Haaretz

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Vorlage:Audio (hebräisch: הארץ haAretz, auch Ha'aretz, „Das Land“), ist eine israelische Tageszeitung, die 1919 gegründet wurde. Sie erscheint in einer hebräischen und seit einigen Jahren auch mit einer englischen Ausgabe, die der International Herald Tribune beigefügt ist. Die Ausrichtung kann als links-liberal bezeichnet werden. Die englischsprachige Ausgabe wird in Zusammenarbeit mit der New York Times herausgegeben. Die Wochenendauflage beträgt im Jahr 2006 ca. 95 000 Stück.

Ref: Kölner Stadt-Anzeiger: DuMont investiert in Israel 14. August 2006: "Ha'aretz ist nach Umsatz das zweitgrößte Medienhaus Israels. Es besitzt einige der erfolgreichsten Medientitel, die weiter ausgebaut werden. Das Flaggschiff der Gruppe, die Tageszeitung „Ha'aretz“ („Das Land“, Wochenendauflage 95 000), nimmt eine einzigartige Position in Israel ein"...

Ihr Gegenstück im englischsprachigen Bereich ist die konservative, in vielen Bereichen der Rechten, bis hin zur Siedlerbewegung, zugeneigten The Jerusalem Post. Nichtisraelis stören sich oft an unkommentierten Gastkommentaren von Politikern. Kennt man die Autoren nicht, so entsteht leicht der Eindruck, sie spiegelten die Meinung der Redaktion wider.

Prägenden Einfluss auf die politische Linie der Zeitung übte Gershom Schocken aus, der von 1939 bis 1990 Chefredakteur der Zeitung war. Haaretz befindet sich im Besitz der Familie Schocken (Salman Schocken). Der gegenwärtige Herausgeber ist David Landau, Redaktionschefin ist Tami Litani.

Ref: Kölner Stadt-Anzeiger: KStA 14. August 2006: ..."haArez wurde 1919 in Jerusalem als Zeitschrift von einer Gruppe jüdischer Einwanderer gegründet. 1935 wurde sie von Salman Schocken gekauft. Der prominente Zionist und Geschäftsmann war unter Eindruck des Nationalsozialismus nach Palästina emigriert. In Deutschland hatten ihm eine bekannte Warenhauskette und ein Verlag gehört. Bis heute ist Ha'aretz in Familienbesitz. Amos Schocken ist seit 1990 Verleger in der dritten Generation"...

Im Gegensatz zu anderen israelischen Tageszeitungen, wie den führenden Boulevardblättern Maariv und Jedi’ot Acharonot, legt haAretz großen Wert auf Anspruch in Inhalt und Form, weist längere Artikel, kleinere Schrift und weniger Bilder auf. Über den Konflikt mit den Palästinensern wird tendenziell eher aus moderater der Freiedenbewegung zuneigender Perspektive berichtet. Dies wird insbesondere in den Artikeln der stark angefeindeten Amira Hass und Gideon Levy deutlich. Haaretz trat als starker Befürworter des Oslo-Abkommen mit der PLO auf.

Innerhalb der israelischen Gesellschaftsdebatte nimmt Haaretz einen dezidiert liberalen bis säkularen Standpunkt ein. Obwohl Beiträge über soziale Fragen mit einer gewissen Häufigkeit publiziert werden, vertritt Haaretz bei wirtschaftspolitischen Themen im Wesentlichen eine klassisch-liberale Position, vergleichbar etwa mit The Economist. In der Regel finden Konzepte wie Privatisierung, Freihandel, Reduktion der Sozialleistungen, Steuersenkungen und eine strengere Steuerpolitik starke Befürwortung.

Am 13. August 2006 erwarb das Kölner Verlagshaus M. DuMont Schauberg (M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG) 25 % des Aktienkapitals der Haaretz Verlagsgruppe (Haaretz Daily Newspaper Ltd.) und damit auch der Haaretz Zeitung. Die Kapitalaufstockung soll vorwiegend für das Wachstum lokaler Wochenblätter und einer stärkeren Entwicklung der Internetaktivitäten der Verlagsgruppe verwendet werden.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

<references/>ar:هآرتز ca:Haaretz da:Haaretz en:Haaretz es:Ha'aretz fr:Haaretz he:הארץ nl:Haaretz pt:Haaretz sv:Haaretz yi:הארץ (צייטונג)

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