-- Schwerpunkt: Klick nach Rechts
Judentum und Israel
haGalil onLine - http://www.hagalil.com

haGalil online

Die Mutter im "Dritten Reich" – eine Antwort auf Eva Herman

Die aktuelle Debatte um die Mutter im NS-Staat, ausgelöst durch Eva Hermans Äußerungen während der Berliner Promotiontour für ihr neuestes Buch "Das Prinzip Arche Noah": Im "Dritten Reich" war "vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler ... Aber einiges auch sehr gut, zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter", zeigt, dass zu diesem Thema noch Informationsbedarf besteht...

Von Asta Hemmerlein
 
Das "8. Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte" vom 5. bis zum 6. Oktober präsentierte in diesem Jahr auch aktuelle Forschungsberichte zur Mutter im "Dritten Reich". Ergebnis: Alles, wirklich alles, das Bild der Frau und der Mutter insbesondere diente der Instrumentalisierung einer rassistischen Herrschaftsmaschinerie. Mutterschaft hieß Frontbetrieb. Soldatendienst. Kriegsspiel mit einem nichtexistenten Gegner, dem eigenen Kind.

Wer dieses Bild verbreitete? Frauen, die sich verführen ließen, um Karriere zu machen. Sie verquickten ihr propagiertes Frauenbild mit dem heroischen und rassistischen Menschenbild der NS-Ideologie.

Wie etwa die "Reichsfrauenführerin" Gertrud Scholtz-Klink, die in ihren "Frauenansprachen" weibliches Dienen als "politisch denken können" verkauft: Nur die Frau, die es vermöge, "aus dem harten Leben der Männer eine schönes Leben zu machen", verhülfe Deutschland zum Sieg. In diesem Sinne seien Frauen die "heimlichen Königinnen des Volkes".

Am nachhaltigsten – tragischerweise bis in unsere Tage hinein – prägte jedoch eine Person im "Dritten Reich" das Bild der Frau als Mutter: die Bestsellerautorin Johanna Haarer. 1934 erschien ihr erstes Buch "Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind – Ratgeber für die Schwangerschaft, Geburt, Pflege und Erziehung des Säuglings". 1936 schreibt sie ein weiteres: "Unsere kleinen Kinder", für Menschen von zwei bis fünf. Dem folgt 1939 das Vorlesebuch "Mutter, erzähl von Adolf Hitler".

Haarers Ratgeber dienten als didaktische Vorlagen für Mütterschulungen. Die beiden ersten Bände erzielten Auflagen von jeweils mehreren Hunderttausend Exemplaren. Um den Nazijargon erleichtert, standen sie ab 1949 in den Auslagen deutscher Buchhändler. Der einjährige Aufenthalt Haarers in einem Internierungslager war den Behörden genug an offizieller Läuterung für eine Autorin der jungen zweiten deutschen Demokratie.

Wie auch Gertrud Scholtz-Klink fügt Haarer ihre Ansichten nahtlos in die NS-Ideologie ein. Sie überträgt das rassistische Denken und die Spaltung der Welt in "Lebenswerte" und "Lebensunwerte" auf die "deutsche Mutter". Die Mutter soll sich selbst als "Lebenswerte" legitimieren, und ihr Kind: "Es geht vor allem um die Durchsetzung des Auslesegedankens."

Arierstatus allein genügt nicht. Herrenmenschentum muss täglich neu erworben werden. Die deutsche Mutter ist pflichtbewusst, ordentlich, mutig, kaltblütig, tapfer, besonnen, verzichtet auf Alkohol, Nikotin, Vergnügungen. Sie zeigt keine Schwächen und keine Zweifel: "'Es geht nicht' kommt im Wörterbuch einer Mutter nicht vor." Die größte Schwäche ist für Haarer die Angst und rückt die Betroffene in die Nähe der "Unwerten": "Eine rechte Mutter wendet sich jetzt wie ehemals von solcher Unnatur ab, die lediglich in den Großstädten und unter entarteten, instinktlosen Frauen vorübergehend Wurzel fassen konnte. Die deutsche Frau fühlt in sich ein genügend Maß von Kräften der Seele und des Geistes, um ihrer Sendung als Erzieherin des jungen Geschlechtes gewachsen zu sein."

