Jesus Christus

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Datei:Christus Ravenna.jpg
Christus-Darstellung aus dem 6. Jahrhundert, Ausschnitt aus einem Mosaik in San Apollinare Nuovo, Ravenna

Jesus Christus (von grch. Ιησούς Χριστός, Iesous Christos, Jesus, der Gesalbte) ist die gebräuchlichste Bezeichnung der Christen, wenn sie von Jesus von Nazaret als dem Messias sprechen. Christus ist dabei kein Bestandteil des Namens, sondern bezeichnet eine Eigenschaft der Person Jesu in Form einer Apposition.

Mit der Bedeutung der Person für die Kirche und für die Gläubigen beschäftigt sich die Christologie. Für die grundlegenden Glaubensaussagen des Neuen Testaments zur Person Jesu siehe den Artikel Jesus Christus im Neuen Testament.

Ursprung der Bezeichnung

Es handelt sich beim Begriff „Jesus Christus“ zunächst um eine Bekenntnisformel, die aus Jesus, der gräzisierten Form des hebräischen Vornamens Jeschua, und der latinisierten Form der griechischen Übersetzung des hebräischen Titels Maschiach (= Gesalbter; eingedeutscht Messias) gebildet ist. Der Messias ist nach christlichem Verständnis Jesus von Nazaret; im Christentum gibt es keinen weiteren Gesalbten. Diese Bekenntnisformel findet sich bei sämtlichen Autoren des Neuen Testaments, was auf ihr hohes Alter und ihre Bedeutsamkeit für das frühe Christentum schließen lässt.

Ob sie schon zu Lebzeiten Jesu entstand und ob die historische Person Jesus selbst sich für den Messias hielt, ist in der Leben-Jesu-Forschung heftig umstritten. Jedenfalls lässt sich die Formulierung mit großer Wahrscheinlichkeit bis zur Jerusalemer Urgemeinde zurückführen und ist integraler Bestandteil des urchristlichen Kerygmas (vgl. Apg 5,42 sie hörten nicht auf, [...] Jesus als den Christus zu verkündigen; revidierte Elberfelder Übersetzung). Schon die erste Generation der Christen hat die Formel Jesus Christus als einen „Namen“ für Jesus im Sinne eines ihm von Gott verliehenen Ehrentitels verstanden (vgl. den Philipper-Hymnus Phl 2,5-11), was die frühe Taufformel „Im Namen Jesu Christi“ (Apg 2,38) nahe legt.

Abkürzungen und Christusmonogramm

Der Name „Jesus Christus“ wird in den antiken und modernen Texten auf zahlreiche Weise abgekürzt. Im 4. bis 6. Jahrhundert war es üblich, als Christusmonogramm eine Verschränkung der beiden ersten Buchstaben des griechischen Christos, X (Ch) und P (R), zu benutzen, mitunter eingeschlossen vom ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, Α und Ω. Vorlage:Bibel

Als Christusmonogramm aus alter Zeit ist auch die aus den Anfangsbuchstaben der griechischen Worte Iesus Christós Theu Yiós Soter (d. h. „Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland“) gebildete Formel ΙΧΘΥΣ (ichthys) aufzufassen. Diese Abkürzung wird oft durch einen Fisch (griechisch ichthys) verbildlicht.

Später war die Abkürzung IC XC (griechisch für „IS Chs“) beliebt. Im 15. Jahrhundert gelangte IHS (griechisch für „Ies“) durch Bernhardin von Siena zu großem Ansehen, der bei seinen Predigten eine Tafel mit diesem Namenszug in goldenen Buchstaben aufstellte. Dies wurde im 16. Jahrhundert das Ordenszeichen der Jesuiten und zugleich als Abkürzung von Iesus Hominum Salvator (lat. „Jesus, Heiland bzw. Erlöser der Menschen“) oder In Hoc Signo vinces (lat. „In diesem Zeichen wirst du siegen“) gedeutet.

Siehe auch

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