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Perfide Vergleiche

Die Website Islamophobie, die in der Regel von Selbstmitleid trieft und immer wieder unpassende Vergleiche zwischen Juden und Muslimen bringt, hat wieder einmal so einen veröffentlicht*...


Von Karl Pfeifer

Sie beschwert sich darüber, dass "in der dänischen Zeitung "Jyllands Posten" Karikaturen abgedruckt wurden, die den Propheten Muhammad darstellten. Hier z.B. mit einer Bombe im Turban, weil sich ja ständig sämtliche Muslime hochbomben".

Nun unterstellt natürlich diese Karikatur keineswegs, dass "sich ständig sämtliche Muslime hochbomben". Sie ist aber ein zarter Hinweis, darauf, dass sich doch etliche Muslime "hochbomben" und sich dabei auf ihren Propheten berufen. Juristisch ausgedrückt ist diese Karikatur ein Werturteil, das durch Fakten gestützt wird.

Doch Islamophobie ist auch unverschämt: "Dass die Muslime darüber empört waren, stieß europaweit auf Unverständnis." Gegen die Empörung und friedliche Demonstrationen hat niemand in Europa irgendetwas geäußert. Wenn aber dann Muslime (nicht sämtliche versteht sich) in Staaten die sich sehr fern von Dänemark befinden, Kirchen und Botschaften abfackelten und Christen töteten, dann sollten auch die Islamophobiemacher dies nicht ins lächerliche ziehen.

Mit diesen Demonstrationen vergleichen sie nun die Beschwerde des Zentralrats der Juden in Deutschland, darüber, dass ein T-Shirt vertrieben wird, mit dem Aufdruck "Raucher" in einem gelben Judenstern. Nun wurde laut Islamophobie der Vertrieb eingestellt, obwohl man nur "mit viel Phantasie" eine Ähnlichkeit mit dem "Original" gelben Stern "vermuten" kann. Auch das stimmt nicht, denn die gelben Sterne waren in den verschiedenen Gebieten, in denen sie den Juden aufgezwungen wurden durchaus nicht gleich.

Außerdem kann sich wahrscheinlich nur eine verschwindend kleine Minderheit von Deutschen erinnern, wie dieser gelbe Stern, mit denen Juden im Machtbereich des Deutschen Reiches gekennzeichnet wurden ausgeschaut hat. Doch die meisten Deutschen wissen, dass es sich um einen gelben Stern gehandelt hat.

Die Leichtfertigkeit, mit der Islamophobie damit umgeht ist keineswegs gerechtfertigt, weil eine solche Kennzeichnung bereits von Moslems im 8. Jahrhundert eingeführt wurde und zwar nicht nur für Juden sondern für alle Dhimmi (geschützte Menschen) also für Christen, Juden und Samariter, die Kleider tragen mussten, die sie von den Moslems unterschieden. Im Jemen waren solche Kleider für Juden bis ins 20. Jahrhundert obligatorisch.

Islamophobie fragt demagogisch: "Warum ist ein simpler gelber Stern so viel anstößiger als die Muhammad-Karikaturen?" Beide kann man aus guten Gründen anstößig finden, was man jedoch nicht tun sollte, deswegen Kirchen und Botschaften abfackeln und Menschen umbringen.

* http://watchblogislamophobie.wordpress.com

Category: General
Posted 01/13/08 by: admin



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Comments

wrote:
Es wird also unterstellt, dass ein gelber Stern rauchende Juden kennzeichnet?
Sind alle Raucher Juden oder alle Juden Raucher?
Damit ist eine eindeutige Irrefuehrung hergestellt und die Raucher freuts, weil wieder Raucher-Restaurants und Raucherzwang hergestellt wird,
auf Grund dieses T-Shirt-Auftrittes.
Mir stinkts!
01/13/08 16:05:29

wrote:
Mich freuts nicht, Idiot. Texte zu verstehen ist wahrlich nicht deine Stärke, verschwinde doch einfach ins Nirwana.
01/13/08 19:26:50

wrote:
Schon mal was vom gelben Stern gehört, wo JUDE stand, Schulzchen? Mann, sind Sie verblödet.
01/13/08 19:27:39

wrote:
Darf man denn heutzutage die Frage von Islamophobie: "Warum ist ein simpler gelber Stern so viel anstößiger als die Muhammad-Karikaturen?" beantworten?

