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Rechtsextremismus: "Auch Unternehmer müssen Ethik und Moral haben!"

Der Kampf gegen Rechts muß mehr als nur ein Lippenbekenntnis sein, gerade auch für Unternehmer. Das meint zumindest Andreas Krüger, Inhaber der Firma ctlk.de im Interview mit haGalil-online und verweist dabei auch auf das vorbildliche Handeln des Managers des Holiday Inn in Dresden...

Interview mit Andreas Krüger von ctlk.de

Herr Krüger, auf der Startseite der Website ihrer Firma heißt es, sie würden Initiativen gegen Rechtsextremismus und rechte Gewalt unterstützen. Was heißt das konkret?

Speziell wollen wir das Internetangebot für Initiativen gegen Rechts hinsichtlich Qualität und Aktualität sowie Benutzerfreundlichkeit verbessern, Es muß einfach mehr wirklich gute und attraktive Seiten geben, die bekannt sind. Gerade im Medium Internet, worüber sich Jugendliche hauptsächliche informieren. Das Internet ist eines der Hauptfelder, auf dem die Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten um die „Köpfe der Jugendlichen“ stattfindet. Deshalb haben wir uns entschlossen ganz speziell zivilgesellschaftliche Initiativen gegen Rechtsextremismus zu unterstützen – zumal ausgerechnet in diesem für uns alle so wichtigen Bereich massiv die öffentliche Unterstützung gekürzt wurde und wird. Da muß man was tun, da muß man handeln! Auch und gerade als Unternehmer.
Wir bieten Rabatt von 20% für Dienstleistungen rund um Internetangebote von Initiativen gegen Rechts sowie 10% Rabatt auf das Hosting von Webseiten.

Wie sehen ihre Dienstleistungsangebote aus?

1. Wir bieten Hosting von Webseiten an!
2. Des weiteren gestalten und Programmieren wir Internetseiten vornehmlich News & Nachrichtenplattformen sowie natürlich andere Formen von Internetauftritten.
3. PC-Service bieten wir auch noch an Wenn mal was nicht funktioniert dann kommen wir. (Einen kleinen Tipp für alle Leser, sorgen Sie bitte für einen ausreichenden Schutz vor Viren und Trojanern, es gibt genügend kostenlose und gute Programme!)

Warum unterstützen Sie speziell Initiativen und Angebote gegen Rechtsextremismus und Rassismus?

In Zeiten wo die Politik für solche Sachen kein Geld mehr ausgibt sondern lieber für Ihre eigene Imagewerbung durch PR-Agenturen, sehe ich die Unternehmer in der Pflicht, solche Initiativen aktiv zu unterstützen. Schließlich haben rechtspopulistische Initiativen genügend Geld, so das sie sich perfekt plazieren können. Nun muss man wenigstens den Initiativen gegen Rassismus die Möglichkeit bieten, genauso agieren zu können wenn nicht sogar besser, um möglichst viele Menschen zu erreichen! Wenn man sich viele Seiten anschaut, was ich in der Vergangenheit getan habe, sieht man die Professionalität der Rassisten - und die Websites der Initiativen gegen Rechts, die eher einfache und oft langweilige Seiten betreiben. An diesem Punkt habe ich den Entschluss gefaßt, solche Initiativen aktiv zu unterstützen wenn sich schon der Staat aus der Verantwortung zieht.

Welche Bedeutung hat denn das Internet?

Leider vergessen bis heute viele daß das Internet eine der wichtigsten Informationsquellen dieser Zeit ist. Deswegen muss gerade hier der Kampf gegen rechte Gewalt gestärkt und vorangetrieben werden, wenn ein Ziel jemals erreicht werden und vor allem junge Menschen erreicht werden sollen. Wir wollen alle keine Menschenfeindlichkeit, keinen Rassismus und keine Diktatur - also sind wir alle in der Pflicht, unser Demokratie muss sich immer wieder aufs neue gegen ihre Feinde verteidigen. Deshalb möchte ich hier nochmals betonen jeder hat die Pflicht sich am Kampf gegen Rechts zu beteiligen!

Sie erwähnten die Wichtigkeit, seine Website vor Hackerangriffen zu schützen, bzw. den eigenen Computer vor Viren und Trojanern. Besteht für Initiativen gegen Rechts hier ein erhöhtes Gefährdungspotential?

Generell kann man sagen Ja. Ein Minimum an Schutz ist immer extrem wichtig!
Egal ob es um Spionageprogramme geht oder um Hackerangriffe, beides kann imensen Schaden anrichten deshalb Schutz ist wichtig, man kann das nicht oft genug wiederholen! Eine weitere interessante Sache die Hacker sind oft nicht in Deutschland zu finden deshalb ist ein Ermittlungserfolg der Polizei sehr unwahrscheinlich und man bleibt auf den Kosten selber sitzen. Eins ist aber noch zu sagen 100%tigen Schutz gibt es nicht aber ein paar Hürden können abschrecken!

Befürchten Sie nicht negative Auswirkungen durch ihr Engagement gegen Rechts?

Nein, nicht wirklich. Die Frage ist; Was ist wirklich negativ? Für mich wäre es negativ, meine eigenen Überzeugungen und ethischen Maßstäbe außer Acht zu lassen, nur um vielleicht einen Euro Umsatz mehr zu machen und vor den Rechten zu kneifen. Das wäre genau das Gegenteil von demokratischer Zivilcourage und wehrhafter Zivilgesellschaft, die ja immer so schön beschworen werden. Es wird Zeit, dass den vielen Worten auch ganz praktische Taten folgen. Und dazu gehört neben der Unterstützung zivilgesellschaftlicher Projekte auch, dass Unternehmer keine Geschäfte mit Rechtsextremisten machen. Von daher lehne ich auch Kunden aus diesem Spektrum ab. In diesem Punkt vertrete ich den gleichen Standpunkt, wie etwa der Manager des Holiday Inn in Dresden: Keine Geschäfte mit den Rechtsextremisten.

Interview: Holger Raak
Link: www.ctlk.de / © haGalil-online & www.fischer24.eu

Posted 11/13/07 by: admin



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Comments

wrote:
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Fiktive Stellungnahme der Wirtschaft:

Politik im Geschäft? Aber ich bitte Sie!

Wir verkaufen an jeden und werden uns nicht bundesweit 20% unserer potentiellen Kunden zu Feinden machen wollen.

Persönlich ist die deutsche Wirtschaft nun wirklich kein Freund der Rechten, das muss aber nicht auf den Verpackungen ihrer Produkte stehen.

Wenn Herr Krüger meint, er könnte mit seiner Firmenphilosophie punkten, wird sich das spätestens in der Bilanz zeigen.

Hochachtungsvoll

Die deutschen Kapitalisten
11/15/07 01:07:22

wrote:
Ich schlage vor, statt "Made in Germany" das Qualitätssiegel "Kampf gegen Rechts" (nicht Rechtsextremismus wohlgemerkt) einzuführen. Mit dieser abgedroschenen Phrase verkaufen heutzutage erfolglose Musiker Platten, gehen abgehalfterte ehemalige Leinwanddiven auf Lesereise, ergattern hoffnungslose Künstler öffentliche Projektgelder, rechtfertigen unqualifizierte Politiker ihr Dasein im Plenum und erheischt jede Imbißbude wenigstens noch ein bißchen Aufmerksamkeit. Und praktischer als eine inhaltliche Auseinandersetzung ist so ein Dogma-Mantra auch. Es profitieren also alle....
11/21/07 22:17:22

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