Plötzlich Tochter

„Ich warte schon den ganzen Tag auf deinen Anruf“ ist der erste Satz, den der Vater unserer Autorin zu seiner Tochter sagt. Es folgt ein erstes herzliches Treffen in Jerusalem 2008 (Bild oben). 30 Jahre zuvor waren sich Lisa Welzhofers Eltern Barbara und Hagai zum ersten Mal im Kibbuz Ginosar am See Genezareth begegnet. Vor zehn Jahren ist sie nach Israel geflogen, um ihren unbekannten Vater zu suchen. Im Gepäck: das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter aus dem Jahr 1977. Es wurde die Reise ihres Lebens…

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Hätte, hätte Fahrradkette… Nichtjüdisch in zweiter Generation

Gemeinsam steht eine Gruppe Jungen und Mädchen während einer Machane, einem Ferienfreizeitcamp, vor dem Süßigkeitenautomat einer Jugendherberge. Ihr Betreuer erklärt, dass sie die Gummibärchen daraus nicht essen sollen. Wegen der Gelatine. Gelatine ist vom Schwein und jüdische Kinder dürfen kein Schwein essen – so verlangen es die Kaschrut, die jüdischen Speisegesetze. Ein Mädchen löst sich aus der Gruppe: „Ich darf das, ich bin keine Jüdin!“…

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Vaterjuden in Deutschland

Das jüdische Religionsgesetz, die Halacha, schreibt es eindeutig fest: Jüdisch ist, wer eine jüdische Mutter hat. Der Vater ist für den Status irrelevant. Jüdische Gemeinden können Menschen mit jüdischem Vater nicht als Mitglied registrieren, ganz egal wie diese sich selbst verstehen. Ruth Zeiferts hat in den vergangenen Jahren immer wieder zu Fragen von Identität und Status patrilinearer Juden publiziert. Nun liegt ihre umfassende Studie zum Thema vor…

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Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart

Es ist schon etwas ganz besonderes, die Zeitschrift Jalta endlich in Händen zu halten. Sie ist anders, als erwartet. Erwartet hatte ich eine Zeitschrift, die im Buchhandel und – zumindest den großen – Zeitungsläden erhältlich ist. Mit intellektuellen Beiträgen die hauptsächlich auf eine fachlich interessierte Leserschaft zielen. Das hier aber ist kurz, würzig, böse (:-), modern, künstlerisch, wissenschaftlich… unerwartet! …

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