Historische Chanukkageschichten V: Eines jungen Schriftstellers Chanukafest

Die fünfte historische Chanukkageschichte ist eine Erzählung von Jizchak Leib Perez, der neben Mendele Mocher-Sforim und Scholem Alejchem zu den Gründern der modernen jiddischen Literatur zählt. Perez, 1852 in Zamość geboren, arbeitete zunächst als Rechtsanwalt, während er gleichzeitig in polnisch und hebräisch zu publizieren begann. Erst später schrieb er in jiddisch und wurde zu einem Wortführer der jiddischen Literatur, auch im politischen Bereich. Sein Haus in Warschau, wo Perez 1915 starb, wurde Mittelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt und Treffpunkt junger Schriftsteller und Künstler. Die vorliegende Chanukka-Geschichte erschien in deutscher Übersetzung aus dem Jiddischen in der Zeitschrift „Ost und West“, die sich als „Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum“ verstand und im Kontext der „Jüdischen Renaissance“ dem westjüdischen Publikum die kulturellen Leistungen der sog. „Ostjuden“ vorstellte…

Mehr …

Historische Chanukkageschichten IV: Chanuka in der „Welt“

Der vierte historische Chanukka-Text stammt aus dem Organ der Zionistischen Bewegung „Die Welt“ aus dem Jahr 1899 und zeigt den Konflikt zwischen den Generationen auf, der sich um die Feierlichkeiten von Chanukka entsponnen hat. Autor des Artikels ist Leon Kellner, ein österreichischer Zionist und einer der ersten Anhänger Herzls, der in der „Welt“ das Pseudonym Leo Rafaels gebrauchte…

Mehr …

Historische Chanukkageschichten III: Was ist Chanukka?

Die dritte historische Chanukka-Geschichte stammt von Mendele Mocher-Sforim („Mendele, der Buchhändler“), einer der wichtigsten Jiddischisten und Begründer der modernen jiddischen Literatur. Geboren 1835 mit bürgerlichem Namen Schalom Jakow Abramowitsch in Minsk, lebte viele Jahrzehnte in Odessa, einem bedeutenden Zentrum der jüdischen Aufklärung Haskala, wo er 1917 starb. Die deutsche Übersetzung dieser Chanukka-Geschichte erschien in den „Neuen jüdischen Monatsheften“, eine nationalliberale Zeitschrift, die zwischen 1916 und 1920 erschien und sich explizit auch an ein nichtjüdisches Publikum wandte, um der „Unkenntnis in jüdischen Dingen entgegenzuarbeiten“…

Mehr …

Das Chanukka-Wunder – Historische Chanukkageschichten II

Der zweite Text in unserer Reihe historischer Chanukka-Geschichten stammt von Ignaz Maybaum. Maybaum, 1897 in Wien geboren, studierte an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin und wurde 1926 zum Rabbiner ordiniert. 1939 konnte er nach England emigrieren, wo er nach Kriegsende unter anderem am Leo Baeck College lehrte. Seine kurze Überlegung über das Wunder von Chanukka erschien im Dezember 1933 in der Zeitschrift „Der Morgen“…

Mehr …

Historische Chanukkageschichten I.: Der makkabaeische Freiheitskampf

Zu Chanukka möchten wir unseren Lesern jeden Tag eine historische Chanukka-Geschichte vorstellen, die einerseits die Stimmung und Probleme der jeweiligen Zeit widerspiegeln und andererseits zeigen, dass viele Überlegungen und Probleme des deutschen Judentums von damals auch heute noch von erstaunlicher Aktualität sind. Die erste Geschichte ist eine Abhandlung von Nathan Birnbaum (veröffentlicht unter seinem Pseudonym) zu den Makkabäern, erschienen 1901 in der Zeitschrift „Ost und West“…

Mehr …