Haarers heroisch-militärisches Mutterbild entspringt einem zutiefst von Ängsten und Misstrauen geprägten Welt- und Menschenbild: Geburt, Stillen, Pflege, Ernährung und Erziehung werden als existenzieller Kampf geschildert, der nur in Sieg oder Niederlage endet. Mutterschaft heißt Last, Bedrohung, Gefahr, und tatsächlich Angst, aber nicht zu verstehen als Versagensangst (der Autorin?), die diesem Mutterbild zweifellos zugrunde liegt, sondern als Angst vor den animalischen Trieben des Kindes. Hört die Mutter auf, strikte Grenzen zu setzen, Härte zu zeigen, wird das Kind zum Führer: "Ein-, zweimal nachgegeben, schon ist der der kleine aber unerbittliche Haustyrann ... fertig".

Haarer diktiert den lesenden Müttern Anweisungen und reagiert bitter und abstrafend auf gesunde mütterliche Instinkte. "Nur ja keine Schwäche, kein langes Zögern! Kinder merken dies mit tausend feinen Sinnen – und dann bist Du verloren, liebe Mutter!"

Das "richtig gehaltene Kind" schläft durch, schreit nicht, braucht keine Schlafrituale, ist sauber mit einem Jahr, spielt allein, ekelt sich vor seinen Ausscheidungen, nimmt keine angebotenen Süßigkeiten, isst Gemüse und belästigt die Mutter nicht mit Wünschen nach Zärtlichkeit.

Haarer stellt unerfüllbare Normen für die Kindererziehung begreift sie als Minimalanforderungen einer Erziehung lebenswerter Kinder, denen jede echte deutsche Frau gewachsen sein muss. Obwohl sie damit rechnet, dass die Mutter versagt, indem sie im Text immer wieder daran erinnert, das "Gefühl eigener Minderwertigkeit"[1], tabuisiert sie weiterhin Schwäche und Versagen.

Dafür bietet sie der Mutter einen Ausweg an: die Erlaubnis von Gewalt und sadistischen Ritualen. Ebenso wie die NS-Ideologie dem Einzelnen die Chance bot, Selbstzweifel durch rassistische Projektionen, in Gewalt verwandelt, zu kompensieren, bietet Haarer der Mutter an, sich durch Aggression mächtig zu fühlen. Die Ohnmacht des Kindes ist die Macht der Mutter. Haarer predigt Liebesentzug: "Nach wenigen Nächten, vielfach schon nach der ersten, hat das Kind begriffen, dass ihm sein Schreien nichts nützt und ist still ... 'Kaltstellen'... Man glaubt gar nicht, wie früh und wie rasch ein Kind solches Vorgehen begreift ... Wehrt sich das Kind ..., so beachten wir seinen Widerstand gar nicht ... Es erlebt, daß sein Geschrei und sein Widerstand nichts nützen."[2]

Am Beispiel Haarer wird deutlich, dass die Erlaubnis zu Gewalt, Rache und Sadismus einen entscheidenden Anteil am Erfolg der NS-Bewegung nicht nur für Männer hatte. Die grausame Mutter im Kinderzimmer erlebte sich als funktionierendes Glied dieses "social movements". Haarer las Hitlers "Mein Kampf" und übernahm ganze Textpassagen für ihr erstes Buch: Berufsverbot für die Frau, die allein der Aufzucht der Kinder nach Maßgabe ihrer Verwertbarkeit für die "Volksgemeinschaft" zu dienen hatte. Haarer war eine von Hitlers ideologischen Frontfrauen. Sie profitierte vom System ähnlich wie auf exekutiver Ebene die Schlagstockbetreiberinnen in Ravensbrück, die sich als Angestellte im öffentlichen Dienst eines passablen Soldes erfreuten.

Wer meint, dass es Mütter unter Hitler "besser" hatten, muss historisch desinformiert oder einfach nur ignorant sein. Die Aufwertung der Mutter im "Dritten Reich" bedeutet immer zugleich die Aufwertung der schlagenden, strafenden und aggressiven Mutter. Im Schatten der positiven NS-Mutter steht ein herzzerreißendes Kindesbild. Leider hat Haarer gedanklich überlebt. Noch heute propagiert so mancher Elternratgeber Gewalt und legitimiert sie als pädagogisch notwendig.

Johanna Haarers eigene vier Kinder überlebten traumatisiert die "Erziehung" ihrer äußerst wertgeschätzten Mutter im "Dritten Reich", sahen psychiatrische Anstalten von innen. Ein Kind nahm sich das Leben. Das Buch zum Symposium erscheint im Göttinger Wallstein Verlag.
 
Anmerkungen: 
[1]    Haarer, J.; Die deutsche Mutter, S. 121.
[2]    Ebd.; S. 181, S. 183; Haarer, J.; Die deutsche Mutter, S. 166 und S. 260.

