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Härtere Gangart bei der Mission

Katholische Kirche: Evangelisierung ist Pflicht. Keine Rücksicht auf Orthodoxe und Juden...

Von Philipp Gessler, taz v. 15.12.2007

Der Vatikan hat am Freitag eine "lehrmäßige Note" veröffentlicht, die zu Streit mit der russisch-orthodoxen Kirche und den Juden führen könnte. Die Mission ist das Thema des Textes, der von der "Kongregation für die Glaubenslehre" federführend verfasst und von Papst Benedikt XVI. genehmigt wurde. Das Brisante: In dem Text wird die Mission werde in Ländern der orthodoxen Kirche noch unter den Juden ausgeschlossen. Doch gerade das Vordringen von Roms Kirche in Russland und das Thema Judenmission haben in jüngster Zeit zu anhaltendem Ärger in den Ostkirchen und jüdischen Verbänden geführt.

Schon der Einstieg in den Text ist nicht nur für Atheisten und Agnostiker sperrig, da darin der im Markus-Evangelium überlieferte Satz Jesu zitiert wird: "Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden." Die Evangelisierung, im Wesentlichen mit Mission gleichzusetzen, wird nicht nur als Aufgabe und Recht der Christen beschrieben, sondern ausdrücklich auch als ihre "Pflicht". Dem "Missionsauftrag des Herrn" werde auch nicht gerecht, wer glaube, es wäre nur erlaubt, die eigenen Ansichten darzulegen und die Menschen einzuladen, nach ihrem Gewissen zu handeln, "ohne ihre Bekehrung zu Christus und zum katholischen Glauben zu fördern".

Zwar bekennt sich der Text klar zur Religionsfreiheit und beruft sich auf das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65), das dieses Prinzip für die katholische Kirche akzeptierte. Dennoch wird am Ziel festgehalten, dass am Ende alle Menschen weltweit Mitglieder dieser Kirche sind: "Die Sendung der Kirche ist universal und nicht auf bestimmte Regionen der Erde begrenzt."

Und: Das Gebot der Mission gelte auch für Länder, "wo nicht katholische Christen leben, vor allem in Ländern mit alter christlicher Tradition und Kultur". In diesem Fall seien zwar "sowohl echter Respekt für ihre Tradition und ihre geistlichen Reichtümer als auch aufrichtiger Wille zur Zusammenarbeit gefordert", gerade aber die Mission in den Ländern der russisch-orthodoxen Kirche und die Entsendung katholischer Bischöfe in diesen Raum riefen in den letzten Jahren erheblichen Unmut im Moskauer Patriarchat hervor. Papst Benedikt XVI. wie auch sein Vorgänger Johannes Paul II. haben versucht, Missionsreisen nach Russland zu unternehmen, erhielten aber keine Einladung.

Zumindest missverständlich ist zudem die Tatsache, dass der Text zum Thema Judenmission kein Wort verliert. Seit dem Konzil ist in Rom mehr oder weniger Konsens, dass die Kirche es unterlässt, Juden zum Christentum zu bekehren. Allerdings vermutete die jüdische Seite hinter vorgehaltener Hand zuletzt öfter, dass dieses Prinzip derzeit im Vatikan aufgeweicht wird. Die "Note" scheint diese Befürchtung zu bestätigen.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der taz - die tageszeitung
© Contrapress media GmbH

