Feminismus und Antisemitismus (2): Opfer-Täter-Kategorien als Flucht vor der Verantwortung

Aber die feindselige Polarisierung der Geschlechter ist nicht nur eine Facette der Ideologie, die Geschichte der Frauen während des Nationalsozialismus zu verleugnen. Die Wertschätzung, die im damaligen, von rassischer Reinheitsbesessenheit geprägten Bild von der „arischen“ Frau enthalten war, soll Frauen noch in der Gegenwart zur Steigerung ihres Selbstwertgefühls zur Verfügung stehen…

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Frauen und NS: Feminismus und Antisemitismus

An der 68er-Bewegung war ich als Student am Institut für Sozialforschung in Frankfurt, an dem Theodor W. Adorno und Max Horkheimer lehrten, wie an der London School of Economics and Social Science, als Student von Ralph Miliband und als Mitglied des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS), beteiligt…

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Die Kinder von Givat Olga

Israels demokratische Schulen scheinen fortschrittlicher zu sein als manche Forderungen der Bildungsproteste in Deutschland: Sie sind basisdemokratisch organisiert, und ihre Schüler lernen, was sie wollen. In der Regel werden diese Schulen von Kindern aus der Mittel- und Oberschicht besucht. In Givat Olga, einer der ärmsten Wohngegenden in Israel, gibt es ebenfalls eine demokratische Schule. Hier geht es nicht immer harmonisch zu…

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Gefährliche Dummheit: Wie die Nürnberger Gesetze nach Zypern kamen

Es gibt Artikel, da geht schon aus der Titelzeile hervor, dass nichts Gescheites folgen wird. So auch am 8. August 2009, als die Süddeutsche den Artikel „Jawort ohne Jahwe“ brachte. Trotzdem hat unser Autor weitergelesen. Offensichtlich wurde es irgendwann auch der Online-Redaktion der Süddeutschen Zeitung zu bunt. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung der Reportage von Sarah Sticker über standesamtliche Trauungen israelischer Paare auf Zypern wurde die Kommentarfunktion abgeschaltet…

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Solidarität mit den Schwulen: Lob des Schmelztiegels

Meine Nachbarin schickte mir Samstagabend eine SMS, um mich zu fragen, ob ich mit meinem Roller zur Schwulensolidaritätskundgebung auf dem Rabin-Platz fahren würde. Sie sagte, sie würde einen Helm mitbringen. Als ob es ihr klar war, dass wir hingehen würden. Wie sich herausstellte, erschien das vielen Leuten – ob homo- oder heterosexuell – selbstverständlich. Im Gegensatz zu dem Bild, das die Medien gezeichnet haben, war dies nicht nur eine Solidaritätskundgebung der Gay Community mit den Opfern; es war eine Kundgebung der allgemeinen Solidarität mit der gesamten Gay-Community…

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