Paul Parin (20.9.1916 – 18.5.2009): Zum Tode des Psychoanalytikers, Schriftstellers und skeptischen Weltbürgers

„Ich hab‘ mich schon seit 1934 auf die Chirurgie gestürzt, weil ich wusste, es kommt ein Weltkrieg“. Eine für Paul Parin in ihrer Präzision und Nüchternheit typische Bemerkung bzgl. der Motive seiner ersten Berufswahl: Medizin. Gegen die Nationalsozialisten. Er machte sie 1992 bei einer Lesung in Köln. Heute, am 18.5.2009, ist der streitbare, liebenswerte Schweizer Schriftsteller und Psychoanalytiker Paul Parin 92-jährig in seiner Heimatstadt Zürich verstorben, wo er seit 1938, mit Unterbrechungen, gelebt hat. Er war für mich ein Vorbild. Kein Autor hat mich mit seinen tiefgründigen, erzählenden Büchern und Essays so tief bewegt, so angeregt wie Paul Parin…

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Von Wien nach New York: Zum Tode der Psychoanalytikerin Else Pappenheim (22.5.1911 – 11.1.2009)

Die österreichisch-amerikanische Psychoanalytikerin Else Pappenheim war das letzte Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung (WPV) – und gehörte doch allzu lange zu den Vergessenen der von Sigmund Freud geprägten, ins Exil vertriebenen Wiener Psychoanalytikerinnen. Am 11. Januar ist sie 97-jährig in New York verstorben. Ein Anlass, an ihren schwierigen, und doch produktiven Lebensweg zu erinnern…

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