Militaerisch nicht ausreichend zu begrunden, weil kein kriegswichtiges Ziel, eigentlich ein Krieg gegen Zivilpersonen
ohne Schutzmassnahmen.
Ja, wenn also Dresden gedenken will,
werden es wohl alle auf ihre eigene Art und Weise tun.
Nur im gleichberechtigten Miteinander wird
Frieden gelingen.
Und ohne Frieden wird auch kein Friede wachsen.
Wo muss der Friede beginnen?
Im Herzen eines jeden Menschen zuerst.
Jeder Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ob allerdings ausgerechnet die Frauenkirche mit ihrem Kitsch, aus Steuergeldern gebaut und vernichtet, aus Spendengeldern wiedererbaut und nachempfunden, wirklich dazu ueberhaupt faehig ist, ein Gedenken hervorzurufen, welches Gott gefaellt, ist fraglich.
Wie liegt die Stadt so wuest, die voll Volks war, .... sie war die allerschoenste... naja. Reicht wohl allein nicht aus.
02/12/08 12:27:49

wrote:
"Selber schuld...", das ist Zynismus pur! Ein Winston Churchill forderte damals vom Bomber Command: "...ich will Vorschläge, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können...". Dies wird aber in der offiziellen Geschichtsschreibung gern verschwiegen.
Dieser Forderung fielen danach ca. 250.000 Frauen, Greise und Kinder einem der größten alliirten Kriegsverbrechen zum Opfer.
Und dann sieht man ein paar Hundert zugekiffte, verlodderte und buntgefärbte "Mitbürger", die wir vor zwanzig Jahren noch als Asoziale bezeichnet haben, "Deutschland verrecke" rufen! Dies wird dann zum "Kampf gegen Rechts" hochstillisiert ohne sich bewußt zu werden, das man sich auf das Niveau von Asozialen und Staatsgegner herab lässt.
Ein "Hoch" auf die "wehrhafte Demokratie"! In dem alten Sprichwort: "...zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist..." steckt viel Wahrheit.
Wenn Asoziale hofiert werden, wenn ein krimineller Polizistenverprügler "deutscher Aussenminister" wird, und wenn Opferverhöhnung wie "Bomber-Harries-machs noch mal" ungestraft stattfinden kann, dann ist es schlecht bestellt um unseren "Rechtsstaat" BRD.
Dazu ein wunderschönes Zitat, das ich mal irgendwo gelesen habe:
"...Früher saßen Patrioten in der Regierung und Verbrecher im Gefängnis, wie doch die Zeiten sich ändern..."
02/13/08 18:25:07

wrote:
Vor langer Zeit sassen in der Regierung viele Verbrecher. Sogar ein ehemaliger staatenloser Asylant. Er war wegen Landfriedensbruch (München 1923) vorbestraft und hätte heute nicht eingebürgert werden können. Nicht einmal in Braunschweig. In vielen Gefängnissen sassen manche Patrioten. Von den Letzteren redet kaum einer mehr. Aber durch die Taten der Verbrecher haben noch heute viel zu leiden.
02/13/08 21:10:58

wrote:
Schon am 11. Februar 1922 schrieb Isaak Sallbey in “Der Türmer”: “Die deutsche Rasse muß vernichtet werden, darüber besteht gar kein Zweifel.”

Am 20.7.1932 schrieb die “Jüdische Weltliga” (Bernat Lecache):”Deutschland ist unser Staatsfeind Nr. 1. Es ist unsere Sache, ihm erbarmungslos den Krieg zu erklären.”

Reicht das immer noch nicht? WER sind die wahren Kriegstreiber und Völkervernichter!?
02/13/08 21:29:57

wrote:
@reschiglian

dann wollen wir mal einen kurzen blick in die geschichte deutschlands werfen und mal irrtümer beseitigen.

oft, sehr oft wird das argument gebracht das hitler kein deutscher war und kein anrecht auf die deutsche staatsbürgerschaft hätte.

zur klarstellung

österreich hat bis zum 6.august 1806 zum heiligen römischen reich deutscher nationen gehört. es war EIN staatenbund.

napoleon nahm nun eine trennung von österreich und deutschland vor, um zwei schwache deutsche staaten zu bekommen.

