Schtiler schtiler lomir schwajgen
K‘worim waksn do
'S hobn sei farflanzt di Ssonim
Grinen sej zum blo
'S firn Wegn zu Ponar zu
'S firt kein Weg zurik
Is der Tate wu farschwundn
Un mit im dos Glik
Schtiler Kind mains wein nit Ojzer
'S helft nit kejn Gewein
Unser Unglick weln Ssonijm
Saj wi nit farschtejn
'S hobn Bregess oich diJamn
'S hobn ojchet Tfisses zamn
Nor zu unser Pain
Kejn bissl schajn,
Kejn bissl schajn!
Friling ojfn Land gekumn
Un uns Harbst gebracht
Is der Tog hajot ful mit Blumn
Uns set nor di Nacht
Goldikt schojn der Harbst ojf
Schtamn
Blit in uns der Zar
Blaibt farjosmt wu a Mame
'S Kind gejt ojf Ponar
Di Wilie a geschmite
Hot ojch gejacht in Pajn
jogn Kri'ess Ejs durch Lite
izt in Jam arajn
'S wert der
Chojschech wu zerunen
Fun der Finster loichtn Sunen
Rajter kum geschwint
Dich ruft dajn Kind,
Dich ruft dajn Kind!
Schtiler schtiler 's kweln
Kwaln
Uns in Harz arum
Bis der Tojer wet nil faln
Musn mir sajn schtum
Frej nit Kind sich
'S is dajn Schmejchl izt far uns farrat
Sen dem Friling sol der Ssojne
Wi in Harbst a Blat
Sol der KwaI sich ruig
flissn
Schtiler saj un hof
Mit der Frajhajt kumt der Tate
Schlof-she Kind majns schlof
Wi die Wilie a bafrajte
Wi die Bejmer grin banajte
Lojcht schojn Frajhajtslicht
Oif dajn Gesicht,
Oif dajn Gesicht! |
Still laßt uns schweigen
Gräber wachsen dort
Wechseln von grün zu blau
Die Feinde haben sie gesetztEs führen Wege
nach Ponar
Doch kein Weg führt zurück
Und der Vater ist entschwunden
Und mit ihm das Glück
Still mein Kind weine nicht
weinen hilft nicht
Unsere Feinde wollen unser Unglück
Man kann es nicht verstehen
Die Meere haben Ufer
Und auch Gefängnisse haben Grenzen
Nur zu unserem Leiden
zeigt sich kein Lichtstrahl,
zeigt sich kein Lichtstrahl!
Der Frühling kam ins Land
Und brachte nach sich den Herbst
Der Tag ist voller Blumen
Uns sieht nur die Nacht
Der Herbst wirft goldenes Licht auf die Stämme
währenddessen trauern wir
Eine Mutter bleibt verwaist
Das Kind kam nach Ponar
Die Wilia in Ketten gehalten
seufzt wie im Schmerz
Sie sprengt das Eis und jagt durch das Land
ergießt sich ins Meer
Dann wird die Dunkelheit vergehen
Aus der Finsternis wird Sonne leuchten
Reiter komm geschwind
Es ruft Dein Kind,
Es ruft Dein Kind!
Still still im Herzen
entspringen Quellen
Bis das Tor gefallen ist
müssen wir stumm bleiben
Freue Dich nicht mein Kind
Dein Lachen könnte uns verraten
Der Feind soll den Frühling nicht erleben
ebenso wenig wie ein Blatt den Herbst
Laß die Quelle ruhig fließen
Sei nur still und hoffe
Der Vater wird kommen mit der Freiheit
Schlafe mein Kind schlafe
Wie die befreite Wilia
Wie das frische Grün der Bäume
Seh ich schon das Freiheitslicht leuchten
Auf Deinem Gesicht;
Auf Deinem Gesicht! |