Ich meine, damals, als wir noch eine gewisse Pressefreiheit ohne vorauseilenden Gehorsam hatten, damals hätte ich die Frage beantworten können und wollen.

Schon klar: Zu jenen Zeiten gab es die gewissen Karikaturen noch nicht (Deshalb: Kauft nicht bei Dänen!) und Islamophobie hätte sich derartige Fangfragen ersparen können.

Aber heute kann ich nicht antworten, ohne mich nicht dem Verdacht auszusetzen, jene Karikaturen gesehen zu haben! Und dann? Ich weiss "es" nicht. Aber ich will "es" besser nicht riskieren. Was auch immer "es" sein könnte.
Mein Dhimmi-Antrag ginge eventuell in näherer Zukunft flöten! Irgendsowas existenzbedrohendes halt. Was weiss denn ich! Bin mit den neuen eurabischen Gegenbenheiten noch nicht sehr vertraut.

Ich wünschte, Islamophobie würde ein paar Krumen Pressefreiheit vom Tisch werfen.

Nein, natürlich beschwere ich mich nicht. Um Himmels willen! (Verzeihung, rutschte mir nur so raus. Lassen wir den Himmel mal besser aus dem Spiel.)
Meinen zukünftigen Dhimmi-Status will ich nicht gefährden.

Wie beantworte ich nun heute - in Zeiten der NP (Neue Pressefreiheit) - diese knifflige Islamophobie-Frage, ohne dem Verdacht ausgesetzt zu werden, die Karikaturen gesehen zu haben?

Die von Islamophobie habens gut. Die haben offensichtlich die Karikaturen. Die können vergleichen.
01/13/08 22:05:05

wrote:
"Gelbe Sterne" verschiedener Länder. Islamophobie klicke bitte hier:

http://www.jewishvirtuallib...
01/13/08 22:28:49

wrote:
die sind doch problemlos einsehbar, Herr Schulz. Sie schreiben derart konfus, dass ich unmöglich etwas verstehe. Warum urteilen Sie derart negativ über die angebliche NP? Gäbe es die, gäbe es Islamophobie oder Deutsche Stimme und den ganzen Schund nicht.
Was bitte meinen Sie mit "damals" als wir noch die Pressefreiheit hatten? Mir scheint entgangen zu sein, dass wir diese eingebüßt haben. Nur, weil es freiheitlich denkenden Menschen nicht passt, die Islamophobie unkommentiert stehen zu lassen, heißt das ja nicht, man dürfe sich nicht frei äußern - im Gegenteil, beide Seiten tun dies doch.
Freiheit erringt man kaum, in dem man sie anderen abspricht. Das scheinen Sie zu ignorieren.
01/13/08 23:36:34

wrote:
Menschen unterscheiden sich in ihren Regeln der Kulturzugehörigkeiten. Friedrich der 2te beispielsweise hatte eine große Sympathie für die Muslime, und von ihm stammte die Idee, Juden mit ihres Stern an ihren Kleidern auszutragen, während das Papstthum sein Wirken zutiefst verurteilte und ihm die Pest an den Hals wünschte.
01/14/08 01:50:53

wrote:
Ganz kurz für Sie, Epharim:

- Ich finde den Vergleich ebenfalls perfide. Da stimme ich Karl Pfeifer zu. Lesen Sie mal den Artikel genauer. Und nicht die Kommentare.
- "NP". Die "Neue Pressefreiheit". Ist ja nett, dass Sie diese verteidigen. Gibt es nicht.
So nenne ich die Zeit nach dem Karikaturenstreit. Die Presse und halb Eropa knickten ein und legten sich einen Maulkorb um, weil einigen (oder war es nur einer zu Beginn?) Imamen die Karrikaturen nicht gefielen.
Die gehören gezeigt. Meine Meinung.
Wenn Islamophobie diese Frage stellt (Siehe Ende des scharfsinnigen Pfeifer-Artikels), so sollte ich doch wenigstens eine Vergleichsmöglichkeit haben, oder etwa nicht? Den "gelben Stern" kenne ich in allen möglichen Arten. Von den Karrikaturen blieb mir nur besagte in Erinnerung.

