Der Riss durchs Geschlecht

Geschlechtlichkeit bleibt ein Thema trotz der vielbeschworenen Fortschritte in den modernen Gesellschaften: Der individuelle, jedem Menschen ganz eigene Konflikt mit der Entdeckung des eigenen Körpers beim Erwachsenwerden, mit dem Begehren nach und von Anderen und mit dem Erleben von Nähe und Distanz ist umgeben von einem dichten Netz von Werten und Normen mit ihren entsprechenden Sanktionen, welche wiederum selbst Gegenstand gesellschaftlicher Konflikte sind…

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Heilen nach dem Holocaust

Lange hat Henri Parens, renommierter amerikanischer Psychoanalytiker und Überlebender der Shoah, damit gerungen, über seine Erinnerungen an seine Verfolgung zu schreiben. Zu sehr fürchtete der 1928 im polnischen Lodz geborene Jude, von den zerstörerischen Erinnerungen überrollt, überwältigt zu werden. „Sprich, Erinnerung, sprich!“ lautete Vladimir Nabokoss Forderung – sie könnte als Motto über Parens nun vorliegende Lebenserinnerungen stehen…

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„Das Exil war meine Universität“

In einer Zeit, in der die letzten Zeitzeugen des nationalsozialistischen Vernichtungs- und Vertreibungsterrors aus Österreich von uns gehen, wie kürzlich Vilma Neuwirth oder Ari Rath, ist es von besonderer Bedeutung, das Vermächtnis dieser Personen für die Nachwelt festzuhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der ebenfalls bereits im September des vergangenen Kalenderjahres verstorbenen Hannah Fischer hat die Zeithistorikerin Sandra Wiesinger-Stock einen schmalen Porträtband gewidmet, der im mandelbaum verlag erschienen ist und zu einem großen Teil auf Selbstaussagen Fischers basiert…

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