Category: General
Posted 10/25/07 by: admin



Warning: Declaration of NP_Print::doTemplateVar(&$item, $look) should be compatible with NucleusPlugin::doTemplateVar(&$item) in /homepages/20/d69932965/htdocs/hagalil/01/de/nucleus/plugins/NP_Print.php on line 47
[Printer friendly version] |
Warning: Declaration of NP_MailToAFriend::doTemplateVar(&$item, $look) should be compatible with NucleusPlugin::doTemplateVar(&$item) in /homepages/20/d69932965/htdocs/hagalil/01/de/nucleus/plugins/NP_MailToAFriend.php on line 40
[Mail to a friend]
[Möchten Sie sich anmelden und ein Benutzerkonto erstellen?]


Comments

wrote:
In ihrem Buch "Das Eva-Prinzip" hat Eva Hermann ein vernichtendes Urteil über Kleinkinderziehung in der NS-Zeit und über Johanna Haarer geschrieben, nachzulesen auf den Seiten 140 bis 145.
10/26/07 00:56:39

wrote:
Sie zitieren die Aussage Eva Hermans absichtlich falsch. Eva Herman hat nie die Mutterrolle im 3. Reich gewürdigt. Jedem halbwegs intelligenten Menschen der die Aussage von Eva Herman komplett betrachtet, und nicht einige Sätze aus dem Zusammenhang reißt, sollte klar werden dass sie die Rolle der Mutter VOR dem 3. Reich würdigt. Sie sagt ganz deutlich: "Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde."
10/26/07 01:30:45

wrote:
Mittlerweile ist schon hunderte mal in vielen Zeitungen berichtet worden, dass Eva Herman niemals etwas derartiges gesagt hat. Im Gegenteil: siehe Vorposter. Ich muss also davon ausgehen, dass Sie absichtlich Lügen verbreiten und vorsätzlich Rufmord begehen.
10/26/07 01:37:55

GerdEric wrote:
Eva Herman setzt aber Nazis und 68er gleich,
das ist für mich nicht hinnehmbar,
zudem ist Eva Herman nicht gelungen, ihren Abstand zu den Nazis zu verdeutlichen,
das hätte sie bei Kerner machen können, aber - verpasst!
10/26/07 14:40:29

wrote:
Das 3.Reich, das Hitlerreich, die Nazi-Herrschaft incl. Vernichtung anderer Voelker im eigenen Gebiet bzw. Auslagerung der eigenen Bevoelkerung und Vernichtung im auslaendischen Kriegsgebiet hat Deutschland einen vernichtenden Schlag verpasst.
Deutschland wird nie wieder sein, was es vorher war.
Das was vorher war, kann garnicht gut gewesen sein. Dazu braucht es nur wenige verschiedene Zeitungen der Gegenwart oder Buchtitel aus verschiedenen Verlagen, welche sich mit Geschichte befassen.
Es hat prinzipiell in keinem einzigen Segment irgendeinen Hauch von Sinn,
die deutsche Vergangenheit zu verteidigen.

Das "richtig gehaltene Kind" schläft durch, schreit nicht, braucht keine Schlafrituale, ist sauber mit einem Jahr, spielt allein, ekelt sich vor seinen Ausscheidungen, nimmt keine angebotenen Süßigkeiten, isst Gemüse und belästigt die Mutter nicht mit Wünschen nach Zärtlichkeit.

Dies war die Zielvorstellung der Elterngeneration, der Grosselterngeneration, sogar noch in mediz. Buechern bis 1980 veroeffentlicht, waehrend 1985 alles genau umgekehrt formuliert wurde.
Aber es gab immer nur strikte Vorgaben fuer die armen Muetter.
Wer lernt schon den Beruf Mutter?
Das ist ueberhaupt nicht moeglich, es sei denn, die eigene Kindheit war davon gepraegt, Babysitter oder Miterzieher der Geschwister zu sein.
Die eigene Person darf nicht vorkommen, so sieht das Leitbild in Politik fuer Wirtschaft und Familie heute noch aus.
Schade, eigentlich.

Natuerlich braucht jedes Volk, Gemeinschaft, Nation, Staat,
Muetter und Vaeter. Ansonsten kommt es zu einer Verschmelzung
oder zum Verschwinden von Sprachen,
alle 14 Tage gibt es eine Sprache auf dem Globus weniger, das ist Gegenwart.

