„Mölln fühlt sich unschuldig“ – und wir?

In der Nacht auf den 23. November 1992 wurden in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln Brandanschläge auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser verübt. Die Täter, zwei Neonazis, ermordeten zwei Mädchen, Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz, 10 und 14 Jahre alt, sowie ihre Großmutter Bahide Arslan. Neun weitere Bewohner wurden zum Teil schwer verletzt…

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Biedermänner und die Brandstifter

Der Rechtsruck in politischen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Fragen in der BRD ist verantwortlich für traurige Höchststände rechter Gewalt in der BRD. Die allgemein akzeptierte gesellschaftliche Hetze gegen Flüchtlinge aus der „Mitte der Gesellschaft“ ermuntert erst Neonazis zu menschenverachtenden Gewalttaten…

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Polizeibeamter mit Reichskriegsflagge

Sich online eine Laserzielvorrichtung zu bestellen, war dann doch ein etwas zu selbstsicherer Einfall eines 41-jährigen, in Hamburg in der Wache 24 tätigen Polizeibeamten. Die für seinen Wohnort in Schleswig-Holstein zuständigen Zollfahnder in Mölln fingen das ihnen verdächtig erscheinende Paket aus China ab – der Besitz eines derartigen Zusatzgerätes für Schusswaffen ist in Deutschland strafbar…

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„National befreite Zone“? Neonazismus in Vorpommern

Im Osten Mecklenburgs und in Vorpommern existiert wohl die dichteste Kameradschaftsszene in der BRD. In der Deutschen Stimme, dem Publikationsorgan der NPD, erläuterte der Neonazi Enrico Hamisch die Strategie der extremen Rechten in Vorpommern: „National befreite Zonen [1] und Gebiete müssen daher in ihrer bereits bestehenden Infrastruktur fortwährend ausgebaut, gestärkt und gefestigt werden“…[2]

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Von schützenden, diebischen und mordenden Händen

Es ist ein mühsames Buch. Mühsam zumindest für Journalisten, die beim Lesen ständig gegen checken (wollen & müssen), was Fiktion ist, und was real. Und vieles von dem, was real ist, würde man sich ins Reich der Fiktion wünschen, … in das Hirn eines verschrobenen Autors, der sich wilde Verschwörungstheorien baut. Leider aber sind die schockierendsten Details stets real- und die schöneren Momente- fiktiv…

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Beates Märchenstunde

Gestern war es soweit, die Angeklagte Beate Zschäpe ließ durch ihren Anwalt nach mehr als zweijährigen Schweigen eine Erklärung im Rahmen des NSU Prozesses in München verlesen. Neben mir saß ein Angehöriger eines Mordopfers auf der Besuchertribüne im Gerichtsaal und schüttelte währenddessen permanent den Kopf. Dieses Kopfschütteln war mehr als verständlich. Die Aussage war nichts weiter als eine dummdreiste Märchenstunde…

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