Dogan Akhanli: Eine Lesung und ein Gespräch

Nach seiner Freilassung aus einem türkischen Gefängnis lebt Dogan Akhanli, deutsch-türkischer Schriftsteller und Menschenrechtler, wieder in Köln. Und findet Zeit und Kraft, wieder als Schriftsteller zu wirken. Am 20. April wird Dogan Akhanli im Kölner Literaturhaus aus seinem deutschsprachigen Werk lesen. In einem mit „Wenn ich auf Deutsch schreiben könnte, wäre es natürlich einfacher…“ betitelten schönen Interview mit der Zeitschrift „rheinische ART“ hat er über seine literarische Arbeit und sein Verhältnis zur Kunst gesprochen…

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Ein augenzwinkernder Kafka: Die „Briefe an Ottla“ werden doch nicht versteigert

Der Briefwechsel von Franz Kafka (1883-1924) mit seiner Lieblingsschwester Ottilie („Ottla“) kommt nun doch nicht unter den Hammer, wie die dpa meldet. Stattdessen erwerben das Deutsche Literaturarchiv Marbach und die Bodleian Library in Oxford die 111 Briefe und Postkarten gemeinsam. Eine entsprechende Einigung konnte am Montag noch vor der geplanten Versteigerung am 19. April erzielt werden. Schon von Ende Mai an sollen die Dokumente in einer Ausstellung in Marbach und später in Oxford zu sehen sein.

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Eine Erwiderung von Anna Mitgutsch

In der 2009 erschienenen Festschrift für Julius Schoeps, hrsg. von Irene Diekman/Elke-Vera Kotowski: Geliebter Feind. Gehaßter Freund (Berlin: vbb, 2009) fand ich meinen Namen in einem erstaunlichen Zusammenhang. Die Zeithistorikerin Margit Reiter spekuliert in ihrem Beitrag „Nachträgliche Wiedergutmachung. Philosemitismus bei den Kindern der Täter“ über deren Gründe, sich mit Judentum zu beschäftigen…

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Tagungsbericht „Deutsch-jüdische Autoren im 19. Jahrhundert“

Im Rahmen der Projektkooperation zwischen dem Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und dem Salomon Ludwig Steinheim Institut für deutsch-jüdische Geschichte (Duisburg) fand am 21.02.2011 in der Alten Synagoge Essen ein Symposium zur Edition „Deutsch-jüdische Autoren im 19. Jahrhundert. Schriften zu Staat, Nation und Gesellschaft“ statt…

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Zum 175. Geburtstag von Mendele Moicher Sforim

Am 2. Januar jährt sich der 175. Geburtstag des jiddischen und hebräischen Schriftstellers Mendele Moicher Sforim, der als Begründer der modernen jiddischen Literatur gilt. Der vorliegende Text von Sigfried Schmitz wurde zum zehnten Todestag des Schriftstellers in der Zeitschrift „Menorah – Illustrierte Monatsschrift für die jüdische Familie“, die zwischen 1923 und 1932 erschien, veröffentlicht. Mit dem Wissen um die Schoah, die nur wenige Jahre später das jüdische Leben in Osteuropa vernichten sollte, klingen die Worte daraus besonders eindringlich: Mendele Moicher Sforim sei „zur objektiven, künstlerisch-analytischen Erfassung des gesamten jüdischen Lebens seiner Zeit [gekommen], (…) aus der, wie einmal gesagt wurde, das jüdische Leben dieser Zeit genau rekonstruiert werden könnte, wenn von ihm auch keine andere Kunde erhalten bliebe als Mendeles Werk“…

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