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Zum Auftritt der Hip Hop Gruppe "DAM"

In zwei mündlichen Stellungnahmen gab Gideon Joffe, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, folgendes zum Auftritt der Gruppe DAM bei den Jüdischen Kulturtagen 2007 zu Protokoll..


Repräsentantenversammlung am 24. Oktober 2007

Gideon Joffe: "Selbstverständlich ist es zu bedauern, wenn anitisraelische Äußerungen gefallen sein sollten. Einen genauen Bericht habe ich nicht gefunden. Ich weiß es nicht. Es ist traurig, wenn es passiert ist. Wir haben immer noch keinen Bericht bekommen. Wenn es passiert sein sollte, dann ist es zu bedauern. Selbstverständlich ist zu hoffen, dass es nie wieder passieren wird. Aber, wollen wir die nächsten 21 Kulturtage auch [damit] verbringen, ohne Kontakt zu irgend einer muslimischen Band, Kulturgruppe oder Künstler? (...) Das Ergebnis muss sein, dass wir zukünftig stärker prüfen müssen. Aber wir werden selbstverständlich noch weiterhin bemüht sein, als jüdische Gemeinde zu Berlin, Kontakte zur muslimischen Bevölkerung in Berlin, in Israel, vielleicht sogar weltweit aufzubauen. Denn wir müssen das Zusammenleben auch intensivieren und organisieren. Das ist das, was bemerkt werden muss."

Vorstellung der Kandidaten für die Repräsentantenversammlung am 19.November 2007

Gideon Joffe: "Ich habe auf der letzten Repräsentantenversammlung am 24. Oktober, wenn ich mich nicht täusche, konkret Stellung bezogen dazu. Selbstverständlich ist es ein Fehler gewesen, eine Gruppe einzuladen, die sich gegen die Existenz Israels ausspricht - das ja. Aber, das darf nicht dazu führen, dass auf den kommenden 20 Kulturtagen nicht eine einzige Gruppe - muslimische Gruppe - aus arabischen Ländern eingeladen wird. Denn irgendwann einmal muss man beginnen, auch auf den Feind zuzugehen. Das heißt nicht, dass der Feind unschuldig ist. Israel ist 100% unschuldig. Sagen wir vielleicht zu 99% unschuldig, an der ganzen jetzigen Situation. Aber dennoch, wenn es Rabin geschafft hat Arafat in Washington die Hand zu geben, dann können wir auf einer viel viel niedrigeren Ebene auch auf bestimmte Gruppierungen zugehen und versuchen, uns gegenseitig kennenzulernen."

In einem Interview einer Sonderausgabe der Jüdischen Zeitung vom 21. November 2007 antwortete Peter Sauerbaum, künstlerischer Leiter der Jüdischen Kulturtage, auf die Frage:

" ... Sie sollen eine Band eingeladen haben, die sich massiv antiisraelisch geäußert hat.":

"Als Künstlerischer Leiter habe ich die diesjährigen Jüdischen Kulturtage zu einem überragenden Erfolg führen können. Die Wiedereinweihung der Synagoge Rykestraße - der schönsten Synagoge Deutschlands - die hohe Qualität der Veranstaltungen, über 26.000 Besucher bei den einzelnen Konzerten und beiden Ausstellungen im Literaturhaus in der Fasanenstraße sowie im Centrum Judaicum, all dies spricht eine deutlich positive Sprache.

Ja, und dazu hatten wir eine Band aus Israel eingeladen, allesamt israelische Staatsbürger, allerdings arabischer Abstammung, die sich aus ihrer Perspektive kritisch zur politischen Situation in Israel geäußert haben. Aufschrei in der Repräsentantenversammlung! Im Gemeindeparlament sind die "lieben" Kollegen immer schnell zur Hand mit dem Vorwurf, etwas oder jemand sei "anti-israelisch" oder "antijüdisch". Vor allem in diesem Fall, wo es um eine Veranstaltung, ein Hip-Hop-Konzert ging, an der keiner unserer Kritiker, vor allem die "Vorstandskollegen" Ronald Glasberg und Alexander Licht, wohl nicht teilgenommen, sondern alles nur über Dritte erfahren haben! Möglicherweise sind bei der Einladung nicht alle Aspekte bedacht worden, vor allem nicht die Empfindlichkeiten hierzulande.

Aber glauben Sie mir, wir sind insgesamt immer sensibel an die Planungen gegangen. Aber die Band DAM ist eine auch in Israel anerkannte und beliebte Band. Nach dem Konzert soll es ja lebhafte Diskussionen unter den jungen Leuten gegeben haben. Ein Zeichen, dass man sich auch mit unliebsamen Äußerungen konstruktiv auseinandersetzen kann. Dies ist demokratische Streitkultur. Vielleicht hätte ich noch zu einer Diskussion einladen sollen. Aber darum ging es den Kritikern doch gar nicht. Mitten im Gemeindewahlkampf ging es darum, ein erfolgreiches Mitglied des Gemeindevorstandes zu desavouieren.