braunau, geburtsort vom adsche, hat wie das innviertel bis 1815 zu bayern gehört. ( und bayern zu deutschland ).

erst auf dem wiener kongress 1815 kam das innviertel, so auch braunau, von bayern nach österreich. warum auch immer.

wenn HEUTE ein europäer nach deutschland kommt, nachweisen kann das seine eltern in den grenzem vom 31.12.1937 geboren sind, hat dieser europäer das verbriefte recht innerhalb von 24 stunden die deutsche staatsbürgerschaft zu erhalten. und dieser "umstand" ist ein erbstück aus der weimarer republik, denn auch dort galt ähnliches recht.

also gilt ( teils noch HEUTE ) : wessen eltern zur zeit der weimarer republik in den grenzen des heiligen römischen reichs deutscher nationen geboren wurden, bzw innerhalb der reichsgrenzen VOR dem wiener kongress hatte das recht auf die deutsche staatsbürgerschaft.

PUNKT.
02/14/08 18:56:31

wrote:
"Reicht das immer noch nicht? WER sind die wahren Kriegstreiber und Völkervernichter!?"

Klaus, Sie sind nichts weiter als ein dummer Nazihetzter, verblendet bis zum heutigen Tag.
Wer hat denn Millionen Juden vernichtet? Am Ende waren es Juden selber.
Kotzen Sie nicht selber, wenn Sie in den Spiegel sehen?

Raus mit euch braunen Pack.
02/14/08 19:38:34

wrote:
@ egal
Ihrem klaren, präzisen Kommentar zum erwähnten Satz von "Klaus" ("Reicht das immer noch nicht?" usw.) ist nichts mehr hinzuzufügen. Besonders Ihr letzter, klarer Aufruf an das braune Pack, zu verschwinden, lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig! Vielen Dank für Ihren Kommentar!
02/15/08 00:01:16

wrote:
Wenn ich solche Dinge wie den Blödsinn, den Klaus da zitiert, lese denke ich, es gibt wirklich erschütternd dumme Menschen
02/15/08 08:22:40

wrote:
@ Jochanan
Wenn Sie erst auf "YouTube" Kommentare lesen würden zu Videos von Hitler-Reden, kitschige Naziparaden, "Hitlerjugend"-Aufmärschen usw.! Wenn ich feststellen muss, dass über 50% der "Reichs-Begeisterten" junge Menschen sind, die Mehrzahl nicht einmal Deutsche, bin ich deprimiert. Wenn junge Holländer schreiben: "Schade, dass ich damals noch nicht geboren war. Solch eine (Hitlerjugend)-Uniform würde mir auch gut stehen. Es muss ein herrliches Gefühl gewesen sein, unter diesen wunderschönen Fahnen mitzumarschieren." Sogar Russen bekennen sich zur Hitler-Ideologie! Viele Franzosen, Engländer, Amerikaner grüssen sogar unbeholfen mit "deutschem Gruss": "Seig Hail!" "Ein Folg, ein RIECH, ein Furer." Dem 18jährigen Kanadier, der Letzteres geschrieben hat, habe ich in einem Reply das "Riech" ironisch übersetzt mit "Stench" (Gestank). Alle schreiben unter einem Nick. Einer nennt sich "TheSpiritOfTheRiech"!
02/15/08 13:39:14

wrote:
egal wrote:
Das lässt ja sehr zu wünschen übrig! Wenn historische Fakten mit dumpen Deutschehass vermischt werden, kann nur so viel Geschichtsresistendheit herauskommen.
Hier! ging es um die unschuldigen Opfer von Dresden, nicht um Juden, nicht um Warschau oder sonstwas.
Alles klar, nur EINE Opfergruppe darf betrauert werden, alle anderen waren "selbst schuld"...
Erklärt das mal Euren Großeltern oder Eltern.
Bei israelischen Soldaten, die im Gaza-Streifen oder bei den Golanhöhen durch palästinensische Freiheitskämpfer getötet werden, redet Ihr da auch von "selbst schuld"? (als Besatzer)
Nein, das sind ja "andere Opfer"! Scheinheiliger gehts nicht.
Mund halten und nicht das Gehirn zukiffen!
02/16/08 20:19:27

wrote:
Raus, du braune Soße und das Zukiffen nicht vergessen. ;)))))))
02/17/08 00:36:44

wrote:
@

nazi

Ich schreibe hier schon länger unter dem Nick Klaus, aber ich bin kein Nazi wie Sie. Nehmen Sie daher einen anderen Nick. Ich möchte mit Ihrem Dreck nicht in Verbindung gebracht werden.
02/17/08 00:53:40

wrote:
"Hier! ging es um die unschuldigen Opfer von Dresden, nicht um Juden, nicht um Warschau oder sonstwas."

