Siret: Die Stadt als „Er-Innerung“

Siret ist eine kleine Stadt in der Südbukowina am Rande der Karpaten. Die Bukowina stand 144 Jahre unter österreichischer Herrschaft. 1918, nach dem verlorenen Krieg, mußte Österreich die Provinz an Rumänien abtreten. Sereth, wie das Städtchen unter Österreich hieß, wurde von den Rumänen umgetauft und hieß nun Siret. Aber unter den Bukowinern hieß Siret weiter Sereth, und daran hat sich bis heute nichts geändert…

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Wiener Chuzpe und Tinnef

„Es dürfte nicht unbemerkt bleiben, daß in diesem Heft wiederholt und öfter als sonst Ausdrücke wie Chuzpe, Gewure, Mezzie, Rebbach, Nebbich, Ponem, ja sogar Asis- Ponem vorkommen. Man darf aber nicht vergessen, daß es sich um Fragen und Probleme des deutschen Geisteslebens handelt, für dessen erschöpfende Darstellung ich allerdings häufig von einem Tinnef ausgehe.“ Karl Kraus…

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Simon Wiesenthal: Der Unbequeme

Er hatte viele Freunde. Aber vielen – noch mehr – war er auch ganz einfach unbequem. Dass ihn (mehr oder weniger ehemalige) Nationalsozialisten hassten, weil sie ihn fürchteten, liegt auf der Hand. Aber Simon Wiesenthal war auch so vielen lästig, weil er ein Stachel war. Er erinnerte diejenigen – Juden und andere, dass der Preis zu hoch war, der für ein Arrangement mit einer Schlussstrich-Gesellschaft zu zahlen gewesen wäre…

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Wie Wien zu seinen Sefarden kam:Die wundersame Geschichte des Diego de Aguilar

Sie sind jung, sie sind hübsch. Und sie heissen fast immer Rahel oder Ester, la ermoza Rahel oder la ermoza Ester. Und sie sind jüdisch, genauer: Sie sind conversas, also Nachkommen von zwangsgetauften Juden. Sie machen wegen angeblicher jüdischer Geheimlehren Bekanntschaft mit der Inquisition, die sie verhört, und gelegentlich foltert…

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Wiener Wiesenthal Institut: Auseinandersetzungen eskalieren

Wie „profil online“ exklusiv berichtet, ist der überwiegende Teil des hochrangig besetzten Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des Wiener Wiesenthal Instituts zurückgetreten. In seinem Schreiben betont er, die „notwendigen Voraussetzungen für wissenschaftlich unabhängige Arbeit“ des 2005 gegründeten Instituts seien nicht länger gegeben…

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Hirnforschung: Die Suche nach dem Gedächtnis

Der 1929 in Wien geborene Nobelpreisträger Eric Kandel ist einer der bedeutendsten Hirnforscher unserer Zeit. Vor der NS-Ausrottungspolitik floh er mit 9 Jahren nach Amerika. In New York studierte er Literatur, wurde später Psychoanalytiker und Mediziner. Seit 50 Jahren hat er sich auf die Hirnforschung spezialisiert; sein Forschungsthema hängt eng mit seinen traumatischen Kindheitserlebnissen in Wien während des Holocaust zusammen: Die Suche nach dem Gedächtnis…

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Pressefreiheit auch in Österreich eingeschränkt: Warnung vor globaler Medienkrise

Anlässlich des Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai macht die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) auch dieses Jahr wieder auf die Verletzungen der Pressefreiheit aufmerksam. Die Einschränkung und Bedrohung der freien Berichterstattung betrifft laut ROG Nationen auf der ganzen Welt und wird auch hierzulande sichtbar…

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