Nach meinem Demokratieverständnis dürfen sich alle israelischen Staatsbürger mit ihrer Sicht auf die Politik äußern, auch kritisch. Der demokratische Diskurs enthält glücklicherweise keine ethnische Komponente nach dem Motto, der darf und der darf nicht. Man hat wieder einmal die bloße Anprangerung gewählt."

"Harte Beats in harten Zeiten":
Jüdische Gemeinde zu Berlin bietet der Hip Hop- Gruppe "DAM" ein Podium
Im Programmheft der vom 31. 08. bis zum 09. 09. stattgefundenen Jüdischen Kulturtage 2007 findet sich folgende Ankündigung: "Harte Beats in harten Zeiten. Erstmalig wird es innerhalb der Jüdischen Kulturtage eine Begegnung zwischen jüdischen und arabischen Künstlern geben; denn: Was wäre die zeitgenössische Musikszene Israels ohne die politische Situation des Landes?". Ein derartiger Dialog ist dringend erforderlich und nur zu befürworten...

Category: General
Posted 11/27/07 by: admin



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Comments

wrote:
Biete einen symbolischen Falafel für denjenigen, der eine muslimische Rap-Gruppe findet, die keine Textelemente gegen Juden oder Israel geschrieben hat, und dennoch Erfolg hat.
Schade dass immer wieder die falschen Schlüsse auf Erfahrungen gezogen werden. Was soll das aufeinander zugehen heißen. Warum müssen die jüdischen Gemeinden auf die Muslime zugehen. Sie tun es doch seit Jahren mit dem Ergebnis, dass sich ehrwürdige Rabbiner mit Terrorsymphatisanten an einem Tisch wiederfinden. Die muslimischen Gemeinden in Deutschland sollten sich erstmal klar vom Terror und dessen symbolischen Unterstützern distanzieren, so dass man überhaupt die Möglichkeit zu einem ehrlichen demokratischen Dialog ohne "So tun als ob" hat. Dieses unkritische Übernehmen von Positionen des Mainstream - man muss eine muslimische Gruppe einladen - ist doch vollkommen neben der Sache. Es müssen auch keine Leute aus der NPD eingeladen werden. Das versteht auch jeder. Nur weil andere Extremisten Migrationshintergrund besitzen heißt es nicht, dass man auf sie zu gehen müsste.
Zugehen kann man, wenn man weiß mit wem man es zu tun hat. Es gibt genügend ehemalige Muslime mit denen man reden kann. Wurde Ayan Hirsli Ali mal zu den Jüdischen Kulturtagen eingeladen? Falls nicht, könnte man ja mal darüber nachdenken.
11/27/07 12:41:23

wrote:
Geht es hier um religiöse Treffen?
11/27/07 12:48:17

wrote:
f.h. meint:
"Biete einen symbolischen Falafel für denjenigen, der eine muslimische Rap-Gruppe findet, die keine Textelemente gegen Juden oder Israel geschrieben hat, und dennoch Erfolg hat."

Ich nehme mal an,mit "muslimisch" ist eigentlich arabisch-sprachig gemeint? ? Christliche Sänger dürfen da bestimmt mitmachen, oder? Und kennt sich f.h. in der Szene so gut aus, dass er einen symbolischen (muslimischen? christlichen? jüdischen? ägyptischen? syrischen? kurdischen?)Falafel anbietet? Wow!
11/27/07 13:13:17

wrote:
noch mehr zu f.h.:
DAM ---> Migrationshintergrund???
11/27/07 13:14:36

wrote:
Es sind Jüdischen Kulturtage, die nichts mit religiösen Treffen zu tun haben, geht ja aus dem Text hervor.
11/27/07 13:33:34

wrote:
Eben, eben!!!!! Warum dann immer das "muslimisch"? Das ist, was mich stört.
11/27/07 13:55:52

wrote:
Ich weiß auch nicht warum immer "muslimisch". Erklärt Ihr es mir. Die Sorte des Falafel ist egal, sucht sie Euch aus. Die Frage bleibt. Wenn Ihr keine Gruppe findet, dann rechtfertigt das doch eben die Frage.

ps: mich stört es ja auch, das muslimisch, aber was kann ich daran ändern? eine menge jüdische musiker aus israel kritisieren israelische politik, welche muslimischen kritisieren die politik der islamisten? das ist doch eine berechtigte frage. Wenn es kein Ungleichgewicht gibt, sollte Kari doch in der Lage sein zahlreiche Beispiele zu finden und den Falafel zu gewinnen.

Und ja sicher es sind jüdische Kulturtage. Aber wieso muss man dazu muslimische Rapper einladen. Man lädt ja auch keine Zeugen Jehovas oder Scientologen ein. Ebensowenig christliche Choräle - also wieso gerade muslimische? Es ist doch die andauernde Wiederholung der Phrase: Man muss auf den Islam zugehen. Ja soll man machen, aber irgendwann muss der Islam auch mal auf einen zukommen. Also wieso diese staendige Anbiederung, die man bei anderen Religionsgruppen auch nicht macht. Warum laedt man keine Buddhisten ein? Immerhin haben Juden und Buddhisten im Gegensatz zum Islam kaum Fundamentalisten, das waere doch mal ein Grund zu fragen, wieso es bei den einen so laeuft und bei den anderen anders.
11/27/07 15:37:15

wrote:
f.h., erst fragen Sie oben auch, warum immer "muslimisch", dann geht Ihr ganzer letzter Abschnitt in ihrem letzten Beitrag eben doch nur um "muslisch". Komisch.

