Schwarze Schmetterlinge – weiße Schmetterlinge am Berliner Himmel

Seit 43 Jahren begegnen sich Deutsche und Israelis, Mitglieder der israelischen Bildungsgewerkschaft Histadrut Hamorim und der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft im Rahmen regelmäßiger Lehrerseminare. Den Weg zu diesen Begegnungen ebneten lange, zunächst mit Skepsis verbundene Verhandlungen, denn eine deutsch-israelische Begegnung bedeutet auch immer Begegnungen mit der Shoah – gemeinsame Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen, die Deutsche an Juden verübt haben.

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Editorial zu: Deutsch – Israelische Begegnungen

„Politik im Westen ist meistens gleichbedeutend mit dem Lebensstandard, mit dem Preis des Bieres. Hier in Israel ist Politik eine Frage von Leben und Tod. Es ist nicht etwas, was von draußen in der Fer­ne passiert und vielleicht einen gewissen Einfluss auf die Qualität unseres Lebens haben könnte. Hier kann eine einzige falsche Entscheidung zur Folge haben, dass ich tot bin. Nicht arm, tot. Darum sind die Leute so politisch, so gefühlsgeladen, so enga­giert.« Amos Oz

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Dilemmata in der Erziehung zum Frieden

Seit 43 Jahren begegnen sich Mitglieder der israelischen Bildungsgewerkschaft Histadrut Hamorim und der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft im Rahmen regelmäßiger Lehrerseminare. Langjähriger pädagogischer Leiter der israelischen Delegation ist der Erziehungswissenschaftler Dr. Avraham Rocheli. 1996, kurz nach der Ermordung Yitzak Rabins, hielt Rocheli im Seminar das Referat  „Dilemmata in der Erziehung zum Frieden“…

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Reparationszahlungen – „Wiedergutmachung“ – Die Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen

Am Ende des Zweiten Weltkriegs redeten viele Juden von Rache. Es wurden sogar praktische Pläne entworfen. Zum Beispiel der Plan ehemaliger Partisanen, Überlebende des Holocaust aus osteuropäischen Ländern, in wichtigen Städten Deutschlands das Trinkwasser zu vergiften. Einige Male wurden solche Pläne sogar realisiert, zum Beispiel durch die Racheaktionen der Jüdischen Brigade der Britischen Armee, die nach dem Krieg in Europa stationiert war. Ofer Boord, Teilnehmer der von der israelischen Bildungsgewerkschaft Histadrut Hamorim und der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft organisierten deutsch-israelischen Lehrerseminare, rekonstruiert die Geschichte der „Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen“…

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Redeverbot für kritische Lehrer in Israel

„Der Einfluß der rechtsnationalen Regierung in Israel macht vor den Schulen des Landes nicht Halt. In den vergangenen Monaten wurden die Lehrpläne und die Richtlinien für Lehrer deutlich verändert. Auf den Schulhöfen darf in den Pausen nur noch israelische Musik gespielt werden, und der erste Libanonkrieg von 1982 soll künftig nicht mehr auf dem Lehrplan stehen. Schuldirektoren, die sich gegen die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete ausgesprochen haben, wurden Anfang dieser Woche vor den Bildungsausschuss der Knesset zitiert.“ So eine Kurzmeldung der Deutschen Welle

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Deutsche Kollektiv-Fantasie

Einen Tag nach der „inszenierten“ Kontroverse zwischen Entwicklungsminister Dirk Niebel und dem Staat Israel, wegen einer abgelehnten Einreiseerlaubnis in den Gazastreifen, wurde Christian Wulff, CDU, Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, dazu in einem Fernsehinterview gefragt: „Darf ein deutscher Politiker Kritik an Israel äußern?“…

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