Was reden Sie eigentlich für einen Scheiß? Niemand sprach von Juden bis Sie betonen mussten, dass angeblich Juden den Deutschen den Krieg erklärt haben?
Das ist und bleibt nazistisches Dummgeschwätz und relativiert die Shoa und gibt für den Millionenfachen Mord am jüdischen Volk den Juden selber die Schuld.
Es geht nicht um Deutschenhas, sondern um Ekel und Verachtung für nazistische Dummschwätzer wie Sie.

Troll dich endlich, du braune Soße.
02/17/08 02:50:42

wrote:
Hui, prangert man Israel als Besatzer an, ergibt sich hier eine eindrucksvolle "Gesprächskultur".
Statt mit Sachverstand und schlüssigen Fakten zu antworten, fallen Beschimpfungen, die auf den Geistesstand im 3. Schuljahr schliessen lassen.
Tja, wo Argumente fehlen...
Anderer Klaus! So, Du schreibst "also schon länger unter dem Nick Klaus"? Dann such DU Dir doch einen anderen Nick. Könnte ja jeder kommen! Wir sind doch nicht bei "Wünsch Dir was".
Hier noch etwas für alle Geschichtsresistenden:
http://video.google.de/vide...
02/17/08 20:11:15

wrote:
Haben Sie das vernommen, Nazi?

"@

nazi

Ich schreibe hier schon länger unter dem Nick Klaus, aber ich bin kein Nazi wie Sie. Nehmen Sie daher einen anderen Nick. Ich möchte mit Ihrem Dreck nicht in Verbindung gebracht werden."
02/17/08 22:04:28

wrote:
Seit 63 Jahren wird in Deutschland darüber diskutiert, wer also die schlimmeren „Kriegsverbrechen“ begangen hat, „die Deutschen“ mit ihrer industriellen Vernichtung von Menschen oder die Alliierten mit ihren Luftangriffen auf deutsche Städte. Immer wieder werden diese beiden Dinge gegeneinander aufgewogen. Sogar Deutsche, die beileibe nichts mit dem Naziregime zu tun haben wollen, verfallen dieser simplen Schuldabwägungs-„Logik“: „Die Deutschen haben Frauen und Kinder vergast, aber die Alliierten haben Frauen und Kinder bombardiert, zum Beispiel in Dresden.“ Es wird also stillschweigend darüber hinweggesehen oder vergessen, dass auch die Nazis „Terrorangriffe“ auf ausländische Städte durchgeführt haben. Sogar in neutralen Ländern wie Spanien (Guernica) und Holland (Rotterdam). Zu Beginn des Krieges wäre es dem Naziregime, das einen Vorwand suchte, um ausländische Städte zu bombardieren, gar nicht so unpassend gewesen, die Alliierten hätten etwas mehr „gebombt“. Um diesen Mißstand zu beseitigen, hat man sich entschlossen, ein wenig „nachzuhelfen“:
http://forumarchiv.balsi.de...
Was nun die Verbrechen gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. Juden, Sinti und Roma usw.) des deutschen Volkes betrifft, so waren dies keine Kriegsverbrechen, sondern gewöhnliche Morde, RAUBMORD! Natürlich eine Raubmord-Aktion in einem nie gekannten Ausmass. Selbst im 1806 offiziell aufgelösten „heiligen(!) römischen Reich deutscher Nation“ (nicht deutscher NationEN, „Freigedank“) gab es zwar Pogrome, aber es gab nie eine „Wannsee-Konferenz“ zur systematischen, vom Staat angeordneten Ausrottung einer ganzen Volksgruppe. Die ersten Opfer dieser Verbrechen waren Deutsche, eben deutsche Juden, und zwar mitten im Frieden vor 1939. Es fanden keine Prozesse gegen die einzelnen Opfer statt, in dem sie sich hätten verteidigen können.
Es ist nicht bekannt, ob in England oder Amerika je ein Gesetz verabschiedet wurde zur Tötung deutscher Frauen und Kinder. Die Bombardierungen der Städte waren Kriegsaktionen. Dass diese Luftangriffe heftiger waren als diejenigen der Nazis mag als Ursache haben, dass die Nazis eben nicht die Mittel hatten, um kräftiger zuzuschlagen. Die V-2-Raketen gingen ja auch völlig ungezielt auf East London nieder, wie sich der Schreibende anlässlich eines Besuchs in London 1954 überzeugen konnte. Es sollte sich doch niemand der Illusion hingeben, der Hitler hätte nicht mehr englische Städte „ausradiert“, wenn er die materiellen Mittel dazu gehabt hätte.
Der Wille war zwar vorhanden, aber den Triumph konnte die „Vorsehung“ nicht bringen. Vorsicht wäre also besser gewesen als Vorsehung.
02/17/08 23:51:42

