Herzl im ZDF: Der Traum vom Gelobten Land

„Theodor Herzl und das moderne Israel“ lautet der Untertitel einer Spiel-Dokumentation von Monika Czernin und Melissa Müller, der aus Anlass des 150. Geburtstags von Theodor Herzl im ZDF ausgestrahlt wird. Die Filme-Macherinnen versuchen den Spagat zwischen historischer Dokumentation des Lebenswegs des Begründers des politischen Zionismus und Darstellung der israelischen Realität, die vom Konflikt mit den Palästinensern geprägt ist…

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Siegfried Bernfeld: Psychoanalyse, Pädagogik und Zionismus

Siegfried Bernfeld (1892 – 1953) war einer der  produktivsten jüdischen Psychoanalytiker und Pädagogen. Er gehörte in Wien zu dem engen Kreis um Sigmund Freud, sein reformpädagogisches Werk gehört zu den pädagogisch-psychoanalytischen Klassikern. Bernfeld wuchs in Wien auf und engagierte sich in den Jahren von 1914 – 1921 in der zionistischen Bewegung. Sein „Kinderheim Baumgarten“ war ein wegweisendes psychoanalytisch-pädagogisches Modellprojekt für jüdische Waisenkinder. Mehrere seiner Schüler und Kollegen emigrierten in den 1930er Jahren in das damalige Palästina, engagierten sich in der Kibbuzbewegung und bauten die Israelische Psychoanalytische Vereinigung auf. Bernfelds Wirken als Zionist ist hingegen im deutschsprachigen Raum weitgehend in Vergessenheit geraten…

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„Die mysteriöse Macht des Kapitals wird den Juden zugeschrieben“

Moishe Postone lehrt Geschichte an der Universität Chicago. Neben seiner Arbeit zu Marx’ Kritik der politischen Ökonomie hat er eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Theorien zum »linken Antisemitismus« gespielt, die untersuchen, in welcher Weise Positionen linker Gruppen, insbesondere deren Kritik an Israel, auf Feindschaft gegen Juden gründen oder diese bestärken können. Im Gespräch äußert sich Moishe Postone über Zionismus, Antisemitismus und die Linke…

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Von Stiftungen und Anstiftern: Zur aktuellen Kontroverse um Norman G. Finkelstein

Deutsche Parteistiftungen führen ein eigentümliches Doppelleben. Sie halten sich einerseits für autonom, wissen sich aber doch der Partei verschwistert, von der sie letztlich ins Leben gerufen worden sind, und so fristen sie ein Dasein in »Parteinähe«, was im Grunde aber nichts anderes als unbedingte Parteitreue meint. Dagegen ist nichts einzuwenden. Politische Gebilde brauchen Organe für ihre Wirkung in all den Bereichen, in denen sich Politik breitmacht – also überall…

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Die israelische Linke und ihr zionistisches Erbe: Die vertane Chance von 1967

Die Ohnmacht der israelischen Linken, die sich zuletzt am Wahldebakel der Arbeitspartei vom Februar 2009 zeigte, hat tragische Folgen für die gesamte Gesellschaft. Die Ursachen sind im Prinzip dieselben, die schon zur historischen Niederlage von 1977 geführt haben, als in Israel erstmals die Rechte an die Macht kam…

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Vom jugendlichen Zionisten zum selbstbewussten Diasporajuden

Es ist mehr als vierzig Jahre her, dass ich, ein 1947 in der Schweiz geborener, im westlichen Nachkriegsdeutschland aufgewachsener Jude, meinen Versuch, Israeli zu werden – damals hieß das »auf Alija gehen« – abgebrochen habe und nach Deutschland zurückgekehrt bin…

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Störenfriede des Zionismus

Theodor Herzls kanonische Aussage nach dem ersten Zionistenkongress – „In Basel habe ich den Judenstaat gegründet“ – ist seit langem zu einer abgegriffenen Formel geworden, weswegen ihre tiefere Bedeutung uns manchmal aus den Augen gerät. Diese kommt in den darauf folgenden Sätzen in Herzls Tagebuch zum Ausdruck, wo es heißt, der Kongress sei zu einer Nationalversammlung des jüdischen Volkes geworden, die heute nichts sei, aber eines Tages alles sein werde…

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Historische Chanukkageschichten I.: Der makkabaeische Freiheitskampf

Zu Chanukka möchten wir unseren Lesern jeden Tag eine historische Chanukka-Geschichte vorstellen, die einerseits die Stimmung und Probleme der jeweiligen Zeit widerspiegeln und andererseits zeigen, dass viele Überlegungen und Probleme des deutschen Judentums von damals auch heute noch von erstaunlicher Aktualität sind. Die erste Geschichte ist eine Abhandlung von Nathan Birnbaum (veröffentlicht unter seinem Pseudonym) zu den Makkabäern, erschienen 1901 in der Zeitschrift „Ost und West“…

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Zionismuskritik: Prophet im eigenen Land

In Deutschland schlägt er das meist nichtjüdische Publikum in seinen Bann. Sie strömen zu Hunderten in seine Lesungen und hören dem leidenschaftlichen, demagogisch nicht unbegabten Redner gebannt zu, wenn er erklärt, warum er, der aus dem Herzen des zionistischen Systems, dem Glutkern israelischer Politik stammt, an ihr verzweifelt ist, zur Umkehr aufruft und damit für viele zum Renegaten geworden ist. Jüdische Zuhörer hingegen sind meist verstört und konfrontieren ihn mit dem Vorwurf, indirekt judenfeindliche Stimmungen zu bestärken. Warum beides der Fall ist, erfährt das Publikum aus Burgs kürzlich auf Deutsch erschienenem Buch Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss…

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