Und Sie schreiben: "Und ja sicher es sind jüdische Kulturtage. Aber wieso muss man dazu muslimische Rapper einladen."
Tja... Vielleicht wollte man auf den Kulturtagen auch Gäste aus Israel dabei haben? So abwegig ist das doch nicht? Also ist u.a. eine israelische Hip-Hop-Band eingeladen worden. Vielleicht ist das nicht so Ihre Musikrichtung, mag ja sein.
Dass es nicht um ein religiöses Treffen ging, ist klar, das hat ja auch Yael oben noch einmal betont.
11/27/07 19:16:02

wrote:
Was ist jetzt? Wollen Sie nun den Falafel gewinnen oder nicht?
11/27/07 21:06:17

wrote:
Was ist jetzt, geht es Ihnen ums Thema?
11/27/07 21:07:54

wrote:
Von mir gibt es Tahina. Aber nicht fuer Kari.

"Juden sind Nazis". Geaeussert nach dem Terroranschlag. Dazu sagst Du nichts.
Gerd.
-------------------------------

Jüdische Gemeinde zu Berlin bietet der Hip Hop- Gruppe "DAM" ein Podium
http://www.hagalil.com/01/d...
(...)
Abgesehen davon, dass man sich schon darüber wundern muss, welchen Staat die Organisatoren der Jüdischen Kulturtage in ihrer Ankündigung eigentlich genau mit "Palästina" meinen, stellt sich die Frage, um was für eine Rap-Gruppe es sich hierbei handelt? Bei der Internetrecherche stößt man u.a. auf Texte der Band, in denen es heißt: "Du warst der Terrorist, als Du mein Land nahmst" oder "Ich habe nichts gegen Frieden. Der Frieden ist gegen mich. Er wird mich zerstören."

Es lassen sich auch Aussagen des Frontmanns der Gruppe Tamer Nafar finden, der nach einem schweren Terroranschlag auf einen Club in Tel Aviv 2001 Verständnis für den Attentäter äußerte. Über Juden ließ er zudem verlautbaren: "Jews are Nazis." ("Juden sind Nazis."). Trotzdem wurde "DAM" zu den Jüdischen Kulturtagen 2007 als special guest eingeladen und konnte vor einem Berliner Publikum aufgetreten.
(...)
11/28/07 06:02:27

wrote:
Da hat also der israelische Staatsbürger Tamer Nafer in einem Interview gesagt: "Ich will einen Staat für alle Bürger", und
dem Kommentator Levi Salomon, Dozent an der Alice Salomon Fachhochschule Berlin, fällt dazu nichts anderes ein als: "In der Konsequenz bedeutet das, dass der jüdische Staat aufzulösen ist."

Mit solch einer Antwort verdeutlicht er den ganzen Rassismus der zionistischen Ideologie: Israel soll kein Staat seiner Bürger sein, sondern ein Staat der Juden. Nichtjuden sollen Bürger zweiter Klasse sein, eine israelische Nationalität soll es nicht geben.
11/28/07 14:03:23

wrote:
Natürlich Corwin, weiter so. Ich sammle, Judenhasser.
11/28/07 15:27:49

wrote:
Der einzige Rassist, der hier fast täglich auftaucht bist du. Verpiss dich endlich zu deinen Nazifreunden.
11/28/07 15:30:40

wrote:
corwin, habe gerade gesehen du hast dich unter anderem namen bei dem artikel über diesem eingeloggt und mal geschrieben was du denkst, wenn du richtig drauf bist. :)
11/28/07 21:45:33

wrote:
ps: schade kari, falafel gibt's keinen für dich
11/28/07 21:46:36

wrote:
Gideon Joffe, bis Ende November immerhin gewählter Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin:

"Aufschrei in der Repräsentantenversammlung!
Im Gemeindeparlament sind die "lieben" Kollegen immer schnell zur Hand mit dem Vorwurf, etwas oder jemand sei "anti-israelisch" oder "antijüdisch".

Vor allem in diesem Fall, wo es um eine Veranstaltung, ein Hip-Hop-Konzert ging, an der keiner unserer Kritiker, vor allem die "Vorstandskollegen" Ronald Glasberg und Alexander Licht, wohl nicht teilgenommen, sondern alles nur über Dritte erfahren haben!"
11/29/07 13:47:40

wrote:
Also auch Joffe ein gefährlicher Antisemit, oder eben eine vom jüdischen Selbsthass zerfressene elende Kreatur.

Wie kann man einem Araber nur erlauben sich Rechte zu wünschen, wie sie jeder Jude selbstverständlich hat?

Das ist Vaterlandsverrat! Wer hat diesem Araber überhaupt erlaubt mit einer zeitung zu sprechen?

Schrecklich! Der Untergang Israels!
11/29/07 13:54:52

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