wrote:
@ reschiglian

hätte - wäre - wenn.....

die deutsche luftwaffe hat aber nunmal keine solchen terrorangriffe geführt wie gerade die amis. ganz gleich was für mittel vorhenden waren und was weiss ich... da hilft nunmal kein schönreden.

und, vitte, dresden....im februar 45....wo der krieg eigentlich schon zu ende war.....hunderttausende von flüchtlingen in der stadt....und dann dieser terror. und ich benutze hier auch ganz bewusst den begriff "bombenholocaust". denn auch dresden war ein mord, der aus der fabrik gekommen ist. flugzeuge und bomben werden industriell hergestellt.....

oder hast du z.b. gewusst das die amis noch 1944 ( ende 44 ) 1 MILLIONEN anthraxbomben in auftrag gegeben haben? sogar die ziele standen schon fest. z.b. wilhelmshaven, essen usw usw...

und von der schuld dresden können sich sie amis genauso wenig "freikaufen", wie sich die deutschen vom judenmord "freikaufen" können. verbrechen bleibt verbrechen. auf beiden seiten.

und ich denke ist ist langsam an der zeit, das sich die deutschen auch ihrer eigenen opfer erinnern. ich meine was kann man von deutschland denn noch erwarten? ein holocautmahnmal welches alle dimensionen sprengt, stolpersteine, jeden tag ein-bis zweimal etwas darüber im fernsehen, gedenkstunden im reichstag, milliarden an wiedergutmachung, millitärische hilfe für israel, der staatsvertrag mit dem zentralrat der juden ( auch hier geht es um millionen )..... und dann regt sich irgendein schreiberling auf, weil es auch deutsche in diesem land gibt, welche auch an die eigenen opfer erinnern möchten?

