Triumph des guten Willens

Der Dokumentarfilm setzt sich filmisch mit den Texten des Publizisten Eike Geisel auseinander. Im Zentrum stehen Geisels Kritiken an der deutschen Erinnerungspolitik und seine These über die „Wiedergutwerdung der Deutschen“. Texte Geisels aus den 1990er Jahren unter anderem über die Neue Wache und das Holocaust-Mahnmal kontrastieren die heutigen Bilder der beschriebenen Gedenkstätten. Sie zeigen eine Normalität, die es eigentlich nicht geben dürfte. Zudem analysieren ausführliche Interviews mit Alex Feuerherdt, Klaus Bittermann, Hermann L. Gremliza und Henryk M. Broder Geisels Thesen in Hinblick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse heute. Von der politischen Biografie Eike Geisels ausgehend, zeichnet „Triumph des guten Willens“ ein Bild linker Debatten der letzten Jahrzehnte und fragt schließlich nach der Möglichkeit von Kritik in unmöglichen Zeiten…

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Jüdische Kultur und Israel beim DOK.fest 2016

Die Suche in Vergangenem. Ein Neuanfang. Das Leben im Moment, im Eifer des Tanzes, der Bewegung. Diese Elementarfunktionen der Kunstform Film werden in Dokumentarfilmen von israelischen Filmemachern und/oder über jüdische Kultur umwerfend schön und radikal umgesetzt. Auch beim diesjährigen DOK.fest in München sind wieder einige Filme mit jüdischen und/oder israelischen Themen zu sehen…

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In den Ruinen von Nürnberg – Jüdische Kinder als Filmstars

„Wir waren noch sehr klein, doch wir wussten, dass wir in Nürnberg waren“, sagt Joel Feldmann über die Zeit vor 70 Jahren. Er gehörte zu einer Gruppe jüdischer Kinder, die in einem semi-dokumentarischen Spielfilm des Hollywood-Regisseurs Fred Zinnemann mitspielten. In seinem Streifen „The Search“ (dt. Titel: Die Gezeichneten) thematisierte der aus Wien in die USA emigrierte Zinnemann das Schicksal der elternlosen Jungen und Mädchen, die den NS-Mördern entkommen waren…

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