Der Wert eines Menschen wird leider von Staaten so schlecht definiert,
dass auch heute noch viel Leid entsteht.
Dies betrifft nicht nur die Glaubensgemeinschaften, welche eventuell versuchen, dies, was Psychologen nicht schaffen, aufzufangen und neue Wege zu finden, welche zu einem erfuellten Leben fuehren sollen.

Da ich kein blondes Frauenbild oder kein blondes Rassenbild bevorzuge,
auch kein blondes Dummchen-Ideal
als Sexmittel fuer die Nation,
ist klar,
dass ich voraussetze, dass eine Mutter ihr eigenes Kind besser versteht
als andere Menschen es jemals koennen.
Denn wer liebt ein Kind besser als die eigene Mutter?
Fremde werden Kinder instrumentalisieren,
Vaeter werden sich selbst darin
bestaetigen wollen oder die unerfuellten Wuensche ins Kind uebertragen. Eine Mutter gewiss nicht.
Eine Mutter ist die beste Freundin des eigenen Kindes.
Da kann fast alles in die Kindererziehung hineingepackt werden:
Freiheit, Selbstaendigkeit, Bildung,
Aktivierung zu Faehigkeiten, Unterscheidungsfaehigkeiten, Kommunikation, Beziehungsaufbau ...

Jedes Kind ist ein Original!
Jedes Kind ist ein Unikat!
Jedes Kind ist eine Persoenlichkeit!
Jedes Kind ist unverwechselbar echt!

Eventuell habe ich ja mit 1 Jahr diesem Bild, diesem Beinahe-Erziehungsziel fast entsprochen.
Danach gewiss nicht mehr!
Danach kamen meine Geschwister!
10/26/07 16:29:28

wrote:
Man muss das doch mal sagen: Eva Herrmann verteidigt das Mutterideal des Staates Israel: viele viele Kinder.
10/26/07 16:57:43

wrote:
@ GerdEric

Auch schön: Nachdem die These, Frau Herman habe die Familienwerte der Nazis gelobt und beklagt, dass diese Werte von der 68ern abgeschafft worden seien, offensichtlich unhaltbar geworden ist, behaupten Sie nun einfach das glatte Gegenteil, nämlich das Frau Herman Nazis und 68er gleichgesetzt habe. Beides zugleich kann ja wohl schlecht angehen und folglich müssten Sie sich erstmal von der dem Artikel zugrunde liegenden Eingangsthese distanzieren, um überhaupt Ihre Ersatzdiffamierung glaubhaft machen zu können.
Nun gut, Kampagnen dieser Art folgen eben nicht einer, wie auch immer gearteten, argumentativen Logik, sondern man schmeißt mit Dreck, in der berechtigten Hoffnung, dass etwas davon hängen bleibt.
Wieso Sie sich allerdings an dieser Art Kampagne beteiligen, die zumal in keinerlei erkennbarer Beziehung zu den berechtigten Anliegen von Hagalil steht, ist mir ein Rätsel.
10/26/07 17:28:20

wrote:
@GerdEric: Sie schreiben: "zudem ist Eva Herman nicht gelungen, ihren Abstand zu den Nazis zu verdeutlichen,
das hätte sie bei Kerner machen können"

Sie waren wohl während der Sendung ein paar mal auf dem Klo, sonst hätten Sie eigentlich mitbekommen müssen dass sich Eva Herman mehrfach ganz eindeutig distanziert hat.
10/26/07 18:08:26

wrote:
Viele Kinder sind gut - Und zwar für jeden Staat.

Und die Sache mit den Autobahnen sollte auch nochmal ganz deutlich erwähnt werden, jawohl!

Ein Vater
10/26/07 22:52:48

wrote:
Sehr geehrte Frau Hemmerlein,

am 26.10.2007 erschien bei "Israel National News" ein Artikel, der mich betroffen machte. Es wird von einer Sabotage an einer arabischen Wasserversorgungseinrichtung bei der Stadt Elon Moreh durch linke israelische "Friedens"aktivisten berichtet, welche anschließend den israelischen Bewohnern zugeschoben wurde, um diese zu diskretitieren. Siehe: "Leftists Photographed Staging 'Settler Harassment of Arabs'", von Maayana Miskin und Ezra HaLevi. Quelle:
http://www.israelnationalne...

Das wirklich Erbärmliche dabei: die Verursacher veröffentlichten die falschen Anschuldigungen selbst in der Zeitung "Yediot Acharonot". Und obwohl die wahre Täterschaft durch Fotoaufnahmen dokumentiert ist, weigert sich die Zeitung "Yediot Acharonot", diesen Artikel mit den falschen Anschuldigungen zu revitieren.

