Wen soll man wählen?

Ein sowjetischer Bürger ging einst zum Wählen. Ihm wurde ein verschlossenes Kuvert gegeben und gesagt, er möge dieses in die Wahlurne stecken. „Könnte  ich vielleicht nachschauen, wen ich wähle?“ fragte er schüchtern. „Natürlich nicht!“ antwortete der Wahlleiter empört, „in der Sowjet Union sind die Wahlen geheim!“ In Israel sind die Wahlen ebenfalls geheim. Deshalb werde ich nicht sagen, wen ich wählen werde.  Sicherlich werde ich auch nicht so unverschämt sein, meinen Lesern  zu sagen, wie sie wählen sollen. Aber ich werde die Argumentation darlegen, die mich leitet…

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Kann der Herzog König werden?

Am Montag stimmte die Knesset zu, sich selbst aufzulösen, weniger als zwei Jahre nach ihrer letzten Wahl.  Für viele  ihrer Mitglieder war es ein trauriger Tag, eine Art politischer Hara-kiri. Sie haben nicht die Chance, wieder gewählt zu werden.  Einige von ihnen sind so, dass man sie getrost vergessen kann: ich kann mir ihre Namen und ihre Gesichter nicht ins Gedächtnis zurückrufen…

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Wahlen 2013: 52 neue Abgeordnete in der 19. Kneseth

Das offizielle Wahlergebnis wird erst am Donnerstag vorliegen. Sobald es bekannt ist, beauftragt Präsident Shimon Peres – nach Rücksprache mit den Vertretern aller in die Knesset gewählten Parteien – einen Abgeordneten mit der Regierungsbildung. In der Regel handelt es sich dabei um den Vorsitzenden der Fraktion, die die meisten Stimmen erhalten hat oder den Vorsitzenden einer Koalition, die mehr als 60 Sitze hinter sich hat…

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Israelische Schlammschlachten im Wahlkampf

Der Wahlkampf in Israel wird immer chaotischer und der Wahlausgang am 22. Januar immer ungewisser. Virtuelle Koalitionen werden geschlossen und wieder aufgelöst, noch ehe der Wähler seine Stimme abgegeben hat. Ob die Umfrageinstitute die großen Verlierer sind, oder fast alle Parteien, wird erst in der Wahlnacht bekannt werden. Während sich die prominentesten Politiker gegenseitig vorwerfen, „Extremisten“ von links wie rechts zu stärken, bleibt der israelische Wähler verwirrt auf der Strecke…

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Unerhörte Dramen bei Israels Wahlkampf

Amir Peretz, ehemaliger Verteidigungsminister, ist in letzter Minute von der sozialistischen Arbeitspartei zu der neuen „Bewegungs-Partei“ unter der Führung von Zipi Livni gewechselt. Damit hat Peretz ein bisher unerhörtes Exempel gesetzt, bedenkenlos von rechts nach links und umgekehrt zu wechseln, das Parteibuch zu tauschen, als gäbe es weder Treue noch Ideologie…

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