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Isaak Arama war ein Gegner des „Freidenkertums“. In seinen Werken »Unheilverheißender Anblick« (»Chasuth Kascha«) und der volkstümlich gewordenen Predigtensammlung »Akedath Jizchak« geiselt er die Philosophen um Maimonides als Abweichler und Liberalisten an. Ganz im Geiste der mittelalterlichen Scholastik vergleicht er das Verhältnis der Philosophie zur Religion mit dem zwischen der Magd Hagar und ihrer Herrin, der Erzmutter Sara…

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קריאת שמע שעל המיטה Grundloser Hass

Sinath chinam (hebr. grundloser Hass), war der Anlass zur Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem, so das selbstkritische Fazit unserer Weisen. Sie beklagten und beschrieben auch das starre und unverständige Festhalten am Rituellen, die unduldsame Auslegung der Torah, die Verächtlichmachung Andersdenkender, Neid, Missgunst, üble Nachrede, selbstgerechten Messianismus, überheblichen Nationalismus und das Ausschließen friedlicher Lösungen; das alles wurde zusammengefasst im Begriff „grundloser Hass“…

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Sohar – Schriften aus dem Buch des Glanzes

Das Buch Sohar (hebräisch »Glanz«), das Ende des 13. Jahrhunderts in Kastilien schriftlich fixiert wurde, galt schon früh als autoritatives und heiliges Hauptwerk der Kabbala. Das in aramäisch, zu geringen Teilen in hebräisch verfaßte Werk enthält vor allem homiletische Meditationen, Erzählungen über den tannaitischen Gelehrten Shim’on bar Johai, den vorgeblichen Autor des Sohar, sowie Dialoge seines
Schülerkreises…

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Eros und Kabalah: Die Vereinigung des Heiligen mit der Gegenwart

Das Judentum wird allgemein als die Quelle des Monotheismus aufgefasst. Dies scheint die deutlichste Aussage der Religionsgeschichte zu sein. Jedoch ist in vielen Versionen des Gebetbuches, des am meisten verbreiteten jüdischen Buches, eine alarmierende aramäische Formel zu finden: Le-shem jihud qudesha berikh hu u-shekhinteih…

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