Klinkenputzen in Nahost

Der französische Präsident Sarkozy, die europäische Troika, die EU-Ratskommissarin und der EU- Außenminister Javier Solana haben gerade erst Jerusalem verlassen, freilich ohne den Krieg in Gaza beenden zu können, und schon kommt der bundesdeutsche Außenminister Fank-Walter Steinmeier angeflogen, um „Voraussetzungen für Dauerhaftigkeit“ zu schaffen. Unmittelbar nach ihrem Gespräch mit Steinmeier steht auf dem Terminkalender der israelischen Außenministerin Zipi Livni ein Treffen mit dem NATO Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer…

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Kopfloses Palästina

Seit Freitag hat Palästina keinen „Kopf“ mehr, die wörtliche Übersetzung für „Rais“, üblicherweise auch der Begriff für „Präsident“. Mahmoud Abbas, zwar demokratisch gewählter Präsident der Autonomiebehörde, hat aus Sicht der Hamas an diesem Freitag seine Kadenz beendet und ist im Prinzip jetzt ein illegaler Diktator, falls er sein Amt nicht aufgibt…

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Diffuse Kriegsziele, unergiebige Vermittlungen

Israel hat seine Kriegsziele nur diffus und teilweise sogar widersprüchlich formuliert. Die drei verantwortlichen Politiker, der Ministerpräsident, die Außenministerin und der Verteidigungsminister unterschieden sich in den Details, nicht aber im Ziel der Aktion: den Raketenbeschuss der Hamas-Organisation vom Gazastreifen aus auf Israel zu beenden…

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Krieg ohne Ausweg

„Der Staat Israel hat niemals einer fremden Behörde zugestanden, über das Recht zur Verteidigung der Sicherheit seiner Bürger zu bestimmen. Die israelische Armee wird ihre Operation planmäßig fortsetzen, um die israelischen Bürger zu verteidigen. Der Raketenbeschuss am Morgen beweist, dass die UNO Resolution 1860 undurchführbar ist und von den palästinensischen Mörderorganisation nicht eingehalten wird.“ Klarer hätte der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert Israels Ablehnung der Resolution des UNO-Sicherheitsrates nicht formulieren können…

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Krieg bringt Einschaltquoten

Der Krieg ist spannender als die beste Reality-Show: „Überleben“, auf den exotischen Perleninseln, gefilmt. In den vergangenen zwei Wochen wurde der Kassenschlager von Kanal 10 zugunsten von live-Schalten mit den hauseigenen Reportern „vor Ort“ in Beer Schewa, Sderot und Aschkelon abgesetzt. Das in den Zeitungen veröffentlichte Programm mit Kochsendungen, abendfüllenden Filmen, Telenovellen und Talkshows über Gott und die Welt wurden kurzfristig abgesetzt…

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Ägyptischer Filmstar: Für die desolate Lage ist die Hamas verantwortlich

Der berühmte ägyptische Comedian und Schauspieler Adel Imam hat die Hamas für die Gewalt im Gazastreifen verantwortlich gemacht. Zudem sprach er sich gegen Generalstreiks als Zeichen der Solidarität mit den Palästinensern aus. Diese schadeten der Wirtschaft des Landes und dienten lediglich Israel…

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Hamas jagt PLO-Anhänger: Zahlreiche Hinrichtungen

Angebliche „Kollaborateure des Zionismus“ werden im von der Hamas kontrollierten Gaza-Streifen zur Zeit „standrechtlich“ erschossen. Erschießungskommandos durchstreifen zahlreiche Ortschaften auf der Jagd nach Anhängern der Fatah (PLO). Oft genügt ein Bild des ehemaligen PLO-Chefs Arafat, um ganze Familien zu verhaftem.

In Dschabalija haben Ordnungshüter der Hamas sechs Palästinenser hingerichtet. Sie warfen den Männern vor, mit Israel kollaboriert zu haben. Unter anderem sollen die Männer der israelischen Armee geholfen haben, Ziele der Hamas zu orten. Alle sechs hätten die ihnen vorgeworfenen Taten im verschärften Verhör gestanden, wie die israelische Tageszeitung Jedioth achronoth meldete.

Augenzeugen zufolge seien unter den Getöteten drei Brüder. Diese seien auf offener Straße erschossen worden. Vertreter verschiedener palästinensischer Organisationen hätten den Bericht bestätigt. Nach weiteren Berichten wurde ein Fatah-Anhänger zur Hinrichtung geschleppt. Als sein Vater zu weinen begann, wurde auch der 70-jährige erschossen.

Drei Jahre später: Lage der aus Gaza abgezogenen Siedler weiter schwierig

Ein besonderer Ausschuss soll die aktuelle Behandlung der früheren Siedler im Gazastreifen untersuchen. Das entschied das Knesset-Komitee für Rechnungsprüfung am Mittwoch. Anlass war ein Bericht des israelischen Rechnungsprüfers über die Lage der Israelis, die im Sommer 2005 den Gazastreifen verlassen mussten. Damals hatte der damalige Regierungschef Ariel Scharon alle israelischen Siedlungen im Gazastreifen räumen lassen…

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