also.....ICH würde mir blöd vorkommen.
02/18/08 01:09:09

wrote:
Reschiglian wrote:
DAS nenne ich doch mal Argumentation! Im Gegensatz zu dem Geschreibsel anderer Zeitgenossen. Auch wenn ich mit einigen geäußerten Gedanken historisch nicht ganz "mitgehe", so sollte Eines grundlegend klar sein:
In der von Ihnen angesprochenen, seit 63 Jahren herrschenden Diskussion gibt es m.E. EINEN großen Fehler! Das genannte "Aufwiegen" der Opfer. Wie kann man das Leid der Opfer MIT ZAHLEN aufwiegen? Wie kann man das Hungersterben eines Warschauer Ghettokindes "aufwiegen" mit dem Abschlachten eines Kindes in der Prager Scharnhorstschule? WER kann sich anmaßen, zu urteilen, wessen Leid größer oder geringer einzustufen ist?!
Ich verachte nur solche Typen, die "Bomber-Harries, machs noch mal" schreien. Das ist Zynismus pur. Was wäre, wenn vor Birkenau ein Verblödeter stände: " Höß, machs noch mal"?
Ob da AUCH eine Srafanzeige erfolglos bleibt? Oder gibt es doch Opfer 1. und 2.Klasse.
Und nie lese ich eine Diskussion über die Pogrome, die NACH 1945 in Polen und Rußland stattfanden und die zigtausende jüdische Opfer erbrachten. Gedenkt DEREN niemand? Nur über "böse Deutsche"wird gesprochen. Das Stalin ca. 5 Millionen jüdische Bürger hat "beseitigen" lassen, kommt nicht zur Sprache (ich will jetzt keine Aufrechnung oder Zahlenspiel!).
Zu den von Ihnen erwähnten V-2 Raketen und den noch unausgereiften Möglichkeiten: Ich bin froh, das die geplante V-8 u.V-9 technisch nicht mehr zum Einsatz kommen konnte! Deren Einsatz wäre sicherlich von der hündisch unterwürfigen Heeresführung auf Grund eines "Führerbefehls" erfolgt.
Dann hätte es nicht nur EIN Hiroshima gegeben.
Was ich vermisse, ist die menschliche Größe, NACH einem Krieg auch eigene Schuld einzugestehen. Und den Opfern BEIDER Seiten ehrenhaft zu gedenken! Wellington: "nach einer Schlacht gibt es keine Feinde, nur leidende Menschen". Meine Familie hatte in dem ganzen Wahnsinn einen hohen "Blutzoll" erbracht. Von 19 "wehrtauglichen Männern" sahen nur 5 ihre Heimat wieder, 6 Kinder verloren ihr Leben.
Den eigenen, familiären Opfer eines politischen Wahnsinns will ich ehrenvoll gedenken können, so wie tausende Dresdener auch.
Und ich möchte keine Spinner, die "Deutschland verrecke" rufen. Wenn man wirklich jemand für Kriege und dessen Folgen anklagen will, so muss man "an die Wurzeln" gehen. Dann gehören noch viel mehr auf die Nürnberger Anklagebank!
Aber die Kriege gehen weiter- Vietnam, Irak usw. Klagt diese Verbrecher an!
Und noch etwas zu ehrendem Gedenken:
Zum Volkstrauertag lege ich nicht nur ein Gesteck an meinem heimatlichen Kriegermahnmal für die gefallenen deutschen Soldaten nieder.
Knapp hundert Meter weiter gibt es einen russischen Friedhof, wo etwa 200 gefallene Sowjetsoldaten liegen, die in den letzten Kriegstagen noch fielen.
Auch diese Soldaten erhalten ein Ehrengesteck. Denn auch sie waren nur Opfer eines politischen Irrsinns, der am "grünen Tisch" beschlossen wurde, den aber die Menschen mit Leib, Hab und Gut bezahlen mussten.
Und auch diese russischen Soldaten hatten Mütter und Kinder, die umsonst auf deren Rückkehr warteten...
Letztendlich waren auch sie Opfer!
So, "KLAUS" nun weiter mit "NAZI"- armer, diskussionsferner Mensch, oder dieses "Yael" mit seinem argumentativ förderschulnahem Beitrag "braune Soße". Sowas, wie Ihr seid echt geistige Größen! Von Eurem Niveau müsste es mehr geben. Denn man sagt ja immer, das alles seine Grenzen hat, so auch Dummheit.
Aber bei diesen hochqualifizierten Zeitgenossen ist Dummheit sichtlich grenzenlos. Viel Spaß noch im Leben.
02/18/08 02:52:51

wrote:
Menschen, die mit dem nazistischen Argument kommen, Juden hätten den Deutschen den Krieg erklärt, sollten ganz schnell ihren Dreckmund halten. Damit haben Sie sich als ernstzunehmender Diskussionspartner bereits im ersten Posting selber disqualifiziert. Also heulen Sie woanders herum, Sie armes Opfer.
02/18/08 08:47:23

wrote:
@ yael

ok. recherchier mal bitte im internet nach folgenden behauptungen : chaim weizmann, kriegserklärung an deutschland im jahr 1939. mal sehen was du findest. und auch bitte nachlesen, wer chaim weizmann war, ein gemüsehändler war er nicht.

gibst du die begriffe bei google ein, kannst du erstmal feststellen wie hier in unserem freien land zensiert wird.
nutze einfach folgenden link für deine recherche :

http://www.chillingeffects....

