Feindbild Islam

Es gibt durchaus eine Feindschaft gegen Muslime als Muslime. Beleidigungen von Frauen mit Kopftuch stehen dafür ebenso wie Herabwürdigungen durch Pauschalisierungen mit Terrorismusverdächtigungen. Doch bilden für das Gemeinte dann „Islamfeindlichkeit“, „Islamophobie“ und „Antimuslimischer Rassismus“ die inhaltlich zutreffenden Termini? Dies meint der österreichische Politikwissenschaftler Farid Hafez, der gegenwärtig als Senior Researcher an der Abteilung Politikwissenschaft der Universität Salzburg arbeitet und Herausgeber des „Jahrbuchs für Islamophobieforschung“ ist…

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Vom Weltkrieg der Nazis zum arabischen Krieg gegen Israel

1937 kam mit der Broschüre „Islam und Judentum“ eine neue Form von Judenhass in die Welt: der islamische Antisemitismus. Die Nationalsozialisten taten alles, um diese neue Hassbotschaft mithilfe ihrer arabischsprachigen Radiopropaganda zu verankern. Matthias Küntzel beleuchtet dieses bislang unbekannte Kapitel deutscher Vergangenheit. Er präsentiert neue Archivfunde, die belegen, wie sich das Judenbild im Islam zwischen 1937 und 1948 unter dem Einfluss dieser Propaganda und sonstiger Nazi-Aktivitäten veränderte…

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Nazis und der Nahe Osten

Wie kam der europäische Antisemitismus in die arabische Welt? Eine Antwort auf diese Frage will der promovierte Historiker und Politikwissenschaftler Matthias Küntzel in seiner Studie „Nazis und der Nahe Osten. Wie der islamische Antisemitismus entstand“ geben. Demnach sieht der Autor insbesondere in der NS-Propaganda die entscheidende Ursache…

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„Islamophobie“ als politischer Kampfbegriff

Es gibt eine Feindschaft gegen Muslime als Muslime. Dass dafür der Begriff „Islamophobie“ der richtige Terminus ist, wird indessen in der kritischen Forschung vielfach bestritten. Der Grund dafür besteht darin, dass das Gemeinte nicht inhaltlich entwickelt und trennscharf ist. So lassen sich aufklärerisch-menschenrechtliche Islamkritik und fremdenfeindlich-hetzerische Muslimenfeindlichkeit nicht unterscheiden. Darüber hinaus dient der Begriff „Islamophobie“ häufig als politischer Kampfbegriff, um unliebsame Kritik damit zu diskreditieren…

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Politischer Islam – Stresstest für Deutschland

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erschienen viele Bücher, die auf die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus aufmerksam machten. Dabei richtete sich der Blick meist nur auf die Entwicklung in den jeweiligen Herkunftsländern. Noch geringeres Interesse fand darüber hinaus, dass es auch einen legalistischen Islamismus gab. In Deutschland erschienen daher nur wenige Monographien mit einem entsprechenden Schwerpunkt. Dazu gehört auch das Buch „Politischer Islam. Stresstest für Deutschland“, das die Ethnologin Susanne Schröter vorgelegt hat…

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„Schalom Aleikum“ wirkt gegen Polarisierung der Gesellschaft

Nach dem ersten Halbjahr zieht der Zentralrat der Juden in Deutschland eine positive Bilanz seines jüdisch-muslimischen Dialogprojektes „Schalom Aleikum“. In zahlreichen Begegnungen von Juden und Muslimen konnten Berührungsängste auf beiden Seiten abgebaut und Brücken gebaut werden. Allerdings ist für einen nachhaltigen Ausbau und eine Vertiefung der Kontakte mehr Zeit nötig, als sie bislang seit Start des Projekts im Mai 2019 zur Verfügung stand…

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Eric Zemmour – ein rechtsradikaler Gefährder als Medienstar

Frankreichs prominentester Ultra-Nationalist hält per TV einen gewaltschwangeren Diskurs gegen Muslime. Er rechtfertigt Kolonialismus und Sklaverei. Das französische Kollaborationsregime will er von jeder Schuld an der Deportation der Juden reinwaschen. Die Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye, die in Senegal geboren wurde, verspottet er mit rassistischen Anspielungen. Aber seine liberalen Gegner haben wegen des Dschihadisten-Terrors einen schweren Stand…

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Wie die arabische Welt ihre Juden verlor

1945 lebten um die 900.000 Juden in der arabischen Welt. Heute sind es noch um die 4.500. Wie kam es dazu? Antwort auf diese Frage will Nathan Weinstock geben. Der belgische Jurist legte dazu die umfangreiche Studie „Der zerrissene Faden. Wie die arabische Welt ihre Juden verlor 1947 – 1967“ vor. Seine Darstellung reicht indessen nicht nur bis 1947, sondern berechtigterweise gelegentlich bis ins Mittelalter oder noch davor zurück. Und der etwas literarisch klingende Haupttitel will auch nichts romantisieren, sondern ganz im Gegenteil auf einen Umbruch aufmerksam machen…

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Die Allgegenwart der Furcht

Léon Poliakovs dritter Band der „Geschichte des Antisemitismus“ trägt den Untertitel „Religiöse und soziale Toleranz unter dem Islam“. Doch kann man davon tatsächlich als historisch-soziales Phänomen sprechen? Zwar erging es den Juden in der christlichen geprägten Welt des Mittelalters noch schlechter als in der seinerzeitigen islamisch geprägten Welt. Gestattet diese Einsicht aber die Rede von einer jüdisch-muslimischen Toleranz?…

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Die jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Staaten & der arabisch-islamische Antisemitismus

Georges Bensoussans Studie ist ein Einspruch gegen die gerade im deutschsprachigen Raum nach wie vor weitverbreitete Annahme, der Antisemitismus in den arabischen und islamischen Ländern sei ein Resultat des Nahost-Konflikts und der Gründung Israels…

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