Mit Kartoffeln gegen Amerika oder: wie weit ist es bis zur AfD

Robert Farle, vor 1989 Stadtrat der DKP in deren Hochburg Gladbeck, wurde bei den Wahlen am 13. März als Direktkandidat für die AfD mit 30,1 % der Erststimmen im Wahlkreis Saalekreis in den Landtag von Magdeburg gewählt. Ein noch höheres Ergebnis als für die Landesliste der AfD, die im Saalekreis 27,4% der Zweitstimmen erhielt – immer noch über dem Landesdurchschnitt von 24,2 %. Der Stimmenanteil bei den Erststimmen liegt gegenüber den Zweistimmen im Saalekreis um etwas mehr als die 1,9% höher, welche die Landesliste der NPD dort erhielt. Die NPD rief dazu auf, mit der Erststimme die Direktkandidaten der AfD zu wählen…

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Biedermänner und die Brandstifter

Der Rechtsruck in politischen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Fragen in der BRD ist verantwortlich für traurige Höchststände rechter Gewalt in der BRD. Die allgemein akzeptierte gesellschaftliche Hetze gegen Flüchtlinge aus der „Mitte der Gesellschaft“ ermuntert erst Neonazis zu menschenverachtenden Gewalttaten…

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Dormitio Zion erneut beschmiert: „Jesus ist Affe“

Die Benediktiner-Abtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg, eines der Wahrzeichen Jerusalems, ist in der Nacht zum Freitag von Unbekannten mit gehässigen Graffitis erheblich beschädigt worden. Zugleich sind sieben Autos mit Ölfarbe bespritzt worden und zwei Reifen wurden zerschnitten. „Christen sind Affen“, „Jesus ist ein Affe“, „Die Affen durchlöchern“, „Christen sind Sklaven“, „Chavat Maon“ (der Name eines zum Abriss vorgesehenen Siedlervorpostens bei Hebron) und ähnliche Sprüche auf Hebräisch „zierten“ die Gemäuer und parkende Autos…

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Jüdischer Weltkongress: Zeichen gegen Antisemitismus in Ungarn

Zum Abschluss seiner Jahrestagung in Budapest hat der Jüdische Weltkongress (WJC) am Dienstag das Verbot rechtsextremistischer Parteien in ganz Europa angemahnt. Einige Kommentatoren fordern von der EU ein stärkeres Eintreten gegen Ungarns rechtskonservative Regierung, die Antisemitismus toleriere. Andere halten es für ungerechtfertigt, den Konservativen im Land pauschal Judenhass zu unterstellen…

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Erklärung des Auschwitz-Komitees zur rechtsradikalen Attacke in Bergedorf

In der vergangenen Woche kam es bei der Enthüllung eines Mahnmals für Zwangsarbeiter in Hamburg-Bergedorf zu einem erschreckenden Zwischenfall. Ein 41jähriger Mann attackierte die aus Polen angereisten ehemaligen Zwangsarbeiter und besprühte sie mit Pfefferspray. 7 der 8 Betroffenen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die anwesenden Politiker zeigten sich bestürtzt und beschämt. Der 41jährige Angreifer hat bereits einen Strafbefehl wegen Verebreitung rechtsradikaler Propaganda erhalten…

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Israel: Die verwandelte Orthodoxie

Je häufiger sich der öffentliche Diskurs mit der Sprachmünze »jüdischer Staat« befasst, desto relevanter und entscheidender wird die Stimme und Meinung der jüdischen Orthodoxie im Land. Da die säkulare Mehrheit im israelischen Judentum ihren Anspruch auf die Definition, in welcher Hinsicht der Staat »jüdisch« sein solle, ja ihren Anspruch auf die Bestimmung von Zielen für Gesellschaft und Politik aufgegeben hat, bleibt es eigentlich der Orthodoxie, einer Minderheit in der Bevölkerung und in der politischen Klasse, überlassen, über beides zu entscheiden…

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Mit starker Hand gegen die Radikalen

Der Autor dieser Zeilen wurde in einem religiösen Internat in der Nähe von Kfar Hasidim im Norden des Landes unterrichtet. Jungen und Mädchen lernten gemeinsam. Die Mädchen häkelten Kippot für die Jungen. Und die Institution stand unter der Schirmherrschaft von Hapoel Hamizrahi, einer moderaten zionistischen Partei, aus der schließlich die ersten Advokaten für ein Groß-Israel hervorgingen…

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Das archaische drakonische Gewissen oder: Schlagt sie alle tot

Der rechstextreme Gewalttäter ist mit Recht ganz am Ende eines Spektrums der Pathologie anzusiedeln, dort, wo primitivster Sadismus an Stelle eines Gewissens steht. Ungemilderte Aggressionsäußerung und ein nahezu unbeherrschbarer Drang nach Machtausübung und Erniedrigung oder Ermordung anderer beherrschen das Welt- und Selbstbild des rechtsextremen Gewalttäters…

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Griechische Nationalisten greifen Albaner an

Seit rund zehn Tagen greifen an verschiedenen Orten Griechenlands, griechische Nationalisten albanische Emigranten an. Besonders hart toben die Kämpfe in der Gemeinde Verias, rund 70 km westlich von Thessaloniki. Am vergangenen Samstag Nachmittag veranstalteten za. 200 Anhänger der rechtsradikalen Organisation „Hrisi Avgji“ eine Kundgebung am Marktplatz von Verias. Sie protestierten, weil in den letzten Tagen bei Angriffen auf Albaner, auch einige Griechen verletzt wurden…

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