Sehr geehrte Frau Hemmerlein, ich muß Sie darauf hinweisen, dass Sie mit den nachweislich falschen Anschuldigungen gegen Frau Herman den gleichen Weg einschlagen wie die Zeitung "Yediot Acharonot". Ich bin der Ansicht, es ist falsch, wenn Sie davon ausgehen, dass Sie das Schicksal von einzelnen Personen wie etwa Frau Herman angesichts der überwältigenden Bedeutung der Verbrechen des Dritten Reiches nicht weiter interessieren muss, und dass die Opferung des Rufes einer unschuldigen Person im Dienste Ihrer grossen Aufklärungsarbeit zu vertreten sei. Sie täuschen sich hierin.
10/26/07 22:57:20

wrote:
Korrektur: der Artikel bei israelnationalnews.comn erschien am 10/03/07!
10/26/07 23:00:42

wrote:
Meinen Vorrednern Vincenz, Martin und Rainer kann ich mich nur anschließen: Es ist bedauerlich, dass hier auf "hagalil.com" zwei Wochen nach der Kerner-Show Eva Herman erneut als Verehrerin der NS-Familienpolitik hingestellt wird. Das ist ignorant und zeugt von einem eklatanten Mangel an Differenzierungsvermögen. Die inflationäre Propagierung des Nazi-Verdachts hilft niemandem. (Nein, ich finde Hermans Frauen- und Familienbild nicht toll.)
10/27/07 13:19:49

wrote:
Wow, die Jungs hier scheinen ja ganz gut auf den Artikel angesprungen zu sein... Eva Hermann mit allen Zähnen und Klauen zu verteidigen und sogar auf Zuhilfenahme eines Israelischen Zeitungsartikels, in dem scheinbar über Gewalt gegen Linke (!!!) berichtet wird, nicht zu verzichten, zeugt davon, daß Hermann wirklich in der Lage ist die Mutter der Nation zu verkörpern - armes Deutschland.
10/27/07 16:08:03

wrote:
Es bringt einfach garnichts, irgendetwas mit Tradition oder mit Volksglaube zu rechtfertigen oder zu begruenden. Dann entsteht zwanglaeufig der Eindruck eines Mythos, welcher garnicht vorhanden ist.
Christen sind keineswegs rechte Politik und Atheisten muessen auch keine linken Politiker sein.
Evtl. hat Eva H. Pech, dass Sie Eva heisst, denn mit diesem Namen wird sowohl in der Thora, in der Bibel als auch in den Medien allerhand verbunden.
Das Leben, Mutter aller Lebendigen...
nagut.
Dann gibts noch die EVAngelische Kirche.
Das ist das Feindbild des Papstes.
Beim Papst ist Mann der Boss und bei vielen anderen auch, besonders, wenn es ums Deutschtum geht. Da mach ich aber nicht mit, weil damit keinerlei, keinerlei gute Erfahrungen vorliegen, wenn es um Kausalitaet Hodenmensch geht, um Vorrang oder Chefsein zu begruenden.
Nicht der Penis ist entscheidend und nicht die Vagina.
Wenn Glaube an Gott nichts anderes ist, als diesen Unterschied hierarchisch zu ornden, braucht es wirklich keinen Gott! Das ist dann Irrlehre!

Natuerlich kann man auch sagen, als Deutschland anfing, den Shabbat auszuradieren, fiel der Sonntag auch hin und wurde ungueltig.
Andererseits gibt es viele Arbeiten oder Taetigkeiten, welche unabhaengig von Wochentagen NOT-WENDIG sind, um Not zu begrenzen, um Leben zu retten...

Eine Reduzierung von Wochenarbeitszeit und Lebensarbeitszeit liegt aber im Interesse Gottes, welcher das Wohl aller Menschen will.

Dort, wo Menschen am besten arbeiten und am besten leben, sollte Leben stattfinden und nicht umgekehrt.
Dasselbe gilt fuer Schulauswahl und Bildungsplaene.

Schon alleine die Tatsache, dass durch das Nazi-Deutschland unheimlich viel Hass produziert worden ist, sollte zur Vermeidung von Positivbeispielen fuehren.
Jeder Teufel versucht sich positiv darzustellen. Mephisto und Gretchen...
in Faust von Goethe.

