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Judentum und Israel
 
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Die Welt der
jüdischen Postkarten

Historische Ansichtskarten

Historische Ansichtskarten Teil [1] [2]
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Postkarten 6

S. 29, Nr. 25
Le-schana towa! (Ein gutes Jahr)
Warschau, Verlag S. Resnik, um 1900
Die Karte zeigt Kinder beim Pflücken von Etrogim (Zitrusfrüchten) für das Laubhüttenfest. Die einzelnen Früchte sind mit hebräischen und jiddischen Worten wie Freude, Gesund, Glück oder Reichtum beschriftet.

Jüdisches Museum der Stadt Wien


Postkarten 7

S. 31, Nr. 27
Ephraim Moses Lilien: Widmung
Berlin, Verlag B. Harz, um 1900
Ephraim Moses Lilien, einer der wichtigsten zionistischen Grafiker, illustrierte 1900 Börries von Münchhausens Balladensammlung Juda. Die Illustration zur Ballade Widmung, als Werbepostkarte veröffentlicht, zeigt einen Chanukka-Leuchter vor einem Tora-Schrein.
Lit.: Oz Almog, Gerhard Milchram (Hg.): E. M. Lilien. Jugendstil  Erotik  Zionismus, Wien 1998.

Jüdisches Museum der Stadt Wien


Postkarten 8

S. 35, Nr. 31
Mahlzeit!
Würzburg, Willy Wolff, 1908
Glückwunschkarte für das Pesach- Fest.
Willy Wolff (geb. 1889 in Zell am Main) war bis zu seiner Emigration nach Übersee in Würzburg und München als Gebrauchsgraphiker (u. a. für Nürnberger Lebkuchenfabriken) tätig. Die Karte stammt aus einem Album mit über 100 selbstgemalten Postkarten, die Wolff zwischen 1905 und 1909 an Bella und Selma Schopflocher in Fürth sandte.

Jüdisches Museum Franken  Fürth & Schnaittach


Postkarten 9

S. 48, Nr. 48
Gruss aus Prag! Die altneu Synagoge.
Prag, Verlag Carl Bellmann, 1903
Die Altneu-Schul in Prag wurde um 1230/40 errichtet und in den folgenden Jahrhunderten, teilweise auch nach Bränden, umgebaut und vergrößert. Sie wird heute noch für den Gottesdienst verwendet, ist aber gleichzeitig  neben dem jüdischen Friedhof  die wichtigste Sehenswürdigkeit im ehemaligen Prager Ghetto.
Lit.: Milada Vilímková: Die Prager Judenstadt, Hanau 1990, S. 103114.

Jüdisches Museum der Stadt Wien


Postkarten 10

S. 71, Nr. 80
Gabriel Riesser
Berlin, Verlag J. Wieland & Co., um 1915
Gabriel Riesser (geb. 1806 in Hamburg, gest. 1863 in Hamburg) war Vorkämpfer der Emanzipation der Juden in Deutschland und führender Politiker der deutschen Einheitsbewegung. Die Postkarte wurde als Wohlfahrtskarte vom Deutsch-israelitischen Gemeindebund in Berlin, einem Dachverband Jüdischer Gemeinden, herausgegeben.

Jüdisches Museum der Stadt Wien


Postkarten 11

S. 75, Nr. 86
Leopold Hilsner.
Wien, Atelier Rosa, um 1916
1899 wurde der jüdische Schustergeselle Leopold Hilsner nach dem Auffinden einer Frauenleiche im mährischen Städtchen Polna wegen angeblichen Ritualmordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Prozeß führte zu antisemitischen Unruhen, aber auch kritischen Stimmen wie der des späteren tschechoslowakischen Ministerpräsidenten Thomas G. Masaryk. 1916 wurde Hilsner von Kaiser Karl I. begnadigt.
Lit.: Georg R. Schroubek: Der Ritualmord von Polna. Traditioneller und moderner Wahnglaube, in: Rainer Erb, Michael Schmidt (Hg.): Antisemitismus und jüdische Geschichte, Berlin 1987, S. 149171.

Jüdisches Museum der Stadt Wien


Postkarten 12

S. 100, Nr. 120
Die Judenfrage
Warschau, Verlag Central, um 1900
Die Postkarte gehört zu einer Reihe, die sich satirisch mit dem Zionismus auseinandersetzt. Die jiddische Beschriftung lautet: Die jiden-frage. Der eiwiger frage-zeichen was last di welt nit ainschlofen.

Jüdisches Museum der Stadt Wien


Postkarten 13

Juedisches Museum Franken
Fuerth & Schnaittach

Öffentlichkeitsarbeit:
Nuernberger Strasse 3
D-90762 Fuerth
Tel ++49-911-770577
Fax ++49-911-7417896
e-mail: jutta.fleckenstein@juedisches-museum.org

Zur Ausstellung erschien
ein reich bebilderter Katalog:
Bernhard Purin
Die Welt der jüdischen Postkarten
Wien 2001. Brandstätter Verlag. 136 Seiten.
140 Farbabbildungen.
21.50€. ISBN 3-85498-144-9


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Zur Ausstellung erschien
ein reich bebilderter Katalog:

Bernhard Purin
Die Welt der jüdischen Postkarten
Wien 2001. Brandstätter Verlag. 136 Seiten.
140 Farbabbildungen.
21.50€. ISBN 3-85498-144-9

 

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