Obama, die Fliege und die Revolution

Barack Obamas Wahlkampagne war die beste Show in Amerika. Während seiner Siegesreden tanzte und sang er beinahe. Er verließ Flugzeuge, ohne sich am Geländer der Gangway festzuhalten, und mit derselben Leichtigkeit, mit der er während seiner Wahlkämpfe aufgetreten war, glitt er in das Präsidentenbüro. Amerika, das seinen Anteil an Präsidenten mit sauertöpfischen Mienen und unvollkommener Redegewandtheit hatte, war begeistert von seinem neuen Amtsinhaber, der sich sofort an die Bearbeitung inländischer Probleme machte: Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrise und Krankenversicherung. Wie er scherzend sagte, gelang es ihm, die ersten 100 Tage seiner Amtszeit in 72 Tagen zurückzulegen. Und am 73. Tag ruhte er…

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Rabin: Die Dämonen des Judentums

Zwei Wochen nach der Ermordung von Yitzhak Rabin bei einer Friedensdemonstration in Tel Aviv gingen noch immer Wogen von Schmerz und Schuldgefühl, von Scham und Erschütterung, Reue und gegenseitigen Vorwürfen durch das Land. In großer Zahl versammelten sich immer wieder vor allem junge Leute an Rabins Grab auf dem Nationalfriedhof am Har Herzl in Jerusalem. Tagein, tagaus bekunden dort und vor dem Rathaus, wo Rabin dem Attentat zum Opfer fiel, und auch vor seinem Wohnhaus im Norden von Tel Aviv Tausende von Kerzen die Gefühle der Menschen…

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Verwirrung um Antisemitismusberichte in der Schweiz

Verschiedene veröffentlichte Berichte über Antisemitismus in der Schweiz kommen zu verschiedenen Aussagen. Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) spricht von einem deutlichen Anstieg des Antisemitismus‘ in der Schweiz, während die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) und die Gesellschaft Minderheiten Schweiz (GMS) das Gegenteil behaupten…

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Amos Elon s“l: Die Intifada. Erster Teil.

Dreizehn Wochen nach Beginn der Volkserhebung in der West Bank und im Gazastreifen – die von rechten israelischen Politikern und einem Teil der Presse noch immer als »Unruhen«, »Ereignisse«, »Auseinandersetzungen« und »Aufruhr« bezeichnet wird – kann man zumindest eine generelle Feststellung treffen. Der Status quo, den Likud-Politiker seit langem als die beste aller mögliehen Welten betrachtet haben, ist endgültig zusammengebrochen…

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