Die Juden in Laa an der Thaya – Eine Spurensuche

Laa an der Thaya ist eine Kleinstadt in Niederösterreich. Etwa 4500 Einwohner hat die Schulstadt, die direkt an der Grenze zu Tschechien gelegen ist. Hier bin ich geboren und habe mehr als die Hälfte meines Lebens verbracht. Doch nicht nur ich bin in Laa a. d. Th. aufgewachsen, sondern auch viele Menschen, die heute auf der ganzen Welt verstreut leben und viele, deren Existenz von zu vielen heutigen Einwohnern der Stadt totgeschwiegen wurde…

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Kreiskys Antisemitismus – eine verharmloste Tatsache

„Wenn die Juden ein Volk sind, so ist es ein mieses Volk“ – diesen Satz, der seinerzeit hohe Wellen schlug, äußerte der damalige österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky 1975 in einem Interview mit dem israelischen Journalisten Zeev Barth.[1] Und er war nur einer von vielen einschlägigen Sagern und Anspielungen im öffentlichen bzw. halböffentlichen Raum, die man als antisemitisch und untragbar bewerten muss.[2] Dass die Empörung dennoch vor allem auf jüdischer und israelischer Seite, aber nicht so sehr bei der österreichischen Mehrheitsgesellschaft, selbst in liberalen Kreisen,  zu finden war, hing – wie noch zu zeigen sein wird –  auch damit zusammen, dass Kreisky selbst jüdisch war…

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Eine jüdische Biographie zwischen Orient und Okzident

Das Leben des 1810 im böhmischen Chrast geborenen und 1894 in Wien verstorbenen Ludwig August Frankl war ungeheuer vielfältig und gerade vor dem zeithistorischen Hintergrund des 19. Jahrhunderts, das seine Lebensspanne nahezu vollständig umfasst, spannend und aufschlussreich. Er gehörte zur ersten Generation akademisch gebildeter Juden in der Habsburger Monarchie. Als Akteur der Revolution von 1848 blieb er vor allem als Autor des Gedichts „Die Universität“, das gewissermaßen als Hymne der Revolution gehandelt wurde, im Gedächtnis der Nachwelt erhalten…

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