da werden dir dann unter google auch die zensierten seiten angezeigt. solltest du auf einen link stossen "VHO", da brauchst du nicht zu lesen, ist mir zu einseitig.

und dann können wir uns nochmal unterhalten.
02/18/08 10:38:08

wrote:
Was sollen diese Krokodilstränen? Dresden war zwar Tragödie, genauso wie Hamburg, Braunschweig, Berlin, oder Hannover. Nur eins sollte man dabei nicht vergessen: Wer wollte den totalen Krieg? Waren es die damaligen Feinde Deutschlands? Nein, es waren die Deutschen selbst und bekamen ihn auch wie bestellt. Ich hoffe nur, dass sie daraus genug gelernt haben.
02/18/08 14:03:25

wrote:
Ja, sehr interessant:

http://www.h-ref.de/literat...

Ein beliebtes Element brauner Demagogie ist die Behauptung, die Juden hätten Deutschland den Krieg erklärt. Auf die "Kriegserklärung" im Londoner Daily Express verzichtet Garaudy zwar, aber dafür zieht er die Solidaritätsadresse aus dem Ärmel, die Chaim Weizmann am 29. August 1939 an den britischen Premier Neville Chamberlain geschickt hat. Zusammen mit Chamberlains Antwort wurde der Brief am 6. September 1939 in der Times veröffentlicht.

Chaim Weizmann konnte in seinem Brief an Chamberlain natürlich nur im Namen der Organisation sprechen, die er vertrat. Die Zionistische Weltorganisation umfasste im Jahre 1939 etwas über eine Million Juden (nur wenig mehr als 6 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung auf der Welt) und nur einen Bruchteil der damals noch in Deutschland lebenden Glaubensjuden. Es ist also absurd zu behaupten, die Juden hätten Hitler 1939 den Krieg erklärt (...) Eine "Kriegserklärung" kann auch nur die Regierung eines Staates abgeben und nicht eine privatrechtliche Organisation.
H. Auerbach in
Benz, Legenden, Lügen Vorurteile, S. 124

Wenn überhaupt, so erläutert Auerbach, dann könne man Hitlers Reden, in denen die "Vernichtung der jüdischen Rasse" angekündigt wurde, als Kriegserklärung an die Juden betrachten und nicht umgekehrt.

Garaudy sieht das weniger differenziert. Für ihn ist die Sache klar. Dieser Brief, schreibt er,

... war eine echte Kriegserklärung des jüdischen Volkes gegen Deutschland, die das Problem aufwarf, alle Juden in Deutschland als "Bürger einer mit Deutschland im Kriegszustand befindlichen Nation" in Konzentrationslagern zu internieren.

Vergleichbare Überlegungen tauchen übrigens auch bei Ernst Nolte auf, der in manchen Texten ebenfalls eine bedenkliche Offenheit für rechtsextremistische Argumentationsmuster zeigt.

Der Versuch, die Juden als Schurken darzustellen, die Deutschland vernichten wollten, ist ein fester Bestandteil der braunen Agitation. Ein Beispiel sind die erwähnten "Kriegserklärungen" der Juden, ein weiteres ist Theodore Kaufmans Text "Germany must perish", in dem er die Sterilisation der Deutschen fordert.
Garaudy, "Founding Myths ..."Erschienen bei Noontide Press
02/18/08 15:29:00

