Sephardische Lieder und klassische türkische Kunstmusik

Während in Spanien im 15. Jahrhundert die Romansa genannten Lieder zunächst von Adeligen und Kriegshelden handelten, erzählten sie später auch Geschichten aus dem Volk. Diese Volkslieder brachten die sephardischen Juden ins Osmanenreich mit. In jüdischem Spanisch gesungen, wurden sie über Jahrhunderte von der herrschenden Musikkultur, allen voran von der türkischen Kunstmusik beeinflusst und erzählen von der Liebe und dem Leben…

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Abwanderung: Die Juden in der Türkei nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfolgte die Türkei eine westlich orientierte Politik, was zu einer liberaleren Atmosphäre führte. In den Bereichen Sport, Kultur und Soziales nahmen die Einrichtungen der jüdischen Gemeinde erneut ihre Aktivitäten auf, Angehörige der Minderheiten erhielten das Recht auf Dienstausübung als Reserveoffizier und 1949 wurde auf Vorschlag des Abgeordneten Salomon Adato Religions- und Hebräischunterricht an Schulen mit jüdischen Schülern gestattet, was zu einer stärkeren Autonomie im Inneren führte…

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Grözinger über Sand: Geschichtsschreibung als politischer Kampf

Der israelische Historiker Shlomo Sand will mit seinem Buch „Die Erfindung des jüdischen Volkes“ (Der hebräische Titel lautete: Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden) in die innerisraelische Debatte um das Selbstverständnis der israelischen Gesellschaft, über das Verständnis dieses Staates und sein Verhältnis zum Diasporajudentum eingreifen. Dies versteht der Leser erst wirklich, wenn er das Buch von hinten zu lesen beginnt, wo Sand die Schlussfolgerungen aus seinen durchaus lesenswerten und informativen historischen Teilen des Buches zieht…

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Wie Wien zu seinen Sefarden kam:Die wundersame Geschichte des Diego de Aguilar

Sie sind jung, sie sind hübsch. Und sie heissen fast immer Rahel oder Ester, la ermoza Rahel oder la ermoza Ester. Und sie sind jüdisch, genauer: Sie sind conversas, also Nachkommen von zwangsgetauften Juden. Sie machen wegen angeblicher jüdischer Geheimlehren Bekanntschaft mit der Inquisition, die sie verhört, und gelegentlich foltert…

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Spanische Juden: Die sogenannte jüdische Mentalität?

Die Juden von Saloniki waren Esriel Carlebach, dem späteren Gründer der Zeitung „Ma’ariv“, so wichtig, dass er ihnen in seinem Buch „Exotische Juden“ das erste Kapitel einräumte. Die ersten 3 Abschnitte brachTen wir vor wenigen Tagen. Hier die Fortsetzung…

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Jüdisches Leben in Wetzlar

Der Name Budge hat einen guten Klang, wenn auch über die Jahrhunderte hinweg in unterschiedlicher Schreibform. Ein gewisser Jakob Buttge bekleidete im 18ten Jahrhundert das Amt eines „Juden-Beisasses“ in Wetzlar. Auch sein Sohn Salomon Butgen war ehrenamtlich als urkundlich belegter Vertreter der Juden Wetzlars wohl ebenfalls eine bedeutende Persönlichkeit…

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Die Entwicklung des Zionismus bis zur Staatsgründung Israels (Teil 1)

Im Vergleich zu den mehr als zwei Millionen ostjüdischen Immigranten, die seit den 1890er Jahren den nordamerikanischen Kontinent erreicht hatten, nahm sich die europäisch-jüdische Einwanderung in das zur osmanischen Provinz Damaskus gehörende Palästina zunächst bescheiden aus…

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