Wer nicht in der Lage ist, beide Seiten zu hoeren, wie jeder Richter verpflichtet ist, weshalb es Anklage und Verteidigung gibt, braucht auch keine Statements fuer besondere Errungenschaften waehrend der Nazi-Zeit anzufuehren.
Das war die schlimmste Zeit in Europa seit den letzten 2000 Jahren.
10/27/07 16:25:56

wrote:
Welche Werbung gibts hier?
Eva Herman Buecher, portofrei, ohne Mindestbestellwert...
grins
10/27/07 16:34:02

wrote:
Die Aprikosenfarbe war diese Jahr in Deutschland im Heimwerkermarkt die einzige Konstante!
Wo kann ich Ausreise beantragen?
10/27/07 16:35:46

wrote:
"Und die Sache mit den Autobahnen sollte auch nochmal ganz deutlich erwähnt werden, jawohl!"

Ironie an: Jawoll, zumal die Autobahnen bereits in der Weimarer Republik geplant und auch schon gebaut wurde. Räselt: wer hat die erste deutsche Autobahn bauen lassen? Überraschung: es war Adenauer.Ironie aus. Aber daß das die Herman weiß, bezweifle ich doch sehr.
10/27/07 19:20:25

wrote:
An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Welche Tat hat man Eva Herman vorzuwerfen? Dass man den ersten Satz ihres Statements nicht zugeben will, in dem sie eindeutig sagte, dass der Nationalsozialismus die Werte der Familie kaputt gemacht hat? Welche Taten kann man also bei ihren Gegnern finden? Verleumdung, üble Nachrede, Borniertheit, Gehässigkeit. An ihren Taten habe ich sie erkannt.
10/28/07 00:15:22

wrote:
Eine Gerda hier scheint besonders wenig mitzubekommen. Weder versteht sie, welche Verdrehungen von bestimmten Medien vorgenommen wurden, um Eva Herman Nazitum anzudichten. Noch versteht sie einen simplen Artikel, der die Ansicht des israelischen Ministers Liebermann stützt, wonach der schlimmste Feind Israels die eigene Linke ist.
10/28/07 00:21:30

wrote:
@ Gott sieht in die Herzen

"...Borniertheit..."

Trifft wohl eher auf Sie zu bei diesem demütigen Namen.

Gerd.
10/28/07 00:35:25

wrote:
Die menschliche Fanatasie kennt kaum Grenzen, wenn es um Sex geht. Dem Einzelnen ist Kreativität zwar recht normal zugeteilt, aber er oder sie bekommt dann eben die "Anregungen" von anderen beigebracht. Eva Herman ist mit ihren "naiven" Werten zur Familie da ein Klotz am Bein. Man braucht einen Anlaß, die "Spielverterberin" zumindest mundtot machen zu können. Zwischen der sog. sexuellen "Selbstfindeung" und "Selbstverwirklichung", die ja im Grunde nichts anderes ist als möglichst viele Kopulationen, möglichst viele verschiedene Partner und die Anwendung möglichst vieler verschiedener Praktiken, wirken die öffentlichen Betroffenheitsäußerungen von Eva Herman über die Folgen wie eine schlimme Zumutung. Nein! Wir wollen nicht hören, dass wir unserer Gesellschaft die Reproduktionsgrundlage systematisch zerstören. Wir wollen ganz "frei" sein. Wer uns diese sexuelle "Freiheit", sprich: Verantwortungslosigkeit für den Nachwuchs, madig macht, der/die ist so schlimm wie ein, genau, eben ein Nazi. Also werden wir doch "nachweisen" können, dass Eva Herman ein Nazi ist? Helfen wir halt ein bischen nach. Lassen wir einen wichtigen Satz weg und stürzen uns wie beklopt, oder borniert, wie es Gerd Schulz nennt, auf einen aus dem Zusammenhang gerissenen Halbsatz. Denn von einer sexuellen Moral lassen wir uns ganz bestimmt nicht einschränken. Lieber vernichten wir, wer uns dabei ins Gewissen reden will. Eva Herman muß also weg. Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit ist da genauso wenig gefragt, wie sonst auch beim fic..n.
10/28/07 08:48:31

wrote:
"We've got a bit of an opportunity here. They're not having babies any more. So what if, instead, we have the babies?"

Moslemprediger Sheik Abdul Raheem Green aus London.

("Hier bietet sich uns eine Chance. Sie wollen keine mehr Kinder haben. Wie wäre es also, wenn wir die Kinder haben würden?")