wrote:
Obwohl ich mir geschworen hatte, nie wieder an einer Diskussion auf dieser Website teilzunehmen, nachdem ich damals rausgegrault wurde, da ich (zugegebenerweise) zu sehr vom Thema abgeschweift war (Udo Voigt), möchte ich noch etwas bemerken. Damals war es gerade umgekehrt: Man wollte darüber diskutieren, ob der NPD-Mann Udo Voigt Recht hatte mit seiner These: Es wurden viel weniger Juden ermordet als behauptet worden war. Bezeichnenderweise kippte das Thema sofort auf die alliierten Luftangriffe auf deutsche Städte über. Diesmal ist es gerade umgekehrt. Im ganzen hier zu kommentierenden Artikel über den Luftangriff auf Dresden wird das Wort „Jude“ oder „Shoah“ überhaupt nicht erwähnt. Ausgerechnet ein Nazi hat angefangen mit seinen „Kronzeugen“ Isaak Sallbey und Bernat Lecache.
Das erinnert mich an meine Jugend, als ich diese „Vergleichsversuche“ von der „anderen Seite“ erlebte. Als Jugendlicher (ca. 1947-48) hatte ich mich mit einer amerikanischen Familie angefreundet, die im amerikanisch besetzten Heidelberg stationiert war. Die nahmen mich oft zu Wochenend-Reisen in den Schwarzwald mit, damals in der französischen Besatzungszone, die für „gewöhnliche“ amerikanisch besetzte Deutsche verboten war. Sobald wir in eine Ruinenstadt einfuhren (z.B. Pforzheim), fing die Ehefrau des amerikanischen Offiziers „vorauseilend“ von den Gräueltaten der Nazis in den KZs an, so dass manchmal ihre Tochter sie am Arm sanft anstoss. Dabei hatte ich nie einen Kommentar über diese Ruinenfelder abgegeben.
Es ist unmöglich und ein Fehler, diese beiden Kategorien des Schreckens vergleichen zu wollen. Die Bombardierung Dresdens, Berlins, Rotterdams, V-2-Angriffe auf London usw. waren Kriegshandlungen. Das Video mit der Erklärung des „totalen Krieges“, erklärt von der „germanischen, arischen Heldengestalt“ von Goebbels, kann im Internet kostenlos angeschaut werden.
Es wird überhaupt (hauptsächlich von deutscher Seite) zu sehr die Zerstörung der Städte durch Luftangriffe betont. Die Zerstörung von Städten durch die Artillerie und Panzerkanonen der Bodentruppen z.B. in der Sowjetunion war ebenso fürchterlich wie ein Luftangriff. Wenn man sich die Videos von Stalingrad anschaut, sieht man, dass dort ebenfalls viel „Bausubstanz“ zerstört wurde. Und die Stalingrader Zivilbevölkerung wurde auch nicht gerade „pfleglich behandelt“. Zwar haben die Sowjets dann auch bei Berlin Artilleriestellungen beispiellosen Ausmasses aufgestellt. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Sowjetunion am 21. Juni 1941 angegriffen wurde und die Russen sich eben verteidigten.
Bekanntlich war für Hitler die Vernichtung der Juden von grösserer Bedeutung als der eigentliche Krieg. (Aus Gründen, die für normale Menschen bis heute nicht nachzuvollziehen sind.) Der Kriegsverbrecher Speer hatte sich immer beklagt, dass die Transportmittel für die Judentransporte die Priorität hatten vor den Zügen mit Kriegsmaterial und Nachschub für die kämpfende Truppe (Führerbefehl!). Auch folgte den (am Anfang) vormarschierenden Truppen sofort eine Meute von Judenfängern. Bis in die letzten Tage von Berlin 1945 konzentrierten sich die Nazis darauf, versteckte Juden ausfindig zu machen. Dieser Krieg, von Hitler auf höchstem „mythischem Niveau“ mit geradezu religiöser Inbrunst geführt und offiziell am 9. November 1938 erklärt, war die Kriegserklärung einer dumpfen, barbarischen, grausamen Tyrannei an die Menschheit. Nicht umsonst sagte Hitler jeweils am Ende seiner Drohungen gegen die Juden am Radio das (aus dem Hebräischen stammende) Wort „Amen“!
02/18/08 23:16:27

wrote:
"Im ganzen hier zu kommentierenden Artikel über den Luftangriff auf Dresden wird das Wort „Jude“ oder „Shoah“ überhaupt nicht erwähnt. Ausgerechnet ein Nazi hat angefangen mit seinen „Kronzeugen“ Isaak Sallbey und Bernat Lecache."

Hallo Helmut,

ja, ist es nicht immer wieder interessant zu sehen, dass manche Menschen Juden vermuten obwohl sie gar nicht vorkommen?
Leider eine abartige Normalität in diesen Blogs.
02/19/08 00:19:53

wrote:
@ Helmut Hornig

herzlich willkommen!
02/21/08 08:45:55

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