Vor 75 Jahren wurden jüdische Zwangsarbeiter aus Luxemburg deportiert

Am 17. Oktober 1941 verließ gegen ein Uhr nachts ein Zug den Hauptbahnhof in Luxemburg. Darin waren 518 jüdische Menschen, die die Nazis ins Ghetto Litzmannstadt im polnischen Łódź deportieren. Nur 15 von ihnen überlebten. 192 kamen aus dem Regierungsbezirk Trier. Unter den 326 Juden aus Luxemburg befanden sich viele, die in den Wochen vorher als Zwangsarbeiter in einem Autobahn-Arbeitslager bei Wittlich interniert waren…

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TV: Ein blinder Held – die Liebe des Otto Weidt

Mit List und Bestechung versucht der Berliner Bürstenfabrikant Otto Weidt in den 40er Jahren, seine Mitarbeiter, die fast alle Juden und fast alle blind sind, vor dem Zugriff der Gestapo zu bewahren. Als seine Sekretärin Alice Licht am Ende nach Auschwitz deportiert wird, macht sich Weidt, selbst nahezu blind, auf den Weg, um sie zu befreien. Es gelingt ihm, doch seine Liebe zu ihr bleibt unerfüllt…

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Sozialtschiki: In der Armutsfalle

Das Judentum in Deutschland spricht zum Großteil Russisch, ist zu einem hohen Prozentsatz im Renten- oder im Renteneintrittsalter und lebt in der Regel an der Armutsgrenze, d.h. von der staatlichen Grundsicherung. „Sozialtschiki” heißen im russischdeutschen Jargon diese Menschen, die man allenthalben in den jüdischen Gemeinden zwischen Flensburg und Konstanz trifft…

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Mitbegründer des Zentralrats und Kämpfer für Entschädigung: Zum 100. Geburtstag von Norbert Wollheim

Er gehörte zu den Begründern des Zentralrats der Juden in Deutschland und setzte mit seiner Klage gegen die I. G. Farben für die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter einen Meilenstein: Heute vor 100 Jahren wurde Norbert Wollheim sel. A. geboren. Wir gedenken seiner in Anerkennung und Respekt! Norbert Wollheim, am 26. April 1913 in Berlin geboren, musste 1933 sein Jura-Studium abbrechen und ließ sich zum Schweißer ausbilden, eine Berufswahl, die ihm später das Leben rettete…

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Schlagworte im Rechtsextremismus: Arbeitsscheu

Als „arbeitsscheu“ werden im Tagesgespräch oft Menschen diffamiert, die als Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger ohne eigenes Verschulden nicht am Erwerbsleben teilnehmen können. Der Vorwurf der Arbeitsscheu diente in der NS-Zeit als Bestandteil der Sammelbezeichnung „Asoziale“ zur Charakterisierung von bestimmten Angehörigen der sozialen Unterschichten (wie beispielsweise Bettler, Prostituierte, Obdachlose, Trinker, Drogenabhängige, Nichtangepasste, Aussteiger), die meist keiner geregelten Beschäftigung nachgingen. Er wurde schon lange vor der nationalsozialistischen Zeit als Begründung sozialfürsorgerischer Zwangsmaßnahmen („Arbeitshaus“) benutzt…

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Erklärung des Auschwitz-Komitees zur rechtsradikalen Attacke in Bergedorf

In der vergangenen Woche kam es bei der Enthüllung eines Mahnmals für Zwangsarbeiter in Hamburg-Bergedorf zu einem erschreckenden Zwischenfall. Ein 41jähriger Mann attackierte die aus Polen angereisten ehemaligen Zwangsarbeiter und besprühte sie mit Pfefferspray. 7 der 8 Betroffenen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die anwesenden Politiker zeigten sich bestürtzt und beschämt. Der 41jährige Angreifer hat bereits einen Strafbefehl wegen Verebreitung rechtsradikaler Propaganda erhalten…

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Holocaust: Die Bilanz der »materiellen Schoah« (4)

Seltsamerweise wurde – sechzig Jahre nach der Befreiung von Auschwitz – immer noch keine umfas­sende Untersuchung über die wirtschaftlichen Folgen der »Endlösung« vorgelegt. Auch jüdische Historiker und Wissenschaftler, die sich mit dieser Geschichte befassen, haben ihren ökonomischen Aspekt kaum berührt…

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Zahlen und Fakten: Die Entschädigung der Holocaust-Überlebenden

Um den historischen Prozess zu analysieren, der dazu geführt hat, dass das System der individuellen Entschädigungen für die Schoah-Überlebenden in Deutschland und Israel von Grund auf verbogen wurde, war die Untersuchung unzähliger Dokumente, Zeugenaussagen und Quellen notwendig…

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