Eva Herman hat einen Zustand beklagt, den sogar Moslem-Strategen in Europa für ihre Zwecke ausnutzen wollen.
10/28/07 09:06:48

wrote:
wie heisst deutschlands dümmster blondinenwitz ... richtig ... eva herman
10/28/07 11:27:35

wrote:
"Es ist ein Antifaschismus, der sich von seinem eigentlichen Gegenstand längst verabschiedet hat und dort am besten gedeiht, wo es keinen Faschismus gibt: in einem virtuellen Raum des wohlfeilen Widerstands."
10/28/07 11:34:26

wrote:
gstrein peter wrote:
"wie heisst deutschlands dümmster blondinenwitz ... richtig ... eva herman"

Blondinenwitze sind Ausdruck von Rassismus. Einem gemeinsames körperlichen Merkmal wird ein Persönlichkeitsmerkmale zugeschrieben. In diesem Fall ist es eine Kombination der Merkmale "weiblich" und "blond".
Werter "gstrein peter". Sie sind ein Rassist. Ich hoffe, dass die Frauen Sie durchschauen, bevor sie sich von Ihnen in den Dreck ziehen lassen.
10/28/07 11:47:26

wrote:
DER GERECHTE ist wohl ein selbstgerechter. möge er 120 jahre alt weden
10/28/07 11:55:07

wrote:
Du machst es Dir sehr einfach. Gehst kein einziges mal auf ein Argument ein. Denunzierst nur die, die Argumente haben. Schlechter Stil, lieber "..." Vier Beispiele, weitere müssen unweigerlich folgen ;)

---schnipp---
Welche Werbung gibts hier? Eva Herman Buecher, portofrei, ohne Mindestbestellwert... grins
---schnipp---
"...Borniertheit..." Trifft wohl eher auf Sie zu bei diesem demütigen Namen.
---schnipp---
wie heisst deutschlands dümmster blondinenwitz ... richtig ... eva herman
---schnipp---
DER GERECHTE ist wohl ein selbstgerechter. möge er 120 jahre alt weden
10/28/07 12:43:51

wrote:
Der Vorwurf, jemand bekunde noch heute Nazi-Sympathien ist ein äußerst schwerwiegender, denn ein solcher müsste doch wahrhaft ein Unmensch sein.

Wer also eine solche Schmähung von sich gibt, der muss, wenn ihm wirklich die Schrecken des Dritten Reichs vor Augen stehen, sehr sorgfältig prüfen, ob dies auch zweifelsfrei feststeht.

Alles andere ist Rufmord und auf alle Fälle eine Tatsachenbehauptung, die den Ruf der so geschmähten Person stark zu beschädigen vermag. Die Beweislast hat der, der schmäht (§ 186 StGb), nicht etwa muss der Geschmähte seine Unschuld beweisen, was ja das ganze rechtstaatliche Prinzip auf den Kopf stellen würde.

Aus dem symtaktisch missglückten, sonst aber eindeutigen, ständig zitierten Satz von Eva Herman ergibt sich die allerorten wiederholte Anschuldigung, sie habe die Familienpolitik der Nazis oder das Nazi-Wertesystem gelobt, keinesfalls, schon gar nicht zweifelsfrei.

Was sie, auch nach Auskunft ihrer eigenen Pressemeldung, konstatieren will, ist
1) Die heutige Gesellschaft zeigt nicht genug Wertschätzung für Einstellungen, die der Familie nützen würden.

2) Solche Einstellungen (Selbstlosigkeit, Zusammenhalt, Liebe zur Pflicht) waren früher einmal für die deutsche Gesellschaft typisch -- am Anfang des 20. Jh, vor 1933, nach 1945, ja und auch zwischen 1933 und 1945 sind sie über die Zeit gerettet worden, OBWOHL die Nazipolitik versucht hat, sie zu pervertieren.

3) Mit den '68ern sind diese Einstellungen dann über Bord geworfen worden. Diese wollten Nazi-Einstellungen bekämpfen, haben aber irrtümlich auch diese Wertschätzungen über Bord geworfen, die damals TROTZ der Nazis noch über die Zeit gerettet worden sind.

Ob man dies akzeptiert oder nicht, es ist schlimmstenfalls eine streitige Minderheitsmeinung, keinesfalls ein Lob auf die Nazis, denen Herman ja gerade eine Attacke auf die familienfreundlichen Einstellungen anlastet, indem sie deren Mutterbild als pervers bezeichnet.

Es zeigt ihre ganze Lebensgeschichte, dass Herman engagiert verbleibende Nazi-Sympathisanten bekämpft und Auschwitz-Leugner vor Gericht gebracht hat.

