Auch Leben ist eine Kunst – Der Fall Max Emden

In den 1920er Jahren machte der jüdische Geschäftsmann Max Emden mit Kaufhäusern wie dem KaDeWe, oder dem Oberpollinger ein Vermögen und gehörte zu den bedeutendsten Mäzenen Hamburgs. Am Lago Maggiore führte er ein glamouröses Leben mit schellen Booten und schönen Frauen, doch der lange Arm der Nazis erreichte ihn auch dort – Emden verlor alles. Bis heute kämpfen seine Erben vergeblich für eine angemessene Entschädigung…

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Nerven

Vor 100 Jahren (1919), in den Wirren der Münchner Räterepublik, drehte Regisseur Robert Reinert den Stummfilm „Nerven“, welcher durch radikale Expressivität besticht und nachzeichnet, was Krieg und Hunger im Menschen auslösen. Durch die schnelle Bildabfolge versucht der Regisseur die Kriegshandlung als nervöse Epidemie zu beschreiben. Vom Film waren zunächst nur fragmentarische Kopien erhalten, die in einem aufwendigen Prozess vom Filmmuseum München rekonstruiert wurden…

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Das Valka-Lager – Wartesaal für heimatlose Ausländer

In der neuesten Sendung der Medienwerkstatt Nürnberg am kommenden Sonntag beleuchtet Autor Jim G. Tobias die Geschichte des Valka-Lagers, das nach dem 2. Weltkrieg auf dem Gebiet des heutigen Nürnberger Stadtteils Langwasser zum Wartesaal für ehemalige Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter wurde …

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Zum 10. Mal heißt es „Film ab!“ bei den Jüdischen Filmtagen München

Vom Soulfood des Orients, starken Frauen, Genies, NS-Vergangenheit, filmhistorischen Schätzen bis hin zu 3D-Hologrammen. Im Jubiläumsjahr dreht sich am Jakobsplatz alles um den Dokumentarfilm. Umrahmt von hochkarätigen Einführungen, ausgesuchten Diskussionen und koscheren Köstlichkeiten…

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Murer – Anatomie eines Prozesses

Graz 1963. Wegen Kriegsverbrechen steht der angesehene Lokalpolitiker und Großbauer Franz Murer, 1941-43 für das Ghetto von Vilnius verantwortlich, vor Gericht. Überlebende des Massenmordes reisen an, um auszusagen und Gerechtigkeit zu erwirken. Basierend auf den originalen Gerichtsprotokollen wird von einem der größten Justizskandale der Zweiten Republik erzählt – und von politischer Strategie jenseits moralischer Werte. Ab Donnerstag ist der Film in deutschen Kinos zu sehen…

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Der alte Mann und das Land

Mit seinem Dokumentarfilm „Herr Israel“ zeigt der deutsche Regisseur Tom Kimmig seinen ganz persönlichen Eindruck von Israel – durch die Augen eines 99jährigen Mannes aus Deutschland, der die Staatsgründung prägend miterlebte. Im April zeigte Kimmig den Festivalerfolg in Anwesenheit von Chanan Hadar (früher Hans Hausdorf) erstmals in der Cinemathek von Tel Aviv…

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