Zum 175. Geburtstag von Mendele Moicher Sforim

Am 2. Januar jährt sich der 175. Geburtstag des jiddischen und hebräischen Schriftstellers Mendele Moicher Sforim, der als Begründer der modernen jiddischen Literatur gilt. Der vorliegende Text von Sigfried Schmitz wurde zum zehnten Todestag des Schriftstellers in der Zeitschrift „Menorah – Illustrierte Monatsschrift für die jüdische Familie“, die zwischen 1923 und 1932 erschien, veröffentlicht. Mit dem Wissen um die Schoah, die nur wenige Jahre später das jüdische Leben in Osteuropa vernichten sollte, klingen die Worte daraus besonders eindringlich: Mendele Moicher Sforim sei „zur objektiven, künstlerisch-analytischen Erfassung des gesamten jüdischen Lebens seiner Zeit [gekommen], (…) aus der, wie einmal gesagt wurde, das jüdische Leben dieser Zeit genau rekonstruiert werden könnte, wenn von ihm auch keine andere Kunde erhalten bliebe als Mendeles Werk“…

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Kurt Tucholsky mit i geschrieben

Ich entdeckte Kurt Tucholsky erst nach meiner Rückkehr Ende 1951 nach Österreich. Damals publizierte der Rohwolt Verlag einige seiner Bücher im preiswerten rororo Taschenbuchformat. Nach der Lektüre der ersten beiden rororo-Taschenbücher von Tucholsky wußte ich wie verlogen das damals allgemein vorgebrachte Argument war, „uns hat ja niemand gewarnt“, „wir konnten ja nicht wissen“ was auf uns zukommt…

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Das geheime Deutschland im Exil?

„Feierlich sein ist alles! Sei dumm wie ein Thunfisch, temperamentlos wie eine Qualle, stier besessen wie ein narkotisierter Frosch, aber sei feierlich, und du wirst plötzlich Leute um dich sehen, die vor Bewunderung nicht mehr mäh sagen können“, witzelte Otto Julius Bierbaum einst über die Verehrung Stefan Georges…

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Die Quellenwerke der Religionen der Welt: Judentum

Die zentralen religiösen Texte des Judentums sind die hebräische Bibel als schriftlicher Offenbarungstext und die »mündliche Tora«, die sich mit Midrasch (»Bibelauslegung«), Mischna und Talmud (beide bedeuten »Lehre, Studium [der Tora]«) sowohl in ihren gesetzlichen (Halacha) als auch in ihren erzählerischen Teilen (Haggada) entfaltet. Zu den Grundlagen des religiösen Lebens im Judentum gehört die Verpflichtung jedes Einzelnen, die Weisungen der Bibel und ihrer Auslegungen zu befolgen und sich mit den Quellen der Offenbarung und Tradition zu beschäftigen…

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