Es wäre wünschenswert, wenn auch die Teilnehmer am vorliegenden Diskussionsstrang etwas sorgfältiger mit solchen gewaltsamen Beschuldigungen umgingen.

Denn wenn man streitige, jedoch harmlose Minderheitenmeinungen wie diese nicht mehr äußern darf, ohne dass man gleich mit dem übelsten Rufmord zu rechnen hat, der hierzulande überhaupt möglich ist, dann ist das eine Attacke auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit, gegen die sich jeder Demokrat zur Wehr setzen sollte.
10/29/07 20:34:48

wrote:
@ zu gstrein peter alias Schulz

Gerd Schulz ist nicht @ Schulz.

Gerd
10/30/07 01:22:17

wrote:
Wer sich neben Asta Hemmerleins ollen Kamellen für die modernen "Probleme" der Familienpolitik in Deutschland interessiert, der lese ruhig einmal den Artikel des Bremer Professors für Geschlechter- und Generationenforschung Gerhard Amendt: "Kinderliebe, Elternliebe", zu finden auf der WELT-online unter http://www.welt.de/welt_pri...
10/30/07 17:45:32

wrote:
Link abgeschnitten?

http://www.welt.de/

dann

welt_print/article1299440/

dann

Kinderliebe_Elternliebe.html
10/30/07 17:47:35

wrote:
Sehr geehrte Damen und Herren,
bei Ihrer Diskussion, vergessen sie alle, dass es doch Meinungsfreiheit gibt. Es ist sogar in unserem Grundgesetz als Grundrecht, bezeichnet.
Die Vergangenheit gehört nicht zu
"Bewältigung", sondern zu Orientierung, denn ohne Vergangenheit gibt es keine Zukunft.
Was NDR (Herres) oder ZDF (Kerner) mit ihrer "political correctness" selbst der Grundrecht auf freie Meinung, als Letzte, was uns noch eingermaßen geblieben ist, uns Wgenehmen versuchen - das ist doch klar. Solche Medienmännchen jagen bereits seit den letzten 20 Jahren unseren Politiker, Schriftsteller, Geislichen und Journalisten.
Man darf un soll von über die Vergagneheit dikutieren und nicht sofort den Menschen schickanieren. Das ist der Hitergrund dieses "Skandal". Skandalös dabei ist nicht für den Bürger und nicht von Autoren, wie etwa Eva Herman, sondern für Betreiber der Medienmanipulation mit ihren Fälschungen und Misachtung von Menschenrechte.
Die Kündigung von Eva Herman von NDR ist eine Kündigung aus politischen Gründen, was zu Folge auch BERUFSVERBOT hat. Wenn es so weiter geht - dann die "politisch Richtigen" anstat des Volkes bei uns regieren werden und dann es wirklich eine Gesinnungsdiktatur wie in Russland 1917-1991 auch bei uns ohne Hitler und Nazi möglich wird. Schlißelich die Betreiber von "Experiment Kommunismus" waren doch keine Nazi und Hilter nicht in Kreml saß.
Um das nicht klarer auszudrücken: die ganze Propaganda von sog. "Antifaschisten" och nis zu Ende der mörderischen Diktatur in der UdSSR habe sich begreistert mit dem Mord an Millionen Russen und auch Juden in der UdSSR. Deswegen man spricht entlos hier von Holocaust und schweigt con GULAG.
Denn "Pikantes" dabei das in der UdSSR wurden auch nicht verschont von Totalitarismus. Und gerade von Bolschewiki so bezeichnter "SOZIALISTISCHE RECHTBEWUSSTSEIN" wurde auch für Juden zum Verhängnis. Mehr davon bitte nachlesen beim
Arno Lustiger, "Das rotes Buch des Kommunismus" (Fritz Bauer Institut, Frankfurt). Über diese Vergangenheit darf man auch nicht reden. Deswegen schiebt man gern die Menschen wie Eva herman in eine "braune Ecke".
Wenn schon das sein muss, damm bitte nicht vergessen auch die "rote Ecke".
Sonst der Art der Diskussion hat kein Wert.
Und lassen Sie erst bei der nicht "politisch Korrekten" (zum Glück diese ist noch die Mehrheit in unserem Landa) über die "Werte" erkündigen.
Die Sorgen über entartete Werte macht nicht nur Eva Herman in ihren Bücher, sondern viele adere Autoren, die druch eine soche Pandemie wie die "politische Richtigkiet", nocht nicht infiziert.
Denken ist gut, NACHdenken ist besser!
02/21/08 23:58:37

Add Comments








- - -