Europawahl muss Fanal gegen Nationalismus und Antisemitismus werden

Das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland und der SPD-Parteivorstand sind am heutigen Montag in Berlin zu einem Gedankenaustausch zusammengetroffen. Bei dem zweistündigen Gespräch im Willy-Brandt-Haus ging es um die aktuelle Lage der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und Europa sowie u. a. um die Themen Antisemitismus und die Implementierung der internationalen Antisemitismus-Definition, um Altersarmut jüdischer Zuwanderer sowie Deutschlands internationale Rolle in Bezug auf Israel…

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Alte Tante SPD: Wie hältst du’s mit Israel?

Wäre eine Kanzlerschaft von Martin Schulz für Israel und die deutsch-israelischen Beziehungen „gut“ oder „schlecht“? So einfach die Frage klingt, so schwer ist sie zu beantworten. Die Frage erinnert an jenen Mann, der einen Freund fragt: “Nu? Wie ist denn deine Frau so im Bett?” Der Angesprochene überlegt kurz und erwidert: „Die einen sagen so, die anderen so”…

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Eine Wiedererinnerung an Bruno Asch

„Aus der aktiven Politik bin ich nun als Sozialdemokrat ausgeschaltet, aber auch als Jude,“ notiert Bruno Asch im April 1933 in seinem Tagebuch. Wenige Wochen später flieht der 1890 in Posen geborene Wirtschaftswissenschaftler und jüdische Sozialist nach Amsterdam. Dies half Asch, der sich in seiner Studienzeit leidenschaftlich mit zionistischen Themen beschäftigt hatte, nichts: Der bekannte Frankfurter und Berliner Stadtkämmerer nahm sich am 15.5.1940, als die Niederlande vor den Nazis kapitulierte, voller Verzweiflung das Leben. Er wurde nur 49 Jahre alt…

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Die Mietpreisbremse – notwendiges Instrument oder Überregulierung?

In vielen deutschen Städten wird die Wohnungsnot immer größer. Wer in den beliebtesten Städten des Landes nach bezahlbarem und gutem Wohnraum sucht, ist fast chancenlos. Gerade Studenten, Singles und Menschen mit geringem Einkommen klagen über zum Teil haarsträubende Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt…

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SPD und Israel: Im deutschen Wald der Ressentiments

Kein anderes außenpolitisches Thema versetzt die Deutschen so sehr in Rage wie die Diskussion um die Existenz und Politik des Staates Israel. Während Begriffe wie „Dänemarkkritik“, „Schweizkritik“ oder „Russlandkritik“ im normalen Sprachgebrauch praktisch nicht existent sind, ist das Wort „Israelkritik“ in aller Munde – Suchmaschinen wie Google liefern fast 150.000 Einträge (Stand: 20.1.2013). Es ist tausendmal gesagt und soll auch an dieser Stelle wiederholt werden: Selbstverständlich ist Kritik an Israel „erlaubt“ – sie kann legitim oder gar notwendig sein, so wie Kritik an jedem anderen Staat auch…

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