Category: General
Posted 12/19/07 by: admin



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Comments

wrote:
Nu, das hatten wir doch schon mal:
und willst Du nicht meines Glaubens sein,
dann schlag ich Dir den Schädel ein!
In die gleiche Richtung gehen leider die Leser Kommentare zum WAZ Artikel zur Eröffnung der neuen Bochumer Synagoge:
http://www.derwesten.de/nac...
12/19/07 18:15:51

wrote:
Sicherlich ein Beweis dafür, dass die Katholische Kirche nicht ungefährlich scheint, zumindest in der Frage der Mission, da sie doch nur ihre Religion der Katholischen Kirche bejaht.
Jesus sagte:
Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Jesus wird mit Hilfe des Heiligen Geistes missionieren und Menschen die ihm folgen und gehorchen gebrauchen und nicht eine Religion, die zwangsevangelisiert, zum Teil okkulte Praktiken zulässt und noch immer in ihren überalterten Konzilen, alte Texte bejaht, die alle nicht Katholischen als Heiden bezeichnet, weiter auch als verfolgungswürdig anzeigt. Weisheit und
Prüfung ist angesagt, denn die sogenannte Welteinheitskirche, wie sie sich nennt, manipuliert und täuscht gewaltig mit ihrem heiligen Schein voll
Macht und Geld.

Gott ist größer und unser Herr Jesus
weiß was wirklich ihn jedem einzelnen
Herzen vorgeht. Er hat bereits gesiegt.
Halleluja und Lobet den Herrn unseren
lebendigen Gott, der souverän und gerecht ist.

Wenn wir auf seinen Sohn schauen und
ihm immer mehr vertrauen wird er uns
gebrauchen, wenn wir es zulassen.

Hören wir auf ihn, denn das ist wirklich
gut!!!

Alle Machenschaften wird er aufdecken!!
Auch den Verführer und Feind, der den
Antichristen hervorbringt, wird er
vernichten.

Bitten wir als Christen doch um Weisheit
und Liebe und möge er uns helfen zu prüfen.

Der Vatikan täuscht sich in seiner Macht, denn alle Irrlehre wird aufgedeckt werden und unser Herr, der
lebendige Gott, der sein Volk liebt,
wird für es streiten. Ob messianische Juden, entschiedene Christen und alle
die noch zum Glauben an den Messias Jesus Christus kommen werden, er wird
alle in seiner Liebe und durch seinen
lebendigen Heiligen Geist leiten, alle
die ihm glauben und vertrauen. Er hat
bereits gesiegt, lassen wir uns nicht
Bange machen von Machenschaften des Widersachers, lassen wir uns doch mehr
von seinem Wort und seiner Liebe leiten.
Denn er ist unser Friedefürst und
Helfer.
H. Frauenfeld
12/19/07 22:43:51

wrote:
Sheyn, sheyn, aber Jeshua ben Jossef is nebbich der meshiach geweyn, denn sonst säh die Welt jetzt anderst aus. Und adoschem, wie man ihn in der Thoire erfährt, wird nebbich keinen Sohn nicht gehabt haben, denn er ist der der sein wird, und so einer hat kainen sohn.
sholem
12/19/07 23:06:30

wrote:
G-tt ist einzig, eins, Er Allein, wie ein Monolith !
Nicht dreieinig!
Die ist eine jüdische Seite;daher erlaube ich mir, H.Frauenfeld entgegenzutreten und aus jüdischer Sicht zu argumentieren.
Jesus ist nicht der Sohn G-ttes. Am Anfang war er ein Prophet und zum Schluß ein Zauberer(Talmut - Polemik gegen Jesus)
Der Messias wird ein Mensch, berufen durch den Ewigen sein. Manche halten Melechem Mendel Schneerson für Messias. Für mich ist der REBBE ein Prophet, mit dessen Berufung die messianische Zeit begonnen hat.
schalom
12/20/07 12:09:17

wrote:
Und Arik treibt unter dem Deckmäntelchen des "Judeseins" antisemitische Propaganda.

Wenn du so fromm wärest wie du tust, wäre dir klar, dass Talmud mit Dales geschrieben wird, kommt von limuD.
Und Melechem? Who is he?

Also komm mal wieder runter von deinem Trip!

Das Christentum bewirbt sich selbst mit Wundermedaillen und Amuletten und Frauenfeld et al. können sich am besten selbst blamieren.

