Über Antisemitismus auf der Linken Literaturmesse in Nürnberg

Auf der diesjährigen Linken Literaturmesse wurden zwei Frauen von mehreren Männern umringt, körperlich angegriffen und eine von ihnen als Schlampe bezeichnet. Der Veranstalter der Literaturmesse verwies die beiden daraufhin des Saales und sprach ein Hausverbot aus, anstatt die Männergruppe zur Vernunft und Mäßigung aufzurufen. In dieser schutzlosen Lage drängten die Männer die Frauen zur Tür, welche den Saal unter Protest verlassen mussten. All das, weil sie kritische Fragen zu einer anti-israelischen Querfront-Organisation und deren Ausstellung auf der Linken Literaturmesse hatten. Bei dem tätlichen Angreifer handelt es sich um ein Mitglied des Freidenkerverbands, einer weiteren Querfront-Gruppe, die als Mitveranstalter der Ausstellung auftrat…

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Venezuela nicht mehr zu erkennen

All diejenigen, die blauäugig bis zum letzten Moment auf die Sowjetunion und die Staaten des „realen Sozialismus“ als nachzueiferndes Modell gesetzt haben und noch immer glauben, es könnte solch ein Modell geben, sollen nicht weiterlesen, denn was jetzt folgt ist eine rationale Auseinandersetzung…

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Die zionistische Sittenpolizei

Das Plenum des Hamburger sozialen Zentrums Roten Flora lehnte es ab, dem Revolutionären Aufbau Waterkant, RAW, Räume zur Verfügung zu stellen. RAW erklärt dies zur Sabotage seiner Arbeit. Der Roten Flora geht es darum, sich nicht für kruden Antiimperialismus und antiisraelische Statements vereinnahmen zu lassen. Eine Kontroverse, die zeigt, wie der Umgang mit Antisemitismus und das Verhältnis zu Israel umstritten sind in der radikalen Linken…

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Triumph des guten Willens

Der Dokumentarfilm setzt sich filmisch mit den Texten des Publizisten Eike Geisel auseinander. Im Zentrum stehen Geisels Kritiken an der deutschen Erinnerungspolitik und seine These über die „Wiedergutwerdung der Deutschen“. Texte Geisels aus den 1990er Jahren unter anderem über die Neue Wache und das Holocaust-Mahnmal kontrastieren die heutigen Bilder der beschriebenen Gedenkstätten. Sie zeigen eine Normalität, die es eigentlich nicht geben dürfte. Zudem analysieren ausführliche Interviews mit Alex Feuerherdt, Klaus Bittermann, Hermann L. Gremliza und Henryk M. Broder Geisels Thesen in Hinblick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse heute. Von der politischen Biografie Eike Geisels ausgehend, zeichnet „Triumph des guten Willens“ ein Bild linker Debatten der letzten Jahrzehnte und fragt schließlich nach der Möglichkeit von Kritik in unmöglichen Zeiten…

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