Mesusoth

Der vorliegende Text erschien vor 100 Jahren in der von Martin Buber herausgegebenen Zeitschrift „Der Jude“. Der Schriftsteller Josef Kastein beschäftigt sich darin mit der im Judentum traditionellen Schriftkapsel am Türstock. Kastein, der in Bremen geboren und aufgewachsen war, zog schon 1926 in die Schweiz und 1935 nach Palästina. Er starb 1946 in Haifa. Kasteins Text spricht von der Sichtbarmachung jüdischer Häuser und hat damit auch 100 Jahre nach Erscheinen erstaunliche Aktualität…

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Der israelische Buchmarkt

In den letzten dreißig Jahren hat sich viel im israelischen Büchermarkt verändert. Das Einzige, was sich nicht verändert hat, ist die Zahl der publizierten Bücher: Damals wie heute sind es etwa 5000 Bücher. Aber damals war die hebräischsprechende Bevölkerung wesentlich kleiner, damals gab es noch keine digitalen Medien, damals hatte der Staat Israel eine mäßig bis stark kontrollierte Wirtschaft, damals waren es noch Bücher, heute sind es “Produkte”…

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„Gerechter unter den Völkern“ geehrt

„Heute ist der schönste Tag in meinem Leben,“ sagte der 95-jährige Holocaust-Überlebende Josef Königsberg am Dienstag (14.01.) bei der bewegenden Ehrung seines Lebensretters Helmut Kleinicke als „Gerechter unter den Völkern“. Dieser Titel wird von Yad Vashem – der nationalen Holocaust-Gedenkstätte des Staates Israel in Jerusalem – verliehen…

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Familie Schnabelmaier und der Mantel des Schweigens

Über 70 Jahre nach dem Ende des Nazi-Terrors in Europa sollte die Aufarbeitung der deutschen Verbrechen abgeschlossen sein. Sollte – doch als Christina Schnabelmaier aus Oberbayern im Sommer 2018 eine Reise nach Israel vorbereitete, stieß sie in einem hagalil-Beitrag auf Details zur Verfolgung ihrer Familie, die ein grelles Licht auf die Wirklichkeit werfen: Nichts von dem, was sie da las, war ihr und ihren sechs Geschwistern bekannt. Vom „üblichen Mantel des Schweigens“, der das Schicksal ihrer Großeltern und ihres Vaters überdecke, berichtete sie…

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