"Freiheit erringt man kaum, in dem man sie anderen abspricht" Das sagen Sie mal bitte den Islamisten.

usw...und so fort.

Lesen Sie mal den Artikel aufmerksam, Ephraim. Finden Sie nicht, dass der Vergleich "gelber Stern" - Karikaturen perfide ist? Oder was meinen Sie?

Gerd Schulz (Der fleissige Kommentator "Schulz" ist ein anderer, auch wenn wir uns inhaltlich nicht viel nehmen. / Ironie an und aus.).

-------------------
Wie gehts dem Künstler, Sakizopa?
01/14/08 08:03:24

wrote:
@Ephraim

Kennen Sie das Forum? Vielleicht ist das was für Sie:

http://www.hagalil.com/foru...
01/14/08 10:30:28

wrote:
Pfeifer verrent sich hier: Die Darstellung des Gesandten Gottes mit einer Bombe als Turban gespickt mit Gottes Wort ist Blasphemie. Da muss man fragen, wo die Meinungsfreiheit ein Ende hat. Mohammed ist allen Muslimen heilig. Verbrechen in seinem Namen rechtfertigen nicht, alle Muslime deswegen anzugreifen und ihre Heiligtümer zu verspotten. Genau dagegen gibt es im deutschen Strafrecht den Blasphemieparagraphen 166, und folglich haben auch nur wenige Zeitungen diesen Schund nachgedruckt. Abgesehen davon hat es m.W. auch keine weitere Abdruckgenehmigung seitens der Karikaturisten gegeben, aber das nur am Rande.

Dass wegen der Karikaturen Kirchen abgefackelt und Christen getötet wurden, sehe ich nicht so, aber ich sehe einen Leichenberg von über 100 getöteten Demonstranten, alles Muslime. Das ist der wahre Bodycount bei der Sache, und es gibt auch den einen oder anderen dänischen Karikaturisten, der über diese Tatsache nicht hinweg gekommen ist.

Die Kampagne der Jyllands-Posten, die schon in den 30er Jahren als antisemisches Schmierblatt bekannt war, entspricht ihrem Strickmuster nach einer Pogromhetze gegen die Muslime. Entsprechend wurde die Zeitung auch angezeigt aber in höchster Instanz freigesprochen. Allerdings mit einem deutlichen Rüffel, in dem die bewusste anti-islamische Provokation beim Namen genannt wurde. Sicher hat dieses Urteil mit zur Befriedung beigetragen, weil es moralische Grenzen aufzeigt. Folglich musste der verantwortliche Redakteur auch gehen, als er auf CNN "zum Ausgleich" eine antijüdische Kampagne vorschlug, um die Redefreiheit oder Freiheit der Kunst ... na was auch immer, er ist weg, aber eben mit einem ganz realen Leichenberg.

Die Karikaturen an sich waren eher harmlos. Die Vewendung des Judensterns für eine Raucherkampagne ist im Vergleich sogar wesentlich geschmackloser. Bloß: Nehmen wir einmal an, die Raucherkampagne kam NICHT von Nazis, sondern einfach von gedankenlosen rücksichtslosen Rauchern, die ihr asoziales Verhalten rechtfertigen wollen, so war die Kampagne der Jyllandsposten bewusst auf Pogromhetze angelegt.

Das sind die beiden Unterschiede, und leider wurde auch auf dem "Watchblog Islamophobie" versäumt, darauf angemessen hinzuweisen. Eine Verbindung mit der antiislamischen Hetzkampagne wäre mir so gar nicht in den Sinn gekommen.
01/16/08 10:15:28

wrote:
Eine Fortsetzung des Artikels auf:

http://www.juedische.at

(Unter: Karl Pfeifer)
01/18/08 09:27:09

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