Gedenken an die Schoa wichtiger denn je

Am 27. Januar gedenken wir weltweit der Opfer der Schoa. Wir erinnern an sechs Millionen ermordete Juden sowie an die ermordeten Sinti und Roma und Homosexuellen, an die Euthanasie-Opfer und all jene, die wegen ihres Widerstands gegen die Nationalsozialisten hingerichtet wurden. Wir werden sie nie vergessen! …

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Gedenktag Yom HaShoa we-haG’wura in der Budge-Stiftung

In Israel heulen am Yom HaShoa we-haG’wura, dem Tag des Gedenkens an die Shoa und des Widerstands, minutenlang die Sirenen. Es ist unglaublich beeindruckend, wie die Menschen dann überall stumm und andächtig stehen bleiben – mitten am Tag, mitten im Alltagsgeschehen. Auch der öffentliche Verkehr steht dann still; aus den Autos steigen die Leute aus und bleiben auf der Straße mit gesenktem Kopf neben ihren Fahrzeugen stehen. Es ist dann, als ob die Welt stehen bleibt. Das hätte die Welt damals tun müssen – aber sie drehte sich weiter…

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Marsch des Lebens

Rund um den 5. Mai 2016 wurden anlässlich des jüdischen Holocaustgedenktages Jom haSchoa in Berlin, Leipzig, Dresden und Tübingen sowie in zahlreichen weiteren Städten in Deutschland in Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden Märsche des Lebens mit reger Beteiligung durchgeführt. Zwei Abgeordnete des israelischen Parlaments, der Knesset, waren aus Israel angereist, um an den Märschen teilzunehmen und zu sprechen. Der Marsch des Lebens will mit Gedenkmärschen auf der Straße ein Zeichen der Solidarität zu Israel und gegen den modernen Antisemitismus setzen…

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Majdanek

Mordechai Strigler (1918–1998) begann kurz nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald im April 1945, seine Erfahrungen im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek in literarischer Form zu verarbeiten. Er legt jedoch keine nüchterne Schilderung des Lebens und Leidens der jüdischen Häftlinge vor, sondern reflektiert tiefgründig die Psychologie und Reaktionen der Opfer und ihrer Henker von der SS. Strigler kaschiert nicht die Fehler und menschlichen Schwächen der Opfer, über die er wie von Wesen aus Fleisch und Blut berichten möchte…

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Der Psychoanalytiker Sammy Speier (2.5.1944 – 19.6.2003)

Die Studie stellt wesentliche biografische Phasen aus dem Leben und Wirken des jüdischen Psychoanalytikers Sammy Speier (1944 – 2003) vor. Speier, der in Israel geboren wurde aber in Frankfurt am Main wirkte, verstand sich als ein politischer Psychoanalytiker; sein theoretisches, klinisches und gesellschaftliches Denken und Handeln war aufs Engste mit der Schoa verknüpft. Das Schweigen insbesondere von politisch links orientierten Menschen sowie seiner Berufskollegen verstand er als eine seelische Einfühlungsverweigerung. Die Umkehrung dieser Verweigerung entspricht der Hypothese des israelischen Psychoanalytikers Zvi Rix: „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.“ Für den Autor steht das Vergessen dieses undogmatisch-kämpferischen jüdischen Psychoanalytikers symptomatisch für die Verweigerung der Deutschen, die Verantwortung für ihre mörderische Vergangenheit zu übernehmen wie auch die schwierige Lebenssituation in Israel angemessen zu verstehen…

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Letzter Überlebender des Vernichtungslagers Treblinka gestorben

Samuel Willenberg, geboren am 16. Februar 1923 in Częstochowa in Polen (deutsch: Tschenstochau), war 20 Jahre alt, als er 1942 ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wurde. Auf Rat eines anderen Gefangenen gab er bei der Selektion an, Maurer zu sein, obwohl dies nicht stimmte. Dieser Ratschlag rettete sein Leben. Alle anderen, die mit demselben Transport ankamen, wurden sofort in die Gaskammern geschickt…

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