Es ist dies nichts Neues unter der Sonne, als eitle Eitelkeiten.
12/20/07 15:04:02

wrote:
Als geborener r-k kann ich nur sagen, ich wurde nie gefragt, vielleicht als Kind, auch wurde ich nie gefragt wenn mir meine Kirchensteuer gestolen wurde.
Mafia ist harmlos dagegen!
Und das Gebet "Vater Unser", "Glaubensbekenntnis" usw. wär es glaubt wird selig - wer denkt wird darüber zu einen anderen Entschluß kommen.
Wenn die Menschheit irgendwann mehr wissen haben wird, löst sich das Problem Kirche (Katoliken) von selbst.
12/20/07 23:45:06

wrote:
Tja, die Lehre von Jesus ist eines - siehe den aktuellen Moishe :-) und dann ist da noch dieses merkwürdige Gebilde, was sich dreisterweise universal schimpft.

Ob's die evangelikalen besser machen, wie hier durch Frauenfeld suggeriert wird, ist anzuzweifeln. Langsam kriege ich wirklich den Eindruck, das Thema Mission ist aus dem Christentum leider nie herauszudefinieren. Warum eigentlich dieser unbedingte Machtanspruch?
12/21/07 14:39:19

wrote:
Jagt sie zum Teufel !
Soldatengottesdienst 2008
10. Januar | 8 Uhr | Kölner Dom

Kommt zum Vorbereitungstreffen!
Do 3.1. | 20 Uhr | Allerweltshaus Köln | Körnerstr.

Fanatische Feldzüge gegen Abtreibung und Homosexualität, das Verbot multireligiöser Schulgottesdienste, die mehrfache Verharmlosung des Holocaust und nicht zuletzt die segnenden Aufrufe zum ungezügelten Angriffskrieg im Rahmen der jährlichen Soldatengottesdienste zeichnen Kardinal Meisner als „notorischen geistigen Brandstifter“ aus.
In Köln, dem größten Bundeswehrstandort, schwört der Glaubenskrieger jedes Jahr mehr als tausend Soldatinnen und Soldaten auf seine Interpretation der aktuellen „verteidigungs“-politischen Richtlinien ein. Zu dieser christradikalen Weihung aktueller Kriegseinsätze versammelt sich mittlerweile eine ganze Riege getreuer Schäfchen aus der Verteidigungs- bzw. Angriffsprominenz der Bundeswehr.
Gerüstet mit der jährlichen Segnung ist der deutsche Soldat als erneuter Angriffskrieger über jeden Vorwurf erhaben, denn nur "Menschlichkeit ohne Gottesglauben verkommt in Brutalität." Konkreter: "Einem Gott lobenden Soldaten kann man guten Gewissens Verantwortung über Leben und Tod anderer übertragen, weil sie bei ihm gleichsam von der Heiligkeit Gottes mit abgesegnet sind." So reiht sich der Predigtspruch aus dem Jahre 1997 als wohl berühmtester Auswurf des Kölner Feldkardinals nahtlos in den kreuzzüglerischen Wortschwall ein: „In betenden Händen ist die Waffe vor Missbrauch sicher“. Ist doch der Soldat, so erkannte der Militarist Meisner aufgrund höherer Eingebung bereits1993, "als Inbegriff der strafenden Gerechtigkeit die letzte Möglichkeit, das Böse im Menschen zu bannen." Soldaten sind "Verkünder der Wahrheit des Friedens". Die Wahrheit des meisnerschen Friedens lautet dabei ganz unverhohlen Krieg. (...)

[bitte weiterverbreiten]
12/22/07 14:39:21

wrote:
Ja,Ja die hängen gerne das Kreuz verkehrtrum auf,und wollen einen dann auch noch verkehrtrum festnageln.Vieleicht sind sie nur klüger als die Juden,und alles ist nur ein Traum gewesen,der irgendwann zu Ende geht.(Hoffendlich).
12/22/07 18:25:10

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