Wer ist schuldig am Tode Jesu: Wurzeln des Misstrauens

„Der Abscheu gegenüber dem Christentum ist ein integraler Bestandteil des jüdischen Bewusstseins… Ein Dialog zwischen Christentum und Judentum ist nur zwischen Juden und Christen möglich, die sich von ihrer Religion abgewandt haben“. Diese Worte stammen nicht von den Oberrabbinern Israels, die gestern den Empfang von Papst Benedikt XVI boykottiert haben, jedoch heute mit ihm zusammentreffen. Auch nicht von den vier Schass-Ministern oder Knessetpräsident Rivlin, die den Besuch boykottieren…

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Gedenkfeier in Mauthausen: Nazis greifen Holocaustüberlebende an

„Heil Hitler“, „Sieg Heil“, „Hier geht’s zu den Gaskammern“ brüllten die Neonazis den Holocaustüberlebenden zu, die die Gedenkstätte des KZ Mauthausen in Österreich besuchten. Und sie begnügten sich nicht mit dem verbalen Angriff: Zwei Holocaustüberlebende einer anderen Besuchergruppe wurden von Gummikugeln verletzt, die Angreifer auf sie abschossen…

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Wir haben übertrieben

Sicher, es wäre besser gewesen, wenn sich Papst Benedikt XVI für seine Vergangenheit und das Schweigen der Kirche während des Holocaust entschuldigt hätte. Es wäre auch besser gewesen, wenn er das Wort „ermordet“, nicht „getötet“ verwendet und erklärt hätte, warum er Mitglied der Hitlerjugend war. Alle hier in Israel wären dann zufrieden gewesen…

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Man sollte endlich aufhören, auf eine herzergreifende Entschuldigung zu warten

Für viele von uns lautet der Ausgangspunkt jeder Diskussion, die ganze Welt sei gegen uns. Dieses Gefühl begleitet uns schon seit vielen Jahren an jeden Ort. Wir haben in London nichts zu essen bekommen, weil das Restaurant schon geschlossen hatte? Antisemiten. Der Kellner in der Bar auf der 5th Avenue hat uns nicht zugelächelt? Judenhass…

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Messe in Nazareth

Schon in den Nachtstunden strömten die ersten Messeteilnehmer zu dem neugebauten Amphitheater am „Berg des Absturzes“ bei Nazareth. Rund 8000 Polizisten hatten mit „präzedenzlosem“ Sicherheitsaufwand viele Straßen rund um Nazareth und in der mehrheitlich muslimischen Stadt gesperrt, um Zwischenfälle auszuschließen. Zehntausende bunt gekleidete Menschen füllten das Gelände. Viele trugen Hüte auf den Köpfen oder hielten Zeitungen hoch, um sich vor der brütenden Sonne zu schützen…

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Pilgerfahrt der verpatzen Chancen

Jedem war klar, dass die heikle Reise des Papstes ins heikle Land schwierig werde. Vom 82-jährigen Heiligen Vater wurde ein unmöglicher diplomatischer Balanceakt abverlangt. Dank der ungeheuerlich intensiven Vorbereitungen mitsamt einer „wunderbaren“ Kooperation israelischer und palästinensicher Sicherheitskräfte, verlief der technische Ablauf des Besuches weitgehend pannenfrei. Gleichwohl verpatzen Israelis, Papst und Palästinenser Chancen, positive Zeichen für die Zukunft zu setzen…

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